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IT-Systemkaufmann – Ausbildung & Beruf

Auch wenn der Name das vermuten lässt: IT-Systemkaufleute kaufen keine IT-Produkte. Stattdessen beraten sie Kunden bei der Anschaffung von Telefonanlagen und Computersystemen oder technischen Problemen.

Was macht ein IT-Systemkaufmann?

IT-Systemkaufleute informieren und beraten ihre Kunden bei der Anschaffung diverser IT-Produkte. Dazu analysieren sie deren Anforderungen und erstellen dementsprechend passende Angebote. Außerdem gehören aber auch das Beschaffen von Hard- und Software, das Durchführen von Werbemaßnahmen sowie das Installieren von IT-Systemen zu ihren Aufgaben.

Auf diese Tätigkeiten wird dich deine Ausbildung vorbereiten. Du übst beispielsweise, wie man Anwendungen in einer Programmiersprache erstellt oder wie man Benutzer in die Bedienung der Systeme einweist. Da du später für Kunden als Berater und Ansprechpartner tätig sein wirst, ist es außerdem wichtig, dass du gelernt hast, die marktgängigen Geräte, Programme und Systeme nach ihren Leistungen zu unterscheiden. Neben den allgemeinen Ausbildungsinhalten darfst du deine Kenntnisse in einem der folgenden 5 Bereiche vertiefen: Branchen-, Standard- bzw. Lernsysteme oder technische bzw. kaufmännische Anwendungen.

Später arbeitest du entweder im Büro oder auch direkt beim Kunden. Viele IT-Systemkaufleute sind bei EDV-Dienstleistern oder Software- und Datenbankanbietern beschäftigt. Aber auch viele andere Unternehmen, wie etwa Mobilfunkanbieter oder Hersteller von Informations- und Telekommunikationstechnik, benötigen IT-Systemkaufleute.

Art der Ausbildung

dual (Berufsschule und Betrieb)

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich

Zuständige Stelle

IHK

So läuft die Ausbildung ab

Du interessierst dich für diesen Beruf? Dann stellst du dir bestimmt die Frage: Wie werde ich IT-System-Kaufmann? In deiner Ausbildung zum IT-System-Kaufmann bist du im Wechsel in Betrieb und Berufsschule. Im Betrieb lernst du die praktische Seite des Berufsbildes kennen und übernimmst konkrete Aufgaben. In der Berufsschule wird dir das theoretische Hintergrundwissen vermittelt. Während deiner Ausbildung musst du als Ausbildungsnachweis ein Berichtsheft über deine Aufgaben und Tätigkeiten führen. Dein Ausbilder überprüft dein Berichtsheft regelmäßig.

In der Mitte des 2. Ausbildungsjahres findet eine Zwischenprüfung statt. Am Ende deiner Ausbildung folgt die Abschlussprüfung. Diese besteht aus den Prüfungsteilen A und B. Nach Bestehen deiner Prüfung darfst du dich staatlich anerkannter IT-System-Kaufmann nennen.

Weitere Infos zu den Inhalten und dem Ablauf der Ausbildung findest du in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für IT-Systemkaufleute.

Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Betriebswirt für Informationsverarbeitung oder zum Fachwirt für Computer-Management. Wenn du die (Fach-)Hochschulreife hast, könntest du aber auch über ein anschließendes Studium nachdenken, zum Beispiel in den Bereichen Informatik, Informationsmanagement oder BWL.

IT-Systemkaufmann: Voraussetzungen für die Ausbilung

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, mit welchem Schulabschluss, welchen Schulfächern und Stärken du besonders gute Chancen auf eine Ausbildungsstelle hast und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind:

Welchen Schulabschluss haben Ausbildungsanfänger?

Abitur/Fachabitur
60%
Mittlere Reife
35%
Hauptschulabschluss
3%
Kein Abschluss
2%
Quelle: "Datenbank Auszubildende" des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder (Erhebung zum 31. Dezember)

Hilfreich sind gute Noten in:

Mathe
Wirtschaft
Informatik

3 wichtige Stärken:

Analytische Fähigkeiten
Neugierde und Lernbereitschaft
Sorgfalt & Genauigkeit

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: Büro
Flexible Zeiten, Gleitzeit
Dienstreisen nur in Ausnahmefällen

IT-System Kaufmann bzw. IT-System Kauffrau kannst du theoretisch mit jedem Schulabschluss oder sogar ohne Abschluss werden. Die meisten Azubis haben das (Fach-)Abitur gefolgt von Azubis mit einem mittleren Schulabschluss wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. Ein kleinerer Teil startet mit Hauptschulabschluss in die Ausbildung. Nur wenige Azubis beginnen die Ausbildung ohne Schulabschluss.

Gute Noten und Kenntnisse in Mathe und Informatik zahlen sich bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz aus, denn sie helfen dir z.B. bei der Erstellung von Kalkulationen und beim Verständnis von Computer- und Telekommunikationssystemen. Auch gute Wirtschaftskenntnisse können bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz hilfreich sein, z.B. bei Geschäftsprozessen und Betriebsabläufen. Aber gute Noten in diesen Fächern sind kein Muss. Am wichtigsten ist, dass du ein großes Interesse und die passenden Stärken für die Ausbildung zum IT-System Kaufmann mitbringst. In diesem Beruf sind vor allem analytische Fähigkeiten gefragt zum Beispiel beim Entwickeln von Programmabläufen in IT-Systemen. Zudem solltest du eine sorgfältige Arbeitsweise sowie Neugierde und Lernbereitschaft mitbringen.

IT-System Kaufmann ist ein technisch-kaufmännischer Beruf. Das Arbeitsumfeld eines IT-System Kaufmanns ist meist ein Büro, zum Beispiel in einem Unternehmen für Softwareberatung. In der Regel hast du flexible Arbeitszeiten und Dienstreisen fallen nur in Ausnahmefällen an.

Dein Arbeitsumfeld kann ganz unterschiedlich aussehen, je nachdem in welchem Ausbildungsbetrieb und in welchem Bereich du tätig bist. Als IT-System Kaufmann kannst du in einem größeren Unternehmen auch im Außendienst arbeiten und daher oft unterwegs sein, um Kunden zu treffen. In einem kleineren Unternehmen hast du meist flexible Zeiten und arbeitest in einem Büro. Daher solltest du dir genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passen.

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Bildnachweis: „Mann mit Hemd schaut auf Bildschirm" © StockLite / Shutterstock.com