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Allergologe / Allergologin
Ausbildung & Beruf

Gehalt im Beruf 7.138 – 10.092 € brutto pro Monat
Ausbildungsdauer 11 – 13 Jahre
Ausbildungsart Studium & Facharztausbildung
Empfohlener Abschluss Abitur

Aktualisiert am 09.04.2026

Was macht ein Allergologe (m/w/d)?

Als Allergologe beschäftigst du dich mit allergischen Krankheiten und Erkrankungen des Immunsystems. Du hilfst Patienten dabei, Auslöser zu erkennen, Symptome zu lindern und gefährliche Reaktionen im Alltag möglichst zu vermeiden.

In deinem Arbeitsalltag führst du viele Gespräche mit Patienten, hörst dir ihre Beschwerden genau an und planst passende Untersuchungen. Dazu gehören zum Beispiel Hauttests oder Blutuntersuchungen. Anschließend erklärst du, was hinter Beschwerden wie Heuschnupfen, Asthma, Neurodermitis, Kontaktallergien oder Nahrungsmittelallergien steckt. Du entscheidest auch, welche Behandlung sinnvoll ist, etwa Medikamente, eine Hyposensibilisierung oder Tipps zur Allergenvermeidung. Bei schweren Reaktionen musst du schnell und sicher handeln. Außerdem dokumentierst du Befunde, stimmst Therapien ab und arbeitest oft mit anderen Fachärzten zusammen.

Wo kann ich als Allergologe arbeiten?

Als Allergologe kannst du vor allem in Arztpraxen, Kliniken und spezialisierten Allergiezentren arbeiten. In größeren Häusern bist du oft Teil eines Teams aus mehreren Fachrichtungen. Daneben sind auch Forschung, klinische Studien und Lehre möglich, wenn du dich wissenschaftlich entwickeln willst. Deine Arbeit findet meist in Untersuchungs- und Behandlungsräumen statt, manchmal auch im Labor oder auf Klinikstationen. Je nach Stelle berätst du Patienten langfristig oder behandelst akute Fälle.

Arbeitszeiten als Allergologe

Die Arbeitszeiten als Allergologin hängen stark vom Arbeitsort ab. In einer Praxis arbeitest du oft tagsüber zu festen Sprechzeiten, in einer Klinik sind auch Schicht-, Bereitschafts- oder Wochenenddienste möglich. Viele Termine lassen sich gut planen, zum Beispiel Beratungsgespräche, Allergietests oder Kontrolltermine bei einer laufenden Therapie. Trotzdem bleibt der Beruf nicht immer ruhig, weil akute Beschwerden oder starke allergische Reaktionen schnell behandelt werden müssen. Dazu kommt Zeit für Dokumentation, Befunde und Absprachen mit Kollegen.

Wie viel verdient ein Allergologe?

Als Allergologe kannst du im Schnitt mit einer Spanne von 7.138 bis 10.092 Euro rechnen. Du verdienst in der Regel sehr gut, weil du bereits Arzt und zusätzlich spezialisiert bist. Das genaue Gehalt hängt davon ab, ob du in einer Klinik, Praxis oder später selbstständig arbeitest und wie viel Berufserfahrung du mitbringst.

Wie viel verdient eine Allergologin in der Ausbildung?

Während deines Medizin Studiums vorher, wirst du nicht bezahlt. In der anschließenden praktischen Ausbildung zum Allergologen wirst du jedoch entsprechend deiner Facharzttätigkeit entlohnt. Das bedeutet, dass du zwischen 4.000 und 6.500 Euro monatlich verdienst.

Wie läuft die Ausbildung zum Allergologen ab?

Die Ausbildung als Allergologe läuft nicht direkt nach der Schule, sondern über mehrere medizinische Schritte. Zuerst studierst du Medizin, machst dein Staatsexamen und erhältst die Approbation als Arzt, danach folgt eine Facharztweiterbildung in einem passenden Gebiet. Erst anschließend kommt die Zusatz-Weiterbildung Allergologie dazu. Dafür musst du bei einem anerkannten Weiterbilder praktische Erfahrungen sammeln und die vorgeschriebenen Inhalte lernen. Dazu gehören Diagnostik, Therapie, Notfallbehandlung und der Umgang mit verschiedenen allergischen Erkrankungen.

Am Ende steht eine Prüfung bei der Ärztekammer. Der Weg ist also lang, aber dafür bist du später sehr breit aufgestellt und kannst Patienten bei oft langwierigen Beschwerden gezielt helfen.

Wie lange dauert die Ausbildung als Allergologe?

Die Ausbildung zum Allergologen dauert insgesamt meist etwa 11 bis 13 Jahre. Das liegt daran, dass zuerst das Medizinstudium abgeschlossen werden muss und danach noch die Facharztweiterbildung folgt. Zusätzlich kommt die Zusatz-Weiterbildung Allergologie, die in der Regel 18 Monate dauert. Je nach Fachrichtung können davon bis zu 12 Monate angerechnet werden, wenn du schon bei einem anerkannten Weiterbilder gearbeitet hast. In Teilzeit dauert der Weg entsprechend länger.

Was sind die Ausbildungsinhalte als Allergologe?

Du lernst in der Weiterbildung, Allergien sicher zu erkennen und passend zu behandeln. Dabei geht es nicht nur um Tests, sondern auch um Notfälle, Beratung und langfristige Therapien im Alltag. Typische Inhalte sind:

  • allergologische Anamnese sowie Haut- und Bluttests
  • Behandlung von Heuschnupfen, Asthma, Neurodermitis sowie Nahrungsmittel-, Insektengift- und Medikamentenallergien
  • Hyposensibilisierung, Allergieprävention und Notfallversorgung bei einem anaphylaktischen Schock

Außerdem beschäftigst du dich mit immunologischen Grundlagen, Allergenvermeidung und psychosozialen Fragen. Auch Ernährungsberatung, berufsbedingte Allergien und der richtige Umgang mit Medikamenten spielen in der Weiterbildung eine wichtige Rolle. So lernst du nicht nur Krankheiten kennen, sondern auch den sicheren Umgang mit Patienten in sehr unterschiedlichen Situationen.

Voraussetzungen für die Ausbildung zum Allergologen

Um Allergologe werden zu können, musst du eine Zusatzweiterbildung abschließen. Diese ist zugänglich für Fachärzte verschiedener Fachrichtungen, beispielsweise HNO-Ärzte, Ärzte für Innere Medizin, Kinderärzte, Pneumologen oder Hautärzte.. Wichtig ist also, dass du nach dem Abitur ein Medizinstudium abgeschlossen und daran anschließend deinen Facharzt gemacht hast.

Neben den formellen Voraussetzungen gibt es auch einige persönliche Eigenschaften, die eine gute Allergologin mitbringen sollte: Der Kontakt zu anderen Fachkollegen ist oftmals von großer Bedeutung, da viele Allergien unterschiedliche Organsysteme betreffen. Du hast Verantwortung für deine Patienten, der du dich gerne stellen solltest. Da Symptome und Allergien nicht immer einfach zu diagnostizieren sind, musst du auch um die Ecke denken und unwahrscheinliche Szenarien im Kopf behalten können.

Schulfächer
  • Biologie
  • Deutsch
  • Chemie
Stärken
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Stressresistenz
  • Einfühlungsvermögen
Arbeitsbedingungen
  • Umfeld: In Praxen und Krankenhäusern
  • Kontakt mit anderen Ärzten
  • ggf. Schicht- und Wochenenddienst

Weiterbildung und Karrierechancen als Allergologin

Die Karrierechancen als Allergologin sind gut, weil allergische Erkrankungen häufig sind und spezialisierte Ärzte gebraucht werden. Du kannst dich nach der Zusatz-Weiterbildung fachlich weiter vertiefen, zum Beispiel in Kinderallergologie, Hauterkrankungen, Atemwegserkrankungen oder wissenschaftlicher Forschung. Auch Leitungsaufgaben in Kliniken, eine Tätigkeit in medizinischen Zentren oder später die eigene Praxis sind möglich. Besonders spannend ist, dass Allergologie oft mehrere Fachgebiete verbindet und du deshalb breit einsetzbar bleibst. Weil immer mehr Menschen mit Allergien leben, bleiben die Perspektiven in diesem Bereich insgesamt stabil bis sehr gut.

Fazit: Sichere Zukunftsaussichten als Allergologe

Allergologe ist kein schneller Ausbildungsberuf, sondern ein medizinischer Spezialweg mit viel Verantwortung. Wenn dich Medizin, Diagnostik und die Suche nach Ursachen interessieren, kann dieser Beruf aber sehr gut zu dir passen. Du arbeitest nah an Menschen und hilfst ihnen oft bei Beschwerden, die den Alltag stark belasten. Gleichzeitig verbindest du Gespräch, Untersuchung, Laborwissen und Therapie in einem Beruf.

Der Weg dorthin ist lang, weil Studium, Facharztweiterbildung und Zusatz-Weiterbildung zusammenkommen. Dafür sind die Aufgaben abwechslungsreich, die Gehaltschancen gut und die Berufsaussichten stabil.

Noch Fragen? Wirf einen Blick in unser FAQ

Du kannst als Allergologe aktuell mit guten Chancen auf dem Arbeitsmarkt rechnen. In Städten und ländlichen Regionen gibt es viele offene Stellen in Klinik und Praxis. Durch immer mehr Allergien steigt die Nachfrage nach spezialisierten Ärzten. Du hast sichere Perspektiven, gute Verdienstmöglichkeiten und kannst dich später leicht mit eigener Praxis oder in einem medizinischen Zentrum selbstständig machen.

Für Quereinsteiger ohne Medizinstudium ist dieser Job leider nicht direkt geeignet. Um Allergologe zu werden, brauchst du zuerst ein abgeschlossenes Medizinstudium und danach eine längere Facharztausbildung. Du kannst aber vorher eine andere Ausbildung im medizinischen Bereich machen, etwa als Medizinischer Fachangestellter, und später noch studieren. So sammelst du Praxis, verdienst Geld und bleibst nah an Patienten.

Für diesen Beruf solltest du neugierig, geduldig und sorgfältig sein. Als Allergologe arbeitest du viel mit Menschen, die sich nicht gut fühlen, daher brauchst du Einfühlungsvermögen und klare Kommunikation. Gute Noten in Bio, Chemie und Mathe helfen dir bei Diagnostik und Laborwerten. Außerdem sind Teamfähigkeit, Organisationstalent und ein ruhiger Kopf in stressigen Situationen wichtig.

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Bildnachweise: „Allergologe“ ©Gorodenkoff – stock.adobe.com; „Allergologe testet Allergene“ ©LEONID IASTREMSKYI – stock.adobe.com