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Industrie-Isolierer – Ausbildung & Beruf

Ob Isolierkanne oder Isomatte – isoliert wird vieles. Aber wusstest du, dass das Wort „isolieren“ vom italienischen „isola“, also „Insel“ kommt? Wortwörtlich heißt isolieren „sich oder etwas zur Insel machen“, also „von allem abtrennen“. Der Industrie-Isolierer kümmert sich darum, dass große Industrieanlagen gut isoliert sind.

Was macht ein Industrie-Isolierer?

Industrie-Isolierer sorgen dafür, dass industrielle Anlagen kälte-, wärme- und schallisoliert sind. Damit beispielsweise Kühlanlagen kühl bleiben, Wärmeanlagen warm bleiben, Wasserrohre im Winter nicht einfrieren, Maschinen nicht zu viel Lärm verbreiten oder Energie eingespart wird, isoliert der Industrie-Isolierer unter anderem Maschinen, Rohre, Wasserleitungen, Dächer und ganze Gebäude. Für die Isolierung werden spezielle Materialien und Dämmstoffe verwendet, die den Schall, die Wärme oder Kälte abschirmen. Mit feuerfestem Dämmmaterial leistet der Industrie-Isolierer auch einen Beitrag zum Brandschutz.

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Zunächst muss der Industrie-Isolierer Trag- und Stützkonstruktionen montieren, bevor er das isolierende Material anbringen kann. Dabei orientiert er sich an Plänen und Skizzen. Das Dämmmaterial muss noch zugeschnitten und an die jeweilige Maschine oder Anlage angepasst werden. Teilweise werden die Dämmstoffe zusätzlich noch mit Kunststoffen oder Blech verkleidet, um sie vor Schäden zu schützen.

Als Industrie-Isolierer arbeitest du beispielsweise in Betrieben, die Dämmmaterialien herstellen oder in Industrieanlagen montieren. Oder du bist direkt bei einem Industriebetrieb angestellt, um die eigenen Anlagen und Maschinen zu dämmen. Daher kommen Ausbildungsbetriebe der unterschiedlichsten Branchen in Frage, wie zum Beispiel Maschinenbauunternehmen, Betriebe der chemischen Industrie, Fahrzeughersteller oder Recyclingfirmen. Deine Arbeitsorte sind vor allem Werkstätten oder Baustellen.

Art der Ausbildung

dual (Berufsschule und Betrieb)

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich

Ausbildungsvergütung

1. Ausbildungsjahr: 988 €

So läuft die Ausbildung Industrie-Isolierer ab

Du interessierst dich für diesen Beruf? Dann fragst du dich sicher: Wie werde ich Industrie-Isolierer? In deiner Ausbildung zum Industrie-Isolierer bist du im Wechsel in Betrieb und Berufsschule. Im Betrieb erlernst du die praktische Seite des Berufsbildes Industrie-Isolierer und übernimmst konkrete Aufgaben. In der Berufsschule wird dir das theoretische Hintergrundwissen vermittelt. Während deiner Ausbildung musst du als Ausbildungsnachweis ein Berichtsheft über deine Aufgaben und Tätigkeiten führen. Dein Ausbilder überprüft dein Berichtsheft regelmäßig. 

Am Ende des zweiten Ausbildungsjahres absolvierst du eine schriftliche und eine praktische Zwischenprüfung, am Ende der Ausbildung warten eine praktische und eine schriftliche Abschlussprüfung auf dich. Nach Bestehen bist du staatlich anerkannter Industrie-Isolierer. Weitere Infos zu den Inhalten und dem Ablauf der Ausbildung findest du in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Industrie-Isolierer.

Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Meisterweiterbildung zum Industriemeister der Fachrichtung Isolierung, eine Weiterbildung zum Techniker für Bautechnik oder zum Technischen Fachwirt. Daneben kannst du auch ein Studium anschließen, zum Beispiel in den Fachrichtungen Bauingenieurwesen oder Baubetriebswirtschaft anschließen.

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Bildnachweis: „Industriehalle mit Maschinen" © industrieblick / Fotolia