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Fachinformatiker / Fachinformatikerin für Anwendungsentwicklung
Ausbildung & Beruf

Ausbildung Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung

07:00 Uhr am Montagmorgen. Du machst dich gerade fertig für die Arbeit – heute liegt ein spannender Tag vor dir. Erst letzte Woche hast du ein Projekt abgeschlossen, doch schon heute musst du dich auf etwas Neues einstellen. Die Wünsche des Kunden hat ein Kollege von dir schon aufgenommen, in der Teambesprechung erhältst du nun deine Aufgaben für den ersten Projektabschnitt. Als Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung stellen sich dir immer neue Herausforderungen – aber genau das macht dir Spaß!

Berufsbild Fachinformatiker / Fachinformatikerin für Anwendungsentwicklung

Was macht ein Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung (m/w/d)?

In der Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung bzw. zur Fachinformatikerin für Anwendungsentwicklung dreht sich alles rund um die Entwicklung von Software. Dazu planen, konzipieren und programmieren Fachinformatiker die unterschiedlichsten Programme und Anwendungen und entwickeln anwendungsgerechte und nutzerfreundliche Bedienoberflächen. Die Software kommt dabei entweder im eigenen Unternehmen zum Einsatz oder wird auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten.

Dabei kommen verschiedene Programmiersprachen und spezielle Entwicklertools zum Einsatz. Auch die Schulung von Anwendern der neuen Software gehört dazu. Außerdem kümmern sich Fachinformatiker und Fachinformatikerinnen für Anwendungsentwicklung um Wartung und Aktualisierung oder können bezüglich IT-Sicherheit beraten. Zudem werden Fachinformatiker auch in der Videospielentwicklung eingesetzt.

Wie sieht der Berufsalltag als Fachinformatiker Anwendungsentwicklung aus?

Das Berufsbild zur Fachinformatikerin für Anwendungsentwicklung kann ganz unterschiedlich aussehen. Das hängt von deinem Ausbildungsbetrieb ab, der Branche, in der du arbeitest, und dem Arbeitsbereich, in dem du tätig bist. Die Wahl des passenden Ausbildungsbetriebs ist also sehr wichtig, damit du dich in der Ausbildung wohlfühlst und damit deine Stärken zur jeweiligen Stelle und Arbeitsumgebung passen.

  • Betrieb A ist ein mittelständisches Unternehmen mit eigener IT-Abteilung, in der du dich als Azubi vor allem um firmeninterne Systeme kümmerst und auch den Mitarbeitern bei Fragen und Problemen weiterhilfst.
  • Betrieb B ist ein Software-Hersteller, bei dem du als Azubi vor allem Software-Lösungen für Kunden entwickelst. Hier hast du vielleicht auch mal Kundenkontakt.
  • Und bei Betrieb C, einem Online-Unternehmen, stellst du sicher, dass die Online-Dienste für Kunden reibungslos funktionieren.

Zumeist spielt sich der Berufsalltag von Fachinformatikern für Anwendungsentwicklung aber in Büroräumen ab. Mal arbeitest du eigenständig, mal im Team, sodass regelmäßige Besprechungen einen wichtigen Teil deiner Arbeit ausmachen können. Gerade in der Anwendungsentwicklung kommt auf Informatiker oft Projektarbeit zu. Das bedeutet, dass du für einen bestimmten Zeitraum in einem (manchmal auch betriebsübergreifenden) Team arbeitest und nach Abschluss eine neue Aufgabe erhältst. Das bringt Abwechslung mit sich, aber oft auch einen eng gesteckten Zeitplan.

Wo arbeiten Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung?

Nach der Ausbildung zur Fachinformatikerin / zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung arbeitest du in Unternehmen der IT-Branche oder in IT-Abteilungen von Firmen unterschiedlichster Branchen und Wirtschaftsbereiche.

Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung ist ein elektrotechnischer Beruf. Das Arbeitsumfeld ist in der Regel ein Büro. Bei deiner Arbeit hast du überwiegend feste Zeiten und kannst bei der Entwicklung von neuen Technologien helfen. In einem großen Konzern arbeitest du beispielsweise in einem festen Team und bist für bestimmte Aufgabengebiete zuständig. Bei einem kleinen IT-Dienstleister bist du im eventuell im Außendienst tätig, hast viele verschiedene Aufgaben.

Ausbildung zum Fachinformatiker / zur Fachinformatikerin für Anwendungsentwicklung

Wie werde ich Fachinformatiker bzw. Fachinformatikerin für Anwendungsentwicklung?

Wenn du dich für den Beruf Fachinformatiker bzw. Fachinformatikerin für Anwendungsentwicklung interessierst, führt dein Weg über eine duale Ausbildung. Mit guten Noten in diesen Schulfächern und den folgenden Stärken hast du gute Voraussetzungen für den Beruf:

Welche Schulfächer sind hilfreich?

  • Mathe
  • Englisch
  • Informatik

Welche 3 Stärken sind wichtig?

  • Analytische Fähigkeiten
  • Selbstorganisation
  • Sorgfalt & Genauigkeit

Welche Arbeitsbedingungen kommen auf dich zu?

  • Umfeld: Büro
  • Feste Zeiten
  • Entwicklung von neuen Technologien

Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung kannst du theoretisch mit jedem Schulabschluss oder sogar ohne Abschluss werden. Die meisten Azubis haben das (Fach-)Abitur, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. Als nächstes folgen Azubis mit Realschulabschluss und ein kleiner Teil startet mit Hauptschulabschluss oder ohne Abschluss in die Ausbildung.

Gute Noten und Kenntnisse in Informatik zahlen sich bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz aus, denn sie helfen dir später im Beruf, z. B. wenn Programmiermethoden angewendet werden. Um komplexe Zusammenhänge zu verstehen ist ein gutes mathematisches Verständnis von Vorteil. Weiterhin können gute Noten in Englisch bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz hilfreich sein. Aber gute Noten in diesen Fächern sind kein Muss. Am wichtigsten ist, dass du großes Interesse und die passenden Stärken für die Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung mitbringst. In diesem Beruf sind vor allem analytische Fähigkeiten gefragt zum Beispiel beim Erarbeiten von komplexen Softwarelösungen. Zudem solltest du eine sorgfältige Arbeitsweise sowie Selbstorganisation besitzen.

Was lernt man in der Ausbildung zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung (m/w/d)?

Die Fachinformatiker-Ausbildung ist eine duale Ausbildung. Somit teilt sich die Zeit auf Ausbildungsbetrieb und Berufsschule auf. 

Im Ausbildungsbetrieb wird dir gezeigt, was du beim Entwickeln und Anpassen von IT-Lösungen beachten musst, wie Projekte geplant und organisiert werden oder wie du Kunden in die Handhabung von Produkten einweist. Du eignest dir neue Programmiersprachen an oder verbesserst die Kenntnisse, die du bereits hast.

Die Zeit in der Berufsschule ist ebenfalls vielfältig: Programmieren gehört auch hier fest dazu, genauso wie fachbezogenes Englisch. Du hast aber trotzdem auch allgemeinbildende Fächer wie Sport oder Wirtschafts- und Sozialkunde. Dazu kommen oft unterschiedliche Projekte, in denen du deine Kenntnisse zeigen und festigen kannst.

Wie läuft die Fachinformatiker-Ausbildung ab?

Du wolltest schon immer Fachinformatikerin bzw. Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung werden? Dann stellst du dir bestimmt die Frage: Wie werde ich eigentlich Fachinformatiker? In deiner Ausbildung bist du abwechselnd in Betrieb und Berufsschule. Im Betrieb erlernst du die praktische Seite des Berufsbildes Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung kennen und übernimmst konkrete Aufgaben. 

In der Berufsschule wird dir das theoretische Hintergrundwissen vermittelt. Während deiner Ausbildung führst du als Ausbildungsnachweis ein Berichtsheft. Darin hältst du fest, welche Tätigkeiten und Aufgaben du machst. Dein Ausbilder überprüft dein Berichtsheft regelmäßig.

In der Mitte des 2. Ausbildungsjahres absolvierst du eine Zwischenprüfung. Am Ende deiner Ausbildung wartet die Abschlussprüfung auf dich. Diese besteht aus einem praktischen Teil A und einem schriftlichen Teil B. Nach bestandener Prüfung darfst du dich ganz offiziell Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung nennen.

Seit dem 01. August 2020 gilt die neue modernisierte Ausbildungsverordnung. So wurde die Ausbildung zum Fachinformatiker um 2 Fachrichtungen erweitert: Daten- und Prozessanalyse sowie Digitale Vernetzung. Weitere Infos zu den Inhalten und dem Ablauf der Ausbildung findest du in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung.

Art der Ausbildung

dual (Berufsschule und Betrieb), auch schulisch möglich

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich.

Ausbildungsvergütung

952 - 1.113 €

Wie viel verdient ein Fachinformatiker Anwendungsentwicklung in der Ausbildung?

Als angehende Fachinformatikerin bzw. angehender Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung hast du Anspruch auf eine Ausbildungsvergütung. Diese steigt mit jedem Ausbildungsjahr an und ist je nach Ausbildungsbetrieb und Branche unterschiedlich hoch. 

In Betrieben, die an einen Tarifvertrag gebunden sind, kannst du im Schnitt mit dieser Ausbildungsvergütung rechnen:

  • im 1. Ausbildungsjahr: 952 Euro
  • im 2. Ausbildungsjahr: 1.026 Euro
  • im 3. Ausbildungsjahr: 1.113 Euro

Du möchtest gerne noch mehr über den Verdienst als Fachinformatiker bzw. Fachinformatikerin Anwendungsentwicklung erfahren? Dann schau dich gerne auf unserer Gehaltsseite um.

Blick hinter die Kulissen: Erfahrungsberichte von Azubis

Passt die Ausbildung zum Fachinformatiker / zur Fachinformatikerin für Anwendungsentwicklung zu mir?

Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung ist der passende Beruf für dich, wenn 

  • du gerne im Team arbeitest
  • du dich für IT und Programmiersprachen interessierst
  • du dich gut konzentrieren kannst
  • du abwechslungsreiche Tätigkeiten magst

Der Beruf Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung passt weniger gut zu dir, wenn

  • du nicht auf Kundenwünsche eingehen willst
  • du nicht im Büro arbeiten möchtest
  • du mit Informatik und Mathe nichts anfangen kannst
  • du keine Lust auf langes Sitzen hast

Alles im grünen Bereich? Dann mach den Berufswahltest und finde heraus, zu wie viel Prozent diese Ausbildung tatsächlich zu dir passt. → Jetzt Eignung testen! Du bist dir schon sicher, dass es dein Traumberuf ist? Dann findest du hier freie Ausbildungsplätze ↓

Eine Tätigkeit im Bereich IT, Informatik & Elektrotechnik kannst du dir gut vorstellen, aber du bist noch nicht sicher, welcher Beruf am besten zu dir passt? Dann schau dir noch folgende verwandte Berufe an: 

Weiterbildung & Zukunftsaussichten

Hast du die Ausbildung zum Fachinformatiker bzw. zur Fachinformatikerin für Anwendungsentwicklung abgeschlossen, hast du zahlreiche Weiterbildungs- und Fortbildungsmöglichkeiten. Bei Weiterbildungen unterscheiden wir zwischen 3 verschiedenen Wegen: Anpassungsfortbildung, Aufstiegsfortbildung & Studium.

Weiterbildung nach der Ausbildung zum Fachinformatiker / zur Fachinformatikerin Anwendungsentwicklung

Bei Anpassungsfortbildungen geht es darum, dein Wissen aktuell zu halten, beispielsweise in den Bereichen Softwareentwicklung und Programmierung, IT-Anwendungsberatung und Support, IT-Projektmanagement oder IT-Sicherheit und Datenschutz.

Mit einer Aufstiegsfortbildung willst du Karriere machen, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum / zur Techniker/in - Informatik, IT-Berater/in oder IT-Fachwirt. Aber auch ein Studium kannst du anschließen.

Typische Studiengänge für ausgebildete Fachinformatiker Anwendungsentwicklung sind: 

  • Informatik
  • Softwaretechnik
  • IT-Sicherheit
  • Mensch-Maschine-Interaktion, Interfacedesign
  • Wirtschaftsinformatik
  • Internetbasierte Systeme, E-Services
  • Verwaltungsinformatik

Nachhaltigkeit & Zukunftsaussichten als Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung

Fachinformatiker werden in sehr vielen Betrieben benötigt und spielen eine wichtige Rolle in unserer immer technischer werdenden Welt. Nicht umsonst wurde 2020 die Fachinformatiker-Ausbildung noch einmal unterteilt, um besser auf die verschiedenen Schwerpunkte der Arbeit eingehen zu können. Mit handfesten Programmierkenntnissen sorgst du dafür, dass Standardsoftware an die Kundenbedürfnisse angepasst wird, oder entwickelst völlig neue Lösungen. Wenn du dich regelmäßig fortbildest und Interesse an technischen Neuerungen zeigst, bietet der Beruf dir sehr gute Zukunftschancen.

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