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Wasserbauer / Wasserbauerin
Ausbildung & Beruf

Ausbildung Wasserbauer

Sonntag 07:00 Uhr. Dein Handy klingelt, denn du hast Bereitschaft über das Wochenende. Der große Sturm in der Nacht spülte viele Äste und anderes Treibgut in die Elbe. Für die Schifffahrt ein großes Problem, können diese Gegenstände doch das Schiff beschädigen. Der Anruf ist für dich keine Überraschung, denn das Wetter beobachtest du als Wasserbauer durchgängig. Du machst dich auf den Weg zum Hafen und fährst gemeinsam mit Kollegen mit dem Boot los. Ihr sammelt das Treibgut ein und haltet dabei Ausschau nach Beschädigungen. Nach einigen Stunden ist die Fahrrinne frei und die Schiffe können wieder fahren.

Berufsbild Wasserbauer / Wasserbauerin

Was macht ein Wasserbauer (m/w/d)?

Was der Straßenbauer für den Verkehr ist, bist du als Wasserbauer für die Schifffahrt. Du kümmerst dich um die Wasserstraßen, die Wasserbauwerke und die Küsten. Um jederzeit eine sichere Schifffahrt zu gewährleisten, kümmerst du dich um die Gebiete. Denn Wind und Wetter, Hochwasser und der tägliche Schiffsverkehr verursachen eine starke Abnutzung. Dadurch sind Bauwerke, Flüsse und Kanäle gefährdet. Ohne regelmäßige Wartung und Instandhaltung gefährden die Abnutzungen die sichere Schifffahrt.

Daher kontrollierst du sorgfältig und regelmäßig die Wassertiefe, beseitigst Treibgut und hältst die Fahrrinne frei. Besonders nach einem Sturm landet viel Treibgut im Wasser. Damit dies nicht die Schiffe beschädigt, entfernst du Äste und andere Gegenstände. Die Tonnen auf dem Wasser weisen unter anderem Binnenschiffern den richtigen Weg. Um einem Chaos auf dem Wasser vorzubeugen, kontrollierst du auch diese Tonnen regelmäßig. Wenn nötig, bringst du neue Zeichen und Markierungen an.

Wie sieht der Berufsalltag als Wasserbauer aus?

Als Wasserbauer bzw. Wasserbauerin arbeitest du viel auf dem Boot und im Freien. Bei Wind und Wetter kümmerst du dich um die Fahrwege. Vom Boot aus vermisst du die Wassertiefe und entfernst das Treibgut vom Wasser. Die Arbeit kann dich körperlich fordern. Nicht deine gesamte Arbeit findet auf dem Wasser statt. Du befindest dich häufig auch auf Baustellen und im Büro.

Die Baustellen am Wasser sicherst du ab und transportierst die benötigten Maschinen und Geräte an. Auch die Bestandteile eines natürlichen Küstenschutzes, wie Pflanzen oder Bäume, stellst du bereit. Dadurch sicherst du das Ufer und schützt die Anwohner. Auch den Bau neuer Werke für den Insel- und Küstenschutz begleitest du in diesem Beruf. Bei all den Projekten koordinierst du die bauausführenden Firmen und Gewerke für einen reibungslosen Ablauf.

Wo arbeitet man als Wasserbauer?

Im Beruf Wasserbauer bzw. Wasserbauerin arbeitest du vorrangig bei Dienststellen der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung. Auch in verschiedenen Betrieben des gewerblichen Wasserbaus findest du in diesem Beruf eine Anstellung.

Ausbildung zum Wasserbauer / zur Wasserbauerin

Was lernt man in der Ausbildung zum Wasserbauer?

Im Betrieb lernst du die Arbeit mit technischen Zeichnungen, wie du Vermessungsarbeiten durchführst und welche Maßnahmen es zum Schutz der Küsten gibt. Auch die Vorschriften und technischen Regelwerke vermittelt dir dein Betrieb. Außerdem lernst du, welche Aufgaben du beispielsweise bei Hochwasser übernimmst.

In der Berufsschule lernst du in berufsspezifischen Fächern die theoretischen Grundlagen. Du lernst, wie du die Wasserstände interpretierst und wie du Bauwerke instand hältst. Zusätzlich erwarten dich allgemeinbildende Fächer in der Berufsschule, wie beispielsweise der Deutschunterricht. 

Art der Ausbildung

dual (Berufsschule und Betrieb)

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich

Ausbildungsvergütung

1.021 - 1.117 €

Welche schulischen Voraussetzungen braucht man als Wasserbauer?

Rein rechtlich gibt es keine schulischen Voraussetzungen für den Beruf Wasserbauer / Wasserbauerin. In der Vergangenheit hatte etwa die Hälfte der Azubis den Realschulabschluss, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. Die übrigen Ausbildungsanfänger verfügten über (Fach-)Abitur oder den Hauptschulabschluss.

Quelle: Datensystem Auszubildende (http://www.bibb.de/dazubi)

Wie viel verdient man als Wasserbauer in der Ausbildung?

Als Wasserbauer bzw. Wasserbauerin kannst du in der Ausbildung mit folgenden Ausbildungsvergütungen rechnen:

  • im 1. Ausbildungsjahr: 1.021 Euro
  • im 2. Ausbildungsjahr: 1.070 Euro
  • im 3. Ausbildungsjahr: 1.117 Euro

Du möchtest gerne mehr über das Wasserbauer Gehalt wissen? Hier geht es zur Gehaltsseite.

Blick hinter die Kulissen: Erfahrungsberichte von Azubis

Passt die Ausbildung zum Wasserbauer / zur Wasserbauerin zu mir?

Du bist gut geeignet für den Beruf Wasserbauer, wenn du

  • technisch interessiert bist
  • gerne auf dem Wasser bist
  • mit Wind und Wetter kein Problem hast
  • gerne im Team arbeitest

Du bist eher weniger geeignet, wenn

  • du lieber im Büro arbeitest
  • du am Wochenende frei haben möchtest
  • du körperlich nicht fit bist
  • Naturschutz dich nicht interessiert

Alles im grünen Bereich? Dann mach den Berufswahltest und finde heraus, zu wie viel Prozent diese Ausbildung tatsächlich zu dir passt. → Jetzt Eignung testen! Du bist dir schon sicher, dass es dein Traumberuf ist? Dann findest du hier freie Ausbildungsplätze ↓

Eine Tätigkeit im Bereich Bau, Architektur und Vermessung kannst du dir gut vorstellen, aber du bist noch nicht sicher, welcher Beruf am besten zu dir passt? Dann schau dir noch folgende verwandte Berufe an:

Weiterbildung & Zukunftsaussichten

Bei Weiterbildungen unterscheiden wir zwischen 3 verschiedenen Wegen:

  • Anpassungsfortbildung,
  • Aufstiegsfortbildung &
  • Studium.

Weiterbildung nach der Ausbildung zum Wasserbauer / zur Wasserbauerin

Bei Anpassungsfortbildungen geht es darum, dein Wissen aktuell zu halten, um beispielsweise neue Entwicklungen in Bereichen wie Wasserbau, Betonbau, Naturschutz Vermessungstechnik oder Bausanierung kennenzulernen.

Aufstiegsfortbildungen helfen dir dabei, Karriere zu machen und beruflich voranzukommen. Passend sind als Wasserbauer die Weiterbildungen zum Wasserbaumeister, Techniker - Bautechnik (Tiefbau), Polier - Tiefbau oder zum Taucher.

Auch der Weg über ein Studium eignet sich als Weiterbildung. Mögliche Studiengänge sind:

  • Bauingenieurwesen
  • Wasser- und Bodenmanagement, Wassertechnologie
  • Vermessungstechnik, Geoinformatik

Nachhaltigkeit & Zukunftsaussichten als Wasserbauer

Als Wasserbauer beschäftigt dich das Thema Nachhaltigkeit nahezu täglich. Denn für deine Arbeit benötigst du nachhaltige Lösungen, um Küsten, Lebensräume und die Wege der Schifffahrt zu erhalten. Durch den Einsatz nachhaltiger Lösungen kannst du Mensch, Natur und Landschaft gleichermaßen schützen und bewahren.

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Weitere Infos

Bildnachweis: „Binnenschiff auf dem Kanal" © Otto Durst / Fotolia; „Wasserbauer überprüft Fahrrinnen" ©Anupong Sakoolchai - stock.adobe.com; „Wasserbauer führt Vermessungsarbeiten durch" ©Henryk Sadura - stock.adobe.com; „Arbeiten auf Wasserbaustellen" ©Zstock - stock.adobe.com; „Arbeit im Büro" ©Frank Herrmann fotowah - stock.adobe.com