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Baustoffprüfer – Ausbildung & Beruf

Jedes Jahr sterben Menschen aufgrund von Blow-ups (Fahrbahnschäden durch aufgeplatzte Straßenbeläge). Damit dies in Zukunft nicht mehr geschieht, gibt es Baustoffprüfer. Diese testen, ob ein bestimmter Baustoff zugelassen und verbaut werden darf.

Was macht ein Baustoffprüfer?

Das Berufsbild Baustoffprüfer ist sehr vielseitig. Die Hauptaufgabe besteht darin, verschiedene Materialien wie Baustoffe, Bindemittel aber auch Böden zu untersuchen.


Im Arbeitsalltag erhalten Baustoffprüfer Aufträge von der Laborleitung oder direkt vom Kunden. Für jeden Auftrag wird ein individueller Projektplan erstellt, der die einzelnen Arbeitsschritte ganz genau vorgibt. Der erste Schritt ist für gewöhnlich das Nehmen von Proben. Wenn ein Baustoffprüfer beispielsweise ermitteln soll, ob der Boden eines bestimmten Grundstücks bebaubar ist, nimmt er vor Ort eine Probe, die er dann im Labor genau untersucht. Hier muss er alle Prüf- und Messgeräte, die er für die verschiedenen Versuche benötigt, vorbereiten und den Versuchsbedingungen anpassen. Bei der Untersuchung betrachtet er den jeweiligen Baustoff unter speziellen Aspekten, wie Dichte, pH-Wert, Wasserdurchlässigkeit und Zusammensetzung. Die Ergebnisse dokumentiert der Baustoffprüfer, um sie danach auswerten zu können. Nun vergleicht er seine Ergebnisse mit Normtabellen und erkennt somit, ob ein Boden ein Haus tragen kann oder ob ein bestimmter Asphalt der Beanspruchung des Straßenverkehrs standhält. Wichtig ist, dass Baustoffprüfer bei der Arbeit stets Schutzkleidung, wie Laborkittel, Handschuhe und Schutzbrille tragen, da sie teilweise mit hochgiftigen Stoffen arbeiten.

Je nach Unternehmen, Branche und beruflicher Position können im Berufsbild Baustoffprüfer ganz unterschiedliche Aufgabenbereiche im Vordergrund stehen. Die Inhalte und Aufgaben in deiner Ausbildung regelt die Ausbildungsverordnung zum Baustoffprüfer.

Baustoffprüfer arbeiten in der Bauwirtschaft oder in Überwachungs- und Forschungsunternehmen.

Art der Ausbildung

dual (Berufsschule und Betrieb)

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich

Zuständige Stelle

IHK

Schulische Voraussetzungen

Rein rechtlich gibt es keine schulischen Voraussetzungen für den Beruf Baustoffprüfer. In der Vergangenheit hatten die meisten Azubis den Realschulabschluss oder sogar (Fach-)Abitur, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. Immerhin etwa 10% der Ausbildungsanfänger wurden mit Hauptschulabschluss, ein kleiner Prozentsatz sogar ohne Schulabschluss eingestellt. 

Quelle: Datensystem Auszubildende (http://www.bibb.de/dazubi)

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Bildnachweis: „Bodenproben" © kalpis / Fotolia