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Fachkraft für Schutz und Sicherheit – Ausbildung & Beruf

Tausende Frauenherzen flogen Kevin Costner in seiner Rolle als „Bodyguard“ zu. Aber auch ohne diese Frauenherzen hat dieser Beruf in der Realität einiges zu bieten.

Was macht eine Fachkraft für Schutz und Sicherheit?

Die offizielle Berufsbezeichnung des „Bodyguards“ lautet „Fachkraft für Schutz und Sicherheit“. Seine Aufgabensind – neben Personen – Objekte, Anlagen und Werte zu schützen. Im Streifen- und Verkehrsdienst beruhigt er z.B. in Einkaufspassen oder auf Bahnhöfen aufgebrachte Personen oder kontrolliert die Fahrscheine. Als Personenschützer ist er dazu da, Personen zu begleiten und Gefahrensituationen zu entschärfen. Zudem sorgt er für die Sicherheit auf Veranstaltungen und versucht Einbrüche, Überfälle oder Werksspionage zu verhindern.

In deiner Ausbildung wirst du auf dein späteres Arbeitsleben vorbereitet: Du lernst, wie man Gefahren und Konflikte erkennen, vermeiden oder notfalls abwehren kann. Daneben bekommst du eine Einweisung in die gängigen Softwareprogramme und sonstigen Hilfsmittel, wie z.B. Videokameras oder Bewegungsmelder, die dich bei deiner Arbeit unterstützen.

Nach der Ausbildung bietet sich den Fachkräften für Schutz und Sicherheit ein breites Beschäftigungsfeld, da ihre Tätigkeiten in fast allen Wirtschaftszweigen bzw. Branchen von Nutzen sind.

Art der Ausbildung

dual (Berufsschule und Betrieb)

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich

Zuständige Stelle

IHK

So läuft die Ausbildung ab

Du interessierst dich für diesen Beruf? Dann fragst du dich sicher: Wie werde ich Fachkraft für Schutz und Sicherheit? In deiner Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit bist du abwechselnd in Betrieb und Berufsschule. Im Betrieb lernst du die praktische Seite des Berufsbildes Fachkraft für Schutz und Sicherheit kennen und übernimmst konkrete Aufgaben. In der Berufsschule wird dir das theoretische Hintergrundwissen vermittelt. Während deiner Ausbildung führst du als Ausbildungsnachweis ein Berichtsheft über deine Aufgaben und Tätigkeiten. Dein Ausbilder überprüft dein Berichtsheft regelmäßig. 

Am Ende des zweiten Ausbildungsjahres findet Teil I der Abschlussprüfung statt. Am Ende der Ausbildung folgt dann Teil II der Abschlussprüfung mit 2 schriftlichen und einem mündlichen Prüfungsteil. Nach Bestehen bist du staatlich anerkannte Fachkraft für Schutz und Sicherheit.

Welche Inhalte und Themen dich unter anderem in deiner Ausbildung erwarten, erklärt dir das AZUBIYO-Ausbildungslexikon. Weitere Infos zu den Inhalten und dem Ablauf der Ausbildung findest du in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit.

Das lernst du in der Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit:

  • E wie Einbruchschutz: Ob Villa am Stadtrand oder Bürogebäude: Fachkräfte für Schutz und Sicherheit überwachen Gebäude und führen Kontrollgänge durch, damit Einbrüche oder Überfälle verhindert werden.
  • K wie Konfliktlösung: Hier heißt es Ruhe bewahren! Ob bei Kontrollen in der Bahn aufgebrachte Fahrgäste beruhigen oder bei Veranstaltungen gewalttätige Besucher der Polizei übergeben – du sorgst dafür, dass die Situation nicht eskaliert und eine Lösung gefunden wird.
  • R wie Rechtsgrundlage: Selbstverteidigung und das Tragen einer Schusswaffe gehören zum Arbeitsalltag. Deshalb lernst du in deiner Ausbildung die rechtlichen Regelungen, um dich korrekt zu verhalten und Rechtsverstöße anderer zu erkennen.

Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Meister für Schutz und Sicherheit. Du könntest aber auch über ein anschließendes Studium nachdenken, zum Beispiel in den Studiengängen Sicherheitsmanagement oder Sicherheitstechnik.

Fachkraft für Schutz und Sicherheit: Voraussetzungen für die Ausbildung

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, mit welchem Schulabschluss, welchen Schulfächern und Stärken du besonders gute Chancen auf eine Ausbildungsstelle hast, und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind:

Welchen Schulabschluss haben Ausbildungsanfänger?

Abitur/Fachabitur
12%
Mittlere Reife
40%
Hauptschulabschluss
44%
Kein Abschluss
4%
Quelle: "Datenbank Auszubildende" des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder (Erhebung zum 31. Dezember)

Hilfreich sind gute Noten in:

Wirtschaft / Recht
Deutsch
Sport

3 wichtige Stärken:

Konfliktlösungs-fähigkeit
Verantwortungs- und Gefahrenbewusstsein
Sorgfalt & Genauigkeit

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: Messen, Konzerte, Großveranstaltungen
Sonn- und Feiertagsarbeit
Dienstreisen nur in Ausnahmefällen

Fachkraft für Schutz und Sicherheit kannst du theoretisch mit jedem Schulabschluss oder sogar ohne Abschluss werden. Laut Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) haben die meisten Azubis den Hauptschulabschluss, knapp gefolgt von Azubis mit Realschulabschluss. Ein kleiner Teil der Azubis ist mit (Fach-)Abitur in die Ausbildung gestartet und einige wenige Azubis hatten keinen Abschluss. Ohne Schulabschluss wird es also vermutlich nicht leicht, eine Ausbildungsstelle zu finden. Du solltest es aber auf jeden Fall mit einer Bewerbung versuchen.

Für die Ausbildung sind gute Noten in Wirtschaft/Recht von Vorteil, da du in diesem Beruf auch rechtliche Kenntnisse brauchst, zum Beispiel für das Einschätzen von Rechtsverstößen. Außerdem kannst du mit guten Leistungen in Deutsch punkten, da du beispielsweise auch für den Schriftverkehr mit Kunden zuständig bist. Und gute Sportnoten zeigen deine körperliche Fitness, die du zum Beispiel beim Personenschutz benötigst. Aber auch wenn du in diesen Fächern nicht die besten Voraussetzungen mitbringst, kannst du dich natürlich trotzdem auf einen Ausbildungsplatz bewerben. Am wichtigsten bei diesem Beruf ist, dass du über Konfliktfähigkeit verfügst, also Streit schlichten und bei Meinungsverschiedenheiten vermitteln kannst. Weitere Stärken, die sich Arbeitgeber von angehenden Fachkräften für Schutz und Sicherheit wünschen, sind Verantwortungs- und Gefahrenbewusstsein sowie eine sorgfältige Arbeitsweise.

Ein typisches Arbeitsumfeld als Fachkraft für Schutz und Sicherheit sind Messen, Konzerte & Großveranstaltungen. Typischerweise arbeitest du auch am Wochenende und an Feiertagen, Dienstreisen kommen in der Regel selten vor.

Deine Arbeitsbedingungen können aber auch ganz anders aussehen, je nachdem in welchem Ausbildungsbetrieb und in welchem Bereich du tätig bist. Bei einem Sicherheitsdienst für Objektschutz überwachst du Immobilien und Anlagen und bist daher in Gebäuden und im Freien unterwegs. Bei einer Anstellung bei einem Verkehrsbetrieb sind dagegen Busse, Züge oder Bahnhöfe dein Arbeitsort. Du solltest dir daher genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passen.

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Bildnachweis: „Jacke mit Aufschrift 'SECURITY'" © linerpics / Shutterstock.com