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Was macht ein Dachdecker (m/w/d)?

Als Dachdecker kümmerst du dich darum, dass Häuser vor Wind und Wetter geschützt sind. Du verkleidest Dächer und Fassaden und führst am Dach Dämmarbeiten durch. Dachdecker reparieren auch kaputte Dächer und installieren moderne Solar- und Photovoltaikanlagen. Dabei arbeiten sie oft in großer Höhe und müssen Sicherheitsvorschriften einhalten. Zu den typischen Aufgaben gehören:

  • Dächer eindecken und abdichten: Du verlegst Materialien wie Ziegel oder Schiefer, um Dächer vor Regen und Schnee zu schützen.
  • Wartung und Reparatur von Dächern: Du überprüfst regelmäßig die Dächer und behebst Schäden.
  • Installation von Dachfenstern und Solaranlagen: Du baust Fenster ins Dach und installierst Solaranlagen.
  • Anbringen von Dachrinnen und Schneefangsystemen: Du montierst Systeme, die Regenwasser ableiten und Schnee vom Dach fernhalten.
  • Abdichtung von Flachdächern: Du sorgst dafür, dass Flachdächer wasserdicht sind.
  • Verkleidung von Außenwänden: Du schützt Fassaden mit Schindeln oder Steinen vor dem Wetter..

Diese abwechslungsreichen Aufgaben tragen zur Sicherheit und Langlebigkeit der Gebäude bei, an denen du arbeitest. Dein Beruf macht einen wichtigen Unterschied im täglichen Leben vieler Menschen.

Wo kann ich als Dachdecker arbeiten?

Als Dachdecker warten Jobs vor allem in spezialisierten Dachdeckerbetrieben. Dort bist du hauptsächlich auf Baustellen unterwegs und arbeitest im Team an den Dächern von Wohnhäusern und Firmengebäuden. Einige Dachdecker entscheiden sich für eine Anstellung bei Bauunternehmen, die sowohl Neubauten als auch Renovierungen durchführen. Zudem gibt es Möglichkeiten bei Unternehmen, die sich auf erneuerbare Energien spezialisiert haben, insbesondere für die Installation von Solaranlagen.

Auf jeden Fall arbeiten Dachdecker an der frischen Luft und das bei Wind und Wetter. Deshalb gehört zum Equipment eines Dachdeckers unbedingt wetterfeste Arbeitskleidung, damit sie für alle Witterungen gerüstet sind. Mitunter gehört aber auch die Arbeit in Werkstätten oder in Lagerräumen zum Arbeitsalltag dazu.

Dachdecker Fassade

Arbeitszeiten als Dachdecker

Die Arbeitszeiten als Dachdecker können variieren, sind aber meistens geregelt. In der Regel arbeitest du an Werktagen und hast am Wochenende frei. Die tägliche Arbeitszeit liegt oft zwischen 7 und 9 Stunden. Du musst jedoch flexibel sein, denn bei dringenden Reparaturen oder guter Witterung kann Mehrarbeit anfallen. Besonders in den Sommermonaten kann es vorkommen, dass du wegen der Hitze deine Arbeit früher am Tag beginnst. Im Winter oder bei schlechtem Wetter können sich Arbeitszeiten ändern.

Wie viel verdient ein Dachdecker?

Als Dachdecker liegt das Gehalt in Deutschland meist zwischen 2.700 und 4.000 Euro brutto pro Monat. Das Gehalt variiert je nach Erfahrungslevel, Qualifikation und Region. Zum Berufseinstieg liegt das monatliche Bruttoeinkommen normalerweise zwischen rund 2.400 und 2.600 Euro. Mit zunehmender Berufserfahrung kann das Gehalt aber auch auf über 4.000 Euro pro Monat ansteigen.

Gehaltsunterschiede hängen nicht nur von der gesammelten Berufserfahrung und den erworbenen Qualifikationen ab, sondern auch stark von der wirtschaftlichen Lage der Region, in der du als Dachdecker tätig bist.

Wie viel verdient ein Dachdecker in der Ausbildung?

Als Dachdecker kannst du in der Ausbildung im Schnitt mit folgenden Ausbildungsvergütungen rechnen:

  • im 1. Ausbildungsjahr: 871 Euro
  • im 2. Ausbildungsjahr: 1.052 Euro
  • im 3. Ausbildungsjahr: 1.327 Euro

Du möchtest mehr über das Gehalt als Dachdecker erfahren? Dann informiere dich gerne auf unserer Dachdecker Gehaltsseite.

Wie läuft die Ausbildung als Dachdecker ab?

Die Ausbildung als Dachdecker findet als duale Ausbildung statt. Das heißt, du wechselst zwischen Ausbildungsbetrieb und Berufsschule. Im Betrieb lernst du den praktischen Teil dieses Berufs kennen. Du bist dabei vor allem an Baustellen oder in Werkstätten. Hier erfährst du, wie man Dächer fachgerecht deckt und repariert. In der Berufsschule werden dir die theoretischen Grundlagen beigebracht. Dir werden dabei unter anderem Kenntnisse in Mathematik und Technik vermittelt.

Während der Ausbildung kannst du dich auf einen von 5 Schwerpunkten spezialisieren:

  • Abdichtungstechnik
  • Außenwandbekleidungstechnik
  • Dachdeckungstechnik
  • Energietechnik an Dach und Wand
  • Reetdachtechnik

Wie lange dauert die Ausbildung als Dachdecker?

Die Ausbildung zum Dachdecker oder zur Dachdeckerin dauert in der Regel 3 Jahre. Diese Zeit ist in praktische Teile im Betrieb und theoretische Teile in der Berufsschule gegliedert. Während der 3 Jahre lernst du alles, was du für den Beruf brauchst. In manchen Fällen kannst du die Ausbildung aber auch verkürzen, beispielsweise wenn du bereits eine Vorbildung hast.

Vor Ende des 2. Ausbildungsjahres findet eine schriftliche Zwischenprüfung statt. Am Ende deiner Ausbildung legst du die Gesellenprüfung ab. Diese besteht aus einem praktischen Teil sowie schriftlichen Teilen. Nach bestandener Prüfung darfst du dich staatlich anerkannter Dachdecker nennen.

Was sind die Ausbildungsinhalte als Dachdecker?

Als angehender Dachdecker lernst du vielfältige Fähigkeiten im Rahmen deiner Ausbildung. Hier ein Überblick über Ausbildungsinhalte, die dich erwarten:

  • Baustelle einrichten und sichern: Du sorgst dafür, dass die Baustelle sicher ist, bevor die Arbeiten beginnen.
  • Materialkunde und -verarbeitung: Du lernst den Umgang mit verschiedenen Materialien wie Holz, Schiefer und Dachziegeln.
  • Dach- und Wandflächen eindecken: Du deckst Dächer und Wände mit Materialien wie Schiefer und Dachziegeln.
  • Abdichten und Isolieren: Du führst Dämmarbeiten durch, um Dächer vor Feuchtigkeit zu schützen und die Energieeffizienz zu erhöhen.
  • Installation von Zusatzkomponenten: Du baust Dachfenster, Lichtkuppeln und Solaranlagen ein.
  • Reparatur und Wartung: Du wartest und reparierst Dach- und Wandflächen.
  • Sicherheits- und Umweltvorschriften: Du achtest darauf, die Sicherheits- und Umweltgesetze einzuhalten.

In der Berufsschule werden neben dem theoretischen Wissen über Bau- und Werkstoffe auch allgemeinbildende Fächer wie Mathematik und Deutsch unterrichtet.

Art der Ausbildung:
dual (Berufsschule und Betrieb)
Art der Ausbildung: dual (Berufsschule und Betrieb)
Dauer der Ausbildung:
3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich
Dauer der Ausbildung: 3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich
Ausbildungs­vergütung:
871 € – 1.327 €
Ausbildungs­vergütung: 871 € – 1.327 €

Voraussetzungen für die Ausbildung zur Dachdeckerin

Um eine Ausbildung als Dachdeckerin zu beginnen, solltest du einige Voraussetzungen erfüllen. Für die Ausbildung als Dachdecker brauchst du nicht zwingend einen bestimmten Schulabschluss. Dennoch ist ein Hauptschulabschluss oft die Voraussetzung für eine Ausbildung. In manchen Betrieben wird jedoch auch ein mittlerer Schulabschluss bevorzugt. Gute Noten in Mathematik und Physik sind vorteilhaft. Diese Fächer helfen dir, Maße zu berechnen und physikalische Zusammenhänge zu verstehen.

Darüber hinaus ist körperliche Fitness wichtig, da die Arbeit auf dem Dach oft anstrengend sein kann. Du solltest auch schwindelfrei sein, weil das Arbeiten in der Höhe zum Alltag gehört. Technisches Verständnis und handwerkliches Geschick sind ebenfalls von Vorteil.

Schulfächer
  • Werken
  • Physik
  • Mathe
Stärken
  • Verantwortungs- und Gefahrenbewusstsein
  • Handwerklich-technisches Geschick
  • Sorgfalt & Genauigkeit
Arbeitsbedingungen
  • Umfeld: Baustelle
  • Feste Zeiten
  • Körperliche Beanspruchung

Eine Tätigkeit im Bereich Bau kannst du dir gut vorstellen, aber du bist noch nicht sicher, welcher Beruf am besten zu dir passt? Dann schau dir noch folgende verwandte Berufe an:

Weiterbildung und Karrierechancen als Dachdecker

Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten. Wählen kannst du in der Regel zwischen 3 verschiedenen Wegen:

  • Anpassungsfortbildung
  • Aufstiegsfortbildung
  • Studium

Mit Anpassungsfortbildungen hältst du dein Wissen auf dem neuesten Stand. Du kannst zum Beispiel neue Techniken und Entwicklungen in der Dachdeckerei, der Bauwerksabdichtung, der Isolierung oder im Bereich der Solarthermie kennenlernen.

Wenn du karrieremäßig einen Schritt weitergehen möchtest, kannst du eine Aufstiegsfortbildung machen – etwa zum Dachdeckermeister, zum Techniker für Bautechnik oder zum Fachleiter für Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik. Damit kannst du mehr Verantwortung übernehmen, größere Projekte leiten oder sogar deinen eigenen Betrieb führen.

Außerdem hast du die Möglichkeit, ein Studium anzuschließen, um dein Wissen noch weiter zu vertiefen. Besonders passend sind hier Studiengänge wie Bauingenieurwesen oder Holztechnik, die dir weitere berufliche Türen öffnen und dir spannende Einsatzmöglichkeiten in der Baubranche bieten.

Fazit: Vielfältige Chancen als Dachdecker

Die 3-jährige, duale Ausbildung zum Dachdecker verbindet handwerkliches Können mit Arbeit in luftiger Höhe und abwechslungsreichen Aufgaben. Du lernst, Dächer und Fassaden zu decken, zu dämmen und wetterfest zu machen, Solaranlagen oder Dachfenster zu installieren und Blitzschutzsysteme anzubringen.

Der Beruf ist körperlich fordernd, erfordert Schwindelfreiheit, technisches Verständnis und Teamgeist. Mit einer attraktiven Ausbildungsvergütung, guten Übernahmechancen und vielfältigen Weiterbildungsmöglichkeiten bietet das Dachdeckerhandwerk beste Perspektiven für eine sichere und abwechslungsreiche Karriere.

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Bildnachweise: „Dachdecker bei der Arbeit“ ©photo 5000 – stock.adobe.com; „Dachdecker montiert Fassade am Dachfenster“ ©U. J. Alexander – stock.adobe.com