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Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung – Ausbildung & Beruf

Mangos, Zitronen, Papayas, Wassermelonen – das alles ergibt einen tollen Obstsalat. Damit die Früchte aus den Tropen nach Deutschland kommen, muss richtig geplant werden.

Was macht ein Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung?

Die Spezialisten dafür sind Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung. Als Speditionskaufmann organisierst du den nationalen und internationalen Güterverkehr. Damit dabei alles glatt läuft, müssen Terminpläne entworfen, geeignete Transportmittel ausgewählt und Formalitäten erledigt werden. Ebenso gehört das Vorbereiten der Verträge oder das Kalkulieren von Preisen zu deinen Aufgaben.

Da du in diesem Beruf auch mit Kunden in engem Kontakt stehen wirst, lernst du in der Ausbildung zum Speditionskaufmann, wie man jene betreut und berät, gegebenenfalls sogar auf Englisch. Darüber hinaus erfährst du, welche Transportmittel sich für welche Güter eignen oder wie man Zahlungsvorgänge bearbeitet.

Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung sind in Speditionen und bei Post- und Kurierdiensten tätig. Zudem gibt es für sie Beschäftigungsmöglichkeiten in der Güterbeförderung im Straßen- oder Eisenbahnverkehr bzw. in der Schiff- und Luftfahrt.

Art der Ausbildung

dual (Berufsschule und Betrieb)

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich

Zuständige Stelle

IHK

So läuft die Ausbildung ab

Du findest diesen Beruf spannend und interessierst dich dafür? Dann stellst du dir sicher die Frage: Wie werde ich Speditionskaufmann? In deiner Ausbildung zum Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung bist du abwechselnd in Betrieb und Berufsschule. Die praktische Seite des Berufs erlernst du im Betrieb, indem du konkrete Aufgaben übernimmst. Das theoretische Hintergrundwissen wird dir in der Berufsschule vermittelt. Während deiner Ausbildung führst du ein Berichtsheft über deine Aufgaben und Tätigkeiten. Dieses dient als Ausbildungsnachweis und wird von deinem Ausbilder regelmäßig kontrolliert.

In der Mitte des 2. Ausbildungsjahres findet eine schriftliche Zwischenprüfung statt. Am Ende deiner Ausbildung folgt die Abschlussprüfung, die aus mehreren Teilen besteht. Nach Bestehen deiner Prüfung darfst du dich staatlich anerkannter Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung nennen.

Welche Inhalte und Themen dich unter anderem in deiner Ausbildung erwarten, erklärt dir das AZUBIYO-Ausbildungslexikon. Weitere Infos zu den Inhalten und dem Ablauf der Ausbildung findest du in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung.

Das lernst du in der Ausbildung zum Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung: 

  • B wie Beschaffungslogistik: In diesem Bereich der Logistik geht es darum, Güter zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zur Verfügung zu stellen. In deiner Ausbildung wird dir gezeigt, wie dieser Prozess aussieht und wie Störungen erfasst werden.
  • L wie Lager: Und was hast du auf Lager? Als Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung kennst du die verschiedenen Lagerarten und weißt, welche unterschiedlichen Funktionen diese haben.
  • T wie Transport: Ob auf Straßen, Schienen oder im Luftverkehr: In der Ausbildung zum Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung lernst du, welche Verkehrsträger es gibt und was man bei deren Auswahl beachten muss.

Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du zahlreiche Möglichkeiten dich fortzubilden und die Karriereleiter nach oben zu klettern. Zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Fachwirt für Güterverkehr und Logistik oder zum Betriebswirt für Verkehr. Du kannst aber auch über ein anschließendes Studium nachdenken, zum Beispiel in den Bereichen Logistik, Verkehrsbetriebswirtschaft oder BWL.

Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistungen: Voraussetzungen für die Ausbildung

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, mit welchem Schulabschluss, welchen Schulfächern und Stärken du besonders gute Chancen auf eine Ausbildungsstelle hast, und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind:

Welchen Schulabschluss haben Ausbildungsanfänger?

Abitur/Fachabitur
56%
Mittlere Reife
37%
Hauptschulabschluss
5%
Kein Abschluss
2%
Quelle: "Datenbank Auszubildende" des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder (Erhebung zum 31. Dezember)

Hilfreich sind gute Noten in:

Deutsch
Mathe
Wirtschaft

3 wichtige Stärken:

Selbstorganisation
Analytische Fähigkeiten
Sorgfalt & Genauigkeit

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: Büro
Schichtarbeit
Dienstreisen nur in Ausnahmefällen

Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistungen kannst du theoretisch mit jedem Schulabschluss oder sogar ohne Abschluss werden. Die meisten Azubis starten mit (Fach-)Abitur in die Ausbildung wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. Danach folgen Azubis mit Realschulabschluss und ein kleiner Teil beginnt mit einem Hauptschulabschluss. Es starten kaum Azubis ohne Schulabschluss in die Ausbildung.

Gute Noten und Kenntnisse in Mathe und Wirtschaft zahlen sich bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz aus, denn sie helfen dir z.B. beim Kalkulieren von Laufzeiten und um marktgerechte Leistungsangebote zu entwickeln. Auch gute Deutschkenntnisse können bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz hilfreich sein, beispielsweise bei Informations- und Verkaufsgesprächen mit Kunden. Aber gute Noten in diesen Fächern sind kein Muss. Am wichtigsten ist, dass du großes Interesse und die passenden Stärken für die Ausbildung zum Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistungen mitbringst. In diesem Beruf sind vor allem analytische Fähigkeiten von Vorteil zum Beispiel beim Berechnen von Frachtkosten. Außerdem helfen dir eine sorgfältige und genau Arbeitsweise in deiner Ausbildung.

Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistungen ist ein kaufmännischer Beruf. Das Arbeitsumfeld ist meist ein Büro, z.B. bei einer Spedition. In der Regel arbeitest du im Schichtdienst und Dienstreisen kommen nur in Ausnahmefällen vor.

Dein Arbeitsumfeld kann ganz unterschiedlich aussehen, je nachdem in welchem Ausbildungsbetrieb und in welchem Bereich du tätig bist. Als Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistungen arbeitest du z.B. auch in Lagerhallen oder im Freien, um Frachtkontrollen durchzuführen. Daher solltest du dir genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passen.

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Bildnachweis: „Container" © Jan Becke / Fotolia