AZUBIYO Logo
Verstanden {{note.titel}}
{{note.text}}

Fahrzeuglackierer – Ausbildung & Beruf

Des Deutschen liebstes Kind ist ja bekanntlich sein Auto. Damit dieses möglichst lange hält und gepflegt aussieht, ist eine intakte Lackierung enorm wichtig. Diesen Job übernehmen die Fahrzeuglackierer.

Was macht ein Fahrzeuglackierer?

Fahrzeuglackierer versiegeln Hohlräume, konservieren Oberflächen, schleifen und grundieren Untergründe und tragen schließlich mit Pinsel, Rollen oder Spritzgeräten Lackschichten auf.

In deiner Ausbildung lernst du unter anderem, wie man Beschriftungen, Design- und Effektlackierungen herstellt, wie man Lacknuancen feststellt, Lackschäden beseitigt und wie Bauteile demontiert und montiert werden.

Nach der Ausbildung arbeitest du in Fachwerkstätten, in Werkslackierereien, im Boots- und Yachtbau oder im Luft- und Raumfahrzeugbau.

Art der Ausbildung

dual (Berufsschule und Betrieb)

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich

Zuständige Stelle

IHK, HWK

So läuft die Ausbildung ab

Du findest diesen Beruf spannend und interessierst dich dafür? Dann stellst du dir sicher die Frage: Wie werde ich Fahrzeuglackierer? In deiner Ausbildung zum Fahrzeuglackierer bist du im Wechsel in Betrieb und Berufsschule. Im Betrieb erlernst du die praktische Seite des Berufsbildes Fahrzeuglackierer und übernimmst konkrete Aufgaben. In der Berufsschule wird dir das theoretische Hintergrundwissen vermittelt. Während deiner Ausbildung musst du als Ausbildungsnachweis ein Berichtsheft über deine Aufgaben und Tätigkeiten führen. Dein Ausbilder überprüft dein Berichtsheft regelmäßig.

Am Ende des 2. Ausbildungsjahres absolvierst du eine praktische Zwischenprüfung. Am Ende deiner Ausbildung legst du die Abschluss-/Gesellenprüfung ab. Sie besteht aus einer praktischen Prüfung und 3 schriftlichen Prüfungen. Nach bestandener Prüfung darfst du dich staatlich anerkannter Fahrzeuglackierer nennen.

Welche Inhalte und Themen dich unter anderem in deiner Ausbildung erwarten, erklärt dir das AZUBIYO-Ausbildungslexikon. Weitere Infos zu den Inhalten und dem Ablauf der Ausbildung findest du in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Fahrzeuglackierer.

Das lernst du in der Ausbildung zum Fahrzeuglackierer: 

  • D wie Design- und Effektlackierung: In diesem Beruf ist deine Kreativität gefragt! Du designst z.B. Schriften, Muster und Zeichen für Fahrzeuge oder verpasst ihnen mit Hilfe von Effektlackierungen das besondere Etwas.
  • F wie Farbtöne: Ob Lack, Beschriftungen oder Signets: Die Farbe ist entscheidend. Daher lernst du in deiner Ausbildung, wie man Farbtöne nach Kundenwunsch herstellt und fachgerecht aufträgt.
  • M wie Montage: Nicht nur das Verschönern von Fahrzeugen zählt zu deinen Aufgaben, sondern auch die Restauration einzelner Fahrzeugteile. Deshalb lernst du, wie man z.B. Fahrzeugverkleidungen demontiert, bearbeitet und anschließend wieder sorgfältig und korrekt montiert.

Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du zahlreiche Möglichkeiten, dich fortzubilden und die Karriereleiter nach oben zu klettern. Zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Maler- und Lackierermeister oder zum Techniker für Farb- und Lacktechnik. Du kannst aber auch über ein anschließendes Studium nachdenken, zum Beispiel in den Bereichen Verfahrenstechnik oder Chemieingenieurwesen.

Fahrzeuglackierer: Voraussetzungen für die Ausbildung

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, mit welchem Schulabschluss, welchen Schulfächern und Stärken du besonders gute Chancen auf eine Ausbildungsstelle hast, und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind:

Welchen Schulabschluss haben Ausbildungsanfänger?

Abitur/Fachabitur
4%
Mittlere Reife
33%
Hauptschulabschluss
59%
Kein Abschluss
5%
Quelle: "Datenbank Auszubildende" des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder (Erhebung zum 31. Dezember)

Hilfreich sind gute Noten in:

Chemie
Werken
Mathe

3 wichtige Stärken:

Sorgfalt und Genauigkeit
Gestalterische Fähigkeiten
Handwerklich-technisches Geschick

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: Werkstatt, Fertigungshalle, Handwerksbetrieb
Feste Zeiten
Körperliche Beanspruchung

Fahrzeuglackierer bzw. Fahrzeuglackiererin kannst du theoretisch mit jedem Schulabschluss oder sogar ohne Abschluss werden. Die meisten Azubis haben einen Hauptschulabschluss, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. Danach folgen Azubis mit Mittlerer Reife und ein kleiner Teil hat keinen Abschluss. Nur sehr wenige Azubis fangen die Ausbildung mit (Fach-)Abitur an.

Gute Noten und Kenntnisse in Werken und Technik zahlen sich bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz aus, denn sie helfen dir z.B. beim Demontieren und Montieren von Fahrzeugbauteilen. Auch gute Mathekenntnisse können bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz hilfreich sein, z.B. um Mischungsverhältnisse von Farben zu berechnen. Aber gute Noten in diesen Fächern sind kein Muss. Am wichtigsten ist, dass du ein großes Interesse und die passenden Stärken für die Ausbildung zum Fahrzeuglackierer mitbringst. In diesem Beruf ist vor allem Sorgfalt und Genauigkeit wichtig, z.B. beim Auftragen von Farbe und Lack. Zudem solltest du gestalterische Fähigkeiten sowie ein handwerklich-technisches Geschick haben.

Fahrzeuglackierer ist ein handwerklicher Beruf. Das Arbeitsumfeld eines Fahrzeuglackierers ist meist eine Werkstatt, z.B. eine Fachwerkstatt für Fahrzeuglackierung. In der Regel hast du feste Arbeitszeiten und arbeitest körperlich, z.B. im Bücken oder auf den Knien.

Dein Arbeitsumfeld kann ganz unterschiedlich aussehen, je nachdem in welchem Ausbildungsbetrieb und in welchem Bereich du tätig bist. In Industriebetrieben hast du in der Regel Schichtdienst und das Tragen von Schutzkleidung ist Pflicht für dich. Daher solltest du dir genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passen.

Wie gut passt dieser Beruf zu dir? Jetzt Eignung testen!

Stelle finden!

Bildnachweis: „Fahrzeuglackierer" © Kalinovsky Dmitry, dmitry.kalinovsky@gmail.com / Fotolia