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Erlebnispädagoge / Erlebnispädagogin
Ausbildung & Beruf

Gehalt im Beruf 4.002 – 4.946 € brutto pro Monat
Ausbildungsdauer 3 – 5 Jahre
Ausbildungsart Studium
Empfohlener Abschluss Abitur oder Fachabitur

Was macht ein Erlebnispädagoge (m/w/d)?

Als Erlebnispädagoge planst und organisierst du pädagogische Aktivitäten, bei denen die Teilnehmenden spielerisch ihre ihren persönlichen und sozialen Kompetenzen verbessern. Dazu entwickelst du erlebnispädagogische Programme wie Kletteraktionen, Teamaufgaben, Outdoor-Tage oder Naturprojekte, die auf die jeweilige Zielgruppe abgestimmt sind.

Es liegt in deiner Verantwortung, solche Aktivitäten zu planen und durchzuführen, und dabei sicherzustellen, dass alle Spaß haben und sich wohlfühlen. Während der Aktivitäten begleitest und leitest du Gruppen aktiv an und sorgst dafür, dass sich alle Teilnehmenden sicher und ernst genommen fühlen. Du erklärst Aufgaben verständlich, motivierst die Gruppe und greifst unterstützend ein, wenn jemand Hilfe braucht oder Unsicherheiten zeigt. Ein wichtiger Teil deiner Arbeit als Erlebnispädagoge ist es auch, die Sicherheit zu gewährleisten. Du überprüfst Materialien, schätzt Risiken ein und achtest darauf, dass Regeln eingehalten werden, damit alle Teilnehmenden geschützt sind.

Nach den Erlebnissen führst du Reflexionsgespräche durch. Dabei hilfst du den Teilnehmenden, ihre Erfahrungen zu verstehen, Erfolge einzuordnen und aus Herausforderungen zu lernen. Du unterstützt sie dabei, das Erlebte auf ihren Alltag, ihre Schule, Ausbildung oder ihr soziales Umfeld zu übertragen.

Wo kann ich als Erlebnispädagoge arbeiten?

Erlebnispädagogen sind unglaublich vielseitig und können je nach ihren individuellen Vorlieben und Spezialisierungen in verschiedenen Organisationen und Institutionen tätig werden. Zu den üblichen Arbeitsorten gehören dabei Jugendzentren, Kinderhorte oder Heime. Abgesehen davon bist du als Erlebnispädagoge aber auch auf Ausflügen und in der Natur unterwegs. Die Planung deiner Aktivitäten findet dagegen in der Regel in Büroräumen und vor einem Bildschirm statt.

In folgenden Unternehmen kannst du als Erlebnispädagoge angestellt werden:

  • In Outdoor- und Freizeitunternehmen kannst du Kletterkurse und Trekkingtouren anbieten, um sowohl die körperliche Fitness als auch die Abenteuerlust zu fördern.
  • Bei Umwelt- und Naturschutzorganisationen hast du die Möglichkeit, Bildungsprogramme durchzuführen, die Menschen für den nachhaltigen Umgang mit der Natur sensibilisieren.
  • In Schulen, Kindergärten und Jugendzentren kannst du z. B. durch Ausflüge und Klassenfahrten zur Persönlichkeitsentwicklung von jungen Menschen beitragen.
  • In der Familienhilfe und in sozialen Einrichtungen unterstützt du Familien und soziale Gruppen mit erlebnispädagogischen Therapien.
  • Falls du dich für die selbstständige Tätigkeit entscheidest, kannst du eigene Programme entwickeln und durchführen, um spezifische Zielgruppen anzusprechen und individuelle Bedürfnisse zu erfüllen.

Darüber hinaus können Erlebnispädagogen aber auch im Bereich Wirtschaft, in der Gesundheitsförderung oder im therapeutischen Bereich tätig sein.

Arbeitszeiten als Erlebnispädagogin

In deinem Beruf als Erlebnispädagoge hast du flexible Arbeitszeiten. Je nach Einsatzgebiet arbeitest du entweder zu regulären Bürozeiten oder bist auch an Wochenenden und Feiertagen im Einsatz. Besonders bei Freizeitprogrammen wie erlebnispädagogischer Klassenfahrten bist du mehrere Tage unterwegs und musst deine Arbeitszeit entsprechend anpassen. In einigen Programmen sind auch Nacht- oder Schichtdienste notwendig. Zusätzlich zu diesen variablen Arbeitszeiten nimmst du an regelmäßigen Meetings und Planungszeiten teil, um die Programme vorzubereiten. Diese Mischung aus unterschiedlichen Aktivitäten und Planungen macht den Beruf für viele interessant und abwechslungsreich.

Wie viel verdient ein Erlebnispädagoge?

Wenn du im Bereich als Erlebnispädagoge tätig bist, hängen deine Einnahmen entscheidend von deiner Berufserfahrung und der Region ab, in der du arbeitest. Mit einem durchschnittlichen Gehalt von 4.002 bis 4.946 Euro kannst du rechnen. Indem du regelmäßig an Weiterbildungen teilnimmst und dich spezialisierst, kannst du deine Karriere vorantreiben und höhere Verdienstmöglichkeiten erreichen. Verantwortungsvollere Positionen sind häufig der Schlüssel zu einem höheren Einkommen.

Wie viel verdient ein Erlebnispädagoge in der Ausbildung?

Ob und wie viel du während der Ausbildung als Erlebnispädagoge verdienst, hängt stark davon ab, für welchen Ausbildungsweg du dich entscheidest. Wählst du den Weg über das reguläre Studium, verdienst du kein Geld. Machst du dagegen ein Duales Studium, erhältst du ein angemessenes Gehalt von deinem Praxispartner.

In den Ausbildungen sieht es nochmal anders aus. Als Erzieher und Erzieher für Jugendheimerziehung erhältst du im Berufspraktikum eine Ausbildungsvergütung. Diese beträgt im öffentlichen Dienst rund 1.650 Euro brutto im Monat.

Wie läuft die Ausbildung als Erlebnispädagoge ab?

Schon mal vorab: Erlebnispädagoge wirst du nicht über eine klassische duale Ausbildung. Denn es gibt aktuell keinen einheitlichen Bildungsweg in die Erlebnispädagogik. Vielmehr stehen dir hier verschiedenste Wege offen, um als Erlebnispädagoge tätig zu werden. So kann dir zum Beispiel ein Studium die Türen in dieses Berufsfeld öffnen. Mögliche Studiengänge sind:

In manchen Pädagogik-Studiengängen hast du dann die Möglichkeit, Erlebnispädagogik als Zusatzmodul zu wählen. Und es gibt inzwischen sogar den Masterstudiengang Abenteuer- und Erlebnispädagogik.

Aber auch der Weg über eine Ausbildung im pädagogischen Bereich ist grundsätzlich möglich. In vielen Fällen ist dann aber auch eine Zusatzqualifikation nötig, die du an bestimmten Einrichtungen ablegen kannst. Mögliche Berufe sind unter anderem:

Darüber hinaus hast du als Erzieher auch die Möglichkeit, die praxisintegrierte Ausbildung zu absolvieren. Diese Art der Ausbildung bieten aber noch nicht alle Bundesländer an. Hier kannst du bereits in der Ausbildung praktische Erfahrungen sammeln und auch bereits Geld verdienen.

Wie lange dauert die Ausbildung als Erlebnispädagoge?

Die Dauer der Ausbildung zum Erlebnispädagogen hängt ganz davon ab, welchen Weg du wählst. Ein Studium schließt du in 3 bis 5 Jahren ab, eine Ausbildung im pädagogischen Bereich absolvierst du auch in ca. 3 Jahren.

Weiterbildungen dauern je nach Anbieter zwischen 3 Monaten und 2 Jahren. Meist bestehen sie aus ca. 20 bis 30 Präsenztagen, oft aufgeteilt in Wochenendmodule. Hinzu kommen Praxisprojekte oder Hospitationen. Während dieser Tage wirst du sowohl theoretisch unterrichtet als auch praktisch geschult. Du lernst, wie du erlebnispädagogische Programme eigenständig planst und umsetzt. Am Ende erhältst du ein Zertifikat, das dich für die Arbeit in diesem Bereich qualifiziert und offiziell anerkennt.

Was sind die Ausbildungsinhalte als Erlebnispädagoge?

Welche Inhalte dich in der Ausbildung zum Erlebnispädagogen erwarten, variiert stark je nach Studiengang oder anderem Bildungsweg. Wählst du den Studiengang Pädagogik, belegst du etwa Module wie:

  • Vergleichende Pädagogik
  • Organisation von Bildung
  • Lebenslanges Lernen
  • Theorien der Bildungswissenschaft und Erziehung

Im Studiengang Kindheitspädagogik dagegen erfährst du mehr über die Kindheitsforschung, die Grundschulpädagogik, die Planung und Gestaltung von Bildungsprozessen oder Sozialraumorientierung und Vernetzung.

Interessierst du dich dagegen mehr für eine Ausbildung, wird dir unter anderem beigebracht, wie du Kinder und Jugendliche in unterschiedlichsten Lebenslagen am besten unterstützt, welche Erziehungsmaßnahmen es gibt oder wie du Erziehungs- und Hilfepläne ausarbeitest und Verhaltensanalysen erstellst.

Voraussetzungen für die Ausbildung als Erlebnispädagoge

Wer sich für die Ausbildung zum Erlebnispädagogen interessiert, sollte bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Dazu musst du mindestens 18 Jahre alt sein und ein großes Interesse an der Natur und der pädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mitbringen. Da es nicht den einen Weg zum Erlebnispädagogen gibt, können die schulischen Anforderungen variieren. Entscheidest du dich für den Weg über ein Studium, brauchst du in der Regel Abitur oder Fachabitur. Ziehst du den Weg über eine Ausbildung vor, reicht dir meist der mittlere Schulabschluss. Nach der Ausbildung steht dann meist eine Weiterbildung oder Fortbildung an. Für diese brauchst du unter anderem einen abgeschlossenen Outdoor-Erste-Hilfe-Kurs sowie Erfahrungen im Bereich der Erziehungshilfe.

Neben deinen schulischen Leistungen spielen wie immer aber auch deine sozialen Kompetenzen eine große Rolle. So ist es zum einen wichtig, dass du Empathie, psychische Belastbarkeit und Kommunikationsfähigkeit mitbringst. Zum anderen sollte es dir aber auch leichtfallen, Aktivitäten zu planen und zu organisieren. Zusatzanforderungen können ein bestandener Erste-Hilfe-Kurs und gelegentlich ein erweitertes Führungszeugnis sein. Diese Voraussetzungen gewährleisten, dass die Auszubildenden die nötige Motivation und Grundlage mitbringen, um die Herausforderungen der Ausbildung zu meistern.

Schulfächer
  • Pädagogik/Psychologie
  • Deutsch
  • Biologie
Stärken
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Empathie und Kommunikationstalent
  • Organisation und Planung
Arbeitsbedingungen
  • Umfeld: im Freien, Büro, Ausflüge
  • Viel unterwegs
  • Enger Kontakt zu Menschen

Weiterbildung und Karrierechancen als Erlebnispädagogin

Als Erlebnispädagoge hast du die Möglichkeit, dich ständig weiterzuentwickeln und coole Karrierechancen zu nutzen. Ob in Naturpädagogik oder Konfliktmanagement, erlebnispädagogischen Aus- und Weiterbildungen helfen dir, deine Skills auszubauen und interessante Positionen zu ergattern. Zusätzliche therapeutische Ausbildungen machen dich noch vielseitiger. Mit diesen neuen Fähigkeiten kannst du entweder dein Gehalt pushen oder sogar eine Führungsrolle übernehmen. Vielleicht überlegst du auch, dich selbstständig zu machen oder auf bestimmte Einrichtungen zu spezialisieren – das öffnet dir noch mehr Wege. Diese Weiterbildungsoptionen machen deinen Job abwechslungsreich und voller spannender Perspektiven!

Zwar gibt es keinen einheitlichen oder vorgeschriebenen Weg, um als Erlebnispädagoge tätig zu werden, aber um deine beruflichen Chancen zu erhöhen, solltest du dich als Erlebnispädagoge anerkennen lassen. Eine Möglichkeit ist hierbei das Anerkennungsverfahren, das vom Bundesverband Individual- und Erlebnispädagogik e.V. angeboten wird. Zudem bieten sich natürlich auch Weiterbildungen und Fortbildungen an, um stets auf dem neuesten Stand zu bleiben. Checke bei den unzähligen Angeboten unbedingt die Qualitätsgrundlagen für Anbieter erlebnispädagogischer Weiterbildungen, diese werden stets überarbeitet und erweitert.

Fazit: Vielfältige Chancen als Erlebnispädagoge

Der Beruf des Erlebnispädagogen bietet viele Möglichkeiten, um sich in unterschiedlichen Arbeitsfeldern zu verwirklichen. Eine solide Ausbildung gepaart mit laufender Weiterbildung erhöht die Karrierechancen erheblich. Ob in Sozial- oder Bildungseinrichtungen, in der Selbstständigkeit oder bei Outdoor-Veranstaltern, die Nachfrage nach qualifizierten Fachleuten ist hoch. Die abwechslungsreiche Tätigkeit und die Chance, direkt mit Menschen in der Natur zu arbeiten, machen diesen Beruf für viele besonders attraktiv. So ergeben sich vielfältige Chancen für eine erfüllende berufliche Zukunft.

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Gehalt im Beruf (brutto pro Monat)
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  • 41066 Mönchengladbach

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Bildnachweis:

„Erlebnispädagoge beim Rafting“ ©Galyna Andrushko- stock.adobe.com; „Erlebnispädagoge reflektiert Erfahrungen mit Gruppe“ ©Studio Romantic - stock.adobe.com