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Graveur – Ausbildung & Beruf

Stell dir vor, du gewinnst in einem Wettbewerb einen Pokal, aber es steht nicht darauf, wofür du diesen erhalten hast oder welche Platzierung du belegt hast. Die individuelle Beschriftung verdanken wir den Graveuren, die diese mit höchster Präzision anfertigen.

Was macht ein Graveur?

Im Berufsbild Graveur bzw. Graveurin ist die Hauptaufgabe das Verzieren von Oberflächen von Metallen und anderen Materialien durch Schriftzüge, Symbole und Verzierungen.
 
Im Berufsalltag erledigen Graveure  auch administrative Aufgaben, wie das Planen von Arbeitsabläufen sowie das Kontrollieren und Beurteilen der Arbeitsergebnisse. Natürlich müssen sich Graveure auch mit den zu bearbeitenden Materialien auskennen. Hierzu gehört beispielsweise das Unterscheiden von Metallen und Nichtmetallen oder das Erkennen der Wertverhältnisse der verschiedenen Stoffe. Eine weitere sehr wichtige Aufgabe für jeden Graveur ist die Handhabung der CNC-Gravierfräsmaschine, welche für jeden Auftrag neu programmiert werden muss, damit die Maschine eine individuelle Gravur anfertigt.

Im 3. Jahr deiner Ausbildung musst du dich im Berufsbild Graveur auf eine Fachrichtung spezialisieren. Im Schwerpunkt Flachgraviertechnik stehen die Herstellung von Beschilderungen und das Übertragen von Zeichnungen auf verschieden geformte Oberflächen und das anschließende Gravieren im Mittelpunkt.
Im Schwerpunkt Reliefgraviertechnik stellen Graveure Prägewalzen mittels verschiedener Techniken her und fertigen Einsenkstempel mit positiven und negativen Reliefs an.

Im Berufsbild Graveur können aber ganz unterschiedliche Aufgabenbereiche  im Vordergrund stehen – je nach Betrieb, Branche und beruflicher Position. Welche Aufgaben du in deiner Ausbildung erlernst, regelt die Ausbildungsverordnung zum Graveur.

Graveure sind hauptsächlich in Gravierbetrieben tätig, arbeiten beispielsweise aber auch in der Werkzeugherstellung. Wichtigster Arbeitsort von Graveuren ist die Werkstatt, wo sie mit unterschiedlichen Maschinen und Werkzeugen umgehen.

Art der Ausbildung

dual (Berufsschule und Betrieb), auch schulisch möglich

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich

Zuständige Stelle

HWK

Schulische Voraussetzungen

Rein rechtlich gibt es keine schulischen Voraussetzungen für den Beruf Graveur. Du hast bei diesem Beruf auch mit einem Hauptschulabschluss sehr gute Chancen  auf einen Ausbildungsplatz. Das zeigt auch die Ausbildungspraxis: In der Vergangenheit hatten die meisten Azubis den Realschulabschluss oder einen Hauptschulabschluss, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. Ein kleiner Teil der Auszubildenden hatte die Hochschulreife.

Für das Berufsbild Graveur solltest du gestalterische Fähigkeiten mitbringen und handwerklich-technisches Geschick besitzen. Zudem ist es wichtig immer sorgfältig und genau zu arbeiten. Deine Noten spielen in diesem Beruf zwar eine weniger große Rolle, dennoch ist ein befriedigendes Abschlusszeugnis bei vielen Unternehmen Voraussetzung.

Quelle: Datensystem Auszubildende (http://www.bibb.de/dazubi)

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