AZUBIYO Logo
Verstanden {{note.titel}}
{{note.text}}

Fachkraft für Lagerlogistik – Ausbildung & Beruf

Lagerarbeiten sind nur etwas für ungelernte Kräfte? Von wegen! Fachkräfte für Lagerlogistik sorgen dafür, dass Millionen von Gütern in die Welt gelangen. Und das nach einem System, das wirtschaftlich, fristgerecht und reibungslos funktioniert.

Was macht eine Fachkraft für Lagerlogistik?

In der Ausbildung Fachkraft für Lagerlogistik lernst du, wie man Güter fachgerecht lagert, wie du wirtschaftliche und termingerechte Tourenpläne anfertigst und wie Ladelisten und Beladepläne zu erstellen sind. Du bedienst Gabelstapler, belädst LKWs, organisierst die Entladung der Güter, stellst Lieferungen zusammen, erarbeitest Angebote und hilfst bei Inventurarbeiten und einfachen Jahresabschlüssen.

Nach der Ausbildung kannst du in nahezu allen Wirtschaftszweigen arbeiten, von Transport und Verkehr über Fahrzeugbau, Elektrobranche, in der Holz-, Textil-, Chemieindustrie oder im Handel. Überall dort, wo es eine Lagerhaltung gibt, werden Fachkräfte benötigt.

Die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik kann ganz unterschiedlich aussehen. Das hängt von deinem Ausbildungsbetrieb ab, der Branche, in der du arbeitest, und der Abteilung, in der du tätig bist. Die Wahl des passenden Ausbildungsbetriebs ist also sehr wichtig, damit du dich in der Ausbildung wohlfühlst und damit deine Stärken zur jeweiligen Stelle und Arbeitsumgebung passen.

Als Fachkraft für Lagerlogistik bist du in Lagerhallen, Fabrikhallen oder Kühlhäusern beschäftigt, gelegentlich kann auch das Büro dein Arbeitsplatz sein. Etwas seltener dagegen finden sich Lagerplätze im Freien.

Art der Ausbildung

dual (Berufsschule und Betrieb)

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich

Zuständige Stelle

IHK

So läuft die Ausbildung ab

Du interessierst dich für diesen Beruf? Dann fragst du dich sicher: Wie werde ich Fachkraft für Lagerlogistik? In deiner Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik bist du im Wechsel in Betrieb und Berufsschule. Im Ausbildungsbetrieb erlernst du die praktische Seite des Berufsbildes Fachkraft für Lagerlogistik und übernimmst konkrete Aufgaben. In der Berufsschule wird dir das theoretische Hintergrundwissen vermittelt. Während deiner Ausbildung musst du als Ausbildungsnachweis ein Berichtsheft über deine Aufgaben und Tätigkeiten führen. Darin hältst du fest, welche Aufgaben und Inhalte du in deiner Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik erlernst. Dein Ausbilder überprüft dein Berichtsheft regelmäßig.

In der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres absolvierst du eine schriftliche und eine praktische Zwischenprüfung. Am Ende der Ausbildung wartet eine Abschlussprüfung auf dich, die sich aus 3 schriftlichen und einem praktischen Teil zusammensetzt. Wenn du die Prüfung bestehst, darfst du dich staatlich anerkannte Fachkraft für Lagerlogistik nennen.

Welche Inhalte und Themen dich unter anderem in deiner Ausbildung erwarten, erklärt dir das AZUBIYO-Ausbildungslexikon. Weitere Infos zu den Inhalten und dem Ablauf der Ausbildung findest du in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Fachkräfte für Lagerlogistik.

Das lernst du in der Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik:

  • K wie Kommissionieren: Mit Gabelstapler oder Hubwagen: Wie du je nach Auftrag die  Waren aus dem Lager entnimmst und die Warensendungen zusammenstellst, lernst du in deiner Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik.
  • S wie Sperrgut: Ist ein Gut, das in Maße und Gewicht vom Standard abweicht. Wie Sperrgüter gelagert, verpackt und versendet werden ist Grundwissen für Fachkräfte für Lagerlogistik.
  • V wie Volumenberechnung: V = a*b*c oder V = π*r2*h: Als Fachkraft für Lagerlogistik kennst du die verschiedenen Formeln und weißt, wie man das Volumen, die Fläche und das Gewicht von Gütern ausrechnet.

Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Logistikmeister oder zur Fachkraft für Logistik und Materialwirtschaft. Du könntest aber auch über ein anschließendes Studium nachdenken, zum Beispiel im Bereich Logistik.

Fachkraft für Lagerlogistik: Voraussetzungen für die Ausbildung

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, mit welchem Schulabschluss, welchen Schulfächern und Stärken du besonders gute Chancen auf eine Ausbildungsstelle hast, und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind. Dazu haben wir uns Stellenanzeigen unterschiedlicher Ausbildungsbetriebe angeschaut:

Welcher Schulabschluss wird von Arbeitgebern gewünscht?

Abitur / Fachabitur
1%
Mittlere Reife
35%
Hauptschulabschluss
54%
Beliebiger Abschluss
10%
Quelle: Eigene Auswertung von Stellenanzeigen auf AZUBIYO.de (Stand: Dezember 2016)

Wichtig sind gute Noten in:

47% Deutsch
50% Mathe
29% Englisch

Die 3 wichtigsten Stärken:

1
Sorgfalt & Genauigkeit
2
Verantwortungs- und Gefahrenbewusstsein
3
Neugierde & Lernbereitschaft

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: Werkstatt, Fertigungshalle, Handwerksbetrieb
Feste Zeiten
Dienstreisen nur in Ausnahmefällen

Fachkraft für Lagerlogistik kannst du theoretisch mit jedem Schulabschluss oder sogar ohne Abschluss werden. Die Grafik oben zeigt aber, dass etwa die Hälfte der Ausbilder einen Hauptschulabschluss erwartet und sich 35% von den Bewerbern den mittleren Schulabschluss wünschen. Für 10% der Unternehmen ist dein Abschluss nicht relevant und nur ein ganz kleiner Teil der Ausbilder erwartet Abitur bzw. Fachabitur.

Für die Hälfte der Ausbildungsbetriebe sind gute Noten in Mathe wichtig. Außerdem legen fast genauso viele Ausbilder Wert auf gute Deutschkenntnisse. Gute Noten in Englisch wünschen sich nur 30%. Aber auch wenn du in diesen Fächern nicht die besten Voraussetzungen mitbringst, kannst du dich natürlich trotzdem auf einen Ausbildungsplatz bewerben. Am wichtigsten ist, dass du sorgfältig und genau arbeiten kannst. Weitere Stärken, die sich Arbeitgeber von angehenden Fachkräften für Lagerlogistik wünschen, sind Verantwortungs- und Gefahrenbewusstsein sowie eine gute Portion Motivation und Lernbereitschaft.

Als Fachkraft für Lagerlogistik ist deine Arbeitsumgebung in der Regel eine große Halle, wie beispielsweise Lager- oder Fabrikhallen. Typisch in diesem Beruf sind außerdem feste Arbeitszeiten und Dienstreisen nur in Ausnahmefällen.

Aber Fachkraft für Lagerlogistik ist nicht gleich Fachkraft für Lagerlogistik. Dein Arbeitsumfeld kann ganz unterschiedlich aussehen, je nachdem in welchem Ausbildungsbetrieb und in welchem Bereich du tätig bist. Daher solltest du dir genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passen.

Wie gut passt dieser Beruf zu dir? Jetzt Eignung testen!

Stelle finden!

Bildnachweis: „Mann und Frau in Lagerhalle" © WavebreakmediaMicro / Fotolia