Landschaftsplaner / Landschaftsplanerin
Ausbildung & Beruf
Es mag wie ein Klischee klingen, aber dir als Landschaftsplaner begegnen sie oft: die seltenen Nistvögel oder Kröten, die dafür sorgen, dass Bauvorhaben umgestaltet werden müssen. Auch bei deinem aktuellen Projekt wirst du die Wege im Landschaftspark so gestalten, dass sie nicht in die Lebensräume der Tiere eingreifen und sie dort ungestört weiterleben können.
Berufsbild Landschaftsplaner / Landschaftsplanerin
Was macht ein Landschaftsplaner (m/w/d)?
Wer als Landschaftsplaner arbeitet, bringt sich bei der Entwicklung von Stadtbaukonzepten ein, berät Politiker bei geplanten Gesetzen, weist Schutzgebiete aus, forscht an Umwelt oder Klima, erstellt Gutachten oder entwirft Parks und rekultiviert Brachflächen. Dabei hast du immer ästhetische Gesichtspunkte, aber auch die Umweltverträglichkeit im Blick. Die Aufgaben können sehr vielfältig und abwechslungsreich sein, hängen aber auch vom persönlichen Arbeitsschwerpunkt und dem Arbeitgeber ab.
Die Arbeit von Landschaftsplanern ist eng mit der von Landschaftsarchitekten verbunden. Der große Unterschied: Landschaftsarchitekt darf sich nur nennen, wer in die Architektenkammer des jeweiligen Bundeslandes eingetragen ist. Landschaftsplaner hingegen benötigen diese Eintragung nicht.
Wie sieht der Berufsalltag als Landschaftsplaner aus?
Morgens steht ein Teammeeting auf dem Plan, danach besichtigst du die Baustelle und am späten Nachmittag gibt es ein Treffen des städtischen Gremiums, um die Fortschritte zu besprechen. Als Landschaftsplaner können dich über den Tag sehr unterschiedliche Aufgaben fordern, die auch Ortswechsel beinhalten können.
Wo arbeiten Landschaftsplaner?
In vielen Fällen hast du als Landschaftsplaner einen Arbeitsplatz in einem Architektur- oder Ingenieurbüro, kannst aber auch in der öffentlichen Verwaltung arbeiten. Die Arbeit im Büro am Computer macht einen Großteil deiner Arbeitszeit aus, doch auch in Besprechungsräumen oder in der Natur selbst findet man dich wieder.
Ausbildungsorte als Landschaftsplaner
Ausbildung zum Landschaftsplaner / zur Landschaftsplanerin
Wie läuft die Ausbildung zur Landschaftsplanerin ab?
Willst du als Landschaftsplanerin arbeiten, musst du üblicherweise ein abgeschlossenes Hochschulstudium in Landschaftsplanung oder einem ähnlichen Studiengang vorweisen.
Damit du als Landschaftsplaner eingesetzt werden kannst, brauchst du im Normalfall mindestens einen Bachelorabschluss, beispielsweise der Fächer Landschaftsplanung, Landschaftsarchitektur, Landespflege, Raumplanung oder Forstwirtschaft.
Der Bachelor dauert üblicherweise 3 Jahre und beinhaltet neben den Vorlesungen und Seminaren an der Hochschule auch praktische Projekte oder Praxisphasen (Praktika), in denen du erste Berufserfahrung sammeln kannst. Am Ende schreibst du eine Bachelorarbeit, die einer Abschlussarbeit entspricht.
Was lernt man in der Ausbildung zum Landschaftsplaner (m/w/d)?
Die Studiengänge haben alle leicht unterschiedliche Schwerpunkte. Kennzeichnend für Landschaftsplaner ist oft ein interdisziplinäres Profil, also auch das Interesse an anderen Fachrichtungen.
Diese Module können dich erwarten:
- Aufgaben und Instrumente der Landschaftsplanung
- Gesetzliche Grundlagen
- Umweltprüfinstrumente
- Landschaftsklima
- Bodenschutz
- Verkehrsökologie
- Gewässerentwicklung
Oft kannst du deinen Schwerpunkt auch ein wenig selbst legen, denn viele Hochschulen haben nicht alle Studieninhalte vorab festgelegt, sondern geben dir die Freiheit, weitere Veranstaltungen – teils auch aus anderen Fachbereichen – zu besuchen.
- Deutsch
- Mathe
- Biologie
- Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke
- Sorgfalt und Genauigkeit
- Organisation und Planung
- Umfeld: Architektur- und Ingenieurbüros, im Freien
- Arbeit bei Kälte, Hitze, Rauch oder Staub
- Kontakt mit Kunden
Damit du für ein Studium zugelassen wirst, benötigst du eine Hochschulzugangsberechtigung (meist Abitur) und teils auch eine bestimmte Abiturnote, wenn der Studiengang zulassungsbeschränkt ist. Ansonsten fordern die Hochschulen vor allem gute Deutschkenntnisse.
Hilfreich ist es, wenn du als angehende Landschaftsplanerin gut kommunizieren kannst und gerne im Team arbeitest. Koordination und Absprachen sind bei deiner Arbeit immens wichtig, sodass dir diese Tätigkeiten liegen sollten.
Wie viel verdient ein Landschaftsplaner in der Ausbildung?
Für ein Hochschulstudium erhältst du als angehender Landschaftsplaner kein Gehalt.
Die Arbeit als Landschaftsplaner könnte genau richtig für dich sein, wenn
- du gerne planst und organisierst
- du dich beruflich für Natur- und Klimaschutz einsetzen willst
- du selbstständig und eigenverantwortlich arbeitest
- du Regularien und Gesetze nicht langweilig findest
Eine andere Ausbildung passt wahrscheinlich besser zu dir, wenn
- du kein Studium absolvieren möchtest
- du von der Vielzahl an möglichen Aufgaben überfordert bist
- du dich nicht gut durchsetzen kannst
- du mit Technik nichts anfangen kannst
Ähnliche Ausbildungsberufe
Weiterbildung & Zukunftsaussichten
Gratuliere, du hast das Studium erfolgreich abgeschlossen und kannst nun als Landschaftsplaner arbeiten. Das reicht dir noch nicht? Kein Problem, wir zeigen, welche verschiedenen Arten der Weiterbildung dir offenstehen.
Auf viele Stellen kannst du dich mit einem Bachelor-Abschluss in Landschaftsplanung bewerben. Möchtest du besser bezahlte Jobs annehmen, solltest du über ein Masterstudium nachdenken. Hier kannst du dich auch noch stärker spezialisieren.
Denkbar sind aber im Laufe deines Berufslebens auch Anpassungsweiterbildungen, durch die du dein Wissen auffrischen oder aktuell halten kannst. Dazu gehört neue Software, mit der du dich beschäftigst oder Lehrgänge, die sich mit Projektmanagement oder Baurecht beschäftigen.
Als Landschaftsplanerin befasst du dich mit der Planung und Gestaltung von Park- und Gartenanlagen, von Fußgängerzonen, Innenhöfen, Sportanlagen oder Außenanlagen. Dabei hast du immer auch Natur und Klima im Blick, du übst also einen stark auf Nachhaltigkeit fokussierten Beruf aus. Gerade dann, wenn du Möglichkeiten finden willst, um dem Klimawandel entgegenzuarbeiten, bist du im Beruf Landschaftsplaner genau richtig.
Der Arbeitsmarkt für Landschaftsplaner ist in Deutschland ziemlich stabil und bietet gute Chancen. Du findest als Landschaftsplaner Jobs in Planungsbüros, bei Behörden oder in Unternehmen, die Außenanlagen gestalten. Gefragt sind vor allem Projekte rund um Parks, Wohngebiete und Firmengelände. Mit Praxiserfahrung, Softwarekenntnissen und Weiterbildungen steigen deine Jobchancen zusätzlich.
Ja, der Beruf Landschaftsplaner ist auch für Quereinsteiger geeignet, wenn du bereit bist zu lernen. Als angehender Landschaftsplaner kommst du über ein passendes Studium, eine Umschulung oder Weiterbildungen in Planung, Bau und Gestaltung rein. Vorerfahrung als Gärtner, Bauzeichner oder in der Architektur hilft dir. Praktika sind super, um erste Projekte und Abläufe kennenzulernen.
Als Landschaftsplaner solltest du kreativ sein und gern mit Plänen und Skizzen arbeiten. Wichtig ist, dass du als Landschaftsplaner sorgfältig bist, gut organisierst und gern im Team mit Architekten und Bauleitern arbeitest. Du brauchst räumliches Vorstellungsvermögen, Grundlagen in Mathe und Technik sowie Offenheit für CAD-Programme und digitale Planungstools.
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Bildnachweis:
„Landschaftsplaner bei Besichtigung der Baustelle“ ©rh2010 - stock.adobe.com
„Landschaftsplaner geht Unterlagen durch“ ©Pixel-Shot - stock.adobe.com