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Mathematisch-technischer Softwareentwickler – Ausbildung & Beruf

Ohne Software funktioniert heute kaum noch etwas – und das nicht nur im Computerbereich. Waschmaschinen, Fernsehgeräte oder Navigationssysteme sind mittlerweile selbst kleine Computer, die wir über spezielle Programme bedienen.

Was macht ein Mathematisch-technischer Softwareentwickler?

Das Berufsbild Mathematisch-technischer Softwareentwickler ist sehr vielseitig. Die Hauptaufgabe von Softwareentwicklern ist das Entwerfen und Programmieren von Softwareprogrammen für die unterschiedlichsten Zwecke.

Im Berufsalltag bewältigen Mathematisch-technische Softwareentwickler komplexe Aufgaben. Jeder individuelle Auftrag wird genau analysiert und die daraus resultierenden Ergebnisse dokumentiert. Bevor die eigentliche Arbeit beginnt, wird strengstens darauf geachtet, dass alle Vorschriften zum Datenschutz eingehalten werden und die Datensicherung gewährleistet ist. Nun werden Lösungsansätze erarbeitet und entwickelt. Bereits bei diesem Schritt ist es wichtig darauf zu achten, ob das geplante Programm auch nutzerfreundlich dargestellt werden kann. Daraufhin müssen passende Algorithmen ausgewählt werden, die dem Grundkonstrukt des geplanten Programms entsprechen. Hierbei ist ein breit gefächertes mathematisches Wissen erforderlich, da die Algorithmen sowohl der Analysis, linearen Algebra oder Stochastik entstammen können.

Jetzt wird die geplante Software nach Kundenwunsch und möglichst bedienungsfreundlich programmiert. Dazu müssen Mathematisch-technische Softwareentwickler verschiedene Programmiersprachen, wie C++ oder Java, beherrschen. Nachdem das fertige Programm verschiedene Tests durchlaufen hat, kann es an den Kunden weitergegeben werden. Nun müssen die Softwareentwickler die Nutzer einweisen und beraten. Für weitere Fragen stehen sie auch nach der Übergabe zur Verfügung und bereiten häufig gestellte Fragen kundengerecht auf.

Im Berufsbild Mathematisch-technischer Softwareentwickler können aber ganz unterschiedliche Aufgabenbereiche im Vordergrund stehen – je nach Betrieb, Branche und beruflicher Position. Welche Aufgaben du in deiner Softwareentwickler-Ausbildung erlernst, regelt die Ausbildungsverordnung für Mathematisch-technische Softwareentwickler.

Mathematisch-technische Softwareentwickler sind vor allem in Software- und Systemfirmen tätig, können aber auch in IT-Abteilungen größerer Unternehmen beschäftigt sein.

Art der Ausbildung

dual (Berufsschule und Betrieb)

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich

Zuständige Stelle

IHK

So läuft die Softwareentwickler-Ausbildung ab

Du interessierst dich für diesen Beruf? Dann stellst du dir bestimmt die Frage: Wie kann ich Mathematisch-technischer Softwareentwickler werden? In der Ausbildung befindest du dich abwechselnd in Betrieb und Berufsschule. Im Betrieb lernst du die praktische Seite des Berufsbildes Mathematisch-technischer Softwareentwickler kennen und übernimmst konkrete Aufgaben. In der Berufsschule wird dir das theoretische Hintergrundwissen vermittelt. Über deine Aufgaben und Tätigkeiten während deiner Ausbildung führst du ein Berichtsheft. Dieses dient als Ausbildungsnachweis und wird von deinem Ausbilder regelmäßig kontrolliert.

In der Mitte des 2. Ausbildungsjahres findet eine Zwischenprüfung statt. Die Abschlussprüfung, die aus mehreren Prüfungsbereichen besteht folgt am Ende deiner Softwareentwickler-Ausbildung. Nach Bestehen deiner Prüfung darfst du dich staatlich anerkannter Mathematisch-technischer Softwareentwickler nennen.

Nach Abschluss deiner Softwareentwickler-Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Techniker für Informatik oder zum Fachwirt für Computer-Management. Wenn du das (Fach-)Abitur hast, könntest du aber auch über ein anschließendes Studium nachdenken, zum Beispiel in den Bereichen Informatik, Softwaretechnik oder Mathematik.

Mathematisch-technischer Softwareentwickler: Voraussetzungen für die Ausbildung

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, welche Schulfächer und Stärken besonders wichtig für die Ausbildung sind und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind:

Welchen Schulabschluss haben Ausbildungsanfänger?

Abitur/Fachabitur
96%
Mittlere Reife
2%
Hauptschulabschluss
0%
Kein Abschluss
2%
Quelle: "Datenbank Auszubildende" des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder (Erhebung zum 31. Dezember)

Hilfreich sind gute Noten in:

Informatik
Mathe
Englisch

3 wichtige Stärken:

Analytische Fähigkeiten
Neugierde und Lernbereitschaft
Selbstorganisation

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: Büro
Flexible Zeiten
Gelegentliche Dienstreisen

Mathematisch-technischer Softwareentwickler kannst du theoretisch mit jedem Schulabschluss oder sogar ohne Abschluss werden. Die große Mehrheit der Azubis besitzt das (Fach-)Abitur, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. Ein sehr kleiner Teil startet mit Realschulabschluss in die Ausbildung.

Für die Ausbildung Softwareentwickler sind gute Noten in Mathe und Informatik von Vorteil, da du in deiner Ausbildung unter anderem mit Programmierung und der Entwicklung von Softwaresystemen zu tun hast. Außerdem kannst du mit guten Leistungen in Englisch auf alle Fälle punkten, da viele Softwareprogramme auf Englisch sind. Aber auch wenn du in diesen Fächern nicht die besten Voraussetzungen mitbringst, kannst du dich natürlich trotzdem auf einen Ausbildungsplatz bewerben. Am wichtigsten bei diesem Beruf ist, dass du analytische Fähigkeiten besitzt, z.B. beim Konzipieren von Softwaresystemen. Weitere Stärken, die sich Arbeitgeber von angehenden Mathematisch- technischen Softwareentwicklern wünschen, sind eine gute Selbstorganisation sowie Neugierde und Lernbereitschaft, da es immer wieder neue Kenntnisse über programmtechnische Entwicklungen gibt.

Mathematisch-technischer Softwareentwickler ist ein IT-Beruf, sodass dein Arbeitsumfeld in der Regel ein Büro ist, z.B. in der Softwareabteilung eines Unternehmens. Du hast meist flexible Zeiten bzw. Gleitzeit und gelegentlich fallen Dienstreisen an, z.B. um vor Ort Kunden zu beraten.  

Dein Arbeitsumfeld kann ganz unterschiedlich aussehen, je nachdem in welchem Ausbildungsbetrieb und in welchem Bereich du tätig bist. In einem Software-Unternehmen bist du z.B. bei Kunden vor Ort, um Fehler in einem Softwareprodukt zu beheben oder um diese zu beraten. Du kannst natürlich auch in einer Forschungseinrichtung arbeiten, wo du mit anderen Fachspezialisten zusammen arbeitest. Du solltest dir daher genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passen.

Wie gut passt dieser Beruf zu dir? Jetzt Eignung testen!

Bildnachweis: „Mathematische Formeln" © 2012 Andrew Ostrosky / Fotolia