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Sport- und Fitnesskaufmann / Sport- und Fitnesskauffrau
Ausbildung & Beruf

Ausbildungsgehalt 724 – 977 € brutto pro Monat
Ausbildungsdauer 3 Jahre
Ausbildungsart duale Ausbildung
Empfohlener Abschluss i. d. R. Mittlere Reife

Was macht ein Sport- und Fitnesskaufmann (m/w/d)?

Als Sport- und Fitnesskaufmann sorgst du dafür, dass im Studio, Verein oder in der Sportanlage alles rund läuft. Du planst den Betrieb, prüfst Geräte, hältst Hygiene- und Sicherheitsstandards ein und kümmerst dich um Büroaufgaben wie Rechnungen, Kasse und Statistiken. Du sorgst auch dafür, dass die technischen Voraussetzungen stimmen, d. h. Sportgeräte, Material oder Räumlichkeiten ordnungsgemäß zur Verfügung stehen. Gleichzeitig arbeitest du mit Kunden: Du berätst zu Training, Gesundheit und Ernährung, erstellst einfache Trainingspläne und zeigst die richtige Ausführung an Geräten.

Du kombinierst also Büroarbeit mit Kontakt am Kunden. Auch Marketing gehört dazu: Du wirbst Mitglieder, planst Aktionen und Events und holst Sponsoren ins Boot. So bleibst du nah am Sport und hast trotzdem klare Aufgaben im Management.

Wo kann ich als Sport- und Fitnesskaufmann arbeiten?

So groß wie die Sport-, Fitness- und Wellnessbranche ist, so breit ist auch das Beschäftigungsfeld als Sport- und Fitnesskauffrau. Du kannst bei Sportvereinen, Sportschulen oder bei Betreibern von Sportanlagen, wie Golfplätzen, Schwimmbädern oder Fußballstadien, tätig sein. Möglich ist auch der Einsatz in Sport- und Fitnessstudios. Teilweise arbeitest du im Freien oder in Sporthallen, meistens erledigst du deine Aufgaben allerdings in Büro- und Verkaufsräumen.

Arbeitszeiten als Sport- und Fitnesskauffrau

Als Sport- und Fitnesskaufmann arbeitest du meist im Schichtdienst. Studios sind häufig bis abends geöffnet, oft auch am Wochenende. Deshalb gehören flexible Zeiten, Spät- oder Wochenendschichten dazu. Dafür bekommst du aber freie Tage unter der Woche. Je nach Einsatz trägst du dabei sportliche Kleidung, vor allem wenn du Kunden an Geräten einweist. Im Büro reichen meist ordentliche, bequeme Outfits. In vielen Betrieben liegt die Wochenarbeitszeit um 40 Stunden, je nach Arbeitgeber kann sie leicht variieren.

Wie viel verdient ein Sport- und Fitnesskaufmann?

Wie viel du beim Einstieg als Sport- und Fitnesskaufmann verdienst, kann je nach Betrieb, Region, Aufgaben und Tarifvertrag variieren. Bist du im Einzelhandel tätig, kannst du mit rund 2.200 bis 3.800 Euro rechnen. Im Hotel & Gaststättengewerbe dagegen sind Einstiegsgehälter von 2.400 bis 3.300 Euro typisch.

In großen Ketten, Rehazentren oder in Süddeutschland fällt der Lohn oft höher aus als in kleinen Studios oder ländlichen Regionen. Oft kannst du dein Gehalt dann durch Verkauf, Kursleitung oder Zusatzaufgaben weiter steigern. Einsatz und Qualifikationen zahlen sich hier in der Regel aus.

Wie viel verdient ein Sport- und Fitnesskaufmann in der Ausbildung?

Je nachdem, ob dein Betrieb tariflich gebunden ist, in welcher Branche du arbeitest und in welchem Bundesland du beschäftigt bist, fällt dein Gehalt in der Ausbildung unterschiedlich aus.

In einem Ausbildungsbetrieb, der an einen Tarifvertrag gebunden ist, gibt es eine feste Regelung für dein Azubi-Gehalt als Sport- und Fitnesskaufmann. Allerdings gelten je nach Bundesland und Branche unterschiedliche Tarifverträge. Als Sport- und Fitnesskauffrau kannst du in vielen verschiedenen Branchen tätig sein. Bei einer Ausbildung im Einzelhandel, zum Beispiel in einem Sportfachgeschäft, kannst du mit dieser Ausbildungsvergütung rechnen:

  • im 1. Ausbildungsjahr: 724 Euro
  • im 2. Ausbildungsjahr: 854 Euro
  • im 3. Ausbildungsjahr: 977 Euro

Du möchtest gerne mehr über das Sport- und Fitnesskaufmann Gehalt erfahren? Hier geht es zur Gehaltsseite Sport- und Fitnesskauffrau.

Wie läuft die Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann ab?

Die Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann ist dual aufgebaut. Das heißt: Du lernst im Betrieb die Praxis und in der Berufsschule die Theorie, entweder an einzelnen Tagen pro Woche oder in Blöcken. Im Unternehmen arbeitest du von Beginn an mit: Empfang, Service, einfache Trainingsbetreuung, Marketingaktionen und Organisation. In der Schule stehen kaufmännische Themen, Sport- und Bewegungslehre, Marketing, Recht und Sicherheit auf dem Plan.

Während der Ausbildung führst du ein Berichtsheft. Im 2. Jahr gibt es dann eine Zwischenprüfung. Am Ende folgt die Abschlussprüfung mit vier schriftlichen Teilen und einer mündlichen Prüfung. So wächst du Stück für Stück in den Job als Sport- und Fitnesskaufmann hinein.

Wie lange dauert die Ausbildung als Sport- und Fitnesskaufmann?

Regulär dauert die Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann 3 Jahre. Mit sehr guten Leistungen und wenn Betrieb und IHK zustimmen, kannst du auf 2,5 oder sogar 2 Jahre verkürzen. Die Zeit ist gut strukturiert: Anfangs lernst du deinen Betrieb und die Abläufe kennen, später übernimmst du mehr Verantwortung und spezialisierst dich.

Was sind die Ausbildungsinhalte als Sport- und Fitnesskaufmann?

In deiner Ausbildung zur Sport- und Fitnesskauffrau lernst du, was für einen reibungslosen Ablauf im Sportbetrieb zu tun ist. Du erfährst im Betrieb, wie man Belegungs- und Trainingspläne erstellt oder was man über das Personalwesen wissen muss. Außerdem wird dir beigebracht, wie man Kunden wirbt und den Kontakt zu ihnen pflegt. Oft werden den Kunden spezielle Sportangebote angeboten. Auch dafür sind Sport- und Fitnesskaufleute zuständig. Sie organisieren die einzelnen Veranstaltungen aber nicht nur, sondern bearbeiten auch die anfallenden Aufgaben im Rechnungswesen und Controlling. Deshalb lernst du auch Abrechnungen zu erstellen oder Kalkulationen durchzuführen.

In der Berufsschule lernst du in berufsspezifischen Fächern, wie man Kunden und Mitglieder sportfachlich berät und betreut, aber auch wie man Investitionsentscheidungen am besten vorbereitet und Finanzquellen erschließen kann. Darüber hinaus werden dir auch allgemeine Inhalte in Fächern wie Deutsch, Wirtschafts- und Sozialkunde vermittelt. So verbindest du Theorie und Praxis und bereitest dich gezielt auf die Prüfung und den Berufsalltag vor.

Eine Tätigkeit im Bereich Sport & Therapie kannst du dir gut vorstellen, aber du bist noch nicht sicher, welcher Beruf am besten zu dir passt? Dann schau dir noch folgende verwandte Berufe an:

Voraussetzungen für die Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann

Sport- und Fitnesskaufmann kannst du theoretisch mit jedem Schulabschluss oder sogar ohne Abschluss werden. Viele Azubis haben einen mittleren Schulabschluss oder auch (Fach-)Abitur in die Ausbildung. Ohne Abschluss ist es also nicht ganz so leicht, aber nicht unmöglich einen Ausbildungsplatz zu finden.

Mit guten Noten in Wirtschaft hast du sehr gute Chancen auf eine Ausbildungsstelle zu Sport- und Fitnesskauffrau. Auch gute Mathe- und Deutschkenntnisse können bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz hilfreich sein. Aber gute Noten in diesen Fächern sind nicht alles. Viel wichtiger ist es, dass du die passenden Stärken für die Ausbildung zur Sport- und Fitnesskauffrau mitbringst. In diesem Beruf ist vor allem Neugier gefragt und die Bereitschaft, sein Wissen ständig zu erweitern. Daneben erfordern kaufmännische Tätigkeiten ein hohes Maß an Organisationstalent und eine genaue, sorgfältige Arbeitsweise.

Schulfächer
  • Mathe
  • Wirtschaft
  • Sport
Stärken
  • Sorgfalt & Genauigkeit
  • Neugierde & Lernbereitschaft
  • Selbstorganisation
Arbeitsbedingungen
  • Umfeld: Büro
  • Flexible Zeiten
  • Dienstreisen nur in Ausnahmefällen

Weiterbildung und Karrierechancen als Sport- und Fitnesskauffrau

Nach der Ausbildung kannst du dich schnell weiterentwickeln. Beliebt sind unter anderem die Aufstiegsfortbildungen zum Fachwirt – Sport oder Fachwirt – Fitness. Damit qualifizierst du dich für Aufgaben in Leitung und Management. Zusätzliche Lizenzen (z. B. Trainer, Personal Training, Gesundheitsmanagement) machen dich noch wertvoller und können dein Gehalt weiter steigern.

Mit (Fach-)Abitur ist auch ein Studium möglich. Passende Studiengänge sind unter anderem:

Fazit: Vielfältige Chancen als Sport- und Fitnesskaufmann

Wenn du Sport liebst und gern planst, passt der Beruf super zu dir. Als Sport- und Fitnesskaufmann verbindest du Kundenkontakt, Organisation und Marketing mit Trainingsthemen. Das macht deinen Alltag vielseitig. Die Ausbildung ist praxisnah, dauert 3 Jahre und bringt dich Schritt für Schritt ins Berufsleben. Beim Gehalt kommt es auf Region, Betrieb und Erfahrung an. Mit Einsatz und Weiterbildungen geht es aber oftmals noch deutlich nach oben. Starte also mit Neugier, sammle Praxiserfahrung und baue deine Qualifikationen aus. So sicherst du dir viele Wege: vom Studioalltag bis zur Führungskraft.

Noch Fragen? Wirf einen Blick in unser FAQ

Sowohl in Städten als auch auf dem Land hast du als Sport- und Fitnesskaufmann gute Chancen auf einen Job. Der Arbeitsmarkt wächst, weil immer mehr Leute etwas für ihre Gesundheit tun wollen. Du findest Stellen in Fitnessstudios, Reha-Zentren, Vereinen und Hotels. Als angehender Sport- und Fitnesskaufmann punkten Praktika, Weiterbildungen und ein sicheres Auftreten bei Bewerbungen.

Ja, der Beruf Sport- und Fitnesskaufmann ist auch für Quereinsteiger eine Option. Kommt deine Erfahrung aus Verkauf, Service oder Sport, kannst du vieles mitnehmen. Betriebe achten vor allem auf Motivation, Freundlichkeit und Lernbereitschaft. Mit Kursen, Umschulung oder Fernlehrgang holst du Wissen nach. So startest du als Sport- und Fitnesskaufmann mit solider Basis in den Job.

Für den Alltag als Sport- und Fitnesskaufmann brauchst du vor allem Spaß am Umgang mit Menschen. Du solltest gern beraten, gut zuhören und verständlich erklären können. Organisationstalent, Zuverlässigkeit und etwas Zahlenverständnis helfen dir im Büro. Außerdem ist es stark, wenn du sportlich interessiert bist. So kannst du Kunden motivieren und als Sport- und Fitnesskaufmann glaubwürdig auftreten.

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Weitere Infos

Bildnachweis: „Sport- und Fitnesskaufmann bei der Arbeit“ ©fotostudiocolor24 – stock.adobe.com, „Sport- und Fitnesskauffrau erstellt Trainingspläne“ © ManuPadilla – stock.adobe.com