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Baugeräteführer / Baugeräteführerin
Ausbildung & Beruf

Ausbildung Baugeräteführer

Während du gerade den Bagger bedienst und eine Grube aushebst, blinkt eine Kontrollleuchte. Für dich als Baugeräteführer kein Grund zur Panik. Mit deinem Wissen erkennst du sofort, woran es liegt. Es ist lediglich die Kühlmittel-Warnleuchte. Du stellst deinen Bagger an einer sicheren Stelle ab und lässt den Motor im niedrigen Leerlauf drehen. Dadurch kühlt der Motor ab und anschließend kannst du den Füllstand des Kühlmittels überprüfen. Tatsächlich ermittelst du zu wenig Kühlmittel. Du besorgst passenden Nachschub, füllst den Behälter auf und schon kann es auf der Baustelle weitergehen.

Berufsbild Baugeräteführer / Baugeräteführerin

Was macht ein Baugeräteführer (m/w/d)?

Als Baugeräteführer bzw. Baugeräteführerin bist du für die Baugeräte auf einer Baustelle zuständig. Dazu gehört der Transport zur Baustelle, die Sicherung des Untergrunds und die Inbetriebnahme. Zusätzlich bedienst du verschiedene Baugeräte, wie:

  • Kräne
  • Bagger
  • Betonmischgeräte
  • Walzen
  • Planierraupen

In diesem Beruf übernimmst du unterschiedliche Aufgaben im Hoch-, Tief- und Straßenbau. Mit einem Bagger hebst du beispielsweise Gräben aus und mit einer Abrissbirne reißt du Gebäude ab. Um jederzeit einen reibungslosen Ablauf zu garantieren, wartest du die Maschinen und hältst diese instand. 

Ein Fehler tritt auf? Darum kümmerst du dich zügig und beseitigst die Fehlermeldung, damit die Maschine schnell einsatzbereit ist. Auch für die Sicherheit auf der Baustelle sorgst du. Dafür sicherst du mit Absperrungen und Schutzzäunen den Bereich der Baustelle ab.

Wie sieht der Berufsalltag als Baugeräteführer aus?

Dein Berufsalltag als Baugeräteführer bzw. Baugeräteführerin ist eine gute Mischung aus körperlicher Arbeit und dem Führen der Baugeräte. Baustellen findest du zu jeder Jahreszeit. Das bedeutet, dass auch du bei Wind und Wetter draußen arbeitest. Entscheidest du dich für diesen Beruf, erwartet dich ein abwechslungsreicher Alltag. Damit das möglich ist, benötigst du umfangreiches Wissen über die einzelnen Maschinen und den Betrieb auf der Baustelle. Bei einer neuen Baustelle planst du anhand der Skizzen und Zeichnungen den Bedarf der Baugeräte. Du richtest die Baustelle ein, indem du Arbeits- und Schutzgerüste aufbaust. Natürlich benötigt die Baustelle verschiedene Maschinen direkt zu Beginn. Diese verlädst du und transportierst sie zum Arbeitsort.

Vor Ort angekommen entlädst du die Maschinen und überprüfst nochmal deren Funktionsfähigkeit. Ein Kran benötigt beispielsweise einen besonderen Untergrund. Diesen bereitest du vor, sodass der Kran sicher steht und auch unter schwerem Gewicht den Stand behält. Hierfür nutzt du Baugeräte, wie den Bagger oder die Walze.

Fertig ausgestattet ist die Baustelle nie, denn die verschiedenen Arbeitsschritte erfordern meist unterschiedliche Maschinen. Gutes Timing ist deshalb wichtig. Zu früh sollte die Maschine nicht auf der Baustelle sein, weswegen du diese erst dann transportierst, wenn diese zum Einsatz kommt.

Wo arbeiten Baugeräteführer?

Mit deiner Ausbildung zum Baugeräteführer arbeitest du in Betrieben des Hoch-, Tief- und Straßenbaus. Auch in Unternehmen des Garten- und Landschaftsbaus findest du mit deiner Ausbildung eine Anstellung. Generell arbeitest du dort, wo Baugeräte zum Einsatz kommen.

Ausbildung zum Baugeräteführer / zur Baugeräteführerin

Was lernt man in der Ausbildung als Baugeräteführer?

Im Betrieb lernst du die unterschiedlichen Aufgaben kennen, die auf einer Baustelle anfallen, und erfährst, welche Geräte du für die jeweiligen Arbeiten einsetzt. Natürlich vermittelt dir der Betrieb, wie du die einzelnen Baugeräte bedienst und fachgerecht aufstellst. Auch die Wartung und Instandhaltung erlernst du direkt im Betrieb. 

In der Berufsschule lernst du das theoretische Wissen über das Führen von Baugeräten und wie du eine Baustelle einrichtest. Darüber hinaus beinhaltet dein Stundenplan allgemeinbildende Fächer, wie beispielsweise Deutsch.

Art der Ausbildung

dual (Berufsschule und Betrieb)

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich

Ausbildungsvergütung

800 - 1.274 €

Welche schulischen Voraussetzungen braucht man als Baugeräteführer?

Rein rechtlich gibt es keine schulischen Voraussetzungen für den Beruf Baugeräteführerin. In der Vergangenheit verteilte sich die Zahl der Azubis relativ gleichmäßig auf Hauptschul- und Realschulabsolventen, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. Ein sehr geringer Prozentsatz der Ausbildungsanfänger wurde mit Hauptschul- oder ohne Schulabschluss eingestellt.

Wie viel verdient man als Baugeräteführer in der Ausbildung?

Als Baugeräteführer bzw. Baugeräteführerin kannst du in der Ausbildung mit folgenden Ausbildungsvergütungen rechnen:

  • im 1. Ausbildungsjahr: 800 Euro
  • im 2. Ausbildungsjahr: 1.045 Euro
  • im 3. Ausbildungsjahr: 1.274 Euro

Du möchtest mehr Infos zum Baugeräteführer Gehalt? Hier geht es zur Gehaltsseite.

Blick hinter die Kulissen: Erfahrungsberichte von Azubis

Passt die Ausbildung zum Baugeräteführer / zur Baugeräteführerin zu mir?

Du bist gut geeignet für den Beruf Baugeräteführer bzw. Baugeräteführerin, wenn du

  • dich für Baugeräte interessierst
  • gerne draußen arbeitest
  • kein Problem mit Lärm hast
  • über räumliches Vorstellungsvermögen verfügst

Du bist eher weniger geeignet, wenn

  • du nicht gut beobachten kannst
  • du lieber im Büro arbeitest
  • du handwerklich nicht begabt bist
  • große Maschinen dir Angst machen

Alles im grünen Bereich? Dann mach den Berufswahltest und finde heraus, zu wie viel Prozent diese Ausbildung tatsächlich zu dir passt. → Jetzt Eignung testen! Du bist dir schon sicher, dass es dein Traumberuf ist? Dann findest du hier freie Ausbildungsplätze ↓

Eine Tätigkeit im Bereich Bau, Architektur & Vermessung kannst du dir gut vorstellen, aber du bist noch nicht sicher, welcher Beruf am besten zu dir passt? Dann schau dir noch folgende verwandte Berufe an: 

Weiterbildung & Zukunftsaussichten

Bei Weiterbildungen unterscheiden wir zwischen 3 verschiedenen Wegen:

  • Anpassungsfortbildung,
  • Aufstiegsfortbildung &
  • Studium.

Weiterbildung nach der Ausbildung zum Baugeräteführer / zur Baugeräteführerin

Bei Anpassungsfortbildungen geht es darum, dein Wissen aktuell zu halten, um beispielsweise neue Entwicklungen in Bereichen wie Baumaschinenführung, Hydraulik, Kraftfahrzeuginstandhaltung oder Bautechnik kennenzulernen.

Eine Aufstiegsfortbildung hilft dir dabei, beruflich voranzukommen und Karriere zu machen. Passende sind unter anderem die Weiterbildungen zum Baumaschinenmeister oder zum Technischen Fachwirt.

Auch der Weg über ein Studium eignet sich als Weiterbildung. Passende Studiengänge sind:

Nachhaltigkeit & Zukunftsaussichten als Baugeräteführer

Jede Baustelle benötigt Baugeräte, um schwere und körperliche Arbeiten zu erleichtern. Die Baubranche wächst stetig und das bedeutet, dass es immer mehr Baustellen gibt. Für dich als Baugeräteführer eröffnet dies gute Zukunftschancen in einem krisensicheren Beruf. Durch die vielseitigen Aufgaben kannst du in zahlreichen Unternehmen arbeiten und dir einen Beruf mit Zukunft sichern.

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Weitere Infos

Bildnachweis: „Mann steht neben Baufahrzeug" © Leo / Shutterstock.com; „Transport von Fertigteilen" ©JFs Pic Factory© Thielemann - stock.adobe.com; „Baugeräteführer warten Baugeräte" ©Anna Baburkina - stock.adobe.com; „Baugeräteführer lagert Abbruchmaterial um" ©INGO HOFFMANN - stock.adobe.com; „Betontrennschleifer bedienen" ©Wellnhofer Designs - stock.adobe.com; „Arbeitsplatz Baustelle" ©Sina Ettmer - stock.adobe.com