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Zweiradmechatroniker – Ausbildung & Beruf

Ob im Sommer gemütlich mit dem Fahrrad zum See oder zur Alpen-Tour mit dem Motorrad – beides sind beliebte Hobbys. Damit wir einen fahrtüchtigen Untersatz haben, braucht es den Zweiradmechatroniker.

Hinweis: 2014 wurde der Beruf neu geordnet und umbenannt. Aus der alten Berufsbezeichnung Zweiradmechaniker ist der Zweiradmechatroniker geworden.

Was macht ein Zweiradmechatroniker?

Zweiradmechatroniker ist eine vielseitige und abwechslungsreiche Ausbildung. Denn ob Fahrrad oder Motorrad, du sorgst dafür, dass alles einwandfrei funktioniert und wir sicher am Ziel ankommen.

Die Ausbildung zum Zweiradmechatroniker kannst du in 2 verschiedenen Fachrichtungen machen. Je nach Fachrichtung fallen im Berufsalltag unterschiedliche Aufgaben an. In der Fachrichtung Fahrradtechnik dreht sich alles um den „Drahtesel“. Du wartest und reparierst Fährräder, z.B. Räder umbauen oder selber herstellen. Außerdem berätst du Kunden, die Fahrräder und Zubehör kaufen wollen oder ihr Rad in Reparatur geben.

Im Bereich Motorradtechnik hast du ebenfalls mit dem Warten und Reparieren zu tun, allerdings mit Motorrädern. Du lernst daher in der Ausbildung, wie man Motorräder herstellt, sie umbaut oder nach Kundenwünschen umrüstet, z.B. mit Zubehör und Zusatzeinrichtungen.

Die Arbeit als Zweiradmechatroniker kann sehr vielseitig sein, da je nach Bereich unterschiedliche Aufgaben anfallen und du an verschiedenen Arbeitsorten tätig sein kannst. Du arbeitest sowohl in der Werkstatt als auch im Laden. In der Werkstatt kann die Arbeit körperlich anstrengend sein, da du viel mit den Händen arbeitest und das meist im Stehen oder Liegen, z.B. über Kopf bei Montagen an einem Motorrad. Das Tragen der richtigen Schutzausrüstung ist hier Pflicht. In einem Fahrradgeschäft berätst du Kunden und verleihst Fahrräder. Du lernst daher in deiner Ausbildung zum Zweiradmechatroniker viele unterschiedliche Bereiche kennen.

Art der Ausbildung

dual (Berufsschule und Betrieb)

Dauer der Ausbildung

3,5 Jahre, Verkürzung möglich

Zuständige Stelle

IHK oder HWK

So läuft die Ausbildung ab

Du interessierst dich für diesen Beruf? Dann fragst du dich sicher: Wie werde ich Zweiradmechatroniker? In deiner Ausbildung zum Zweiradmechatroniker bist du im Wechsel in Betrieb und Berufsschule. Im Betrieb lernst du die praktische Seite des Berufsbildes Zweiradmechatroniker und übernimmst konkrete Aufgaben. In der Berufsschule wird dir das theoretische Hintergrundwissen vermittelt. Während deiner Ausbildung musst du als Ausbildungsnachweis ein Berichtsheft über deine Aufgaben und Tätigkeiten führen. Dein Ausbilder überprüft dein Berichtsheft regelmäßig. 

Am Ende des 2. Ausbildungsjahres findet Teil I der Abschluss-/Gesellenprüfung statt. Am Ende der Ausbildung folgt dann Teil II der Abschluss-/Gesellenprüfung mit 3 schriftlichen und einem praktischen Arbeitsteil in Form einer Arbeitsaufgabe mit Fachgespräch. Nach Bestehen bist du staatlich anerkannter Zweiradmechatroniker.

Welche Inhalte und Themen dich unter anderem in deiner Ausbildung erwarten, erklärt dir das AZUBIYO-Ausbildungslexikon. Weitere Infos zu den Inhalten und dem Ablauf der Ausbildung findest du in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Zweiradmechatroniker.

Das lernst du in der Ausbildung zum Zweiradmechatroniker:

  • F wie Fehlerursache: Um zu wissen wo der Fehler liegt und was genau repariert werden muss, wird zuerst die Fehlerursache ermittelt. Dies geschieht z.B. mit Hilfe von Fehlersuchprogrammen. In deiner Ausbildung lernst du verschiedene Wege kennen, wie sich Fehlerursachen ermitteln lassen.
  • H wie Hydraulische und pneumatische Systeme: Diese findet man vor allem bei Motorrädern. Hydraulische Systeme sorgen dafür, dass durch Druckflüssigkeit große Kräfte z.B. für Antrieb und Steuerung übertragen werden. Pneumatische Systeme nutzen Druckluft zur Kraftübertragung. Wie genau beides funktioniert, erfährst du in deiner Ausbildung.
  • M wie Messzeuge: Zum Messen und Prüfen braucht es die richtigen „Werkzeuge“. Wie du diese passend auswählst, wird dir in deiner Ausbildung gezeigt.

Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Zweiradmechanikermeister oder zum Techniker für Kraftfahrzeugtechnik. Wenn du das (Fach-)Abitur hast, könntest du aber auch über ein anschließendes Studium nachdenken, zum Beispiel in den Bereichen Fahrzeugtechnik oder Elektromobilität.

Zweiradmechatroniker: Voraussetzungen für die Ausbildung

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, mit welchem Schulabschluss, welchen Schulfächern und Stärken du besonders gute Chancen auf eine Ausbildungsstelle hast, und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind:

Welchen Schulabschluss haben Ausbildungsanfänger?

Abitur/Fachabitur
15%
Mittlere Reife
38%
Hauptschulabschluss
44%
Kein Abschluss
3%
Quelle: "Datenbank Auszubildende" des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder (Erhebung zum 31. Dezember)

Hilfreich sind gute Noten in:

Werken / Technik
Mathe
Physik

3 wichtige Stärken:

Handwerklich-technisches Geschick
Neugierde und Lernbereitschaft
Sorgfalt & Genauigkeit

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: Werkstatt, Fertigungshalle, Handwerksbetrieb
Schichtarbeit
Körperliche Beanspruchung

Zweiradmechatroniker kannst du theoretisch mit jedem Schulabschluss oder sogar ohne Abschluss werden. Die meisten Azubis haben einen Hauptschulabschluss, dicht gefolgt von Azubis mit Mittlerer Reife, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. Ein kleinerer Teil startet mit (Fach-)Abitur in die Ausbildung. Nur wenige Azubis beginnen die Ausbildung ohne Schulabschluss.

Gute Noten und Kenntnisse in Werken/Technik zahlen sich bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz aus, denn sie helfen dir z.B. beim Demontieren und Montieren von einzelnen Baugruppen und bei der Montage von Fahrrädern. Auch gute Mathe- und Physikkenntnisse können bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz hilfreich sein, denn Kenntnisse in der Elektrotechnik sowie das Berechnen von z.B. Einstellwerten sind in der Ausbildung von Vorteil. Aber gute Noten in diesen Fächern sind kein Muss. Am wichtigsten ist, dass du großes Interesse und die passenden Stärken für die Ausbildung zum Zweiradmechatroniker mitbringst. In diesem Beruf ist vor allem handwerklich-technisches Geschick gefragt, zum Beispiel beim Montieren von Schalt- und Bremssystemen oder beim Einstellen der Gangschaltung. Zudem solltest du Neugierde und Lernbereitschaft mitbringen sowie eine sorgfältige Arbeitsweise, da bei der Arbeit an Motorrädern alles genau überprüft und korrekt behoben werden muss, um den Besitzer nicht in Gefahr zu bringen.

Zweiradmechatroniker ist ein handwerklicher Beruf. In der Regel arbeiten Zweiradmechaniker in Reparaturwerkstätten. Dort kann die Arbeit körperlich anstrengend sein, da vorwiegend mit den Händen gearbeitet wird und es herrscht Schichtbetrieb.

Dein Arbeitsumfeld kann ganz unterschiedlich aussehen, je nachdem in welchem Ausbildungsbetrieb und in welcher Fachrichtung du tätig bist. In einem Betrieb, der Fahrräder herstellt und repariert, hast du meist feste Zeiten und verstärkt Kundenkontakt, z.B. berätst du Kunden beim Kauf eines passenden Fahrrads. In einer Werkstatt für Motorräder herrscht vor allem bei größeren Betrieben Schichtdienst. Die Arbeit kann körperlich anstrengend sein, da du viel mit den Händen arbeitest und montierst. Daher solltest du dir genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passen.

Hinweis: Die alte Berufsbezeichnung Zweiradmechaniker gilt seit 2014 nicht mehr. Der Beruf wurde neu geregelt und die Berufsbezeichnung Zweiradmechatroniker mit den Fachrichtungen Fahrradtechnik und Motorradtechnik eingeführt. Die neue Ausbildungsordnung berücksichtigt unter anderem neue Antriebskonzepte wie Hybrid- und Elektroantriebe.

Wie gut passt dieser Beruf zu dir? Jetzt Eignung testen!

Bildnachweis: „Bunte Fahrräder" © V.ZHURAVLEV / Fotolia