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Pharmazeutisch-technischer Assistent (PTA) – Ausbildung & Beruf

Das griechische Wort phármakon bedeutet sowohl „Heilmittel“ und „Zaubermittel“, als auch „Gift“. Der Pharmazeutisch-technische Assistent stellt sicher, dass aus den heilenden „Zaubermitteln“, die uns von Krankheiten und Beschwerden befreien sollen, nicht versehentlich Gift wird.

Was macht ein Pharmazeutisch-technischer Assistent?

Pharmazeutisch-technische Assistenten bzw. PTA unterstützen Apotheker bei deren Aufgaben. Sie helfen beispielsweise bei der Kundenberatung und beim Verkauf von Medikamenten. Daneben stellen sie verschiedene Arzneimittel, wie Salben, Tinkturen, Tabletten oder Zäpfchen her und überprüfen eingekaufte Stoffe und fertige Arzneien auf deren Zusammensetzung und Reinheit. In Forschungseinrichtungen arbeiten PTAs auch an der Entwicklung neuer Wirkstoffe mit. Aber auch verwaltende Aufgaben gehören zum Tätigkeitsfeld, wie zum Beispiel das Überwachen von Lagerbeständen und das Bestellen von Arzneistoffen.

In deiner Ausbildung als PTA lernst du auch, welche Gefahren bei der Anwendung von Medikamenten entstehen können, wie man verschiedene Krankheiten erkennt und wie man organische Präparate herstellt und überprüft.

Nach der Ausbildung arbeitest du in Apotheken, bei Chemie- und Pharmaunternehmen, bei pharmazeutischen Großhändlern oder auch bei Krankenkassen und Gesundheitsämtern. Je nach Einsatzgebiet bist du im Verkaufsraum, im Labor, im Lager oder im Büro tätig.

Art der Ausbildung

schulisch (Berufsfachschule und Apotheke)

Dauer der Ausbildung

2,5 Jahre, Verkürzung möglich

Zuständige Stelle

Deine Prüfungen finden vor einem Prüfungsausschuss an deiner Schule statt.

So läuft die Ausbildung ab

Du interessierst dich für diesen Beruf? Dann fragst du dich sicher: Wie werde ich PTA? Deine Ausbildung zum Pharmazeutisch-technischen Assistenten findet an einer Berufsfachschule statt und wird durch Praxisphasen in Apotheken ergänzt. In der Fachschule erlernst du das theoretische Hintergrundwissen, in den Praxisphasen wendest du das erlernte Wissen direkt in der Praxis an.

Am Ende deiner Ausbildung wartet eine Abschlussprüfung auf dich, die sich aus einem schriftlichen, einem mündlichen und einem praktischen Teil zusammensetzt. Zusätzlich legst du eine mündliche Prüfung nach Abschluss deines Praktikums in der Apotheke ab. Nach Bestehen bist du Pharmazeutisch-technischer Assistent bzw. PTA.

Welche Inhalte und Themen dich unter anderem in deiner Ausbildung erwarten, erklärt dir das AZUBIYO-Ausbildungslexikon. Weitere Infos zu den Inhalten und dem Ablauf der Ausbildung findest du in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Pharmazeutisch-technische Assistenten.

Ausbildungslexikon PTA

Das lernst du in der Ausbildung zum PTA:

  • B wie Botanik: Viele Pflanzen haben heilsame Kräfte – zum Beispiel als Arzneitee oder Salbe. In der Ausbildung als PTA lernst du die biologischen Grundlagen.
  • C wie Chemie: Damit aus einzelnen Zutaten heilsame Arzneimittel und keine Giftcocktails werden, müssen PTA über die chemischen Eigenschaften von Arzneistoffen Bescheid wissen.
  • G wie Galenik: Ein Arzneistoff alleine bewirkt nicht viel. Damit Patienten die Arzneistoffe auch zu sich nehmen können, lernst du in der Galenik, wie man Tabletten, Salben und Tropfen herstellt.

Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du viele verschiedene Möglichkeiten dich fortzubilden, zum Beispiel mit einer Weiterbildung zum Industriemeister für Pharmazie oder Technischen Fachwirt. Du könntest aber auch ein Studium an deine Ausbildung anhängen, zum Beispiel in den Studiengängen Pharmatechnik, Pharmazie oder Biochemie.

PTA: Voraussetzungen für die Ausbildung

PTA kannst du nicht mit jedem Schulabschluss werden. Für diese schulische Ausbildung brauchst du mindestens einen mittleren Schulabschluss oder eine gleichwertige Schulausbildung. Je nach Berufsfachschule sind weitere Zugangsvoraussetzungen vorgeschrieben, wie zum Beispiel ein Nachweis über deine gesundheitliche Eignung. Genauere Infos findest du bei den jeweiligen Berufsfachschulen

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, welche Schulfächer und Stärken besonders wichtig für die Ausbildung sind und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind:

Hilfreich sind gute Noten in:

Mathe
Biologie
Chemie

3 wichtige Stärken:

Analytische Fähigkeiten
Sorgfalt & Genauigkeit
Handwerklich-technisches Geschick

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: Labor, Forschungseinrichtung
Dienstreisen nur in Ausnahmefällen
Viel Kontakt mit Menschen

Besonders gute Chancen auf eine Ausbildungsstelle als PTA hast du mit guten Noten in Mathe, Bio und Chemie. Aber auch mit eher mäßigen Schulleistungen in diesen Fächern, kannst du einen Ausbildungsplatz als PTA finden. Entscheidend ist deine Motivation für die Ausbildung. Außerdem solltest du die passenden Stärken für diesen Beruf mitbringen, wie zum Beispiel analytische Fähigkeiten, handwerkliches Geschick und technisches Verständnis sowie eine sorgfältige und genaue Arbeitsweise.

Da der PTA ein biologisch-chemischer Beruf ist, bist du bei deiner Tätigkeit auch überwiegend im Umfeld Labor & Forschungseinrichtung tätig. Dienstreisen sind eher die Ausnahme und in der Regel hast du in diesem Beruf viel Kontakt mit Menschen.

Aber PTA ist aber nicht gleich PTA. Je nachdem in welchem Bereich und in welchem Betrieb du arbeitest, kann dein Arbeitsumfeld aber auch anders aussehen. In einer Apotheke hast du einen festen Kollegenkreis und auch mit Kunden zu tun, in einem Pharmaunternehmen ist Kundenkontakt dagegen die Ausnahme. Daher solltest du dir genau überlegen, welche Berufsfachschule am besten zu dir passt.

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Bildnachweis: „Lächelnde Frau in einer Apotheke" © Robert Kneschke / Shutterstock.com

 

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