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Kaufmann / Kauffrau für Tourismus und Freizeit
Ausbildung & Beruf

Ausbildung Kaufmann für Tourismus und Freizeit

Am Computer siehst du Zahlen und Daten: die Ergebnisse der Zufriedenheitsbefragung der letzten Japanrundreisen, die deine Agentur organisiert hat. Für das kommende Jahr werden sicherlich Änderungen am Programm nötig sein. Was den Urlaubern gefallen hat und wo ihr euch noch verbessern könnt, wirst du nun analysieren. Als Kaufmann für Tourismus und Freizeit gestaltest du nicht nur Programme und Reisen, sondern bist auch für Berechnungen und Analysen zuständig. Das ist abwechslungsreich und spannend, also los! 

Berufsbild Kaufmann für Tourismus und Freizeit / Kauffrau für Tourismus und Freizeit

Was macht ein Kaufmann für Tourismus und Freizeit (m/w/d)?

Kaufleute für Tourismus und Freizeit organisieren Veranstaltungen für Touristen, beraten Urlauber bei der Freizeitgestaltung, informieren aber auch Kur- oder Wellnessgäste über kulturelle Angebote in der jeweiligen Region. Sie sind also für die Entwicklung und Vermittlung touristischer Angebote verantwortlich und beraten ihre Kunden dementsprechend. Zudem sind sie für die anfallenden kaufmännischen Aufgaben zuständig, wie etwa:

  • Schriftverkehr
  • Zahlungsverkehr
  • Materialverwaltung

Gerade, wenn du in Tourismusbetrieben arbeitest, musst du dich als Kaufmann für Tourismus und Freizeit bzw. Kauffrau für Tourismus und Freizeit auch darum kümmern, dass die Anlagen jederzeit in einem einwandfreien Zustand sind. Hier können also auch technische Aufgaben oder Pflegetätigkeiten auf dich zukommen.

Sprachkenntnisse: Fremdsprachenkenntnisse sind als Kaufmann für Tourismus und Freizeit wichtig: Du brauchst sie nicht nur bei der Kommunikation mit fremdsprachigen Kunden oder Partnern, sondern auch auf Messen oder dann, wenn dein Arbeitgeber sich auf eine bestimmte Region der Welt spezialisiert hat. Kannst du mehr als Deutsch und Englisch, wird das in dieser Branche gern gesehen.

Wie sieht der Berufsalltag als Kaufmann für Tourismus und Freizeit aus?

Als Kaufmann bzw. Kauffrau für Tourismus und Freizeit arbeitest du häufig vom Schreibtisch aus: mal in einem Büro, mal in einer Verkaufsstelle. Am Computer kannst du Termine, Angebote oder Veranstaltungen einsehen. Wahrscheinlich arbeitest du mit speziellen Anwenderprogrammen, um dort die gewünschten Informationen zu finden und zu verwalten. 

Bei der Kundenberatung musst du sowohl freundlich als auch flexibel sein – gerade im Tourismusbereich hören Kunden sich gern verschiedene Möglichkeiten an, um sich erst später zu entscheiden. Kaufleute für Tourismus und Freizeit bedenken bei allen Optionen immer auch wirtschaftliche Aspekte und richten Marketing und Vertrieb danach aus. Hier ist auch Kreativität gefragt, um sich von anderen Regionen oder Anbietern abzusetzen. 

In Reise- und Tourismusbüros bist du vorwiegend im Kundenkontakt und hast in der Regel feste Arbeitszeiten. Du kannst aber auch in der Hotellerie tätig sein, zum Beispiel in Ferienunterkünften. Hier arbeitest du auch am Wochenende und abends. Welcher Arbeitsalltag dich als Kaufmann für Tourismus und Freizeit erwartet, hängt also auch stark von deinem Arbeitgeber ab.

Wo arbeitet man als Kaufmann für Tourismus und Freizeit?

Kauffrau / Kaufmann für Tourismus und Freizeit ist ein kaufmännischer Beruf. Dein Arbeitsumfeld ist daher in der Regel ein Büro. Aber auch auf Messen kann man dich antreffen – gerade die großen Tourismus- und Freizeitmessen gehören bei vielen Tourismusverbänden zu den wichtigen Jahresterminen.

Nach der Ausbildung kannst du beispielsweise in Gesundheits-, Wellness- und Kureinrichtungen, in Tourismusbüros oder Ferienparks arbeiten. Tourist-Infos können genauso dein Arbeitgeber sein wie eine Reiseagentur, ein Verband oder eine Tourismusorganisation.

Ausbildung zum Kaufmann / zur Kauffrau für Tourismus und Freizeit

Wie läuft die Ausbildung zum Kaufmann für Tourismus und Freizeit ab?

Du befindest dich während deiner Ausbildung zum Kaufmann für Tourismus und Freizeit bzw. zur Kauffrau für Tourismus und Freizeit abwechselnd in Betrieb und Berufsschule. Im Betrieb lernst du die praktische Seite des Berufsbildes Kaufmann für Tourismus & Freizeit kennen und übernimmst konkrete Aufgaben. In der Berufsschule wird dir das theoretische Hintergrundwissen vermittelt.

Während deiner Ausbildung musst du als Ausbildungsnachweis ein Berichtsheft über deine Aufgaben und Tätigkeiten führen. Darin hältst du fest, welche Aufgaben und Inhalte du in deiner Ausbildung zum Kaufmann für Tourismus & Freizeit erlernst.

In der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres absolvierst du eine schriftliche Zwischenprüfung. Am Ende deiner Ausbildung wartet die Abschlussprüfung mit 3 schriftlichen und einer mündlichen Prüfung auf dich. Wenn du die Prüfung bestehst, darfst du dich staatlich anerkannter Kaufmann für Tourismus & Freizeit nennen.

Weitere Infos zu den Inhalten und dem Ablauf der Ausbildung findest du in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Kaufmann – Tourismus und Freizeit.

Art der Ausbildung

dual (Berufsschule und Betrieb)

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, Verkürzung auf 2,5 - 2 möglich

Ausbildungsvergütung

831 - 1.041 €

Was lernt man in der Ausbildung zum Kaufmann für Tourismus und Freizeit?

In deiner Ausbildung zur Kauffrau für Tourismus und Freizeit lernst du alles, was man wissen muss, um die Kunden richtig und effizient zu beraten und für sie ein ansprechendes Programm zu erstellen. Im Ausbildungsbetrieb durchläufst du dabei verschiedene Stationen und arbeitest auch in der Kalkulation und Leistungsberechnung mit. Auch die Durchführung von Werbeaktionen ist wichtiger Bestandteil der Ausbildung zum Kaufmann für Tourismus und Freizeit.

Da es sich um eine duale Ausbildung handelt, besuchst du auch die Berufsschule. Hier hast du Fächer wie Deutsch oder Wirtschaftsenglisch, aber auch Unterricht in berufsspezifischen Lernfeldern. Diese heißen beispielsweise Geschäftsprozesse erfassen, Marktanalyse oder Veranstaltungsplanung.

Welche Inhalte und Themen dich unter anderem in deiner Ausbildung erwarten, erklärt dir das AZUBIYO-Ausbildungslexikon:

  • A wie AIDA-Modell: Attention (Aufmerksamkeit), Interest (Interesse), Desire (Verlangen) und Action (Handlung) – 4 Phasen, die ein potenzieller Kunde durchläuft, um sich letztendlich für dein Produkt zu entscheiden. Als Kaufmann für Tourismus und Freizeit weißt du, wie man die Phasen bestmöglich umsetzt.
  • B wie Bilanz: Um zu sehen, wie das Geschäftsjahr lief, ist das Erstellen einer Bilanz notwendig, denn hier siehst du Einnahmen und Ausgaben. In deiner Ausbildung erfährst du, wie man eine Bilanz erstellt und richtig interpretiert.
  • Y wie Yield-Management: Ist ein wichtiges Instrument bei Dienstleistungsunternehmen, z.B. deinem Reisebüro, um den Umsatz zu maximieren. Die richtige Anwendung und welche Faktoren du beachten musst, lernst du in deiner Ausbildung.

Kaufmann für Tourismus und Freizeit: Voraussetzungen für die Ausbildung

Hier zeigen wir dir, mit welchem Schulabschluss, welchen Schulfächern und Stärken du besonders gute Chancen auf eine Ausbildungsstelle hast, und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind:

Schulfächer

  • Mathe
  • Wirtschaft
  • Deutsch

Stärken

  • Sorgfalt & Genauigkeit
  • Selbstorganisation
  • Überzeugungsfähigkeit

Arbeitsbedingungen

  • Umfeld: Büro
  • Feste Zeiten
  • Überdurchschnittlich viel Kontakt mit Menschen

Kaufmann für Tourismus & Freizeit bzw. Kauffrau für Tourismus und Freizeit kannst du theoretisch mit jedem Schulabschluss oder sogar ohne Abschluss werden. Die meisten Azubis hatten das (Fach-)Abitur, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. Danach folgen Azubis mit Realschulabschluss und ein kleinerer Teil startet mit Hauptschulabschluss in die Ausbildung. Nur eine Handvoll Azubis beginnt die Ausbildung ohne Schulabschluss.

Gute Noten in Wirtschaft und Deutsch zahlen sich bei der Bewerbung um einen der begehrten Ausbildungsplätze aus, denn in deiner Ausbildung erledigst du viele Aufgaben, bei denen kaufmännische Kenntnisse wichtig sind. Auch gute Mathekenntnisse können bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz hilfreich sein, denn sie erleichtern z.B. das Kalkulieren von Tourismus- und Freizeitangeboten. Aber gute Noten in diesen Fächern sind kein Muss. Am wichtigsten ist, dass du Motivation und die passenden Stärken für die Ausbildung mitbringst. In diesem Beruf sind vor allem (selbst-)organisatorische Fähigkeiten gefragt sowie eine sorgfältige Arbeitsweise, damit deine Kunden zufrieden sind.

Kauffrau für Tourismus und Freizeit ist ein kaufmännischer Beruf. Dein Arbeitsumfeld ist daher in der Regel ein Büro. Da du vor allem Kunden informierst und berätst, bist du viel im Kontakt mit diesen.

Dein Arbeitsumfeld kann ganz unterschiedlich aussehen, je nachdem in welchem Ausbildungsbetrieb und in welchem Bereich du tätig bist. In Reise- und Tourismusbüros bist du vorwiegend im Kundenkontakt und hast in der Regel feste Arbeitszeiten. Du kannst aber auch in der Hotellerie tätigt sein z.B. in Ferienunterkünften. Hier arbeitest du auch am Wochenende und abends. Daher solltest du dir genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passen.

Wie viel verdient man als Kaufmann für Tourismus und Freizeit in der Ausbildung?

Als Kaufmann für Tourismus und Freizeit bzw. Kauffrau für Tourismus und Freizeit kannst du in deiner Ausbildung im Schnitt mit folgenden Ausbildungsvergütungen rechnen:

  • im 1. Ausbildungsjahr: 831 Euro
  • im 2. Ausbildungsjahr: 923 Euro
  • im 3. Ausbildungsjahr: 1.041 Euro

Du möchtest gerne mehr erfahren? Hier geht es zur Kaufmann für Tourismus und Freizeit Gehaltsseite.

Blick hinter die Kulissen: Erfahrungsberichte von Azubis

Passt die Ausbildung zum Kaufmann / zur Kauffrau für Tourismus und Freizeit zu mir?

Kaufmann für Tourismus und Freizeit bzw. Kauffrau für Tourismus und Freizeit ist der passende Ausbildungsberuf für dich, wenn 

  • du gerne kommunizierst
  • du Eigeninitiative und Kreativität mitbringst
  • du Verantwortung übernehmen willst
  • du ein Verkaufstalent bist

Die Ausbildung zum Kaufmann für Tourismus und Freizeit ist nicht ideal für dich, wenn

  • du kein Interesse an Reisen hast
  • du dir einen Beruf mit wenigen Sozialkontakten wünschst
  • du nicht gerne im Team arbeitest
  • du keine wechselnden Aufgaben magst

Alles im grünen Bereich? Dann mach den Berufswahltest und finde heraus, zu wie viel Prozent diese Ausbildung tatsächlich zu dir passt. → Jetzt Eignung testen! Du bist dir schon sicher, dass es dein Traumberuf ist? Dann findest du hier freie Ausbildungsplätze ↓

Eine Tätigkeit im Bereich Kaufmännisches, Vertrieb & Handel kannst du dir gut vorstellen, aber du bist noch nicht sicher, welcher Beruf am besten zu dir passt? Dann schau dir noch folgende verwandte Berufe an:

Weiterbildung & Zukunftsaussichten

Wenn du deine Ausbildung erfolgreich beendet hast, gibt es für dich viele Möglichkeiten zur Weiterbildung, z.B. zum Fachwirt für Tourismus oder zum Betriebswirt für Touristik/Reiseverkehr. Wenn du das (Fach-)Abitur hast, könntest du auch über ein anschließendes Studium nachdenken, zum Beispiel in den Bereichen BWL oder Hotel- und Tourismusmanagement. Bei Weiterbildungen unterscheiden wir zwischen 3 verschiedenen Wegen:

  • Anpassungsfortbildung,
  • Aufstiegsfortbildung &
  • Studium.

Weiterbildung nach der Ausbildung zum Kaufmann / zur Kauffrau für Tourismus und Freizeit

Bei Anpassungsfortbildungen geht es darum, dein Wissen aktuell zu halten, um Entwicklungen in den Bereichen Tourismus und Freizeitwirtschaft, Kundenservice, Verkaufsgespräch oder Rechnungswesen kennenzulernen. 

Mit einer Aufstiegsfortbildung willst du Karriere machen, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Fachwirt - Tourismus oder zum Betriebswirt - Touristik/Reiseverkehr. Aber auch ein Studium kannst du anschließen.

Nachhaltigkeit & Zukunftsaussichten als Kaufmann für Tourismus und Freizeit

Reisen, egal ob ins In- oder Ausland, sind immer beliebt. Einige Regionen erleben aktuell einen Aufschwung, andere erwarten ihn vielleicht in Zukunft. Als Kaufmann für Tourismus und Freizeit kannst du den Reisemarkt aktiv mitgestalten und Urlauber und Gäste von deinem Hotel, deiner Gegend oder deinem Konzept überzeugen. Dafür musst du kommunikativ und aufgeschlossen sein und auch aktuelle Trends berücksichtigen. Gerade wenn dir Nachhaltigkeit wichtig ist, gibt es viele Anbieter, die hier tolle Ideen haben – im Großen oder im Kleinen.

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