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Kaufmann für Tourismus und Freizeit – Ausbildung & Beruf

Am Meer, in den Bergen, auf der Piste oder in der Altstadt von Rom... Dort arbeiten, wo andere Urlaub machen? – Ja, das ist möglich als Kaufmann für Tourismus und Freizeit!

Was macht ein Kaufmann für Tourismus und Freizeit?

Kaufleute für Tourismus und Freizeit organisieren Veranstaltungen für Touristen, beraten Urlauber bei der Freizeitgestaltung, informieren aber auch Kur- oder Wellnessgäste über kulturelle Angebote in der jeweiligen Region. Zudem sind sie für die anfallenden kaufmännischen Aufgaben, wie etwa den Schrift- oder Zahlungsverkehr, zuständig.

In deiner Ausbildung lernst du alles, was man wissen muss, um die Kunden richtig und effizient zu beraten und für sie ein ansprechendes Programm zu erstellen.

Nach der Ausbildung kannst du z.B. in Gesundheits-, Wellness- und Kureinrichtungen, in Tourismusbüros oder Ferienparks arbeiten.

Art der Ausbildung

dual (Berufsschule und Betrieb)

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich

Zuständige Stelle

IHK

So läuft die Ausbildung ab

Du interessierst dich für diesen Beruf? Dann möchtest du bestimmt wissen, wie die Ausbildung abläuft. Du befindest dich dabei abwechselnd in Betrieb und Berufsschule. Im Betrieb lernst du die praktische Seite des Berufsbildes Kaufmann für Tourismus & Freizeit kennen und übernimmst konkrete Aufgaben. In der Berufsschule wird dir das theoretische Hintergrundwissen vermittelt. Während deiner Ausbildung musst du als Ausbildungsnachweis ein Berichtsheft über deine Aufgaben und Tätigkeiten führen. Darin hältst du fest, welche Aufgaben und Inhalte du in deiner Ausbildung zum Kaufmann für Tourismus & Freizeit erlernst.

In der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres absolvierst du eine schriftliche Zwischenprüfung. Am Ender deiner Ausbildung wartet die Abschlussprüfung mit 3 schriftlichen und einer mündlichen Prüfung auf dich. Wenn du die Prüfung bestehst, darfst du dich staatlich anerkannter Kaufmann für Tourismus & Freizeit nennen.

Welche Inhalte und Themen dich unter anderem in deiner Ausbildung erwarten, erklärt dir das AZUBIYO-Ausbildungslexikon. Weitere Infos zu den Inhalten und dem Ablauf der Ausbildung findest du in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Kaufmann – Tourismus und Freizeit.

Das lernst du in der Ausbildung zum Kaufmann für Tourismus und Freizeit:

  • A wie AIDA-Modell: Attention (Aufmerksamkeit), Interest (Interesse), Desire (Verlangen) und Action (Handlung) – 4 Phasen, die ein potenzieller Kunde durchläuft, um sich letztendlich für dein Produkt zu entscheiden. Als Kaufmann für Tourismus und Freizeit weißt du, wie man die Phasen bestmöglich umsetzt.
  • B wie Bilanz: Um zu sehen, wie das Geschäftsjahr lief, ist das Erstellen einer Bilanz notwendig, denn hier siehst du Einnahmen und Ausgaben. In deiner Ausbildung erfährst du, wie man eine Bilanz erstellt und richtig interpretiert.
  • Y wie Yield-Management: Ist ein wichtiges Instrument bei Dienstleistungsunternehmen, z.B. deinem Reisebüro, um den Umsatz zu maximieren. Die richtige Anwendung und welche Faktoren du beachten musst, lernst du in deiner Ausbildung. 

Wenn du deine Ausbildung erfolgreich beendet hast, gibt es für dich viele Möglichkeiten zur Weiterbildung, z.B. zum Fachwirt für Tourismus oder zum Betriebswirt für Touristik/Reiseverkehr. Wenn du das (Fach-)Abitur hast, könntest du auch über ein anschließendes Studium nachdenken, zum Beispiel in den Bereichen BWL oder Hotel- und Tourismusmanagement.

Kaufmann für Tourismus und Freizeit: Voraussetzungen für die Ausbildung

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, mit welchem Schulabschluss, welchen Schulfächern und Stärken du besonders gute Chancen auf eine Ausbildungsstelle hast, und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind:

Welchen Schulabschluss haben Ausbildungsanfänger?

Abitur/Fachabitur
54%
Mittlere Reife
40%
Hauptschulabschluss
4%
Kein Abschluss
2%
Quelle: "Datenbank Auszubildende" des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder (Erhebung zum 31. Dezember)

Hilfreich sind gute Noten in:

Wirtschaft
Deutsch
Mathe

3 wichtige Stärken:

Überzeugungsfähigkeit
Selbstorganisation
Sorgfalt & Genauigkeit

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: Büro
Feste Zeiten
Überdurchschnittlich viel Kontakt mit Menschen

Kaufmann für Tourismus & Freizeit kannst du theoretisch mit jedem Schulabschluss oder sogar ohne Abschluss werden. Die meisten Azubis hatten das (Fach-)Abitur, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. Danach folgen Azubis mit Realschulabschluss und ein kleinerer Teil startet mit Hauptschulabschluss in die Ausbildung. Nur eine Handvoll Azubis beginnt die Ausbildung ohne Schulabschluss.

Gute Noten in Wirtschaft und Deutsch zahlen sich bei der Bewerbung um einen der begehrten Ausbildungsplätze aus, denn in deiner Ausbildung erledigst du viele Aufgaben, bei denen kaufmännische Kenntnisse wichtig sind. Auch gute Mathekenntnisse können bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz hilfreich sein, denn sie erleichtern z.B. das Kalkulieren von Tourismus- und Freizeitangeboten. Aber gute Noten in diesen Fächern sind kein Muss. Am wichtigsten ist, dass du Motivation und die passenden Stärken für die Ausbildung mitbringst. In diesem Beruf sind vor allem (selbst-)organisatorische Fähigkeiten gefragt sowie eine sorgfältige Arbeitsweise, damit deine Kunden zufrieden sind.

Kaufmann für Tourismus und Freizeit ist ein kaufmännischer Beruf. Dein Arbeitsumfeld ist daher in der Regel ein Büro. Da du vor allem Kunden informierst und berätst, bist du viel im Kontakt mit diesen.

Dein Arbeitsumfeld kann ganz unterschiedlich aussehen, je nachdem in welchem Ausbildungsbetrieb und in welchem Bereich du tätig bist. In Reise- und Tourismusbüros bist du vorwiegend im Kundenkontakt und hast in der Regel feste Arbeitszeiten. Du kannst aber auch in der Hotellerie tätigt sein z.B. in Ferienunterkünften. Hier arbeitest du auch am Wochenende und abends. Daher solltest du dir genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passen.

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Bildnachweis: „Wegweiser Touristeninformation" © Lucida / Fotolia