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Brunnenbauer – Ausbildung & Beruf

Für Schatzsucher, Entdecker und Höhlenforscher: Als Brunnenbauer begibst du dich auf die Suche nach wertvollen Rohstoffen und bringst die unterirdischen Schätze ans Tageslicht.

Was macht ein Brunnenbauer?

Die Ausbildung Brunnenbauer ist sehr vielseitig und abwechslungsreich: Zu den wichtigsten Aufgaben in diesem Beruf gehört das Bauen und Sanieren von Brunnen, um Grundwasser zu fördern. Um Grundwasservorräte ausfindig und nutzbar zu machen, richten Brunnenbauer Baustellen ein und führen Probebohrungen durch. Dadurch stellen sie fest, wo gutes Trinkwasser zu finden ist. Anschließend bauen sie Brunnenschächte, verlegen Rohre und legen Pumpwerke an, um das Grundwasser nach oben zu befördern.

Während der Bohrungen entdecken Brunnenbauer auch andere Bodenschätze, wie Erdwärme. Damit diese für die Stromerzeugung oder zur Beheizung von Gebäuden genutzt werden kann, errichten die Brunnenbauer Wärmebrunnen. Daneben gehört auch das Prüfen von Grundwasser auf gesundheitsgefährdende Stoffe – etwa in der Nähe von Mülldeponien – zum Berufsbild des Brunnenbauers dazu.

Ein weiterer Arbeitsbereich besteht darin, den Hausbau zu unterstützen. Wenn der Grundwasserspiegel zu hoch ist, um ein Fundament zu bauen, muss vorher der Brunnenbauer ans Werk und Absenkungsanlagen installieren.

In der Ausbildung Brunnenbauer können ganz unterschiedliche Aufgabenbereiche im Vordergrund stehen – je nach Betrieb, Branche und beruflicher Position. Welche Aufgaben du in deiner Ausbildung erlernst, regelt die Ausbildungsverordnung zum Brunnenbauer.

Als Brunnenbauer bzw. Brunnenbauerin bist du vor allem auf Baustellen unterwegs. Das heißt du bist hauptsächlich im Freien tätig. Dabei kannst du sowohl bei Bauunternehmen des Tiefbaus und des Spezialtiefbaus arbeiten, als auch bei Firmen des Gerüstbaus und der Baustellenvorbereitung sowie im Bereich der Wasserversorgung.

Art der Ausbildung

dual (Berufsschule und Betrieb)

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich

Zuständige Stelle

IHK oder HWK

Schulische Voraussetzungen

Rein rechtlich gibt es keine schulischen Voraussetzungen für die Ausbildung Brunnenbauer. In der Vergangenheit hatten über die Hälfte der Azubis den Realschulabschluss, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. Die zweitgrößte Gruppe der Ausbildungsanfänger brachte den Hauptschulabschluss mit. 

Quelle: Datensystem Auszubildende (http://www.bibb.de/dazubi)

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Bildnachweis: „Baufahrzeug mit Bohrer" © Farmer / Fotolia