Barkeeper / Barkeeperin
Ausbildung & Beruf
Was macht ein Barkeeper (m/w/d)?
Als Barkeeper mischst du Drinks, schenkst Getränke aus und berätst Gäste bei der Auswahl. Du kennst Rezepte, hältst dich an Standards und kreierst auch eigene Cocktails. Außerdem kümmerst du dich um Kasse, Bestellung, Lager und Hygiene. In der Regel hast du dabei viel Gästekontakt. Wichtig ist, dass du freundlich bleibst, auch wenn es stressig wird. In manchen Jobs servierst du zusätzlich Snacks oder Heißgetränke wie Kaffee.
Beachte: Bartender, Barkeeper & Barmixer werden als Synonyme verstanden. In Deutschland ist der Begriff Barkeeper weiter verbreitet. In den USA hingegen wird die Person hinter der Bar meist als Bartender bezeichnet.
Wo kann ich als Barkeeper arbeiten?
Barkeeper sind in der Gastronomie und Hotellerie zu Hause und arbeiten in Bars, Restaurants, Hotels oder Clubs an der Bar. Viele arbeiten auch im Catering oder auf Veranstaltungen wie Messen, Hochzeiten und Firmenfeiern. Auch Freizeitparks oder Spielbanken haben oft Bars, an denen Barkeeper gefragt sind. Mal haben sie direkten Kundenkontakt, mal erhalten sie die Getränkebestellungen von Kollegen, die dann auch servieren.
Als Barkeeper arbeitest du häufig abends, nachts und am Wochenende. Schichtdienst ist normal, dafür hast du unter der Woche öfter frei. Bei Events können auch Feiertage dazukommen. Du brauchst deshalb Energie und einen guten Rhythmus, um lange Schichten gut zu meistern. Viele Betriebe zahlen Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit, was dein Gehalt verbessern kann.
Ausbildungsorte als Barkeeper
Wie viel verdient ein Barkeeper?
Das Grundgehalt als Barkeeper ist in der Regel nicht sehr hoch. Manchmal liegt der Stundenlohn sogar nur bei dem Mindestlohn. Wie viel ein ausgebildeter Barkeeper im Durchschnitt verdient, hängt ganz von seiner Berufserfahrung und vor allem von seinem Arbeitgeber ab. An der Bar eines Viersternehotels verdient ein Barkeeper deutlich mehr als in einer kleinen Kneipe. Im Durchschnitt kannst du als Barkeeper zwischen 2.782 und 3.232 Euro im Monat verdienen.
Wenn du den Beruf des Barkeepers ausüben möchtest, kannst du aber zusätzlich zum Grundgehalt mit einem gewissen Trinkgeld-Anteil rechnen. Je nach Bundesland und Art der Bar können sich die Trinkgeld-Anteile unterscheiden. Im Norden Deutschlands geben die Menschen am meisten Trinkgeld. Bundesweit kann man durchschnittlich mit 8 bis 10 Prozent Trinkgeld rechnen. Damit wird das Gehalt der Barkeeperin um einiges aufgewertet.
Du möchtest gerne noch mehr über das Barkeeper Gehalt wissen? Hier geht es zur Gehaltsseite.
Wie viel verdient ein Barkeeper in der Ausbildung?
Eine klassische Ausbildungsvergütung gibt es für einen Barkeeper nicht, denn es handelt sich um eine Weiterbildung. Du zahlst in der Regel Kurs- und Prüfungsgebühren, oft zwischen 400 und 3.000 Euro, je nach Schule und Abschluss. Viele Kurse laufen berufsbegleitend, sodass du als angehender Barkeeper weiter Geld im Job verdienst.
Wie läuft die Ausbildung zum Barkeeper ab?
Barkeeper ist kein klassischer, dualer Ausbildungsberuf, sondern eine Weiterbildung. Du lernst Theorie und übst Praxis an der Bar. In der Theorie geht es um Bar- und Warenkunde, Sicherheit, Hygiene, Jugendschutz und betriebliche Abläufe. In der Praxis trainierst du Mixtechniken, Präsentation, Servieren und Gästekommunikation.
Die Prüfung besteht sowohl aus schriftlichen als auch aus mündlichen Tests. Nach Bestehen dieser darfst du dich, je nach Ausbildungsanbieter als Barkeeper (IHK), Barkeeper, Barmixer oder geprüfter Barmixer bezeichnen. Barmeister darf man sich nur nach dem Besuch mit der höchsten Fortbildungsprüfung an einer privaten Barschule nennen.
Zwar gibt es für diese Art der Ausbildung keine schulische Voraussetzung, die erfüllt werden muss, jedoch sollte dir bewusst sein, dass das Bestehen der Weiterbildung ohne vorige Erfahrung in dieser Branche sehr schwer werden kann. In der Regel absolvieren Restaurantfachleute oder Hotelfachleute nach 3 bis 4 Jahren Berufserfahrung die Weiterbildung zum geprüften Barmixer.
Wie lange dauert die Ausbildung als Barkeeper?
Je nach Bildungsanbieter unterscheiden sich Voraussetzungen, Dauer und Kosten sowie der vergebene Abschluss. Im Schnitt liegt die Dauer der Weiterbildung in Vollzeit bei ca. 1 bis 3 Wochen und in Teilzeit bei bis zu 3 Monaten.
Was sind die Ausbildungsinhalte als Barkeeper?
Die Inhalte der Weiterbildung zum Barkeeper teilen sich meist in theoretische und praktische Unterrichtssequenzen.
Im Theorieunterricht erlernst du die Fachkunde, wie die verschiedenen Bartypen. Fachbegriffe, die Pflege von Geräten und Ausstattung sowie die Grundregeln zu Sicherheit, Gesundheits-, Jugend- und Umweltschutz sind ebenfalls wichtige Bestandteile der Barkeeper-Weiterbildung. Außerdem lernst du die Herkunft, die Rohstoffe sowie die Herstellung von alkoholischen und alkoholfreien Getränken kennen. Neben dem Wissen über Fach,- Waren- und Getränkekunde sind auch die Betriebsabläufe von großer Bedeutung. Lagerführung, Warenannahme und -prüfung sowie die Erstellung von Tagesabrechnungen sind essenziell für einen reibungslosen Tagesablauf.
Die Fachpraxis soll dich auf den Alltag in einer Bar vorbereiten. Hier steht vor allem die Gläserverwendung, das Erlernen verschiedener Mixtechniken sowie das letztendliche Mixen bzw. Mischen der Getränke im Vordergrund. Aber auch die Vor- und Nachbereitung des Arbeitsplatzes, wie Reinigung und Entsorgung sowie das Präsentieren und Servieren von Getränken und Speisen, sind wichtig.
Für die Barkeeper Weiterbildung brauchst du keinen bestimmten Schulabschluss. Hilfreich sind aber Fächer wie Chemie, Englisch und Mathe, zum Beispiel für Rezepturen, Etiketten und Abrechnungen. Als Barkeeper solltest du belastbar, kommunikativ und gut organisiert sein. Du stehst viel, arbeitest im Schichtdienst und behältst auch im Trubel den Überblick. Ein gutes Gedächtnis hilft dir bei Rezepten und Zutaten. Berufserfahrung in Gastronomie oder ein Nebenjob an der Bar macht dir die Barkeeper Ausbildung leichter und steigert deine Chancen auf gute Jobs.
- Chemie
- Englisch
- Mathe
- Gestalterische Fähigkeiten
- Neugierde & Lernbereitschaft
- Überzeugungsfähigkeit
- Gastronomie
- Nachtarbeit
- Viel Kontakt mit Menschen
Eine Tätigkeit im Bereich Hotel, Gastronomie & Tourismus kannst du dir gut vorstellen, aber du bist noch nicht sicher, welcher Beruf am besten zu dir passt? Dann schau dir noch folgende verwandte Berufe an:
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Nachdem die Weiterbildung zum Barmixer abgeschlossen ist, stehen dir weitere Türen offen. Beispielsweise kann man die Meisterweiterbildung zum Barmeister zum Restaurantmeister oder zum Hotelmeister absolvieren und hat somit eine Aussicht auf höhere Positionen mit mehr Verantwortung.
Des Weiteren bieten sich auch einige kaufmännische Weiterbildungen an, wie beispielsweise die des Gastronoms, des Betriebswirts oder des Fachwirts. Viele Absolventen der gastronomischen Ausbildungen schlagen auch den Weg der Selbstständigkeit, mit einer eigenen Bar oder einem eigenen Restaurant, ein.
Auch der Weg über ein Studium ist möglich. Ein passender Studiengang ist beispielsweise Hotelmanagement.
Barkeeper ist ein Beruf, der in der Gastronomie beliebt und gefragt ist. Egal ob im Club oder an der Hotelbar – für professionelle Bartender gibt es national und international zahlreiche Einsatzorte und du kannst hier gutes Geld verdienen. Wichtig ist aber, dass du Erfahrung sammelst und dich regelmäßig weiterbildest. Der Abschluss eines Bartender-Kurses ist toll, aber Zertifikate sind in diesem Job nicht alles.
Achte darauf, auch Wein und Bier in dein Portfolio aufzunehmen, um deine Kunden auch dahingehend kompetent beraten zu können. Sogar ein Fokus auf Nachhaltigkeit ist möglich, indem du beispielsweise Wert auf Bio-Zutaten legst.
Der Arbeitsmarkt für dich als Barkeeper ist stabil und bietet viele Jobs in Bars, Hotels und Clubs. In der Gastronomie werden ständig Servicekräfte gesucht, vor allem in größeren Städten und Touristengegenden. Als Barkeeper findest du Stellenangebote in Vollzeit, Teilzeit oder als Nebenjob. Durch Schichtdienst und Wochenendarbeit hast du oft flexible Arbeitszeiten und die Chance auf gutes Trinkgeld.
Ja, der Beruf als Barkeeper ist gut für Quereinsteiger geeignet. Viele Chefs suchen motivierte Leute ohne Ausbildung in der Gastronomie und lernen dich direkt an der Bar ein. Oft startest du als Servicekraft oder Aushilfe und wächst Schritt für Schritt in die Aufgaben eines Barkeeper hinein. Kurze Schulungen, interne Trainings und Übung mit Getränkekunde helfen dir dabei, sicherer an der Theke zu werden.
Als Barkeeper solltest du vor allem freundlich, stressresistent und aufmerksam sein. Du brauchst eine offene Art, gute Kommunikation mit Gästen und Spaß am Service, auch spät abends. Wichtig sind außerdem Teamfähigkeit, Organisation an der Theke und ein schneller Überblick über Bestellungen. Als Barkeeper solltest du mit Hektik klarkommen, sauber arbeiten und dir Rezepte für Drinks gut merken können.
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