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6 Tipps für eine aussagekräftige Bewerbung

Wer schon mal die ein oder andere Stellenanzeige gelesen hat, kennt sicher den folgenden Satz: „Bitte übersenden Sie uns Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen.“ Du weißt nicht, was das bedeutet? Wenn du die folgenden Tipps beachtest, sollten deine Unterlagen aber definitiv aussagekräftig sein!

1. Keine halben Sachen

Als erstes musst du dir die Stellenanzeige ganz genau durchlesen und herausfinden, was das Unternehmen von dir erwartet. Du sollst deinen nächstmöglichen Arbeitsbeginn nennen? Dann mach das auch! Das Unternehmen wünscht eine Gehaltsvorstellung? Bitte konkrete Zahlen! Deine Abschlussnoten in Mathe, Deutsch und Englisch interessieren? Immer her damit! Neben solchen inhaltlich erwünschten Angaben muss deine Bewerbung auch formal vollständig sein. Das bedeutet: Alle wichtigen Bestandteile (Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse, Bescheinigungen) müssen dabei sein.

2. Niemand interessiert sich für dein Seepferdchen

Deine Sporturkunden und Auszeichnungen vom Kaninchenzüchterverein haben grundsätzlich nichts in deinen Bewerbungsunterlagen verloren. Wichtig sind Schulzeugnis(se) und Bescheinigungen über die in Anschreiben und Lebenslauf genannten Qualifikationen und Kenntnisse, wie Praktikumsbescheinigungen oder der Nachweis über die Teilnahme an einem Computerkurs, nicht mehr und nicht weniger. Natürlich darfst du deine Mitgliedschaft bei der Freiwilligen Feuerwehr erwähnen, um zum Beispiel deinen Teamgeist zu bekräftigen, einen schriftlichen Nachweis dafür benötigst du aber nicht.

3. Sorgfalt ist die halbe Miete

Einer der schlimmsten Fehler von Bewerbern ist mangelnde Sorgfalt. Veraltete Lebensläufe, fehlerhafte Fakten und Zahlen oder ein nicht aktualisiertes Datum kommen genauso schlecht an, wie eine falsche Schreibweise des Firmennamens oder ein von Rechtschreibfehlern übersäter Text. Lass deine Unterlagen auf jeden Fall von Familie und Freunden Korrektur lesen!

4. In der Kürze liegt die Würze

Kein Personalverantwortlicher hat Lust und Zeit, ganze Romane zu lesen, daher siehst du auch oft den Hinweis: aussagekräftige Bewerbungsunterlagen. Deine Lebensgeschichte interessiert im Bewerbungsschreiben nicht. Deine wichtigsten Lebensstationen hast du ja ohnehin schon im Lebenslauf aufgelistet. Im Anschreiben geht es jetzt darum zu zeigen, dass du perfekt auf die ausgeschriebene Stelle passt – je kürzer, desto besser. Rede nicht um den heißen Brei herum, sondern nenne möglichst kurz und knapp deine Stärken, Qualifikationen und beruflichen Wünsche und Ziele (Warum möchtest du in diesem Bereich arbeiten, warum bewirbst du dich für diese Stelle?)

5. Eigenlob stinkt… nicht!

Natürlich möchte kein Personalverantwortlicher eine übertriebene Selbstbeweihräucherung lesen. Aber du solltest dich auf jeden Fall ins rechte Licht rücken und deine Qualitäten hervorheben. Benenne selbstbewusst deine Stärken und Kenntnisse und belege sie mit Beispielen (siehe Regel Nr. 6). Du musst den Arbeitgeber überzeugen, dass du der ideale Kandidat für die Stelle bist und warum er gerade dich einstellen soll.

6. Sei kein Phrasendrescher

Stell dir vor, du bist Personalchef und liest täglich 50 Bewerbungen, von denen eine wie die andere klingt. Wer auffallen möchte, muss individuell sein. Das heißt für dich: Vermeide hohle Phrasen und Standardfloskeln, soweit möglich. Übernimm keine Beispielsätze aus Bewerbungsratgebern, sondern überleg dir eigene Formulierungen. Und das Wichtigste: Verwende kein Standardschreiben, das du an verschiedene Unternehmen schickst, sondern überlege dir für jede Stelle ein individuelles, darauf zugeschnittenes Anschreiben. Zu einem aussagekräftigen Anschreiben gehört auch, dass du keine Luftschlösser baust („Ich bin teamfähig“), sondern deine Qualifikationen und Stärken auch nach Möglichkeit belegst oder an Beispielen demonstrierst („In meiner Freizeit engagiere ich mich bei der Freiwilligen Feuerwehr. Dort kommt mir meine Teamfähigkeit zugute.“)

Bildnachweis: „Bewerber mit Bücherstapeln" © lassedesignen / Fotolia