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Eisenbahner im Betriebsdienst – Ausbildung & Beruf

Vor 50 Jahren gingen Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer auf die große Reise und erlebten viele Abenteuer. Beinahe jedes Kind wünschte sich, später einmal selbst Lokomotivführer zu werden. Diesen Traum können sich jährlich ca. 700 Schüler und Schülerinnen erfüllen.

Was macht ein Eisenbahner im Betriebsdienst?

Eisenbahner im Betriebsdienst sind für den Personen- und Güterverkehr zuständig. Ihre Aufgabe besteht darin, einen reibungslosen Ablauf und funktionierenden Betrieb auf den Schienen zu gestalten.

Die Ausbildung wird in 2 unterschiedlichen Zweigen angeboten: Entweder in der Fachrichtung Fahrweg oder in der Fachrichtung Lokführer und Transport.

Im Bereich Lokführer und Transport lernst du Züge zu lenken und zu rangieren, die Funktion von Bremsen zu prüfen und Fahrten zu sichern. Später kannst du bei Betreibern von S- und U-Bahnen oder im Schienenfahrzeugbau tätig sein.

In der Fachrichtung Fahrweg wird dir alles rund um den Bereich Fahrdienst beigebracht. Das heißt, du lernst, wie man Zugfahrten im Normalfall, aber auch in Gefahrensituation und bei Störungen richtig durchführt. Eisenbahner im Betriebsdienst Fachrichtung Fahrweg arbeiten ebenfalls im Personen- und Güterverkehr. Sie können aber auch für die Baustellensicherung zuständig sein.

Art der Ausbildung

dual (Berufsschule und Betrieb)

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich

Zuständige Stelle

IHK

So läuft die Ausbildung ab

Du interessierst dich für diesen Beruf? Dann fragst du dich sicher: Wie werde ich Eisenbahner im Betriebsdienst? In deiner Ausbildung zum Eisenbahner im Betriebsdienst bist du im Wechsel in Betrieb und Berufsschule. Im Betrieb erlernst du die praktische Seite des Berufsbildes Eisenbahner im Betriebsdienst und übernimmst konkrete Aufgaben. In der Berufsschule wird dir das theoretische Hintergrundwissen vermittelt. Während deiner Ausbildung musst du als Ausbildungsnachweis ein Berichtsheft über deine Aufgaben und Tätigkeiten führen. Dein Ausbilder überprüft dein Berichtsheft regelmäßig. 

Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres absolvierst du eine schriftliche Zwischenprüfung. Am Ende der Ausbildung warten eine schriftliche, eine praktische und eine mündliche Abschlussprüfung auf dich. Wenn du die Prüfung bestehst, darfst du dich staatlich anerkannter Eisenbahner im Betriebsdienst nennen.

Welche Inhalte und Themen dich unter anderem in deiner Ausbildung erwarten, erklärt dir das AZUBIYO-Ausbildungslexikon. Weitere Infos zu den Inhalten und dem Ablauf der Ausbildung findest du in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Eisenbahner im Betriebsdienst.

Das lernst du in der Ausbildung zum Eisenbahner im Betriebsdienst:

  • I wie Infrastruktur: Wie viele Kilometer umfasst das Gleisnetz deines Bahnbetriebes? Wie viele Weichen und Stellwerke gibt es? In deiner Ausbildung zum Eisenbahner im Betriebsdienst lernst du alles rund um deinen Bahnbetrieb.
  • L wie Logistik: Meint alle Vorgänge rund um die Beschaffung, Lagerung und den Transport von Waren und Personen. Als Eisenbahner sorgst du dafür, dass Güter reibungslos von A nach B kommen.
  • R wie Rangieren: „ranger“ ist französisch und meint so viel wie „ordnen“. Auch Züge und Zugteile müssen in die richtige Reihenfolge oder auf das richtige Gleis rangiert werden. Als Eisenbahner im Betriebsdienst lernst du daher, wie du Fahrzeuge kuppelst und Weichen bedienst.

Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Meister für Bahnverkehr. Wenn du dich für die Fachrichtung Fahrweg entschieden hast, kannst du nach deiner Ausbildung auch die Weiterbildung zum Fachwirt für Güterverkehr und Logistik absolvieren. Nach dem Abschluss mit dem Schwerpunkt Lokführer und Transport kannst du dich zum Techniker für Verkehrstechnik weiterbilden. Wenn du das (Fach-)Abitur hast, könntest du auch über ein anschließendes Studium nachdenken, zum Beispiel in den Bereichen Verkehrsingenieurwesen oder Logistik.

Eisenbahner im Betriebsdienst: Voraussetzungen für die Ausbildung

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, mit welchem Schulabschluss, welchen Schulfächern und Stärken du besonders gute Chancen auf eine Ausbildungsstelle hast, und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind:

Welchen Schulabschluss haben Ausbildungsanfänger?

Abitur/Fachabitur
35%
Mittlere Reife
54%
Hauptschulabschluss
9%
Kein Abschluss
2%
Quelle: "Datenbank Auszubildende" des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder (Erhebung zum 31. Dezember)

Hilfreich sind gute Noten in:

Mathe
Werken / Technik
Physik

3 wichtige Stärken:

Sorgfalt & Genauigkeit
Verantwortungs- und Gefahrenbewusstsein
Neugierde & Lernbereitschaft

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: Personenbeförderung (Zug, Bus, Flugzeug)
Schichtdienst
Dienstreisen nur in Ausnahmefällen

Eisenbahner im Betriebsdienst kannst du theoretisch mit jedem Schulabschluss oder sogar ohne Abschluss werden. Ungefähr die Hälfte der Azubis hat aber einen mittleren Schulabschluss, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. Die andere Hälfte der Azubis startet zum Großteil mit Abitur in die Lehre. Ein kleiner Teil beginnt die Ausbildung mit Hauptschulabschluss. Und nur sehr wenige Azubis beginnen die Ausbildung ohne Schulabschluss.

Mit guten Noten in Mathe und Physik kannst du in dieser Ausbildung auf jeden Fall punkten, da du die Kenntnisse brauchst, um beispielsweise Strecken und Bremswege zu berechnen. Auch gute Kenntnisse in Werken und Technik können bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz hilfreich sein z.B. um Wartungsarbeiten durchzuführen oder Stellwerkseinrichtungen zu bedienen. Am wichtigsten ist jedoch, dass du ein großes Interesse und die passenden Stärken für die Ausbildung zum Eisenbahner im Betriebsdienst mitbringst. Beim Umgang mit Schienenfahrzeugen sind vor allem Verantwortungs- und Gefahrenbewusstsein und eine genaue, sorgfältige Arbeitsweise wichtig.

Das typische Arbeitsumfeld als Eisenbahner im Betriebsdienst ist der Bereich rund um Züge, Bahnhöfe und Stellwerke. In der Regel arbeitest du im Schichtdienst und Dienstreisen kommen typischerweise nicht vor.

Aber Eisenbahner im Betriebsdienst ist nicht gleich Eisenbahner im Betriebsdienst. Dein Arbeitsumfeld kann ganz unterschiedlich aussehen, je nachdem in welchem Ausbildungsbetrieb und in welchem Bereich du tätig bist. In der Fachrichtung Lokführer und Transport bist du vor allem auf Triebfahrzeugen und in Betriebswerken tätig. Hast du dich für den Schwerpunkt Fahrweg entschieden, arbeitest du hauptsächlich auf Bahnhöfen und in Stellwerken. Außerdem bist du in Zügen und im Freien unterwegs, um die Strecken zu kontrollieren. Daher solltest du dir genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passen.

Wie gut passt dieser Beruf zu dir? Jetzt Eignung testen!

Bildnachweis: „Zug von vorne" © sybanto / Shutterstock.com