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Fachlagerist – Ausbildung & Beruf

Du bist ein wahres Organisationstalent? Dann solltest du unbedingt mal über die Ausbildung zum Fachlagerist nachdenken. Ob Kleidung, Lebens- und Arzneimittel, oder explosive und giftige Stoffe – Fachlageristen haben das alles (und noch viel mehr) auf Lager und sorgen für Ordnung im Waren-Chaos.

Was macht ein Fachlagerist?

Fachlageristen nehmen Waren an, sortieren und lagern sie. Auch die Weiterleitung der Güter gehört zu ihrem Aufgabengebiet. Dabei arbeiten sie mit verschiedenen Hilfsmitteln, wie etwa Gabelstaplern oder automatischen Sortieranlagen.

In der Ausbildung lernst du unter anderem, wie Lagerbestände und Auftragsunterlagen kontrolliert werden oder wie man Arbeitsaufträge kundenorientiert ausführt. Außerdem erfährst du, auf was es bei der Einlagerung von besonderen Gütern, wie etwa gefährlichen Arbeitsstoffen oder verderblicher Ware, ankommt.

Nach deiner Ausbildung arbeitest du in der Regel in Lagerhallen von Industrie-, Handels- und Speditionsbetrieben oder anderen Logistikdienstleistern.

Art der Ausbildung

dual (Berufsschule und Betrieb)

Dauer der Ausbildung

2 Jahre, Verkürzung auf 1-1,5 Jahre möglich

Zuständige Stelle

IHK

So läuft die Ausbildung ab

Du interessierst dich für diesen Beruf? Dann fragst du dich sicher: Wie werde ich Fachlagerist? In deiner Ausbildung zum Fachlagerist bist du im Wechsel in Betrieb und Berufsschule. Im Betrieb erlernst du die praktische Seite des Berufsbildes Fachlagerist und übernimmst konkrete Aufgaben. In der Berufsschule wird dir das theoretische Hintergrundwissen vermittelt. Während deiner Ausbildung musst du als Ausbildungsnachweis ein Berichtsheft über deine Aufgaben und Tätigkeiten führen. Dein Ausbilder überprüft dein Berichtsheft regelmäßig. 

Am Ende des ersten Ausbildungsjahres absolvierst du eine praktische Zwischenprüfung. Am Ende der Ausbildung wartet eine Abschlussprüfung auf dich, die sich aus einem praktischen und 3 schriftlichen Teilen zusammensetzt. Wenn du die Prüfung bestehst, darfst du dich staatlich anerkannter Fachlagerist nennen.

Welche Inhalte und Themen dich unter anderem in deiner Ausbildung erwarten, erklärt dir das AZUBIYO-Ausbildungslexikon. Weitere Infos zu den Inhalten und dem Ablauf der Ausbildung findest du in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Fachlageristen.

Ausbildungslexikon

Das lernst du in der Ausbildung zum Fachlageristen:

  • F wie Flächenberechnung: Wie viel Material brauchst du zum Einpacken eines bestimmten Pakets? Fachlageristen kennen die Formeln zur Berechnung von Flächen und wissen, auf was man achten muss.
  • I wie Inventur: Das ist der Vorgang, bei dem überprüft wird, welche Waren in welcher Stückzahl im Lager sind. In deiner Ausbildung zum Fachlageristen lernst du verschiedene Inventurarten und wie eine Inventur durchgeführt wird.
  • V wie Verpackung: Hier ist Wissen gefragt! Angehende Fachlageristen lernen, wie Waren und Güter für den Transport angemessen verpackt werden. Dabei werden dir auch gesetzliche und betriebliche Vorschriften beigebracht.

Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik oder zum Logistikmeister. Wenn du das (Fach-)Abitur hast, könntest du auch über ein anschließendes Studium nachdenken, zum Beispiel im Bereich Logistik.

Fachlagerist: Voraussetzungen für die Ausbildung

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, mit welchem Schulabschluss, welchen Schulfächern und Stärken du besonders gute Chancen auf eine Ausbildungsstelle hast, und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind. Dazu haben wir uns Stellenanzeigen unterschiedlicher Ausbildungsbetriebe angeschaut:

Welcher Schulabschluss wird von Arbeitgebern gewünscht?

Abitur/Fachabitur
0%
Mittlere Reife
10%
Hauptschulabschluss
83%
Beliebiger Abschluss
7%
Quelle: Eigene Auswertung von Stellenanzeigen auf AZUBIYO.de (Stand: Dezember 2016)

Wichtig sind gute Noten in:

42% Deutsch
45% Mathe
24% Englisch

Die 3 wichtigsten Stärken:

1
Sorgfalt & Genauigkeit
2
Verantwortungs- und Gefahrenbewusstsein
3
Neugierde & Lernbereitschaft

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: Werkstatt, Fertigungshalle, Handwerksbetrieb
Feste Zeiten
Dienstreisen nur in Ausnahmefällen

Fachlagerist kannst du theoretisch mit jedem Schulabschluss oder sogar ohne Abschluss werden. Der Großteil der Ausbilder erwartet aber einen Hauptschulabschluss, 10% wünschen sich von Bewerbern einen mittleren Schulabschluss. Und für einen kleinen Teil der Ausbilder ist dein Abschluss nicht relevant.

Für etwa die Hälfte der Ausbildungsbetriebe sind gute Noten in Mathe wichtig. Außerdem legen fast genauso viele Ausbilder Wert auf gute Deutschkenntnisse. Gute Noten in Englisch wünschen sich dagegen nur 24% der Unternehmen. Aber auch wenn du in diesen Fächern nicht die besten Voraussetzungen mitbringst, kannst du dich natürlich trotzdem auf einen Ausbildungsplatz bewerben. Am wichtigsten ist, dass du sorgfältig und genau arbeiten kannst. Weitere Stärken, die sich Arbeitgeber von angehenden Fachlageristen wünschen, sind Verantwortungs- und Gefahrenbewusstsein sowie Motivation für die Ausbildung und Lernbereitschaft.

Als Fachlagerist ist deine Arbeitsumgebung in der Regel eine große Halle, wie beispielsweise Lager- oder Fabrikhallen. Typisch in diesem Beruf sind außerdem feste Arbeitszeiten und Dienstreisen nur in Ausnahmefällen.

Aber Fachlagerist ist nicht gleich Fachlagerist. Dein Tätigkeitsfeld und dein Ausbildungsbetrieb entscheiden darüber, ob du zum Beispiel in einer großen Lagerhalle tätig bist, wo du mit vielen Kollegen zusammenarbeitest und es sehr laut sein kann. Oder ob du im Außenlager vor allem im Freien tätig bist. Daher solltest du dir genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passen.

Wie gut passt dieser Beruf zu dir? Jetzt Eignung testen!

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Bildnachweis: „Gabelstapler" © Space-kraft / Fotolia