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Orthoptist / Orthoptistin
Ausbildung & Beruf

Ausbildungsgehalt kein festgelegtes Gehalt
Ausbildungsdauer 3 Jahre
Ausbildungsart schulische Ausbildung
Empfohlener Abschluss i. d. R. Mittlere Reife

Was macht ein Orthoptist (m/w/d)?

Als Orthoptist dreht sich für dich alles rund um das Auge. Du untersuchst und behandelst Sehstörungen oder Verletzungen mithilfe von verschiedenen feinmechanischen Geräten. Außerdem gehört es zu deinen Aufgaben, Sehhilfen anzupassen und therapeutische Maßnahmen einzuleiten. Zu deinen Patienten gehören vor allem Kleinkinder und Säuglinge sowie ältere Menschen, deshalb solltest du mit allen Altersgruppen gut kommunizieren können.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil deiner Aufgaben ist die Dokumentation. Du hältst beispielsweise Behandlungspläne und Diagnostika fest und protokollierst Untersuchungen genau.

Im Berufsalltag wirst du als Orthoptist viel mit feinmechanischen Geräten arbeiten. Deshalb sind eine sorgfältige Arbeitsweise und feinmechanisches Geschick gefragt.

Wo kann ich als Orthoptist arbeiten?

Orthoptisten arbeiten überall dort, wo Patienten untersucht werden, das bedeutet, in Behandlungsräumen, Patientenzimmern oder Untersuchungsräumen. Diese werden sich wiederum primär in Krankenhäusern, Augenkliniken, Augenarztpraxen oder Rehabilitationskliniken befinden.

Als Orthoptistin bist du allerdings auch in einem Büro, beispielsweise, wenn du Monats- oder Jahresabrechnungen machst oder einen Behandlungsplan erstellst.

Arbeitszeiten als Orthoptist

Als Orthoptist hast du in vielen Jobs geregelte Arbeitszeiten, weil du Sprechstunden abdeckst. In Praxen arbeitest du meist werktags zu typischen Praxiszeiten. In Kliniken bist du ebenfalls überwiegend tagsüber im Einsatz, zum Beispiel in Ambulanzen oder Spezialsprechstunden. Teilzeit ist in diesem Beruf häufig gut möglich, und viele Arbeitgeber unterstützen flexible Modelle.

Für dich heißt das: Der Orthoptist kann Beruf und Privatleben oft gut verbinden. In Einzelfällen wie etwa in großen Kliniken können Zeiten variieren, doch Nacht- oder Wochenendschichten sind eher die Ausnahme.

Wie viel verdient ein Orthoptist?

Als Orthoptist startest du je nach Arbeitgeber, Tarifbindung und Region mit unterschiedlichem Gehalt. Im öffentlichen Dienst liegt das Einstiegsgehalt oftmals bei rund 3.000 Euro brutto im Monat. Ohne Tarifbindung beginnen viele Orthoptisten bei etwa 2.600 Euro. Mit Erfahrung steigt das Orthoptist Gehalt stufenweise an: Im Tarif kannst du auf rund 3.700 Euro brutto pro Monat kommen.

Wie viel verdient ein Orthoptist in der Ausbildung?

Da es sich bei der Ausbildung zum Orthoptisten um eine schulische Ausbildung handelt, erhältst du kein Gehalt. Oftmals kommen sogar Kosten auf dich zu, das ist z. B. dann der Fall, wenn du eine private Fachhochschule besuchst.

Wie läuft die Ausbildung als Orthoptist ab?

Bei der Ausbildung zum Orthoptisten handelt es sich um eine schulische Ausbildung, die insgesamt 3 Jahre dauert – eine der längsten schulischen Ausbildungen. Die Ausbildung kannst du in Deutschland an nur insgesamt 14 Fachschulen für Orthoptik starten, die Plätze sind also äußerst begehrt.

Anders als in anderen schulischen Ausbildungen, wird dir allerdings nicht nur die Theorie des Berufs beigebracht, die Ausbildung beinhaltet auch einen praktischen Part.

Die 4-monatige Praxisphase findet in orthoptischen Einrichtungen wie in Kliniken oder Arztpraxen statt. Die praktische Ausbildung ermöglicht es dir, dein theoretisches Wissen anzuwenden.

Wie lange dauert die Ausbildung als Orthoptist?

Die Orthoptist Ausbildung dauert in Deutschland 3 Jahre in Vollzeit. Gesetzlich ist sie über das Orthoptistengesetz und die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung geregelt. Insgesamt umfasst die Ausbildung mindestens 4.500 Stunden. Davon entfallen rund 1.700 Stunden auf Theorie und 2.800 Stunden auf die praktische Ausbildung in Klinikbereichen.

Was sind die Ausbildungsinhalte als Orthoptist?

Die schulische Ausbildung zur Orthoptistin wird in einen theoretischen und einen praktischen Teil geteilt.

Der theoretische Teil der Ausbildung dient vor allem dazu, dir das benötigte Hintergrundwissen, das du als Orthoptistin brauchen wirst, beizubringen. Dir wird unter anderem Wissen in folgenden Bereichen beigebracht:

  • Anatomie
  • Krankheitslehre
  • Arzneimittel
  • Hygiene
  • Orthoptik
  • Neuroophthalmologie

Damit du dein theoretisches Wissen auch in der Praxis anwenden kannst, sieht die Ausbildung zum Orthoptisten ein 4-monatiges Praktikum vor. Du arbeitest in der Zeit in einer medizinischen Einrichtung und lernst den Berufsalltag der Orthoptisten genauer kennen.

Voraussetzungen für die Ausbildung zum Orthoptisten

Die Ausbildung wird in Deutschland an nur wenigen Fachschulen angeboten, dementsprechend sind die freien Ausbildungsplätze hochbegehrt. Du solltest deswegen über mindestens einen guten mittleren Schulabschluss verfügen. Aber auch gute Noten in Biologie, Physik und Deutsch helfen dir, dich von anderen Bewerbern abzuheben.

Neben deinen schulischen Leistungen musst du evtl. auch folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Ärztliches Attest über deine gesundheitliche Eignung
  • Führungszeugnis
  • Mindestalter
  • Impfschutz

Natürlich zählen nicht nur deine schulischen Leistungen, auch persönliche Stärken helfen dir, die Ausbildung erfolgreich zu absolvieren. Im Berufsalltag als Orthoptist ist vor allem Geschick und Beobachtungsgenauigkeit gefragt, schließlich wirst du tagtäglich mit feinmechanischen Geräten arbeiten. Aber auch hohes Kommunikations- und Einfühlungsvermögen ist sehr wichtig, schließlich betreust du in diesem Beruf Patienten aus allen Altersgruppen und mit verschiedensten Krankheitsbildern.

Schulfächer
  • Biologie
  • Physik
  • Deutsch
Stärken
  • Feinmechanisches Geschick
  • Beobachtungsgenauigkeit
  • Hohes Kommunikations- und Einfühlungsvermögen
Arbeitsbedingungen
  • Umfeld: Pflege und Betreuung
  • ggf. Schicht-, Nacht und Wochenenddienst
  • Patientenkontakt

Weiterbildung und Karrierechancen als Orthoptistin

Nach der Ausbildung kannst du dich als Orthoptist in spannende Richtungen weiterentwickeln. Beliebt sind Spezialisierungen wie Low-Vision-Beratung, Neuro-Orthoptik oder die Diagnostik bei Entwicklungs- und Lernauffälligkeiten. Damit vertiefst du dein Wissen und wirst für bestimmte Sprechstunden besonders gefragt.

Auch Aufstiegswege sind möglich: etwa in die Teamleitung, ins Qualitäts- oder Praxismanagement oder in kaufmännische Weiterbildungen wie Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen. Mit passender Vorbildung ist sogar ein Studium denkbar. Geeignete Studiengänge sind beispielsweise:

Fazit: Spannende Zukunftsaussichten als Orthoptist

Beim Beruf des Orthoptisten handelt es sich um einen besonders zukunftssicheren Beruf, denn unsere Gesundheit wird der Gesellschaft zunehmend wichtiger. Der Orthoptist ist ein medizinischer Spezialist für gutes Sehen. Du arbeitest nah am Patienten, löst echte Probleme im Alltag und kannst dich fachlich wie persönlich weiterentwickeln. Dank Tarifstellen sind Einkommen und Perspektiven verlässlich, vor allem an Kliniken.

Wenn du Medizin magst, sorgfältig arbeitest und Spaß an Diagnostik hast, ist die Orthoptist Ausbildung ein starker Weg. Du lernst moderne Untersuchungen, trainierst Kommunikation und siehst schnell Erfolge. So startest du in einen Beruf, der Sinn macht, gefragt ist und dir viele Türen in Klinik, Praxis und Spezialisierung öffnet.

Noch Fragen? Wirf einen Blick in unser FAQ

Als Orthoptist hast du aktuell gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Viele Stellenangebote findest du in Augenarztpraxen, Kliniken und Sehschulen. Du arbeitest oft in festen Teams und hast geregelte Arbeitszeiten. Weil gut ausgebildete Orthoptist knapp sind, gelten die Jobs als ziemlich sicher. Mit Fortbildungen in Diagnostik und Therapie von Sehstörungen kannst du deine Karriere weiter ausbauen.

Für Quereinsteiger ist der Beruf Orthoptist nur mit einer geregelten Ausbildung möglich. Du musst eine staatlich anerkannte Fachschulausbildung in der Orthoptik machen. Vorwissen aus medizinischen oder sozialen Berufen hilft dir beim Einstieg. Viele Schulen freuen sich über motivierte Quereinsteiger und beraten dich zur Bewerbung. Wenn du dich umorientieren willst, kannst du als Orthoptist später in verschiedenen Einrichtungen arbeiten.

Als Orthoptist solltest du vor allem aufmerksam, geduldig und zuverlässig sein. Du arbeitest nah mit Patienten zusammen und brauchst viel Einfühlungsvermögen. Wichtig sind ruhige Hände, gutes Sehvermögen und Konzentration bei Untersuchungen. Auch Teamfähigkeit und kommunikative Stärke sind gefragt. Wenn dich Augenheilkunde interessiert und du sorgfältig arbeitest, passt der Beruf Orthoptist sehr gut zu dir.

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Freie Ausbildungsplätze
Auszubildende*r zum*r Orthoptist*in (m/w/d) 2026
  • Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz K.d.ö.R.
  • 01.10.2026
  • 55131 Mainz

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  • GAW-Institut für berufliche Bildung gemeinnützige GmbH
  • 01.09.2026
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„Orthoptist passt Sehhilfe an“ ©Mediteraneo- stock.adobe.com

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