Tiefbaufacharbeiter / Tiefbaufacharbeiterin
Ausbildung & Beruf
Was macht ein Tiefbaufacharbeiter (m/w/d)?
Als Tiefbaufacharbeiter sorgst du dafür, dass Straßen, Kanäle und Leitungen sicher gebaut und instand gehalten werden. Du bereitest den Boden vor, hebst Gräben aus und sicherst Baugruben ab. Außerdem bedienst du Maschinen wie Bagger, Rüttelplatten oder Walzen und achtest darauf, dass alles korrekt vermessen ist.
Du arbeitest nach Bauplänen und Anweisungen des Poliers oder Bauleiters. Auf der Baustelle bist du fast immer im Team unterwegs. So stellst du als Tiefbaufacharbeiter sicher, dass die Infrastruktur zuverlässig funktioniert.
Wo kann ich als Tiefbaufacharbeiter arbeiten?
Tiefbaufacharbeiter finden in erster Linie in Bauunternehmen einen Arbeitsplatz. Aber auch kommunale Bauämter bieten interessante und sichere Arbeitsplätze für Tiefbaufacharbeiter. Ferner werden in spezielle Garten- und Landschaftsbauunternehmen wie etwa dem Sportstättenbau ebenfalls Tiefbaufacharbeiter eingesetzt.
Als Tiefbaufacharbeiter startest du meistens früh in den Tag, damit du das Tageslicht optimal nutzen kannst. Üblich sind Vollzeitstellen mit einer festen Wochenstundenzahl, oft nach Tarif geregelt. Auf der Baustelle kann es passieren, dass du länger arbeitest, wenn ein Abschnitt rechtzeitig fertig werden muss. In der Regel arbeitest du von Montag bis Freitag, gelegentlich auch samstags. Schichtarbeit kommt eher selten vor, kann aber bei großen Projekten vorkommen. Du bist viel draußen und musst mit Hitze, Kälte und Regen klarkommen. Dafür siehst du direkt, was du geleistet hast.
Ausbildungsorte als Tiefbaufacharbeiter
Wie viel verdient ein Tiefbaufacharbeiter?
Als Tiefbaufacharbeiter kannst du mit einem guten, meist tariflich geregelten Lohn rechnen. Dein Gehalt hängt dabei meist von der Region, deinem Arbeitgeber und deiner Berufserfahrung ab. In tarifgebundenen Betrieben des Bauhauptgewerbes verdienst du in der Regel mehr als im nicht tarifgebundenen Bereich. Hier kannst du mit einem Einstiegsgehalt von 2.800 bis 4.000 Euro rechnen. Im öffentlichen Dienst dagegen ist beim Berufseinstieg eine Gehaltsspanne von 2.900 bis 4.100 Euro üblich.
Mit steigender Erfahrung, Verantwortung und möglichen Zusatzqualifikationen wächst auch dein Einkommen. Häufig kommen Zuschläge für Überstunden, Arbeiten unter erschwerten Bedingungen oder Auslöse bei auswärtigen Baustellen hinzu.
Wie viel verdient ein Tiefbaufacharbeiter in der Ausbildung?
Als Tiefbaufacharbeiter bzw. Tiefbaufacharbeiterin kannst du in der Ausbildung im Schnitt mit folgenden Ausbildungsvergütungen rechnen:
- im 1. Ausbildungsjahr: 1.079 Euro
- im 2. Ausbildungsjahr: 1.270 Euro
Du willst mehr wissen? Hier geht es zur Tiefbaufacharbeiter Gehaltsseite.
Wie läuft die Ausbildung als Tiefbaufacharbeiter ab?
Die Tiefbaufacharbeiter Ausbildung findet dual statt, also im Betrieb und in der Berufsschule. Im Betrieb bist du auf echten Baustellen im Einsatz und lernst Schritt für Schritt, wie du Straßen, Kanäle und Leitungen baust. In der Berufsschule bekommst du das theoretische Wissen dazu, zum Beispiel zu Baustoffen, Vermessung, Technik und Arbeitssicherheit. Du arbeitest von Anfang an im Team mit erfahrenen Kollegen zusammen und übernimmst mit der Zeit immer mehr Verantwortung. Am Ende legst du eine Abschlussprüfung ab, in der du dein Können praktisch und theoretisch zeigst.
Wie lange dauert die Ausbildung als Tiefbaufacharbeiter?
Die Ausbildung als Tiefbaufacharbeiterin dauert in der Regel 2 Jahre. In dieser Zeit lernst du die wichtigsten Grundlagen für deinen Beruf im Tiefbau. Nach der Abschlussprüfung bist du Facharbeiter in einem gewählten Schwerpunkt, zum Beispiel Straßenbau, Kanalbau oder Rohrleitungsbau.
Viele nutzen nach den 2 Jahren die Möglichkeit, ein weiteres Jahr dranzuhängen. Dann kannst du dich zum Beispiel zum Straßenbauer oder Rohrleitungsbauer weiterqualifizieren und deine Einsatzmöglichkeiten noch einmal deutlich erweitern.
Was sind die Ausbildungsinhalte als Tiefbaufacharbeiter?
In deinem Ausbildungsbetrieb lernst du je nach Schwerpunkt deiner Ausbildung die praktischen Arbeiten als Tiefbaufacharbeiter. Das Einrichten, Sichern und Räumen von Baustellen sowie die Durchführung von Messungen gehört bereichsübergreifend zum Ausbildungsinhalt als Tiefbaufacharbeiter.
In der Berufsschule werden in Lernfeldern das theoretische Wissen vermittelt. Dazu gehört unter anderem das Lesen und die Anwendung von Zeichnungen, die Herstellung von Stahlbetonbauteilen und die Erschließung und Gründung eines Bauwerks. Daneben werden allgemeinbildende Fächer wie Deutsch und Sozialkunde unterrichtet.
Die Ausbildungsschwerpunkte sind Straßenbauarbeiten, Rohrleitungs- und Kanalbauarbeiten, Brunnen- und Spezialtiefbauarbeiten und Gleisbauarbeiten.
Für die Tiefbaufacharbeiter Ausbildung wird meist ein Hauptschulabschluss erwartet, manche Betriebe stellen aber auch motivierte Bewerber ohne Abschluss ein. Wichtiger als perfekte Noten ist deine Einstellung zur Arbeit. Du solltest körperlich fit sein, denn du arbeitest überwiegend draußen und bewegst viel Material. Technisches Verständnis, handwerkliches Geschick und Interesse an Maschinen helfen dir im Alltag als Tiefbaufacharbeiter.
Außerdem sind Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit und Pünktlichkeit entscheidend. Ein sauberes Auftreten und höflicher Umgang mit Kollegen, Vorgesetzten und Kunden sind ebenfalls wichtig, da du dein Unternehmen auf der Baustelle vertrittst.
Ähnliche Ausbildungsberufe
Nach deiner Tiefbaufacharbeiter Ausbildung hast du gute Chancen auf eine unbefristete Stelle im Baugewerbe. Mit etwas Berufserfahrung kannst du dich zum Vorarbeiter entwickeln und ein Team auf der Baustelle anleiten. Es gibt außerdem verschiedene Weiterbildungen, zum Beispiel zum:
- Spezialtiefbauer
- Polier - Tiefbau
- Werkpolier - Tiefbau
- Techniker - Bautechnik
- Industriemeister
- Technischer Fachwirt
- Kaufmann für kaufmännische Betriebsführung
Wenn du die nötigen Schulabschlüsse mitbringst, ist auch ein Studium im Bauingenieurwesen möglich. So kannst du aus der praktischen Erfahrung als Tiefbaufacharbeiter eine echte Karriere aufbauen.
Eine Tätigkeit im Bereich Bau, Architektur & Vermessung kannst du dir gut vorstellen, aber du bist noch nicht sicher, welcher Beruf am besten zu dir passt? Dann schau dir noch folgende verwandte Berufe an:
Als Tiefbaufacharbeiter bist du an wichtigen Bauprojekten beteiligt, die Menschen jeden Tag nutzen, zum Beispiel Straßen, Wege und Kanäle. Die Ausbildung ermöglicht dir einen praxisnahen Einstieg in einen gefragten Handwerksberuf mit guten Verdienstmöglichkeiten. Du arbeitest viel im Freien, siehst am Ende des Tages, was du geschafft hast, und bist Teil eines Teams.
Mit Weiterbildungen kannst du mehr Verantwortung übernehmen und dein Gehalt steigern. Wenn du gern anpackst, keine Angst vor Wetter und Schmutz hast und einen sicheren Job suchst, passt dieser Beruf sehr gut zu dir.
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