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Fachkraft für Agrarservice
Ausbildung & Beruf

Ausbildungsgehalt 865 – 1.023 € brutto pro Monat
Ausbildungsdauer 3 Jahre
Ausbildungsart duale Ausbildung
Empfohlener Abschluss i. d. R. Mittlere Reife

Was macht eine Fachkraft für Agrarservice (m/w/d)?

Hauptaufgabe für Fachkräfte Agrarservice ist es, verschiedene pflanzliche Produkte in der Landwirtschaft zu erzeugen. Als Fachkraft für Agrarservice bearbeitest du Felder, säst aus, düngst und erntest. Dabei arbeitest du oft mit moderner Technik wie Traktoren, Mähdreschern und Sämaschinen. Du bedienst die Geräte nicht nur, du pflegst und wartest sie auch. So sorgst du dafür, dass die Pflanzen gut wachsen und die Ernte rechtzeitig eingebracht wird.

Außerdem gehört die Lagerung und Konservierung des Ernteguts dazu. Du berätst Kunden, nimmst Aufträge an und kalkulierst Leistungen. Der Job ist abwechslungsreich, weil sich die Aufgaben je nach Jahreszeit ändern. Im Berufsalltag arbeitest du oft im Freien, beachtest Umwelt- und Naturschutz und hältst Sicherheitsvorschriften ein.

Wo kann ich als Fachkraft für Agrarservice arbeiten?

Die meisten Fachkräfte für Agrarservice sind in der Landwirtschaft beschäftigt. Hier arbeiten sie zum Beispiel bei landwirtschaftlichen Lohnunternehmen, bei agrartechnischen Dienstleistungsunternehmen oder bei Betrieben des Pflanzenbaus.

Den Großteil ihrer Arbeit verbringen sie auf Feldern oder Ackern. Daneben sind sie auch in Ställen, in Lager- und Maschinenräumen sowie in eigenen Werkstätten tätig. Selten arbeiten sie auch vom Büro aus, zum Beispiel wenn es um Planung und Organisation geht.

Arbeitszeiten als Fachkraft für Agrarservice

Als Fachkraft für Agrarservice sind deine Arbeitszeiten oft vom Wetter und von der Jahreszeit abhängig. In der Aussaat und vor allem in der Ernte kann es länger werden, auch abends oder am Wochenende. Du startest häufig früh in den Tag, damit die Maschinen rechtzeitig einsatzbereit sind. Dafür ist es im Winter meist ruhiger, und du kümmerst dich um Wartung, Reparaturen und Planung. Flexibilität gehört also dazu.

Wie viel verdient eine Fachkraft für Agrarservice?

Als Fachkraft für Agrarservice ist dein Gehalt in der Regel abhängig von Erfahrung, Region, Betriebsgröße und eventuell Tarifverträgen. Im Einzelhandel kannst du mit 2.200 bis 3.800 Euro rechnen. Im öffentlichen Dienst dagegen sind Einstiegsgehälter von 2.900 bis 4.100 Euro üblich.

In manchen Bundesländern sind darüber hinaus die Gehälter höher, etwa in Baden-Württemberg, Hessen oder Hamburg, während in einigen ostdeutschen Ländern niedrigere Werte üblich sind. Mit wachsender Erfahrung sind zudem auch Steigerungen drin, sodass auch deutlich mehr verdienen kannst.

Wie viel verdient eine Fachkraft für Agrarservice in der Ausbildung?

Wie viel Gehalt du während deiner Ausbildung zur Fachkraft für Agrarservice erhältst, hängt von verschiedenen Faktoren ab – beispielsweise vom Bundesland, in dem du arbeitest, deinem Ausbildungsbetrieb und davon, ob für dich ein Tarifvertrag gilt.

Wirst du beispielsweise nach dem Tarifvertrag für Land- und Forstwirtschaft bezahlt, kannst du je nach Bundesland mit folgenden Ausbildungsvergütungen rechnen:

  • im 1. Ausbildungsjahr: 865 Euro
  • im 2. Ausbildungsjahr: 949 Euro
  • im 3. Ausbildungsjahr: 1.023 Euro

Wie läuft die Ausbildung zur Fachkraft für Agrarservice ab?

Bei der 3-jährigen Ausbildung zur Fachkraft für Agrarservice handelt es sich um eine duale Ausbildung. Das bedeutet, dass du sowohl Zeit im Ausbildungsbetrieb als auch in der Berufsschule verbringst. Auf diese Weise lernst du nicht nur die praktische Seite des Berufs kennen, sondern erhältst auch das theoretische Wissen. Im Betrieb geht es auf die Felder, in die Werkstatt und zum Kunden. In der Schule vertiefst du Pflanzenbau, Technik, Kalkulation und Arbeitssicherheit.

Bevor du das 2. Jahr abschließt, wartet eine Zwischenprüfung auf dich. Die Abschlussprüfung folgt dann nach dem 3. Jahr – jetzt bist du offiziell Fachkraft für Agrarservice.

Wie lange dauert die Ausbildung als Fachkraft für Agrarservice?

Die Ausbildung zur Fachkraft für Agrarservice dauert in der Regel 3 Jahre. In den ersten Monaten liegt der Fokus auf Grundlagen: Bodenbearbeitung, Pflanzenentwicklung, Sicherheit und der Umgang mit den wichtigsten Maschinen. Später übernimmst du komplexere Aufgaben, stellst Geräte selbst ein und planst Abläufe mit.

Was sind die Ausbildungsinhalte als Fachkraft für Agrarservice?

In der dualen Berufsausbildung zur Fachkraft für Agrarservice verbringst du Phasen im Betrieb sowie Phasen in der Berufsschule. Praktische Fähigkeiten erlernst du vor allem im Betrieb. Hier erfährst du unter anderem, wie du die Anlagen richtig steuerst, wie du Geräte reinigst und pflegst und wie die Ernte abläuft. Außerdem wird dir beigebracht, wie du das Erntegut richtig transportierst, wie du den Boden bearbeitest und was es bei der Düngung und beim Pflanzenschutz zu beachten gibt.

Der theoretische Teil deiner Ausbildung spielt sich dann in der Berufsschule ab. Dann kommen zum Beispiel folgende Inhalte auf dich zu:

  • Bearbeiten von Kundenanfragen
  • Planen vom Betriebsmitteleinsatz
  • Planen von Ackerkulturen
  • Erstellen von Angeboten
  • Anbauen von Futterpflanzen

Daneben hast du auch Unterrichtsstunden in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch oder Sozialkunde.

Einen Beruf im Freien bzw. in der Landwirtschaft kannst du dir gut vorstellen? Du weißt nur noch nicht, wo genau du hinwillst? Wie wäre es dann mit einem der folgenden Berufe:

Voraussetzungen für die Ausbildung zur Fachkraft für Agrarservice

Theoretisch musst du keinen besonderen Schulabschluss vorweisen, um die Ausbildung zur Fachkraft für Agrarservice zu starten. Die meisten Azubis verfügen aber über die Mittlere Reife oder mindestens einen Hauptschulabschluss. Beachten solltest du auch, dass du eine ärztliche Untersuchung bescheinigen lassen musst, wenn du zu Beginn noch unter 18 Jahren alt bist.

Hast du in der Schule bereits gute Noten in Biologie und Mathe gehabt, können dir diese Vorkenntnisse weiterhelfen – zum Beispiel, wenn es um den Anbau von Pflanzen oder das Berechnen im Bereich der Düngung geht.

Handwerkliches Geschick und technisches Verständnis nutzen dir bei der Handhabung von Maschinen und deren Reparatur und Instandsetzung. Auch mit einem guten Ausdrucksvermögen kannst du überzeugen, vor allem, wenn es um die Beratung geht.

Schulfächer
  • Biologie
  • Mathe
  • Werken / Technik
Stärken
  • Handwerklich-technisches Geschick
  • Rechenfertigkeiten
  • Mündliches Ausdrucksvermögen
Arbeitsbedingungen
  • Umfeld: im Freien
  • Unregelmäßige Arbeitszeiten
  • Körperliche Beanspruchung

Weiterbildung und Karrierechancen als Fachkraft Agrarservice

Nach der Ausbildung kannst du dich als Fachkraft für Agrarservice gezielt weiterbilden. Beliebte Optionen sind die Meisterweiterbildungen zum Agrarservicemeister oder Landwirtschaftsmeister. Auch Techniker (z. B. Agrartechnik oder Landbau), Betriebswirt oder Spezialisierungen als Fachagrarwirt – etwa in Baumpflege, Sportplatzpflege oder Erneuerbaren Energien – sind möglich.

Auch ein Studium stellt immer eine gute Möglichkeit dar, das Wissen zu erweitern. Folgende Studiengänge könnten zu dir passen:

Mit Erfahrung kannst du als Fachkraft für Agrarservice mehr Verantwortung übernehmen, etwa als Vorarbeiter, Disponent im Lohnunternehmen oder später im Betriebsmanagement. Fortbildungen verbessern nicht nur dein Know-how, sondern oft auch dein Gehalt und deine Jobchancen.

Fazit: Spannende Zukunftsaussichten als Fachkraft für Agrarservice

Als Fachkraft für Agrarservice verbindest du Natur, Technik und Service. In der Ausbildung lernst du alles von Bodenbearbeitung über Maschinen bis zur Kundenbetreuung. Schon als Azubi erhältst du eine angemessene Vergütung, und später sind je nach Region und Erfahrung solide Gehälter drin. Mit Weiterbildungen wie Meister oder Techniker bringst du deine Karriere zusätzlich nach vorn und sicherst dir neue Aufgabenfelder.

Auch musst du deine Arbeit an den Klimawandel anpassen – etwa, indem du besonders klimaresistente Pflanzen anbaust oder indem du alternative Bewässerungstechniken berücksichtigst. Doch nicht nur der Klimawandel, auch die Digitalisierung wirkt sich auf Jobs in der Agrartechnik aus. Um also auf dem neusten Stand zu bleiben, solltest du dich über neue technische Entwicklungen informieren und diese auch in deinen beruflichen Alltag integrieren. Smart Spraying oder Drohnentechnik könnten mitunter Themen sein, die dich interessieren.

Wenn du gern draußen arbeitest, moderne Maschinen magst und Verantwortung übernehmen willst, ist die Fachkraft für Agrarservice eine starke Wahl. So startest du in einen grünen Beruf mit Zukunft!

Noch Fragen? Wirf einen Blick in unser FAQ

Als Fachkraft für Agrarservice hast du in Deutschland gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt, weil ständig neue Stellen in der Landwirtschaft entstehen. Du arbeitest vor allem in Lohnunternehmen, auf größeren Betrieben und bei Dienstleistern rund um Ackerbau und Ernte. Mit einer abgeschlossenen Ausbildung als Fachkraft für Agrarservice findest du gerade in ländlichen Regionen viele Stellenangebote.

Ja, der Beruf Fachkraft für Agrarservice ist für Quereinsteiger geeignet, wenn du Lust auf Landwirtschaft und Technik hast. Viele Betriebe suchen motivierte Leute, auch ohne passende Erstausbildung. Oft startest du über Praktika oder eine Umschulung in den Job. Als Fachkraft für Agrarservice lernst du dann den Umgang mit Maschinen, Traktoren, Bodenbearbeitung und Erntearbeiten Schritt für Schritt direkt in der Praxis.

Wichtige Fähigkeiten als Fachkraft für Agrarservice sind technisches Verständnis und Freude an großen Maschinen. Du solltest Traktoren sicher fahren, Geräte einstellen und kleinere Störungen selbst beheben können. Außerdem brauchst du Ausdauer, Organisationstalent und Teamfähigkeit im Arbeitsalltag. Als Fachkraft für Agrarservice arbeitest du oft draußen, planst Arbeitsabläufe mit und behältst auch in stressigen Erntephasen den Überblick.

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