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Abwassermeister / Abwassermeisterin
Ausbildung & Beruf

Gehalt im Beruf 4.002 – 4.981 € brutto pro Monat
Ausbildungsdauer 1 Jahr
Ausbildungsart Weiterbildung
Empfohlener Abschluss abgeschlossene Ausbildung

Aktualisiert am 20.05.2026

Was macht ein Abwassermeister (m/w/d)?

Als Abwassermeister sorgst du dafür, dass Abwasser sicher gereinigt wird und Kläranlagen zuverlässig laufen. Du überwachst Anlagen, kontrollierst Messwerte, nimmst Proben und wertest sie aus. Wenn Pumpen, Becken oder Steuerungen nicht richtig arbeiten, suchst du die Ursache und organisierst Reparaturen. Auch das Kanalnetz gehört zu deinem Bereich. Du planst Wartungen, dokumentierst Abläufe und achtest darauf, dass gesetzliche Vorgaben zum Gewässer- und Umweltschutz eingehalten werden.

Dazu kommt Personalverantwortung: Als Meister leitest du Fachkräfte an, teilst Aufgaben ein und unterstützt Azubis im Betrieb. So trägst du jeden Tag dazu bei, dass Wasser sauberer in die Umwelt zurückfließt.

Wo kann ich als Abwassermeister arbeiten?

Als Abwassermeister arbeitest du vor allem in der Abwasserwirtschaft. Typische Arbeitgeber sind kommunale Kläranlagen, Stadtwerke, Zweckverbände und Entsorgungsbetriebe. Auch Industriebetriebe kommen infrage, wenn dort viel Abwasser anfällt und eigene Anlagen zur Reinigung betrieben werden. Dazu gehören zum Beispiel Unternehmen aus Chemie, Papierherstellung, Lebensmittelproduktion oder Textilverarbeitung.

Deine Arbeitsorte wechseln je nach Aufgabe. Du bist in Leitständen, auf dem Gelände der Kläranlage, im Labor, im Büro oder im Kanalnetz unterwegs. Dadurch sitzt du nicht nur am Schreibtisch, sondern prüfst Anlagen direkt vor Ort.

Arbeitszeiten als Abwassermeisterin

In vielen Kläranlagen muss die Technik rund um die Uhr funktionieren, auch nachts, am Wochenende und an Feiertagen. Deshalb arbeitest du als Abwassermeister oft im Schichtdienst oder hast Bereitschaftsdienst. Wenn eine Störung im Kanalnetz oder in der Anlage auftritt, kann ein schneller Einsatz nötig sein. In kleineren Betrieben können die Zeiten regelmäßiger sein, besonders wenn viele Aufgaben planbar sind. Büroaufgaben erledigst du häufig tagsüber. Kontrollen, Notfälle und Reparaturen können aber auch außerhalb der normalen Arbeitszeit anfallen.

Wie viel verdient ein Abwassermeister?

Nach deiner Weiterbildung kannst du mit einem guten Einkommen rechnen. Zwischen 4.002 und 4.981 Euro verdient ein Abwassermeister im Monat. Die genaue Höhe hängt von Region, Arbeitgeber, Berufserfahrung und Tarifvertrag ab. Mit mehr Erfahrung, größerer Anlage oder zusätzlicher Verantwortung kann dein Einkommen aber noch deutlich höher ausfallen. In kleineren Betrieben dagegen kann es teilweise niedriger ausfallen.

Wie viel verdient eine Abwassermeisterin in der Ausbildung?

Die Weiterbildung zum Abwassermeister wird nicht vergütet. Während der Vorbereitungslehrgänge bekommst du schließlich keine Ausbildungsvergütung. Da die Weiterbildung aber meist berufsbegleitend absolviert wird, hast du währenddessen ja ein Einkommen.

Wie läuft die Ausbildung zum Abwassermeister ab?

Abwassermeister wirst du über eine berufliche Weiterbildung – genauer gesagt, eine Meisterweiterbildung. Die Meisterprüfung ist bundesweit einheitlich geregelt. Eine solche Weiterbildung kannst du in Vollzeit oder Teilzeit absolvieren. Meist wird der Lehrgang aber berufsbegleitend in Blockform absolviert, dann dauert er mehrere Wochen.

Am Ende der Weiterbildung musst du eine Meisterprüfung ablegen. Hast du diese bestanden, darfst du dich Geprüften Abwassermeister bzw. Geprüfte Abwassermeisterin nennen.

Übrigens: Für die Zulassung zur Prüfung musst du nicht zwingend vorher an einem Lehrgang teilgenommen haben. Empfehlenswert ist die Teilnahme allerdings.

Wie lange dauert die Ausbildung als Abwassermeister?

Wie lange die Ausbildung als Abwassermeister dauert, hängt vom Bildungsanbieter und deinem Zeitmodell ab. In Teilzeit oder im Fernunterricht planen viele Anbieter ungefähr 1 bis 2 Jahre ein. Berufsbegleitende Lehrgänge sind beliebt, weil du weiter im Betrieb arbeiten und gleichzeitig lernen kannst. Vollzeitkurse können deutlich kürzer sein, sind aber intensiver.

Zusätzlich zur Lehrgangszeit kommen Lernphasen, Prüfungsvorbereitung und die Prüfungstermine hinzu. Da die Weiterbildung auf Berufserfahrung aufbaut, beginnt dein Weg schon vorher: Erst absolvierst du meist eine passende Ausbildung, dann sammelst du Praxis und danach bereitest du dich auf die Meisterprüfung vor.

Was sind die Ausbildungsinhalte als Abwassermeister?

In deiner Ausbildung zum Abwassermeister, also der Meisterweiterbildung, lernst du die Grundlagen im Umweltschutzrecht, Arbeitsrecht und in Arbeitsschutzbestimmungen. Auch betriebswirtschaftliches Handeln, Projektmanagement, Kostenkalkulation und Rechnungslegung stehen auf deinem Stundenplan. Wichtig ist natürlich auch, dass dir der Betrieb, die Überwachung und Instandhaltung der Kläranlage und des Klärnetzes näher gebracht werden.

Da du als Meister Personalverantwortung haben wirst, spielen auch Personalführung, Personalentwicklung und Konfliktlösungstechniken eine Rolle.

Voraussetzungen für die Ausbildung zum Abwassermeister

Um zur Meisterprüfung zugelassen zu werden, brauchst du in der Regel eine abgeschlossene Berufsausbildung. Wer Abwassermeister werden möchte, hat meist eine Ausbildung als Umwelttechnologe für Abwasserbewirtschaftung oder als Ver- und Entsorger mit elektrotechnischer Qualifikation absolviert und bereits Berufserfahrung gesammelt.

Ebenso wichtig wie deine Ausbildung sind aber die persönlichen Fähigkeiten, die du mitbringst. Verantwortungsbewusstsein und genaues Arbeiten sind sehr wichtig für deinen Beruf. Organisationstalent solltest du ebenso mitbringen. Für deine Arbeit als Führungskraft sind Empathie, Führungskompetenz und Konfliktlösungsfähigkeit unerlässlich.

Schulfächer
  • Mathe
  • Wirtschaft/Recht
  • Technik
Stärken
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Organisationstalent
  • Führungskompetenz
Arbeitsbedingungen
  • Umfeld: Kläranlage, Büro
  • Umgang mit Normen und Vorschriften
  • unangenehme Gerüche

Weiterbildung und Karrierechancen als Abwassermeisterin

Abwassermeister bist du bereits über eine Weiterbildung geworden. Mit einer Anpassungsweiterbildung kannst du jetzt dein Fachwissen aktuell halten. In Frage kommen z. B. Fortbildungen in den Bereichen Abwasser, Gewässerschutz, Wasserwirtschaft, Kanalbau und -betrieb, Umweltrecht oder Qualitätsmanagement und -sicherung. Es gibt aber auch noch Aufstiegsweiterbildungen, wie beispielsweise die Prüfung als Technischer Betriebswirt.

Eine weitere Möglichkeit ist ein Studium. Mit einer Meister-Weiterbildung erwirbst du nämlich die Hochschulzugangsberechtigung. Passende Studiengänge wären:

Fazit: Vielfältige Chancen als Abwassermeister

Der Beruf Abwassermeister passt zu dir, wenn du Technik, Umweltschutz und Verantwortung verbinden willst. Du arbeitest nicht nur an Maschinen, sondern sorgst dafür, dass Abwasser richtig gereinigt wird und Gewässer geschützt bleiben. Gleichzeitig übernimmst du Führungsaufgaben und begleitest andere Fachkräfte. Der Weg ist keine klassische Ausbildung, sondern eine Aufstiegsweiterbildung nach einer passenden Berufsausbildung und Praxis. Gerade deshalb eignet er sich für dich, wenn du später mehr Verantwortung übernehmen möchtest. Die Arbeit kann zwar anspruchsvoll sein, bietet dafür aber sichere Einsatzfelder, gute Verdienstchancen und viele Möglichkeiten, dich immer weiterzuentwickeln.

Noch Fragen? Wirf einen Blick in unser FAQ

Als Abwassermeister hast du auf dem deutschen Arbeitsmarkt gute und stabile Jobchancen. Viele Stellenangebote kommen von Kommunen, Zweckverbänden und Betrieben mit eigener Kläranlage. Fachkräfte werden gesucht, weil immer jemand die Anlagen überwachen und warten muss. Du kannst im öffentlichen Dienst oder in der Industrie arbeiten. Die Jobs gelten als sicher, mit guten Perspektiven für Weiterbildung und Aufstieg.

Ja, auch als Quereinsteiger kannst du Abwassermeister werden, wenn du technisches Interesse mitbringst. Oft hilft eine abgeschlossene Ausbildung im Handwerk oder in der Industrie. Über eine Umschulung, Kurse und Praxis sammelst du wichtiges Wissen zur Abwassertechnik. Später kannst du dann auch die Meisterprüfung machen. Vorher arbeitest du meist als Fachkraft und lernst Anlagen, Messgeräte und Abläufe Schritt für Schritt kennen.

Als Abwassermeister solltest du vor allem verantwortungsvoll und zuverlässig sein. Du brauchst technisches Verständnis für Maschinen, Pumpen und Steuerungen. Mathe und Naturwissenschaften helfen dir bei Messungen und Analysen. Wichtig sind auch Organisationsgeschick und Teamfähigkeit, weil du Einsätze planst und Kollegen anleitest.

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Gehalt im Beruf (brutto pro Monat)
Gehaltsspanne
4.002 – 4.981 €
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Bildnachweis:

„Abwassermeister“ ©Avatar_023 - stock.adobe.com

„Abwassermeister kontrollieren Störung an Anlage“ ©Zstock - stock.adobe.com

„Abwassermeisterin kontrolliert Zwischenklärbecken“ ©reewungjunerr - stock.adobe.com

„Abwassermeister entnimmt Probe“ ©samopauser - stock.adobe.com

„Abwassermeister untersuchen beschädigte Leitung“ ©reewungjunerr - stock.adobe.com