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Doula
Ausbildung & Beruf

Gehalt im Beruf 3.242 – 4.042 € brutto pro Monat
Ausbildungsdauer 3 Monate – 2 Jahre
Ausbildungsart private Ausbildung
Empfohlener Abschluss kein vorgeschriebener Schulabschluss

Was macht eine Doula (m/w/d)?

Eine Doula begleitet werdende Mütter während der Schwangerschaft, bei der Geburt und im Wochenbett, also in der ersten Zeit nach der Geburt des Kindes. Die Aufgabe einer Doula ist es, die Mutter (oder die Eltern) bei einer selbstbestimmten Geburt zu unterstützen und diese zu erleichtern. Dazu gehört nicht nur die emotionale Begleitung, sondern auch die körperliche Unterstützung, beispielsweise beim Einnehmen bestimmter Gebärpositionen.

Doulas übernehmen explizit keine medizinischen Aufgaben. Sie können aber mit dem medizinischen Personal kommunizieren und die Wünsche der werdenden Mutter weitergeben. Viele Doulas bieten auch weitergehende Begleitung und Beratung an, beispielsweise im Rahmen einer Stillberatung oder Trageberatung.

Was bedeutet Doula?

Der Begriff „Doula“ kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet „Dienerin“. Klassisch handelt es sich dabei um eine Frau, die selbst Kinder geboren hat und die werdende Mutter mit ihrer Erfahrung unterstützt. Früher kamen diese Frauen oft aus dem eigenen Umfeld, mittlerweile ist diese Art der Geburtsbegleitung selten geworden und wird durch „externe“ Doulas wiederbelebt.

Wo arbeiten Doulas?

Als Doula arbeitest du dort, wo die werdende Mutter ist. Eine Geburtsbegleitung durch eine Doula ist sowohl im Krankenhaus als auch in einem Geburtshaus oder bei einer Hausgeburt möglich. Vor und nach der Geburt besuchst du deine Kundinnen zuhause. Geplante Alleingeburten ohne eine Hebamme oder medizinisches Personal lehnen Doulas ab.

Arbeitszeiten als Doula

Da Geburten meist spontan stattfinden, arbeitest du auch nachts und am Wochenende – eben dann, wenn die werdende Mutter dich braucht. Dazu können auch lange Schichten gehören, denn manche Geburten dauern viele Stunden. Rund um den errechneten Geburtstermin bist du somit in Rufbereitschaft und bleibst von den ersten Wehen bis zur Geburt des Babys.

Wie viel verdient eine Doula?

Das Einkommen als Doula hängt davon ab, wie viele Aufträge du annimmst und wie hoch deine Preise angesetzt sind. Für eine komplette Betreuung – einschließlich Schwangerschaftsbegleitung, Geburt und Nachversorgung – verdienen Doulas oft zwischen 800 und 1.500 Euro pro Familie. Das Gehalt als Doula liegt dann in der Regel zwischen 3.242 und 4.042 Euro im Monat.

Einige Doulas bieten zusätzlich Kurse oder Workshops an, etwa zur Geburtsvorbereitung oder Stillhilfe. Das kann das Einkommen positiv beeinflussen. Es ist wichtig zu wissen, dass du als Freiberufler auch Ausgaben hast: Werbung, Versicherungen und Fortbildungskosten müssen von deinem Verdienst gedeckt werden. Je mehr Erfahrung du hast, desto attraktiver wirst du für potenzielle Kunden und kannst deine Preise entsprechend erhöhen.

Wie viel verdient eine Doula in der Ausbildung?

In der Doula-Ausbildung erhältst du in der Regel kein Gehalt, da es sich um eine Weiterbildung handelt, die von dir selbst bezahlt wird. Die Kosten variieren je nach Anbieter und liegen meistens zwischen 2.000 und 3.500 Euro.

Da du während der Ausbildung keine Einnahmen hast, musst du die Kosten häufig aus eigener Tasche finanzieren. Viele angehende Doulas arbeiten nebenbei, um sich ihre Ausbildung zu ermöglichen. Einige Anbieter und Förderprogramme bieten allerdings finanzielle Unterstützung oder Teilzahlungen an, die dir die Finanzierung erleichtern können.

Während der Ausbildung kannst du durch freiwillige Begleitungen erste praktische Erfahrungen sammeln, aber die Phase wird eher von Lernen und Übung bestimmt.

Wie läuft die Ausbildung als Doula ab?

Doulas sind in der Regel Frauen, die selbst schon Kinder geboren haben. Der Beruf Doula ist aber kein klassischer Ausbildungsberuf. Es gibt hier keine geregelte Ausbildung und keine Ausbildungsvergütung. Im Gegenteil: Die Doula Kurse sind kostenpflichtig und liegen meistens zwischen 1.500 und 3.000 Euro.

Auch die Ausbildungsinhalte sind nicht einheitlich geregelt und können vom Kursanbieter frei festgelegt werden. Üblicherweise besteht die Doula Ausbildung aus theoretischen Seminaren und Praxiserfahrungen. Das kann ein Kreißsaalpraktikum sein, aber auch die Begleitung erfahrener Doulas bei deren Arbeit.

Was sind die Ausbildungsinhalte als Doula?

In der Doula-Ausbildung lernst du alle wesentlichen Grundlagen, die dich auf deinen Beruf vorbereiten. Folgende Inhalte sind typisch:

  • Grundlagen der Geburt und Geburtshilfe
  • Techniken zur emotionalen Unterstützung
  • Kommunikation mit Müttern und Familien
  • Massagen und Entspannungstechniken für die Geburt
  • Nachbetreuung und Begleitung im Wochenbett

Ziel ist es, dich darauf vorzubereiten, dass du werdende Mütter umfassend unterstützen kannst. Die Kursinhalte sind praxisnah und beinhalten oft Rollenspiele oder Übungen, die dir den Einstieg erleichtern. Nach der Ausbildung bist du bereit, Frauen unter ganz unterschiedlichen Bedingungen zu begleiten.

Voraussetzungen für die Ausbildung zur Doula

Da es sich bei der Doula Ausbildung um private Ausbildungsangebote handelt, kann jeder Bildungsanbieter die Voraussetzungen selbst festlegen. Üblich sind ein bestimmtes Mindestalter – oft 25 oder 30 Jahre – und eigene Geburtserfahrungen. Es gibt aber teils auch für Männer oder kinderlose Frauen die Möglichkeit, sich zur Doula ausbilden zu lassen.

Wichtige Grundvoraussetzungen sind darüber hinaus:

Manche Anbieter legen Wert darauf, dass du bereits Erfahrungen im sozialen Bereich, mit Schwangerschaften oder im Umgang mit Familien hast. Dies ist jedoch keine Pflicht. Wichtig ist, dass du bereit bist, mit Leidenschaft und Engagement diesen Beruf auszuüben.

Eine medizinische Ausbildung kannst du dir gut vorstellen, aber du bist noch nicht sicher, welcher Beruf am besten zu dir passt? Dann schau dir noch folgende verwandte Berufe an:

Alternative zur Doula Ausbildung

Doulas sind ausdrücklich nicht-medizinische Geburtsbegleiter. Sie kennen ihr Kompetenzfeld und verweisen bei darüber hinausgehenden Fragen an medizinische Experten. Wenn du mit Schwangeren, Gebärenden und werdenden Eltern arbeiten möchtest, bietet sich der Beruf der Hebamme an, der im Rahmen eines Dualen Studiums erlernt wird.

Weiterbildung und Karrierechancen als Doula

Die Ausbildung zur Doula ist der erste Schritt in einen abwechslungsreichen Beruf. Durch Weiterbildungen kannst du deine Fähigkeiten erweitern und dich spezialisieren, etwa auf Hypnose, Yoga für Schwangere oder Aromatherapie. Diese zusätzlichen Angebote machen dich für werdende Eltern besonders interessant.

Viele Doulas schließen sich Netzwerken an, um gemeinsam zu arbeiten oder ihre Dienste bekannt zu machen. Es besteht sogar die Möglichkeit, eigene Kurse, Workshops oder Vorträge anzubieten, die dir neue Karrierewege eröffnen können.

Die Arbeit als Doula bietet flexible Arbeitszeiten und die Freiheit, deinen Beruf kreativ zu gestalten. Mit jeder weiteren Erfahrung wirst du sicherer und kannst dein Angebot noch gezielter vermarkten.

Fazit: Deine Zukunft als Doula

Die Ausbildung zur Doula ist ideal für Menschen, die mit Herz, Geduld und Empathie arbeiten möchten. Du begleitest Frauen in einer der wichtigsten Phasen ihres Lebens und hast die Möglichkeit, Geburten positiv zu prägen.

Der Beruf ist vielseitig: Du kannst selbstständig arbeiten, viele zusätzliche Fähigkeiten erwerben und Frauen emotional unterstützen. Besonders schön ist es, dass du eng mit Menschen zusammenarbeitest und eine bedeutende Rolle in deren Leben spielst. Wenn du dich für Geburten interessierst und mit Hingabe arbeitest, bietet dir die Doula-Ausbildung ein erfüllendes Berufsfeld.

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Bildnachweis: "Doula" © Mangostar - stock.adobe.com;„Doula begleitet Schwangerschaft" ©Soloviova Liudmyla - stock.adobe.com