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Make-up Artist – Ausbildung & Beruf

Was wäre ein Model ohne den perfekten Augenaufschlag oder eine Schauspielerin ohne den authentischen Look für ihre Rolle? Als Make-up-Artist verpasst du Bräuten das gewisse Etwas, verwandelst Schauspieler in furchterregende Bestien und machst aus Models Gesamtkunstwerke. Wenn Foundation, Contouring und Strobing keine Fremdwörter für dich sind, bringst du schon mal gute Voraussetzungen für den Beruf mit.

Was macht ein Make-up Artist?

Wie der Name schon sagt: Der Make-up Artist ist ein wahrer Künstler im Schminken, die Haut seine Leinwand. Er kann die Vorzüge einer Person hervorheben, Mäkel kaschieren oder einen Menschen in einen anderen verwandeln.

Für den gekonnten Umgang mit Pinsel und Farbe brauchst du als Make-up Artist eine ruhige Hand, Ausdauer und vor allem eine kreative Ader. Du solltest zudem ein Gefühl für Farben, Formen und Ästhetik haben, um die gewünschten Effekte zu erzielen und ein harmonisches Gesamtbild zu schaffen. Und mit einem ausgeprägten Einfühlungsvermögen und einem Blick für Details erkennst du schnell, wie du deinen Kunden ein typgerechtes Äußeres zauberst und unterschiedliche Hauttypen behandelst.

Ein verwandter Beruf ist der Visagist. Im Gegensatz zum Make-up Artist, ist dieser eher für (Privat-)Kunden tätig und kümmert sich insbesondere auch um die Hautpflege. Die Grenzen zwischen beiden Berufen sind aber fließend.

Film und Fernsehen

Make-up Artist bei Film und Fernsehen
Schauspieler

Ohne Make-up Artisten geht auf dem Filmset gar nichts! In diesem Arbeitsumfeld brauchst du eine ausgeprägte Fantasie, um die Vorstellungen von Regisseur und Schauspieler gekonnt umzusetzen. Je nach Produktion verwandelst du unscheinbare Schauspieler schon mal in blaue Superhelden, grüne Hexen mit Hakennase, blutrünstige Vampire oder junge Männer in alte Greise.

Auch beim Fernsehen werden Make-up Artisten gebraucht. Damit Moderatoren, Talkshowgäste oder Promis einen makellosen Eindruck beim Fernsehzuschauer hinterlassen, werden sie vor der Aufzeichnung bzw. Ausstrahlung abgepudert und mit Make-up ins rechte Licht gesetzt.

Die Welt der Mode

Ob bei Fotoshootings oder Modenschauen: Der Make-up Artist unterstreicht die Vorzüge von Models, verpasst ihnen eine besondere Ausstrahlung oder macht sie mit aufwändigen Malereien zu Gesamtkunstwerken. Dazu arbeitet der Make-up Artist eng mit Modedesignern zusammen.

Privatpersonen und besondere Anlässe

Für den schönsten Tag im Leben möchten sich viele Frauen besonders hübsch machen. Viele Make-up Artisten spezialisieren sich auf Braut-Make-up und verschönern ihren Kundinnen die Hochzeit mit einem außergewöhnlichen Styling, zu dem neben einem typgerechten Make-up auch eine passende Frisur gehört. Neben Hochzeiten werden Make-up Artists auch für andere besondere Anlässe, wie runde Geburtstage, angeheuert, für die sich Kunden in Schale werfen möchten.

Make-up Artist werden: So geht’s

Der Beruf Make-up Artist ist nicht geschützt und wird nicht als offizielle Ausbildung angeboten. Du kannst also über viele verschiedene Wege in den Beruf kommen. Ein guter Einstieg für deine berufliche Karriere als Make-up Artist ist eine Ausbildung im kosmetisch-künstlerischen Bereich, zum Beispiel eine Berufsausbildung zum Maskenbildner oder Kosmetiker. Wenn du anschließend noch eine Weiterbildung zum Meisterassistenten für Kosmetik im Friseurhandwerk, Kosmetikermeister oder Fachwirt für Kosmetik und Wellness anhängst, bringst du sehr gute Startbedingungen für eine Tätigkeit als Make-up Artist mit.

Ausbildung zum Maskenbildner

Maskenbildner
Ausbildung Maskenbildner

In der Ausbildung zum Maskenbildner lernst du, wie du Theater-, Opern- und Filmdarsteller für eine bestimmte Rolle schminkst und frisierst. Dazu gehört auch das Anfertigen von Masken und deren Verwendung. Als ausgelernter Maskenbildner kannst du Schauspielern zum Beispiel täuschend echte Glatzen auf den Kopf zaubern oder künstliche Körperteile anbringen. Daneben lernst du, wie man Haare schneidet, unterschiedliche Schminktechniken anwendet und gekonnt mit Pinsel und anderen Werkzeugen umgeht.

Ausbildung zum Kosmetiker

Die Ausbildung zum Kosmetiker wird sowohl als duale Berufsausbildung als auch als schulische Ausbildung an Berufsfachschulen angeboten. In beiden Ausbildungsformen lernst du, wie du Kunden kosmetisch behandelst, wie man unterschiedliche Hauttypen pflegt, Hände, Füße und Gesicht behandelt und Farb- und Typberatungen durchführt. Im Berufsbild Kosmetiker steht der direkte Kundenkontakt im Vordergrund. Du berätst und behandelst Kunden und verkaufst auch passende Kosmetikartikel.

Bildnachweis:
„Schminkpinsel" © neirfy / Fotolia
„Mann mit Filmklappe" © nicoletaionescu / Fotolia
„Lidschatten und Pinsel" © Ingo Bartussek / Fotolia