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Produktionstechnologe / Produktionstechnologin
Ausbildung & Beruf

Ausbildung Produktionstechnologe

Du arbeitest als Produktionstechnologe bei einem Autohersteller. Demnächst steht ein neues Modell an, dessen Produktion eine neue Anlage erfordert. Schließlich soll auch bei diesem Modell eine Serienproduktion möglich sein. Damit eine optimale und reibungslose Produktion möglich ist, kümmerst du dich um eine Lösung. Dafür betrachtest du den gesamten Prozess und die einzelnen Schritte der Fertigung. Natürlich planst du dies nicht innerhalb von einem Tag, weswegen du dich mit der neuen Anlage mehrere Wochen beschäftigst. Dabei arbeitest du eng mit deinen Kollegen, Konstrukteuren und Entwicklern zusammen.

Berufsbild Produktionstechnologe / Produktionstechnologin

Was macht ein Produktionstechnologe (m/w/d)?

Als Produktionstechnologe bzw. als Produktionstechnologin optimierst und koordinierst du Produktionsabläufe. Steht beispielsweise eine neue Gebindegröße bei der Produktion von Lebensmitteln an, macht dies eine neue Anlage erforderlich. Hier kommst du ins Spiel. Für die Produktion erhältst du Vorgaben, die du optimierst und koordinierst und so das neue Gebinde problemlos integrierst. Mithilfe von Werkzeugen, Vorrichtungen und Arbeitsstoffen stellst du Prototypen her, um das Optimum herauszuholen. 

Mit deinem Prototyp entsteht dann beispielsweise eine neue Anlage. Bei dieser neuen Produktionsanlage wirkst du von Anfang an mit. Die neue Anlage nimmst du in Betrieb, indem du vorab alles vorbereitest und einen reibungslosen Produktionsanlauf gewährleistest. Hierfür programmierst du die Fertigungsanlage und weist die Mitarbeiter in die Bedienung ein. Um Fehler und Verzögerungen durch die Anlage zu vermeiden, überwachst du zusätzlich den Prozess. Zu deinen weiteren Aufgaben gehört die Sicherheit von Produktionsanlagen. Besonders bei älteren Anlagen beurteilst du die Sicherheit und gibst deine Empfehlungen ab.

Wie sieht der Berufsalltag als Produktionstechnologe aus?

In deinem Berufsalltag arbeitest du zwar mit Maschinen und erstellst Prototypen. Doch deine Hauptarbeit verrichtest du am Computer und planst neue Projekte, mit denen du die Produktion optimierst. Steht beispielsweise eine neue Verpackung an, besprichst du in Meetings die aktuellen Probleme und verschiedene Lösungen. Dabei arbeitest du eng mit Produktentwicklern und Konstrukteuren sowie mit Lieferanten und Prozessentwicklern zusammen. Auch das Feedback der Mitarbeiter analysierst du und beachtest dies bei deinen Planungen.

Bist du nicht gerade am Computer oder in Meetings, führst du beispielsweise Testreihen durch oder richtest Produktionsanlagen ein. Dafür nutzt du verschiedene Werkzeuge oder Prüfeinrichtungen. Dadurch simulierst du Prozesse und findet für die neue Verpackung den richtigen Prozess. Außerdem nimmst du an bestehenden Anlagen Verbesserungen vor, indem du die aktuelle Anlage analysierst. Dabei triffst du durchaus auf komplexe Prozesse, die viele Arbeitsbereiche miteinander verknüpfen. Deshalb benötigst du nicht nur technisches Know-how, sondern für die Lösung einen guten Überblick und Durchhaltevermögen. 

Wo arbeitet man als Produktionstechnologe bzw. als Produktionstechnologin?

Mit deiner Ausbildung als Produktionstechnologe oder Produktionstechnologin arbeitest du in nahezu jedem Industriebetrieb. Häufig findest du eine Beschäftigung im Maschinen- und Anlagenbau und im Fahrzeugbau. Auch in Unternehmen, die produktionsunterstützende Dienstleistungen anbieten, kannst du deine Fähigkeiten einsetzen.

Ausbildung zum Produktionstechnologen / zur Produktionstechnologin

Was lernt man in der Ausbildung zum Produktionstechnologen (m/w/d)?

Während deiner Ausbildung im Betrieb lernst du, wie du Produktionsanlagen einstellst, bedienst und worauf du bei den Prozessen achten solltest. Außerdem lernst du, wie du einzelne Arbeitsschritte festlegst und Testreihen durchführst.

In der Berufsschule lernst du in berufsspezifischen Fächern, wie du verschiedene Prozesse organisierst, analysierst und optimierst. Zusätzlich lernst du alles über Projektmanagement und IT-Systeme.

Art der Ausbildung

dual (Berufsschule und Betrieb)

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich

Zuständige Stelle

IHK

Rein rechtlich gibt es keine schulischen Voraussetzungen für den Beruf Produktionstechnologe. In der Praxis hatten laut dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) jeweils ungefähr die Hälfte der Ausbildungsanfänger (Fach-)Abitur oder einen mittleren Abschluss.

Quelle: Datensystem Auszubildende (http://www.bibb.de/dazubi)

Wie viel verdient man als Produktionstechnologe in der Ausbildung?

In deiner Ausbildung zum Produktionstechnologen bzw. zur Produktionstechnologin kann dein Gehalt je nach Betrieb und Bundesland unterschiedlich hoch sein. In der Metall- und Elektroindustrie sind diese Azubi-Gehälter möglich:

  • im 1. Ausbildungsjahr: 1.000 bis 1.050 Euro
  • im 2. Ausbildungsjahr: 1.050 bis 1.100 Euro
  • im 3. Ausbildungsjahr: 1.100 bis 1.200 Euro

Du möchtest gerne mehr über den Lohn als Produktionstechnologe bzw. als Produktionstechnologin erfahren? Hier geht es zur Gehaltsseite.

Blick hinter die Kulissen: Erfahrungsberichte von Azubis

Passt die Ausbildung zum Produktionstechnologen / zur Produktionstechnologin zu mir?

Du bist gut geeignet für den Beruf Produktionstechnologe, wenn du

  • gerne Lösungen findest
  • technisch interessiert bist
  • Zusammenhänge verstehst 

Du bist eher weniger geeignet, wenn du

  • ungerne mit vielen Menschen in Kontakt stehen möchtest
  • bei größeren Problemen schnell aufgibst
  • handwerklich ungeschickt bist

Alles im grünen Bereich? Dann mach den Berufswahltest und finde heraus, zu wie viel Prozent diese Ausbildung tatsächlich zu dir passt. → Jetzt Eignung testen! Du bist dir schon sicher, dass es dein Traumberuf ist? Dann findest du hier freie Ausbildungsplätze ↓

Eine Tätigkeit im Bereich Technik, Metall & Maschinenbau kannst du dir gut vorstellen, aber du bist noch nicht sicher, welcher Beruf am besten zu dir passt? Dann schau dir noch folgende verwandte Berufe an:

Weiterbildung & Zukunftsaussichten

Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten. Wenn du das (Fach-)Abitur hast, könntest du aber auch über ein anschließendes Studium nachdenken.  Bei Weiterbildungen unterscheiden wir zwischen 3 verschiedenen Wegen:

  • Anpassungsfortbildung,
  • Aufstiegsfortbildung &
  • Studium.

Weiterbildung nach der Ausbildung zum Produktionstechnologen / zur Produktionstechnologin

Bei Anpassungsfortbildungen geht es darum, dein Wissen aktuell zu halten, um Entwicklungen in den Bereichen Produktionstechnik, CNC -Technik, Maschinen- und Anlagenbetrieb und Elektrische Messtechnik kennenzulernen.

Mit einer Aufstiegsfortbildung willst du Karriere machen, zum Beispiel durch eine Prüfung zum Prozessmanager für Produktionstechnologie oder eine Weiterbildung zum Techniker für Maschinentechnik. Auch ein Studium ist anschließend möglich.

Passende Studiengänge sind beispielsweise:

Nachhaltigkeit & Zukunftsaussichten als Produktionstechnologe

Möglichst wenig Abfälle in der Produktion verursachen? Eine Produktion ressourcenschonend und effektiv ermöglichen? Die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz spielen in deinem Beruf als Produktionstechnologe täglich eine wichtige Rolle. Schließlich kannst du mit deinen Fähigkeiten dafür sorgen, das Beste aus der Produktion und den Anlagen herauszuholen. Auch in Bezug auf den Umweltschutz.

Und deine Zukunftsaussichten? In deinem Beruf behältst du größere Zusammenhänge im Blick und sorgst in Unternehmen für einen reibungslosen Produktionsprozess. Kein Wunder also, dass in diesem Beruf hervorragende Zukunftsaussichten auf dich warten. Schließlich kannst du deine Fähigkeiten nicht nur in zahlreichen Betrieben einbringen, sondern die Abläufe und Produktionen verbessern.

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Weitere Infos

Bildnachweis: „Zwei Männer in einer großen Fabrik" © Kzenon / Fotolia, "Waren auf dem Fließband" ©Anthony Leopold - stock.adobe.com, "Maschine schweißt Waren ein" ©Itsanan - stock.adobe.com, "Produktionsmaterial im Lager" ©Mixage - stock.adobe.com, "Prozessparameter einstellen" ©Ingo Bartussek - Fotolia, "Arbeitsstoffe aus dem Lager holen" ©Kadmy - stock.adobe.com