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Berufskraftfahrer – Ausbildung & Beruf

„Mein Vater fährt ‘n großen dicken Brummi / mit großen dicken Rädern dran aus Gummi / damit fährt er auf der Autobahn / und ich würd so gern mal mit ihm fahrn.“ (Rolf Zuckowski)

Was macht ein Berufskraftfahrer?

Das ist auch dein größter Traum seit Kindertagen? Die Ausbildung des Berufskraftfahrers bietet dir die Möglichkeiten, einen solchen „großen dicken Brummi“ selbst zu fahren!

Berufskraftfahrer sind immer unterwegs; entweder mit einem Lkw oder mit Linien- und Reisebussen. Sie transportieren Güter an verschiedene Orte im In- und Ausland oder befördern Personen von Haltestelle zu Haltestelle. Vor Fahrtbeginn überprüfen sie ihr Fahrzeug und planen gegebenenfalls ihre Route. Kleinere Störungen oder Pannen, die womöglich während einer Fahrt auftreten, können sie auch selbst beheben. Denn das dazu benötigte Wissen haben sie in ihrer Ausbildung erworben.

Zudem wird in der Ausbildung Berufskraftfahrer Wert darauf gelegt, dass du lernst, wie man Fahrten richtig organisiert, wie Gefahrenstellen abgesichert werden und was man bei der Annahme von Transportgut bzw. Gepäck beachten sollte. Als ausgelernter Berufskraftfahrer kennst du dich sowohl mit den deutschen als auch mit den ausländischen Vorschriften des Straßenverkehrs aus.

Nach der Ausbildung arbeiten Berufskraftfahrer hauptsächlich bei Transportunternehmen. Um welches Unternehmen es sich konkret handelt, hängt von ihrem Arbeitsbereich ab: Sind sie im Güterverkehr tätig, dann bieten sich z.B. Speditionen an; arbeiten sie im Personenverkehr, können sie bei kommunalen Verkehrsbetrieben, bei Bus-Reiseunternehmen oder auch bei einem Taxibetrieb angestellt sein. Des Weiteren kommen Post- und Kurierdienste als spätere Arbeitgeber in Frage.

Art der Ausbildung

dual (Berufsschule und Betrieb)

Dauer

3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich

Zuständige Stelle

IHK

So läuft die Ausbildung ab

Du interessierst dich für diesen Beruf? Dann fragst du dich sicher: Wie werde ich Berufskraftfahrer? In deiner Ausbildung zum Berufskraftfahrer bist du im Wechsel in Betrieb und Berufsschule. Im Betrieb erlernst du die praktische Seite des Berufsbildes Berufskraftfahrer und übernimmst konkrete Aufgaben. In der Berufsschule wird dir das theoretische Hintergrundwissen vermittelt. Während deiner Ausbildung musst du als Ausbildungsnachweis ein Berichtsheft über deine Aufgaben und Tätigkeiten führen. Dein Ausbilder überprüft dein Berichtsheft regelmäßig. 

In der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres absolvierst du eine praktische Zwischenprüfung, am Ende der Ausbildung warten 4 praktische und eine mündliche Abschlussprüfung auf dich. Nach Bestehen bist du staatlich anerkannter Berufskraftfahrer.

Welche Inhalte und Themen dich unter anderem in deiner Ausbildung erwarten, erklärt dir das AZUBIYO-Ausbildungslexikon. Weitere Infos zu den Inhalten und dem Ablauf der Ausbildung findest du in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Berufskraftfahrer.

Ausbildungslexikon Berufskraftfahrer

Das lernst du in der Ausbildung zum Berufskraftfahrer:

  • G wie Gefahrguttransport: Entzündbare Gase, giftige oder ätzende Stoffe – auch Gefahrenstoffe müssen von A nach B gebracht werden. Hier gelten besondere Richtlinien, die du in deiner Ausbildung kennen lernst.
  • M wie Maße und Gewichte: Gerade beim Beladen eines LKWs ist es unverzichtbar die Waren auf Maße und Gewicht zu prüfen. Du lernst Fahrzeuge verkehrs- und betriebssicher zu beladen und Ladehilfen zu nutzen.
  • U wie Unfälle: Ob beim Rangieren, Beladen oder Rückwärtsfahren: Die Unfallgefahr ist in diesem Beruf hoch. Daher sind Transport- und Unfallverhütungsvorschriften wichtige Bestandteile in deiner Ausbildung.

Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Meister für Kraftverkehr oder zum Fachwirt für Güterverkehr und Logistik. Du könntest aber auch über ein anschließendes Studium nachdenken, zum Beispiel in den Bereichen Logistik, Supply-Chain-Management oder Fahrzeugtechnik.

Berufskraftfahrer: Voraussetzungen für die Ausbildung

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, mit welchem Schulabschluss, welchen Schulfächern und Stärken du besonders gute Chancen auf eine Ausbildungsstelle hast, und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind. Dazu haben wir uns Stellenanzeigen unterschiedlicher Ausbildungsbetriebe angeschaut:

Welcher Schulabschluss wird von Arbeitgebern gewünscht?

Abitur / Fachabitur
8%
Mittlere Reife
38%
Hauptschulabschluss
44%
Beliebiger Abschluss
10%
Quelle: Eigene Auswertung von Stellenanzeigen auf AZUBIYO.de (Stand: Dezember 2016)

Wichtig sind gute Noten in:

42% Deutsch
22% Englisch
43% Mathe

Die 3 wichtigsten Stärken:

1
Verantwortungs- & Gefahrenbewusstsein
2
Handwerkliches Geschick
3
Sorgfalt & Genauigkeit

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: Unterwegs
Flexible Arbeitszeiten
Dienstreisen nur in Ausnahmefällen

Berufskraftfahrerin bzw. Berufskraftfahrer kannst du theoretisch mit jedem Schulabschluss werden, die meisten Ausbilder erwarten aber mindestens einen Hauptschulabschluss oder einen mittleren Schulabschluss. 10% der Ausbilder finden es nicht relevant, welchen Abschluss du hast.

Mit guten Noten in Mathe kannst du bei einem Großteil der Arbeitgeber punkten. Auch Deutsch ist vielen Ausbildungsbetrieben wichtig, wobei nur 22% finden, dass du für diesen Beruf gute Englischkenntnisse haben musst. Das hängt beispielsweise auch davon ab, ob der Ausbildungsbetrieb internationale Kunden hat. Allerdings sind gute Noten in diesen Fächern kein Muss, entscheidend ist dein Interesse für die Ausbildung. Die 3 wichtigsten Stärken, die sich Arbeitgeber von angehenden Azubis wünschen, sind Verantwortungs- und Gefahrenbewusstsein, handwerkliches Geschick sowie eine genaue und sorgfältige Arbeitsweise. 

Das Arbeitsumfeld eines Berufskraftfahrers ist in der Regel die Straße, unterwegs zu sein ist Hauptbestandteil des Berufs. Typisch sind allerdings auch Tätigkeiten im Büro. Berufskraftfahrer ist eben nicht gleich Berufskraftfahrer. Dein Arbeitsumfeld kann ganz unterschiedlich aussehen, je nachdem in welchem Ausbildungsbetrieb und in welchem Bereich du tätig bist.

Im Güterverkehr sind mehrtätige Dienstreisen, bei denen du auch in der Nacht fährst, keine Seltenheit. Bei der Personenbeförderung, zum Beispiel im Linienverkehr, steht auch mal Schichtdienst und Sonn- und Feiertagsdienst auf der Tagesordnung. In vielen Fällen hast du aber auch flexible Arbeitszeiten und Dienstreisen kommen nur in Ausnahmefällen vor. Daher solltest du dir genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passen.

Wie gut passt dieser Beruf zu dir? Jetzt Eignung testen!

Bildnachweis: „Berufskraftfahrerin lehnt sich aus dem Fenster eines Lkws" © rCarner / Shutterstock.com