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Papiertechnologe – Ausbildung & Beruf

Wenn man alle Blätter Papier, die in einem Jahr in Deutschland verbraucht werden, aufeinanderlegen würde, entstünde ein 16.000 km hoher Turm.

Was macht ein Papiertechnologe?

Beim Berufsbild Papiertechnologe besteht die Hauptaufgabe darin, papierherstellende Maschinen zu bedienen und zu überwachen. Außerdem müssen die Maschinen in Stand gehalten und die Qualität der Produkte geprüft werden.

Im Berufsalltag arbeiten Papiertechnologen auch mit Chemikalien, die für den Koch- und Bleichvorgang benötigt werden. Den Umgang mit diesen giftigen Stoffen lernt man in der Ausbildung, ebenso wie deren Herstellung und Dosierung. Eine weitere Tätigkeit ist das Überwachen und Steuern verschiedener Maschinen und Anlagen. Auch elektrotechnische Inhalte, wie das Überprüfen von induktiven, mechanischen und optischen Sensoren oder die Anwendung des elektrischen Explosionsschutzes, bestimmen das Berufsbild Papiertechnologe. Wie Reststoffe nach ökologischen und ökonomischen Vorgaben verwertet und entsorgt werden, lernen Papiertechnologen in ihrer Berufsausbildung.

Ein weiterer ökologischer Inhaltspunkt ist die umweltfreundliche Aufbereitung von Altpapier. Des Weiteren führen Papiertechnologen die Lagerung und den Transport von Werkstoffen und Produkten durch und prüfen deren Qualität.

Im Berufsbild Papiertechnologe können aber ganz unterschiedliche Aufgabenbereiche im Vordergrund stehen – je nach Betrieb, Branche und beruflicher Position. Welche Aufgaben du in deiner Ausbildung erlernst, regelt die Ausbildungsverordnung zum Papiertechnologen.

Papiertechnologen arbeiten hauptsächlich in der Papier- und Zellstoffindustrie. Hier sind sie in Fabriken tätig, die verschiedenste Arten und Formen von Papier, wie Pappe oder Tapete, herstellen und verarbeiten. Ihr Arbeitsplatz kann sich aber auch in Zulieferungsunternehmen, Chemiefirmen oder Recyclinganlagen befinden.

Art der Ausbildung

dual (Berufsschule und Betrieb)

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich

Zuständige Stelle

IHK

Schulische Voraussetzungen

Rein rechtlich gibt es keine schulischen Voraussetzungen für den Beruf Papiertechnologe. Allerdings erwarten viele Betriebe mindestens einen mittleren Schulabschluss oder einen sehr guten Hauptschulabschluss. Mit den nötigen persönlichen Stärken und Fähigkeiten hast du aber auch mit einem durchschnittlichen Hauptschulabschluss gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Das zeigt auch die Ausbildungspraxis: Zwar hatten in der Vergangenheit die meisten Azubis den Realschulabschluss, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. Immerhin knapp ein Viertel der Ausbildungsanfänger wurden aber mit Hauptschulabschluss eingestellt.

In den naturwissenschaftlichen Fächern Mathe, Chemie und Physik sind gute Noten häufig Voraussetzung. Zudem solltest du ein Händchen für Technik haben und auch der körperlichen Herausforderung, die dieser Beruf mit sich bringt, gewachsen sein.

Quelle: Datensystem Auszubildende (http://www.bibb.de/dazubi)

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Bildnachweis: „Papiermaschine" © Andris Tkacenko / Shutterstock.com

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