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Zahnarzt / Zahnärztin
Ausbildung & Beruf

Zahnarzt / Zahnärztin
Zahnarzt / Zahnärztin

Deine Vorstellung der Zahnarzt Ausbildung: Astralweißes Lächeln, immer eine Zahnbürste in der Kitteltasche und Namensschild mit ellenlangem Doktortitel. Nicht wirklich. Sicher hast du zu oft Zahnpasta-Werbung im TV gesehen. Wie die Zahnarzt Ausbildung abläuft und was du im Beruf wirklich den ganzen Tag machst, erfährst du hier.

Für eine Zahnarzt Ausbildung gibt es mehrere Möglichkeiten, je nachdem welchen Schulabschluss du mitbringst, wie du dir deinen Berufsalltag vorstellst und ob du lieber in einem Handwerks- oder Gesundheitsberuf arbeiten möchtest.

Zahnarzt (m/w/d) Ausbildung

Als Zahnarzt bzw. Zahnärztin bist du Spezialist für Mund-, Kiefer- und Zahngesundheit. Meist arbeitest du in einer Praxis oder zahnmedizinischen Klinik. Aber auch in der Forschung, der Pharma­industrie oder bei Gesundheitsämtern bist du gefragt. Typische Aufgaben im Praxisalltag sind die Beratung deiner Patienten, Zahn-Prophylaxe und die Diagnose und Behandlung von Zahn­krank­heiten. Du ziehst kaputte Zähne, entfernst Karies und machst Füllungen. In Operationen behebst du Fehlstellungen oder behandelst einen Kieferbruch. Wie du siehst, ist Zahnarzt ein besonders viel­seitiger, aber auch anspruchsvoller Beruf.

Voraussetzungen Ausbildung Zahnarzt

Wer eine Zahnarzt Ausbildung machen möchte, braucht die (Fach-)Hochschulreife oder eine entsprechende berufliche Qualifikation . Studienplätze werden über ein bundesweites Zulassungs­verfahren verge­ben, wobei sehr gute Schulnoten und Wartezeiten deine Chancen erhöhen. Das Studium Zahnmedizin gliedert sich in die Vorklinik (5 Semester) mit theoretischen Grundlagen und in die praxisbezogene Klinik (5 Semester). Im 11. Semester machst du schließlich dein Staatsexamen und erhältst mit der Appro­ba­tion die staatliche Erlaubnis, den Beruf Zahnarzt auszuüben. Viele studierte Zahnärzte promovieren zusätzlich, um den Titel „Dr. med. dent.“ tragen zu dürfen. Dieser macht auf deinem Praxisschild zwar was her, ist aber keine Pflicht.

Fähigkeiten Zahnarzt

Vorne links oben, hinten rechts unten - ein gut ausgeprägtes dreidimensionales Vorstellungs­ver­mögen brauchst du, um z.B. Röntgenbilder korrekt auszuwerten. Fingerfertigkeit und eine gute Hand-Auge-Koordination sind im Umgang mit Instrumenten und Werkzeugen unbedingt notwendig, wenn du eine Zahnarzt Ausbildung machen möchtest. Beobachtungs­genauigkeit und Sorgfalt beweist du bei Behand­lungen und der Analyse von Labor­daten. Deiner Verantwortung für die Patienten bist du dir bewusst, du begegnest ihnen souverän und einfühlsam.

Weiterbildung Zahnarzt

Regelmäßige Weiterbildungen sind für den Zahnarzt Pflicht, denn nur mit top aktuellem Wissensstand, z.B. über Strahlenschutz, Zahntechnik oder Gesundheitsmanagement, kann er Patien­ten bestmöglich behandeln.

Frühestens nach einjähriger Tätigkeit als allgemeiner Zahnarzt kannst du dich innerhalb von 4 Jahren zum Facharzt auf einem der folgenden Gebiete weiterbilden: Kieferorthopädie, Oralchirurgie, Parodontologie, öffentliches Gesundheitswesen.

Verwandte Ausbildungsberufe

Ein Studium kommt für dich nicht infrage? Wie wäre es dann mit einem der folgenden Ausbildungsberufe? Mit welchen Ausbildungsinhalten du hier rechnen kannst, zeigen wir dir jetzt.

Zahnmedizinische Fachangestellte (m/w/d) Ausbildung

Als Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA) assistierst du dem Zahnarzt, du organisierst Abläufe in der Praxis und bist Ansprechpartner für Patienten. Die Räumlichkeiten stattest du mit Materialien aus und bereitest Arbeitsgeräte vor. Behandlungen dokumentierst du und reichst dem Zahnarzt Instrumente. Am Empfang vereinbarst du Termine, korrespondierst mit Krankenkassen und übernimmst die Abrechnung. Kurz gesagt: Als ZFA sorgst du dafür, dass in der Praxis alles reibungslos läuft.

Voraussetzungen Ausbildung ZFA

Meist starten angehende Azubis mit einem Hauptschul- oder mittleren Bildungsabschluss in die 3-jährige Duale Ausbildung zum Zahnmedizinischen Fachangestellten. Ein ärztliches Attest weist deine Berufs­eignung nach.

Welche Schulfächer sind hilfreich?
  • Deutsch
  • Mathe
  • Biologie
Welche 3 Stärken sind wichtig?
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Selbstständige Arbeitsweise
  • Sorgfalt
Welche Kenntnisse und Fertigkeiten sind hilfreich?
  • Planen und Organisieren
  • Beobachtungsgenauigkeit
  • Fingergeschick

Weiterbildungsmöglichkeiten ZFA

Nach einem Jahr Berufspraxis als ZFA kannst du dich weiterbilden als

  • Zahnmedizinischer Fachassistent
  • Zahnmedizinischer Verwaltungsassistent
  • Zahnmedizinischer Prophylaxeassistent
  • Dentalhygieniker

Für die letzten beiden Weiterbildungen benötigst du einen Erste-Hilfe-Kurs sowie einen Nachweis gemäß Strahlenschutzverordnung. Als Dentalhygieniker befasst du dich hauptsächlich mit Parodonto­logie und professioneller Zahnreinigung. Die 6-monatige Weiterbildung ist durch die Zahnärzte- bzw. Landes­zahn­ärzte­kammern geregelt und unter Umständen an einen bestandenen Eignungstest geknüpft. Alternativ kannst du Dentalhygiene auch im Dualen Studium oder in 6-8 Semestern an der Hochschule studieren.

Zahntechniker (m/w/d) Ausbildung

Zahntechniker, auch Dentaltechniker genannt, ist ein Handwerksberuf. Du reparierst und fertigst Zahnersatz wie Kronen und Brücken, aber auch Zahnspangen und Korrekturschienen an. Mithilfe von Abformungen stellst du als Zahntechniker Gebissmodelle her. Anhand dieser modellierst du Implan­tate und Prothesen passgenau und individuell. Im Arbeitsalltag bedienst du Hightech-Geräte und arbeitest mit verschie­densten Materialien wie Gips, Kunststoff, Keramik, Titan und sogar mit Feingold.

Voraussetzungen für die Zahntechniker Ausbildung

Zahntechniker ist eine Duale Ausbildung, für die keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben ist. Angehende Zahntechniker-Azubis bringen aber meist einen Hochschulabschluss oder einen mittleren Bildungsabschluss mit. Regulär dauert die Zahntechniker Ausbildung 3,5 Jahre und findet im Wechsel im Ausbildungs­betrieb und in der Berufsschule statt.

Welche Schulfächer sind hilfreich?
  • Physik
  • Biologie
  • Mathe
Welche 3 Stärken sind wichtig?
  • Handwerkliches Geschick
  • Geduld
  • Sorgfalt
Welche Arbeitsbedingungen kommen auf dich zu?
  • Hauptsächlich sitzende Tätigkeit
  • Arbeit mit verschiedenen Materialien
  • Handwerkliche Feinstarbeit

Weiterbildungsmöglichkeiten

Wer beruflich weiter aufsteigen möchte, legt erst seine Gesellenprüfung als Zahntechniker ab und kann mit noch mehr Berufspraxis Zahntechnikermeisterwerden. Wer diesen Titel trägt, übernimmt eine Führungsposition im Betrieb, plant Arbeitsabläufe, leitet Fachkräfte an und bildet Azubis aus.

Weitere Infos

Bildnachweis: „Patientin und Zahnarzt" © harbucks - stock.adobe.com; „Zahnmedizinische Fachangestellte in Untersuchungsraum" © Monkey Business Images / Shutterstock.com; „Arbeit an einem Implantat" © Kzenon / Fotolia