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Augenoptiker – Ausbildung & Beruf

Schon der französische Schriftsteller Alexandre Dumas wusste: „Das Leben ist bezaubernd, man muss es nur durch die richtige Brille sehen.“ – Welche aber die richtige Brille ist, weiß der Augenoptiker.

Was macht ein Augenoptiker?

Augenoptiker fertigen Sehhilfen an. Das umfasst vielerlei Tätigkeiten, wie z.B. das Durchführen von Sehtests, die Bearbeitung der Gläser, aber auch die anatomische und optische Anpassung der Brille an die Kunden mit einer individuellen Beratung.

Welche Kontaktlinsen, Gläser und Brillengestelle für wen am besten geeignet sind, wie die bestehenden Fehlsichtigkeiten damit korrigiert werden können, wie man Brillen anpasst und deren Reparaturen durchführt, lernst du in deiner Ausbildung zum Augenoptiker. Zudem erwirbst du in dieser Zeit kaufmännische Grundkenntnisse, um die anfallenden Verwaltungsarbeiten durchführen zu können.

Nach deiner Ausbildung kannst du in Betrieben des Augenoptiker-Handwerks tätig sein. Dort arbeitest du in der Werkstatt, im Büro, in der Beratung und im Verkauf.

Art der Ausbildung

dual (Berufsschule und Betrieb)

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich

Zuständige Stelle

HWK

So läuft die Ausbildung ab

Der Beruf des Augenoptikers klingt interessant für dich? Dann fragst du dich vielleicht: Wie werde ich Augenoptiker? Deine Ausbildung ist dual aufgebaut, das heißt du bist im Wechsel in Betrieb und Berufsschule. Im Betrieb erlernst du die praktische Seite des Berufsbildes Augenoptiker und übernimmst konkrete Aufgaben. In der Berufsschule wird dir dagegen das nötige theoretische Hintergrundwissen vermittelt. Während deiner Ausbildung musst du als Ausbildungsnachweis ein Berichtsheft über deine Aufgaben und Tätigkeiten führen. Dein Ausbilder überprüft dein Berichtsheft regelmäßig. 

Vor Ende des zweiten Ausbildungsjahres absolvierst du den 1. Teil deiner Gesellenprüfung, die eine praktische Arbeitsaufgabe und einen schriftlichen Teil beinhaltet. Am Ende der Ausbildung wartet der 2. Teil der Gesellenprüfung mit 2 praktischen und 2 schriftlichen Prüfungsbereichen auf dich. Nach Bestehen bist du staatlich anerkannter Augenoptiker.

Welche Inhalte und Themen dich unter anderem in deiner Ausbildung erwarten, erklärt dir das AZUBIYO-Ausbildungslexikon. Weitere Infos zu den Inhalten und dem Ablauf der Ausbildung findest du in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Augenoptiker.

Ausbildungslexikon Augenoptiker

Das lernst du in der Ausbildung zum Augenoptiker:

  • A wie Astigmatismus – auch Hornhautkrümmung genannt. Bei der Auswahl der Sehhilfe analysieren Augenoptiker auch mögliche Krankheiten des Auges, um herauszufinden, was beim Patienten korrigiert werden muss.  
  • M wie Myopie: Die Myopie bzw. Kurzsichtigkeit ist häufig der Grund, warum Kunden zum Augenoptiker gehen. In deiner Ausbildung lernst du daher auch medizinisches Hintergrundwissen und wie du spezielle Sehanforderungen ermittelst.
  • S wie Sehtest: Als Augenoptiker berätst du Kunden und erklärst ihnen Dienstleistungen wie Sehtests, um die optimale Sehhilfe für sie zu finden.  

Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du zahlreiche Möglichkeiten, dich fortzubilden und die Karriereleiter nach oben zu klettern. Zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Augenoptikermeister. Du kannst aber auch über ein anschließendes Studium nachdenken, zum Beispiel in den Bereichen Augenoptik, Optometrie, Medizinische Technik oder Photonik.

Augenoptiker: Voraussetzungen für die Ausbildung

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, welche Schulfächer und Stärken besonders wichtig für die Ausbildung sind und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind:

Welchen Schulabschluss haben Ausbildungsanfänger?

Abitur/Fachabitur
37%
Mittlere Reife
55%
Hauptschulabschluss
8%
Kein Abschluss
0%
Quelle: "Datenbank Auszubildende" des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder (Erhebung zum 31. Dezember)

Hilfreich sind gute Noten in:

Mathe
Physik
Biologie

3 wichtige Stärken:

Neugierde und Lernbereitschaft
Sorgfalt und Genauigkeit
Handwerklich-technisches Geschick

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: Laden, Geschäft
Samstagsarbeit
Überdurchschnittlich viel Kontakt mit Menschen

Augenoptikerin bzw. Augenoptiker kannst du theoretisch mit jedem Schulabschluss werden, da rechtlich kein Abschluss vorgeschrieben ist. Allerdings hat etwas über die Hälfte der Azubis einen mittleren Schulabschluss, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. Die andere Hälfte der Azubis startet mit Abitur oder Hauptschulabschluss in die Lehre.

Gute Noten in Mathe sind sehr hilfreich, wenn du diese Ausbildung starten willst. Auch mit guten Kenntnissen in Physik und Bio kannst du bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz punkten. Aber auch wenn du nicht die besten Noten in diesen Fächern mitbringst, hast du eine Chance auf einen Stelle. Denn am wichtigsten ist es, dass du Neugierde und Lernbereitschaft für die Ausbildung zum Augenoptiker mitbringst. Weitere Stärken, die für diesen Beruf von Vorteil sind, sind handwerklich-technisches Geschick sowie eine genaue und sorgfältige Arbeitsweise. Das merkst du z.B. wenn du feine Sehhilfen lötest, klebst oder polierst.

Der Augenoptiker ist sowohl ein handwerklicher, aber auch ein kaufmännischer Beruf. Dein Arbeitsumfeld ist in der Regel der Verkaufsraum im Laden, aber auch die Werkstatt oder das Büro. Dienstreisen kommen in der Regel nicht vor, der Kontakt mit Kunden steht als Augenoptiker auf der Tagesordnung.

Aber Augenoptiker ist nicht gleich Augenoptiker. Dein Arbeitsumfeld kann ganz unterschiedlich aussehen, je nachdem in welchem Ausbildungsbetrieb und in welchem Bereich du tätig bist. In einem kleinen Betrieb des Augenoptiker-Handwerks hast du zum Beispiel viel Kundenkontakt im eigenen Laden. Hingegen in der optischen und feinmechanischen Industrie bist du hauptsächlich an der Produktion von Kontaktlinsen beteiligt und hast möglicherweise gar keinen Kontakt zu Kunden. Daher solltest du dir genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passen.

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