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Tourismuskaufmann für Privat- und Geschäftsreisen – Ausbildung & Beruf

Egal ob Hochzeitsreise nach Mauritius, Sprachkurs in England, Schneeschuhwandern in Lappland oder eine Fahrt zum Musical nach Hamburg, Tourismuskaufleute sorgen dafür, dass aus dem Traum einer Reise auch wirklich die Traumreise wird.

Was macht ein Tourismuskaufmann?

„Reisende soll man nicht aufhalten“… und Tourismuskaufleute schon gar nicht. Als Tourismuskaufmann (alt: Reiseverkehrskaufmann) informierst und berätst du Kunden, stellst individuelle Angebote zusammen, buchst Hotels und Zug- bzw. Flugtickets, entwirfst Reisekataloge, überprüfst Reklamationen und erteilst Auskünfte über Impfungen, Pass- und Zollbestimmungen.

Nach der Tourismuskauffrau-Ausbildung kannst du in Reisebüros, bei Reiseveranstaltern, bei Busunternehmen, Reedereien, in größeren Hotels oder Fluggesellschaften tätig sein.

Art der Ausbildung

dual (Berufsschule und Betrieb)

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich

Zuständige Stelle

IHK

So läuft die Tourismuskauffrau-Ausbildung ab

Du interessierst dich für diesen Beruf? Dann fragst du dich sicher: Wie werde ich Tourismuskaufmann für Privat- und Geschäftsreisen? In deiner Ausbildung bist du im Wechsel in Betrieb und Berufsschule. Im Betrieb erlernst du die praktische Seite des Berufsbildes Tourismuskaufmann und übernimmst konkrete Aufgaben. In der Berufsschule wird dir das theoretische Hintergrundwissen vermittelt. Während deiner Ausbildung musst du als Ausbildungsnachweis ein Berichtsheft über deine Aufgaben und Tätigkeiten führen. Dein Ausbilder überprüft dein Berichtsheft regelmäßig.

Im zweiten Ausbildungsjahr legst du eine Zwischenprüfung ab, deine Abschlussprüfung findet am Ende der Ausbildung statt. Diese setzt sich aus drei schriftlichen und einem mündlichen Teil zusammen. Wenn du die Prüfung bestehst, darfst du dich staatlich anerkannter Tourismuskaufmann für Privat- und Geschäftsreisen nennen.

Welche Inhalte und Themen dich unter anderem in deiner Ausbildung erwarten, erklärt dir das AZUBIYO-Ausbildungslexikon. Weitere Infos zu den Inhalten und dem Ablauf der Ausbildung findest du in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Tourismuskaufleute für Privat- und Geschäftsreisen.

Das lernst du in der Ausbildung zum Tourismuskaufmann:

  • B wie Beschwerdemanagement: Ob Anregungen, Bedenken oder Beschwerden: Als Tourismuskaufmann weißt du, wie du auf Kundenäußerungen reagierst und welche Maßnahmen du im Rahmen des Beschwerdemanagements anwendest.
  • M wie Marketing: Gerade in der Tourismusbranche ist Marketing das A und O. In deiner Ausbildung lernst du daher, wie man mit Hilfe von Marketingkonzepten Kunden gewinnen kann. Außerdem wird dir gezeigt, wie Marketingstrategien entwickelt werden.
  • R wie Reiserecht: Ob bei Flugverspätung, Reisemängel oder Reiserücktritt: Das Reiserecht umfasst viele gesetzliche Regelungen. Welche Rechte Kunden vor, während und nach Ihrer Reise haben, lernst du in deiner Ausbildung zum Tourismuskaufmann.

Nach Abschluss deiner Tourismuskauffrau-Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Tourismusfachwirt oder Betriebswirt in Touristik und Reiseverkehr. Wenn du das (Fach-)Abitur hast, könntest du auch über ein anschließendes Studium nachdenken, zum Beispiel im Bereich Hotel- und Tourismusmanagement.

Tourismuskaufmann: Voraussetzungen für die Ausbildung

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, mit welchem Schulabschluss, welchen Schulfächern und Stärken du besonders gute Chancen auf eine Ausbildungsstelle hast, und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf Tourismuskauffrau typisch sind:

Welchen Schulabschluss haben Ausbildungsanfänger?

Abitur/Fachabitur
64%
Mittlere Reife
31%
Hauptschulabschluss
3%
Kein Abschluss
2%
Quelle: "Datenbank Auszubildende" des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder (Erhebung zum 31. Dezember)

Hilfreich sind gute Noten in:

Mathe
Wirtschaft
Englisch

3 wichtige Stärken:

Sorgfalt & Genauigkeit
Selbstorganisation
Überzeugungsfähigkeit

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: Büro
Samstagsarbeit
Dienstreisen nur in Ausnahmefällen

Tourismuskaufmann für Privat- und Geschäftsreisen kannst du theoretisch mit jedem Schulabschluss oder sogar ohne Abschluss werden. Der Großteil der Azubis startet mit Fachabitur oder Abitur in die Ausbildung, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. Ungefähr ein Drittel der Azubis hat einen mittleren Abschluss. Mit Hauptschulabschluss oder ohne Abschluss wirst du dich also eher schwer tun, eine Ausbildungsstelle zu finden, unmöglich ist es aber nicht.

Mit guten Noten in Mathe kannst du in dieser Ausbildung auf jeden Fall punkten. Auch gute Wirtschaft- und Englischkenntnisse können bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz hilfreich sein. Aber gute Noten in diesen Fächern sind kein Muss. Am wichtigsten ist, dass du die passenden Stärken mitbringst. Tourismuskaufleute für Privat- und Geschäftsreisen müssen vor allem Überzeugungsfähigkeit besitzen, brauchen eine angemessene Selbstorganisation und sollten über eine sorgfältige Arbeitsweise verfügen.

Der Tourismuskaufmann ist ein kaufmännischer Beruf, in dem du in den meisten Fällen im Büro arbeitest. Dein Arbeitsplatz kann aber auch ein Kundenschalter sein. Besonders typisch für diesen Beruf ist Samstagsarbeit, Dienstreisen kommen in der Regel nicht auf dich zu.

Aber Tourismuskaufmann ist nicht gleich Tourismuskaufmann. Dein Arbeitsumfeld kann ganz unterschiedlich aussehen, je nachdem in welchem Ausbildungsbetrieb und in welchem Bereich du tätig bist. In einem Reisebüro arbeitest du in einem kleinen Team und hast feste Arbeitszeiten. Dagegen sind bei einer Tätigkeit am Flughafen auch Sonn- und Feiertagsarbeit typisch. Daher solltest du dir genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passen.

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Bildnachweis: „Frau sitzt am Schreibtisch und blickt auf einen Globus" © Monkey Business Images / Shutterstock.com