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Müller – Ausbildung & Beruf

Hinweis: Die offizielle Berufsbezeichnung für den Müller lautet: Verfahrenstechnologe in der Mühlen- und Getreidewirtschaft.

Im Mittelalter noch als „unehrlich“ verpönt und heute hochtechnologisch: Der Beruf des Müllers! Nicht viel hat sich dagegen an der Hauptaufgabe des Müllers geändert, nämlich der Herstellung von Mahlerzeugnissen, wie Mehl, Öl oder Gewürzen.

Was macht ein Müller?

Das Berufsbild Müller ist sehr vielseitig. Die Hauptaufgaben sind das Bedienen, Überwachen und Reparieren von Maschinen und das Herstellen von Mahl-Erzeugnissen, Futtermittel oder Gewürzpulver. Die Berufsausbildung zum Verfahrenstechnologen in der Mühlen- und Getreidewirtschaft ist in zwei Fachrichtungen möglich: Agrarlager und Müllerei.

Im Arbeitsalltag erledigen Müller zunächst planende Aufgaben. Sie bereiten Arbeitsabläufe vor, indem sie konkrete Arbeitsschritte festlegen und diese dokumentieren. Beim Planen muss vor allem Rücksicht auf die individuellen Kundenwünsche genommen werden. Ist ein Auftrag bereits vollständig durchkalkuliert, können die Müller damit beginnen die Maschinen in Betrieb zu nehmen. Sie müssen die Produktionsanlagen anfahren, bedienen und teilweise, entsprechend dem Auftrag, umrüsten. Falls während der Produktion Störungen auftreten, werden diese von den Müllern dokumentiert und behoben.

Ist eine Produktion vollendet, müssen die Müller die Lagerung der Produkte überwachen und steuern. Sie sorgen dafür, dass Verordnungen und Gesetze bezüglich der Verpackung eingehalten werden und prüfen, ob auch die betrieblichen Vorgaben eingehalten wurden. Wenn die Qualität der Produkte gefährdet ist, beispielsweise durch einen Schädlingsbefall, müssen sofort Maßnahmen durchgeführt werden, für die wiederum der Müller die Verantwortung trägt.

Im Berufsbild Müller können aber ganz unterschiedliche Aufgabenbereiche im Vordergrund stehen – je nach Betrieb, Branche und beruflicher Position. Welche Aufgaben du in deiner Ausbildung erlernst, regelt die Ausbildungsverordnung zum Verfahrenstechnologen für Mühlen- und Futtermittelwirtschaft.

Müller arbeiten hauptsächlich in Mühlen, die der Verarbeitung von Getreide oder der Herstellung von Futter dienen. Es ist aber auch möglich, dass sie in großen Bäckereien tätig sind.

Art der Ausbildung

dual (Berufsschule und Betrieb)

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich

Zuständige Stelle

IHK oder HWK

Schulische Voraussetzungen

Rein rechtlich gibt es keine schulischen Voraussetzungen für den Beruf des Müllers. Allerdings erwarten manche Betriebe mindestens einen mittleren Schulabschluss. Aber auch mit einem Hauptschulabschluss hast du gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Das zeigt auch die Ausbildungspraxis: In der Vergangenheit hatte mehr als die Hälfte der Azubis einen Realschulabschluss, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. Gut ein Viertel der eingestellten Azubis besaß einen Hauptschulabschluss.

Quelle: Datensystem Auszubildende (http://www.bibb.de/dazubi)

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Bildnachweis: „Brot und Getreide" © nevodka / Shutterstock.com

 

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