Mathematisch-technische/r Softwareentwickler/in
Ausbildung & Beruf
Aktualisiert am 13.05.2026
Was macht ein Mathematisch-technischer Softwareentwickler (m/w/d)?
Als Mathematisch-technischer Softwareentwickler entwickelst du Software, die oft auf mathematischen Modellen basiert. Du analysierst zuerst ein Problem, sprichst mit Kunden oder Fachabteilungen und überlegst dann, wie sich die Anforderungen technisch lösen lassen. Danach programmierst du Anwendungen, Benutzeroberflächen, Datenbanken oder Schnittstellen.
Wichtig ist auch, dass du deine Programme testest, Fehler findest und den Entwicklungsweg sauber dokumentierst. Typische Beispiele sind Simulationen für die Forschung, Rechenprogramme für die Produktion oder Auswertungen für Versicherungen. Du arbeitest dabei nicht nur allein am Bildschirm. Oft stimmst du dich mit anderen Spezialisten ab und erklärst später, wie die neue Software genutzt wird.
Wo kann ich als Mathematisch-technischer Softwareentwickler arbeiten?
Als Mathematisch-technischer Softwareentwickler kannst du vor allem in IT-Unternehmen und Softwarehäusern arbeiten. Auch größere Betriebe mit eigener IT-Abteilung kommen infrage, zum Beispiel in Industrie, Handel, Banken, Versicherungen oder Logistik.
Weitere mögliche Arbeitgeber sind Hochschulen, Forschungsinstitute und technische Entwicklungsabteilungen. Deine Arbeitsorte sind meist Büros, Besprechungsräume oder IT-Labore. Je nach Aufgabe arbeitest du auch beim Kunden vor Ort oder mobil im Homeoffice.
Als Mathematisch-technische Softwareentwicklerin arbeitest du meistens zu normalen Bürozeiten. In vielen Betrieben beginnt der Arbeitstag morgens und endet am Nachmittag oder frühen Abend. Häufig gibt es Gleitzeit. Trotzdem können die Arbeitszeiten variieren, wenn ein Projekt kurz vor der Abgabe steht oder ein Fehler schnell behoben werden muss.
Ausbildungsorte als Mathematisch-technischer Software-Entwickler
Wie viel verdient ein Mathematisch-technischer Softwareentwickler?
Im öffentlichen Dienst kannst du als Mathematisch-technischer Softwareentwickler Gehälter von 2.900 bis 4.100 Euro erwarten. Arbeitest du dagegen im Bankgewerbe, kannst du mit 2.900 bis 4.500 Euro im Monat rechnen.
Beachte dabei: Das Gehalt als Mathematisch-technischer Softwareentwickler hängt stark davon ab, wo du arbeitest. Wichtig sind zum Beispiel Branche, Region, Unternehmensgröße, Tarifvertrag und deine Erfahrung.
Wie viel verdient man als Mathematisch-technischer Softwareentwickler in der Ausbildung?
Als Mathematisch-technischer Softwareentwickler kannst du in deiner Ausbildung mit folgenden Ausbildungsvergütungen rechnen:
- im 1. Ausbildungsjahr: 1.109 Euro
- im 2. Ausbildungsjahr: 1.160 Euro
- im 3. Ausbildungsjahr: 1.234 Euro
Du möchtest gerne mehr erfahren? Hier geht es zur Mathematisch-technischer Softwareentwickler Gehaltsseite.
Wie läuft die Softwareentwickler-Ausbildung ab?
Die Ausbildung als Mathematisch-technischer Softwareentwickler ist dual aufgebaut. Das bedeutet: Du lernst im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule.
Im Betrieb arbeitest du an echten Aufgaben mit, zum Beispiel an Programmen, Datenbanken, Tests oder Dokumentationen. In der Berufsschule bekommst du das theoretische Wissen dazu, vor allem Mathematik, Informatik und allgemeinbildende Fächer.
Deine Aufgaben hältst du in einem Berichtsheft fest, das als Ausbildungsnachweis dient.
Wie lange dauert die Ausbildung als Softwareentwickler?
Die Ausbildung dauert regulär 3 Jahre. In der Mitte des 2. Ausbildungsjahres findet eine Zwischenprüfung statt. Die Abschlussprüfung, die aus mehreren Prüfungsbereichen besteht folgt am Ende deiner Softwareentwickler-Ausbildung.
Nach Bestehen deiner Prüfung darfst du dich staatlich anerkannter Mathematisch-technischer Softwareentwickler bzw. staatlich anerkannte Mathematisch-technische Softwareentwicklerin nennen.
Was sind die Ausbildungsinhalte als Mathematisch-technischer Softwareentwickler?
Während deiner Ausbildung im Betrieb lernst du, wie du Software mithilfe deines mathematischen Fachwissens programmierst. Dazu gehören beispielsweise mathematische Methoden und Algorithmen. Außerdem lernst du, wie du deine Programme überprüfst und mit verschiedenen Fehlerarten umgehst.
In der Berufsschule lernst du das theoretische Wissen für deinen Berufsalltag. In berufsspezifischen Fächern lernst du komplexe Softwaresysteme kennen, wie du eigene Softwarelösungen realisierst und Datenbanken modellierst. Außerdem stehen allgemeinbildende Fächer, wie der Deutschunterricht, auf deinem Stundenplan.
Für die Ausbildung als Mathematisch-technischer Softwareentwickler ist rechtlich kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis erwarten viele Betriebe aber mindestens die Mittlere Reife, häufig auch Fachabitur oder Abitur. Besonders wichtig sind gute Kenntnisse in Mathe, Informatik und Englisch.
Außerdem brauchst du logisches Denken, Geduld und Genauigkeit. Nicht jeder Fehler ist sofort sichtbar, deshalb musst du ruhig suchen und sauber testen können. Teamfähigkeit ist ebenfalls wichtig, weil Software meist gemeinsam entsteht. Wenn du gerne knobelst, technische Fragen verstehst und Neues lernen willst, passt der Beruf gut zu dir.
- Mathe
- Englisch
- Informatik
- Analytische Fähigkeiten
- Neugierde & Lernbereitschaft
- Selbstorganisation
- Umfeld: Büro
- Flexible Zeiten
- Gelegentliche Dienstreisen
Eine Tätigkeit im Bereich IT, Informatik und Elektrotechnik kannst du dir gut vorstellen, aber du bist noch nicht sicher, welcher Beruf am besten zu dir passt? Dann schau dir noch folgende verwandte Berufe an:
Ähnliche Ausbildungsberufe
Nach Abschluss deiner Softwareentwickler-Ausbildung kannst du dich zum Beispiel auf Datenanalyse, Künstliche Intelligenz, Cloud Computing, IT-Sicherheit, Datenbanken oder Softwarearchitektur spezialisieren. Auch Weiterbildungen im Projektmanagement können sinnvoll sein, wenn du später Teams anleiten oder Kundenprojekte steuern möchtest.
Wenn du noch tiefer einsteigen willst, kommt auch ein Studium infrage. Passende Studiengänge sind:
- Technomathematik
- Informatik
- Datenwissenschaft, Data Science
Später sind auch Rollen als technischer Projektleiter, Softwarearchitekt, Data Engineer oder IT-Berater möglich. Entscheidend ist, dass du fachlich regelmäßig am Ball bleibst, neue Technologien sicher einordnest und dein Wissen dauerhaft erweiterst.
Die Ausbildung als Mathematisch-technische Softwareentwicklerin passt zu dir, wenn du Mathe nicht nur rechnen, sondern praktisch anwenden willst. Du lernst, aus Problemen digitale Lösungen zu machen und Software Schritt für Schritt zu entwickeln. Dabei geht es um Programmierung, Modelle, Daten, Tests und Kommunikation.
Besonders gut ist die Ausbildung, wenn du gerne logisch denkst, Fehler gründlich suchst und dich in neue Technik einarbeitest. Mit Berufserfahrung und passenden Weiterbildungen kannst du später in viele Richtungen gehen. So wird aus deinem Interesse an Mathe und Informatik ein stabiler Berufsweg.
Als Softwareentwickler hast du in Deutschland sehr gute Jobchancen, weil die IT-Branche ständig wächst und viele Firmen neue Anwendungen brauchen. Der Beruf Softwareentwickler ist in großen Städten, aber auch auf dem Land gefragt. Du arbeitest meist in Festanstellung, oft im Büro oder im Homeoffice, bekommst spannende Projekte und kannst dich gut weiterentwickeln.
Ja, der Beruf Softwareentwickler ist für Quereinsteiger gut machbar, wenn du wirklich dranbleibst. Als angehender Softwareentwickler kannst du über Umschulung, Online-Kurse oder Bootcamps einsteigen. Wichtig sind Praxis, eigene Projekte, ein kleines Portfolio und vielleicht ein Praktikum. Viele Arbeitgeber achten weniger auf den Abschluss und mehr darauf, was du programmieren kannst.
Als Softwareentwickler solltest du Spaß an logischem Denken und Problemlösung haben. Für den Job Softwareentwickler sind Programmiersprachen wie Java, Python oder JavaScript wichtig, dazu Grundlagen in Datenbanken und Webentwicklung. Hilfreich sind außerdem Teamfähigkeit, Konzentration, sauberes Arbeiten im Code und die Bereitschaft, ständig Neues zu lernen und dich weiterzubilden.
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