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Was macht ein Podologe (m/w/d)?

Als Podologe bist du ein medizinischer Fußpfleger, der sich um die Gesundheit der Füße kümmert. Du behandelst dabei nicht nur ästhetische Probleme, sondern bist auch für die Prävention und Behandlung von Fußkrankheiten zuständig. Dazu gehört es, Veränderungen und Erkrankungen am Fuß zu erkennen und die richtige Behandlungsmethode auszuwählen. Die Behandlung von Hühneraugen, eingewachsenen Nägeln oder Nagelpilz gehört genauso zu deinen Aufgaben wie Behandlungen mit der Nagelspange oder die Anfertigung von Nagelprothesen.

Wo kann ich als Podologe arbeiten?

Podologen arbeiten vorwiegend in podologischen Praxen oder Kliniken. Auch in Alten- und Pflegeheimen sind sie oft zu finden, wo sie sich um die speziellen Bedürfnisse älterer Menschen kümmern. Krankenhäuser und Reha-Zentren bieten ebenfalls Arbeitsplätze für Podologen. Einige entscheiden sich für die Selbstständigkeit und eröffnen eine eigene Praxis. Je nach Arbeitsplatz kann auch die Art der täglichen Aufgaben variieren.

Arbeitszeiten als Podologe

Als Podologe hast du oft geregelte Arbeitszeiten, die sich nach den Öffnungszeiten der Praxis richten. In der Regel arbeiten Podologen tagsüber. Das bedeutet meistens eine Fünf-Tage-Woche mit Wochenenden frei. In Kliniken oder Pflegeheimen kann es gelegentlich zu Schichtarbeit kommen, insbesondere wenn Notfälle betreut werden müssen. In diesem Fall wird Flexibilität von dir benötigt.

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Lesen, nicht so dein Ding? In unserem YouTube-Video haben wir dir kurz und knapp zusammengefasst, wie du Podologe wirst, was du als Podologin machst und wie viel Geld du verdienst. Berufe2Go, Film ab!

Wie viel verdient ein Podologe?

Nach der Ausbildung zum Podologen beträgt das Einstiegsgehalt in Deutschland im Durchschnitt etwa 2.100 bis 2.400 Euro brutto pro Monat. Mit wachsender Berufserfahrung kann das Gehalt auf bis zu 2.700 Euro brutto steigen. In öffentlichen Einrichtungen wird die Vergütung oft nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) festgelegt, was häufig zu höheren Gehältern führt. Als Selbstständiger hängt das Einkommen stark von der Kundenanzahl und dem Erfolg der Praxis ab.

Wie viel verdient ein Podologe in der Ausbildung?

Während der Ausbildung zum Podologen verdienst du in der Regel kein Geld, da es sich um eine schulische Ausbildung handelt. Es gibt allerdings Fördermöglichkeiten wie BAföG. Ein Praktikum oder ein duales System bietet manchmal die Chance auf eine kleine Vergütung. Nach der Ausbildung verändert sich dies und du kannst in der Branche ein gutes Gehalt erzielen. Außerhalb der Ausbildung hängt das Einkommen von der Berufserfahrung und dem Arbeitsort ab.

Wie läuft die Ausbildung als Podologe ab?

Podologin wirst du über eine schulische Ausbildung. Die Podologie-Ausbildung findet an einer Berufsfachschule statt und wird durch Praktika, z. B. in Kliniken, ergänzt. Dich erwartet dabei also Theorie und Praxis: In der Fachschule erlernst du das theoretische Hintergrundwissen, in den Praxisphasen wendest du das erlernte Wissen direkt an. Du lernst dabei die Behandlung verschiedener Fußkrankheiten und den richtigen Umgang mit Patienten. Prüfungen finden sowohl theoretisch als auch praktisch statt, um dich optimal auf den Beruf vorzubereiten.

Wie lange dauert die Ausbildung als Podologe?

Die Ausbildung zum Podologen dauert je nach Regelung 2 bis 4 Jahre. Diese Zeit verbringst du an einer Fachschule, wo die theoretischen Grundlagen des Berufs vermittelt werden. Auch praktische Abschnitte in Kliniken oder Praxen sind Teil der Ausbildung. Während dieser Zeit wirst du gründlich auf alle Tätigkeiten vorbereitet.

Am Ende deiner Ausbildung zur Podologin wird eine Abschlussprüfung durchgeführt, die aus einem schriftlichen, einem mündlichen und einem praktischen Teil besteht. Nach bestandener Prüfung darfst du die Berufsbezeichnung Podologe tragen.

Was sind die Ausbildungsinhalte als Podologe?

In der Ausbildung lernst du zunächst mehr über die Anatomie des Fußes und verschiedene Krankheitsbilder. Hygiene und Desinfektion sind darüber hinaus genauso wichtig wie Kenntnisse über orthopädische Hilfsmittel. Du lernst, wie man Behandlungspläne erstellt und Patienten umfassend berät. Auch die Durchführung und Dokumentation von Behandlungen gehört zu den Ausbildungsinhalten. Außerdem wird vermittelt, welche Produkte und Hilfsstoffe bei der Behandlung zum Einsatz kommen können.

In der praktischen Ausbildung, die als Praktika absolviert wird, werden die im Theorieunterricht erworbenen Kenntnisse der Podologie vertieft und angewendet.

Um Infektionen zu vermeiden, tragen Podologen im Rahmen der medizinischen Fußpflege Handschuhe und einen Mundschutz. Sie haben einen sehr engen Körperkontakt mit ihren Patienten.

Art der Ausbildung:
schulisch (Berufsfachschule und Krankenhaus/Praxis)
Art der Ausbildung: schulisch (Berufsfachschule und Krankenhaus/Praxis)
Dauer der Ausbildung:
2-4 Jahre
Dauer der Ausbildung: 2-4 Jahre
Zuständige Stelle:
jeweilige Berufsfachschule
Zuständige Stelle: jeweilige Berufsfachschule

Voraussetzungen für die Ausbildung zur Podologin

Um eine Ausbildung zur Podologin zu beginnen, gibt es bestimmte Voraussetzungen. Ein mittlerer Schulabschluss ist in der Regel erforderlich, um Zugang zur Fachschule zu erhalten. Gesundheitliche Eignung ist von großer Wichtigkeit, besonders wenn du körperlich belastbar bist und keine Allergien gegen Desinfektionsmittel hast.

Kommunikationsfähigkeit und Empathie sind ebenfalls wichtige Eigenschaften, um in diesem Beruf erfolgreich zu sein. Mit diesen Voraussetzungen steht einer erfolgreichen Ausbildung nichts im Weg.

Schulfächer
  • Physik
  • Biologie
  • Chemie
Stärken
  • Sorgfalt und Genauigkeit
  • Selbstorganisation
  • Neugierde und Lernbereitschaft
Arbeitsbedingungen
  • Umfeld: Pflege und Betreuung
  • Samstagsarbeit
  • Überdurchschnittlich viel Kontakt mit Menschen

Weiterbildung und Karrierechancen als Podologe

Nach Abschluss deiner Podologie-Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Fachwirt für Gesundheits- und Sozialwesen oder zum Betriebswirt. Aber auch ein Studium kannst du anschließen, zum Beispiel im Bereich Humanmedizin oder Gesundheitsmanagement.

Bei Weiterbildungen unterscheiden wir zwischen 3 verschiedenen Wegen:

  • Anpassungsfortbildung,
  • Aufstiegsfortbildung &
  • Studium.

Eine Tätigkeit im Bereich Medizin, Pflege & Gesundheit kannst du dir gut vorstellen, aber du bist noch nicht sicher, welcher Beruf am besten zu dir passt? Dann schau dir noch folgende verwandte Berufe an:

Fazit: Vielfältige Chancen als Podologe

Die Ausbildung zum Podologen vermittelt dir medizinisches Wissen rund um Fußgesundheit und kombiniert Theorie mit Praxisphasen in Praxen oder Kliniken. Als Podologe behandelst du z. B. Hühneraugen, eingewachsene Nägel oder Fußdeformitäten, berätst Patienten und arbeitest eng mit Ärzten zusammen.

Deine Einsatzorte sind vielfältig – von podologischen Praxen über Kliniken und Reha-Zentren bis hin zu Pflegeeinrichtungen oder Hausbesuchen. Mit Spezialisierungen, etwa in der diabetischen Fußpflege, oder dem Schritt in die Selbstständigkeit eröffnen sich dir sehr gute Karriere- und Entwicklungschancen in einem zukunftssicheren Gesundheitsberuf.

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Weitere Infos

Bildnachweis: „Podologe“ ©Semenova Jenny – stock.adobe.com; „Podologin entfernt Nagelpilz“ ©Kzenon - stock.adobe.com