Solarmonteur / Solarmonteurin
Ausbildung & Beruf
Heute wirst du mit deinen Kollegen die Solaranlage auf dem Dach einer Schule einmessen. Dabei beachtest du natürlich die Auftragsdokumentation und Pläne der Anlage. In den nächsten Tagen werdet ihr dann die Montagesysteme befestigen und die Photovoltaik-Module verlegen. Dank deiner Arbeit als Solarmonteur kann die Grundschule bald ihren eigenen Strom auf dem Dach produzieren, das macht dich schon etwas stolz.
Berufsbild Solarmonteur / Solarmonteurin
Was macht ein Solarmonteur (m/w/d)?
Als Solarmonteur bzw. Solarmonteurin installierst du … du kannst es dir sicher denken … Solaranlagen. Dabei kann es sich um Solarthermie- oder Photovoltaikanlagen handeln, die du auf Dächern oder Freiflächen anbringst.
Zur Vorbereitung gehört, die Unterkonstruktionen für die Anlagen zu montieren, Leitungen zu verlegen und Bauelemente miteinander zu verkabeln. Auch das Errichten von Gerüsten und Baustellenabsicherungen kann zum Berufsfeld eines Solarmonteurs gehören. Nach der Montage der Solaranlagen hören die Aufgaben noch lange nicht auf – Solarmonteure reparieren auch defekte Anlagenkomponenten und erneuern sie bzw. rüsten diese nach.
Darüber hinaus erstellen Solarmonteure auch Angebote für Kunden, dokumentieren ihre Arbeit und stellen Rechnungen.
Wie sieht der Berufsalltag als Solarmonteur aus?
Solarmonteure arbeiten mit Solarthermie- und Photovoltaikanlagen sowie den dazugehörigen Komponenten und Bauteilen. Neben technischen Geräten, Maschinen und Anlagen, führen sie viele Arbeiten allerdings auch mit der Hand aus. So nutzen sie beispielsweise ein Multimeter zur Messung der Stromstärke oder setzen Wärmebildkameras ein, montieren aber Unterkonstruktionen für Sonnenkollektoren händisch.
Schutzkleidung ist wichtig im Beruf. Sicherheitsschuhe und ein Helm sind bei der Montage der Anlagen Pflicht. Bei der Arbeit im Freien sind sie verschiedenen Witterungsbedingungen ausgesetzt. Teils arbeiten Solarmonteure auch auf Gerüsten und in großen Höhen, dabei ist besondere Vorsicht geboten. Die Arbeit kann körperlich anstrengend sein.
Als Service- oder Montagekräfte sind sie viel unterwegs, manchmal auch für längere Zeit oder im Ausland. Schichtdienst und Bereitschaftsdienste gehören ebenso zum Job.
Wo arbeiten Solarmonteur?
Solarmonteure arbeiten hauptsächlich auf Baustellen im Freien.
Angestellt sind sie meist bei Installationsbetrieben für Elektro- und Energietechnik, Dachdecker-Handwerksbetrieben oder Energieversorgungsunternehmen. Doch auch in Montage- und Wartungsbetrieben für Photovoltaikanlagen und solarthermische Anlagen finden sie Jobs.
Ausbildungsorte als Solarmonteur
Ausbildung zum Solarmonteur / zur Solarmonteurin
Wie läuft die Ausbildung zum Solarmonteur ab?
Eine Duale Ausbildung zum Solarmonteur gibt es nicht direkt. In den meisten Fällen absolvierst du eine Weiterbildung, um dir das Fachwissen anzueignen. In Form von Lehrgängen oder Schulungen hast du Theorieunterricht, lernst aber auch anhand von praktischen Übungen die Fähigkeiten für den Beruf.
Auch die Dauer der Weiterbildung unterscheidet sich, in den meisten Fällen kannst du aber mit mehrwöchigen Kursen rechnen.
Hilfreich ist, wenn du zuvor eine Duale Ausbildung in einem verwandten Bereich abgeschlossen hast. Anbieten würde sich hier eine Ausbildung als Elektroanlagenmonteur, Dachdecker oder Elektroniker mit dem Schwerpunkt Energie- und Gebäudetechnik.
Was lernt man in der Ausbildung zum Solarmonteur (m/w/d)?
Die Ausbildung als Solarmonteur ist nicht staatlich geregelt, weshalb es auch keine festen Lerninhalte gibt. Es gibt diverse Lehrgänge und Schulungen bei privaten Anbietern, die sich stets minimal voneinander unterscheiden.
Grundsätzlich wird dir aber beigebracht, wie du Solarmodule und andere Komponenten von Photovoltaikanlagen installierst, wartest und reparierst.
Folgende Lerneinheiten können dir in der Weiterbildung begegnen:
- Grundlagen allg. Physik und Elektrotechnik
- Umgang mit elektrischen Gefahren
- Messtechnik
- Grundschaltungen der Elektrotechnik
- Installationstechnik
- Solartechnische Systeme und weitere reg. Energien
- Photovoltaik bzw. Solarthermie
- Wärmepumpen
- Grundlagen der Baukonstruktion
- bautechnische Besonderheiten bei der Leitungsverlegung
- Prüfen und Dokumentation von Prüfergebnissen
Solartechnik fasziniert dich? Dann wäre Solarmonteur vielleicht der ideale Beruf für dich. Schau dir vorher noch an, welche Voraussetzungen du für die Ausbildung mitbringen solltest.
- Mathe
- Physik
- Technik/Werken
- Handwerklich-technisches Geschick
- Sorgfalt & Verantwortungsbewusstsein
- Schwindelfreiheit
- Umfeld: Baustellen, Fertigungshalle
- Schichtarbeit
- Körperliche Beanspruchung
Wenn du Solarmonteur werden möchtest, musst du keinen bestimmten Schulabschluss mitbringen. Eine abgeschlossene Ausbildung wird für die Weiterbildung empfohlen – je nach Ausbildung brauchst du dann mindestens einen Hauptschulabschluss. Gute Noten in Mathe, Physik und Werken sind hilfreich.
Ebenso wichtig wie deine fachlichen Kenntnisse sind aber deine persönlichen Fähigkeiten. Handwerklich-technisches Geschick solltest du in jedem Fall mitbringen, sorgfältiges Arbeiten ist auch wichtig. Da du die Solaranlagen oft auf Dächern anbringst, solltest du unbedingt Schwindelfrei sein und kein Problem mit Arbeit in großen Höhen haben.
Wie viel verdient eine Solarmonteurin in der Ausbildung?
Die Weiterbildung zum Solarmonteur ist keine staatlich geregelte Duale Ausbildung, weshalb sie auch nicht vergütet wird. Da die Lehrgänge und Seminare meist von privaten Anbietern durchgeführt werden, musst du sogar mit Kosten für die Lehrgänge oder die Prüfungszulassung rechnen.
Die Weiterbildung dauert allerdings oft nur ein paar Wochen und kann berufsbegleitend absolviert werden. In der Regel erhältst du also dein normales Gehalt weiterhin und bist nicht auf die Ausbildungsvergütung angewiesen.
Nach deiner Weiterbildung erwartet dich ein durchschnittliches Solarmonteur Gehalt von 3.582 bis 4.491 Euro im Monat.
Solarmonteur ist der passende Beruf für dich, wenn
- du handwerklich geschickt bist
- du dich für Solartechnik interessierst
- du gerne im Team arbeitest
- du gerne an wechselnden Orten arbeitest
Der Beruf Solarmonteur passt nicht optimal zu dir, wenn
- du nicht mit Strom arbeiten möchtest
- du Höhenangst hast
- du keine körperliche fordernde Tätigkeit ausüben möchtest
- du nicht gern im Schichtdienst arbeiten willst
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Weiterbildung & Zukunftsaussichten
Als Solarmonteur hast du bereits eine Weiterbildung abgeschlossen. Möchtest du deiner Karriere einen weiteren Boost geben, stehen dir verschiedene Möglichkeiten der Weiterbildung offen. Im Allgemeinen unterscheidet man zwischen:
- Anpassungsweiterbildung
- Aufstiegsweiterbildung
- Studium
Anpassungsfortbildungen helfen dabei, die Fachkenntnisse im Berufsfeld up to date zu halten. In den Bereichen Elektrische Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik oder Wartung und Instandhaltung kannst du dich z. B. fortbilden. Auch eine Ausbildung in einem verwandten Berufsfeld, beispielsweise als Elektroniker für Gebäudesystemintegration, ist möglich.
Eine Aufstiegsweiterbildung bringt dich in höhere Positionen, mit denen du sogar Führungsverantwortung übernehmen kannst. So könntest du dich zum Fachwirt für Solartechnik weiterbilden.
Auch ein Studium steht dir offen, wenn du über eine Hochschulzugangsberechtigung verfügst. Studiengänge wie Energietechnik und Erneuerbare Energien wären interessant für dich.
Als Solarmonteur setzt du dich in deiner täglichen Arbeit für Nachhaltigkeit ein – schließlich arbeitest du mit erneuerbaren Energien und bringst damit aktiv die Energiewende voran. Solarmonteure sind gesuchte Fachkräfte und werden es auch in Zukunft bleiben.
Auch die Digitalisierung hat Einfluss auf das Berufsfeld. So können schon heute Augmented-Reality-Anwendungen für die Wartung und Reparatur der Solaranlagen eingesetzt werden. Des Weiteren wird an neuen Technologien zur Stromproduktion, beispielsweise mit Solarfenstern, geforscht. Transparente Solarmodule sollen zukünftig Sonnenlicht in Energie umwandeln, damit können große Fensterfassaden zur Stromversorgung für Gebäude genutzt werden.
Der Arbeitsmarkt für dich als Solarmonteur ist zurzeit richtig stark und bietet viele offene Stellen. Firmen suchen ständig Leute für die Montage und Installation von Photovoltaik-Anlagen auf Dächern. Als Solarmonteur kannst du in Handwerksbetrieben, bei Service-Dienstleistern oder im Projektteam arbeiten. Mit etwas Erfahrung sind bessere Positionen und Weiterbildungen gut möglich.
Ja, der Beruf Solarmonteur ist super für Quereinsteiger geeignet, wenn du motiviert und praktisch veranlagt bist. Du brauchst oft keine spezielle Ausbildung als Solarmonteur, aber Erfahrung im Handwerk oder Elektrobereich hilft dir. Viele Arbeitgeber bieten Schulungen zu Photovoltaik, Solaranlagen und Sicherheit an. So lernst du Schritt für Schritt Montage und Installation direkt im Job.
Als Solarmonteur solltest du vor allem handwerklich geschickt und zuverlässig sein. Du arbeitest viel auf dem Dach, daher sind Schwindelfreiheit und körperliche Fitness wichtig. Ein Solarmonteur braucht technisches Verständnis für Photovoltaik-Anlagen und Werkzeuge. Teamfähigkeit, sauberes Arbeiten und ein sicherer Umgang mit Montage- und Installationsaufgaben helfen dir, im Job jeden Tag gut klarzukommen.
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Bildnachweis:
„Solarmonteur“ ©Alphaspirit - stock.adobe.com
„Solarmonteure arbeiten auf Dächern“ ©CHUANCHAI PUNDEJ - stock.adobe.com
„Solarmonteure transportieren PV-Module“ ©AHatmaker - stock.adobe.com
„Solarmonteure montieren Solarfelder“ ©Björn Wylezich - stock.adobe.com