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Fremdsprachenkorrespondent – Ausbildung & Beruf

¡Encantada de conocerle! – Heureux de faire votre connaissance! – Nice to meet you!

Egal ob auf Spanisch, Französisch oder Englisch: Einen ausländischen Gesprächspartner in seiner Muttersprache zu begrüßen ist für dich kein Problem? Und auch sonst sind Fremdsprachen deine absolute Stärke? Dann bist du wohl regelrecht zum Fremdsprachenkorrespondent geboren.

Was macht ein Fremdsprachenkorrespondent?

Er erledigt allgemeine Büro- und Sachbearbeitungsaufgaben, aber auch einen Teil der kaufmännischen Vorgänge in einer Firma – und das alles in vielen verschiedenen Sprachen. Muss z.B. ein fremdsprachiger Vertrag übersetzt oder ein Brief in einer anderen Sprache verfasst werden, ist das die Aufgabe von Fremdsprachenkorrespondenten, die auch unter der Berufsbezeichnung "Fremdsprachenassistent" bzw. "Fremdsprachenassistentin" bekannt sind.

Zudem übernehmen sie einfache Dolmetschertätigkeiten und telefonieren mit ausländischen Geschäftsleuten. Sind sie in Import- oder Exportabteilungen tätig, holen sie auch Angebote ein, beantworten Anfragen und verbuchen Aufträge.

Diese Ausbildung findet ausschließlich in einer schulischen Einrichtung statt. Dort hast du sowohl theoretischen als auch praktischen Unterricht, der dir unter anderem Kenntnisse in Auslandskunde oder Grundlagen der Betriebs- und Volkswirtschaft vermittelt. Daneben übst du das Übersetzen, erwirbst allgemeine Sprachgrundlagen und erfährst, was man bei der (Handels-) Korrespondenz beachten muss.

Nach deiner Ausbildung wirst du überwiegend im Büro der unterschiedlichsten Unternehmen arbeiten. Fremdsprachenkorrespondenten werden in zahlreichen Wirtschaftsbereichen benötigt, wie etwa der Medien-, Transport- und Verkehrs- oder Elektro-Branche.

Art der Ausbildung

schulisch (Berufsfachschule und Betriebspraktika)

Dauer der Ausbildung

1-3 Jahre, Verkürzung möglich

Zuständige Stelle

Die Prüfungen legst du bei einem Prüfungsausschuss an einer Schule ab.

So läuft die Ausbildung ab

Du findest diesen Beruf spannend und interessierst dich dafür? Dann stellst du dir sicher die Frage: Wie werde ich Fremdsprachenkorrespondent? Die Ausbildung zum Fremdsprachenkorrespondent ist eine schulische Ausbildung, d.h. sie findet an einer Berufsfachschule statt. In der Berufsfachschule findet der theoretische und praktische Unterricht statt. In Betriebspraktika wird dein theoretisches Wissen umgesetzt und angewandt.

Am Ende deiner Ausbildung findet eine Abschlussprüfung statt, diese besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Nach Bestehen deiner Prüfung darfst du dich je nach Bundesland staatlich geprüfter Fremdsprachenkorrespondent oder staatlich geprüfter Euro-Korrespondent nennen.

Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Betriebswirt oder zum Fachwirt. Wenn du das (Fach-)Abitur hast, könntest du aber auch über ein anschließendes Studium nachdenken, zum Beispiel in den Bereichen Interkulturelle Kommunikation, Wirtschaftssprachen oder Anglistik.

Fremdsprachenkorrespondent: Voraussetzungen für die Ausbildung

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, welche Schulfächer und Stärken besonders wichtig für die Ausbildung sind und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind:

Hilfreich sind gute Noten in:

Englisch
Deutsch
Französisch

3 wichtige Stärken:

Neugierde und Lernbereitschaft
Selbstorganisation
Eigeninitiative & Entscheidungsfreude

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: Büro
Samstagsarbeit
Mehrwöchige Dienstreisen

Für die Ausbildung wird in der Regel ein mittlerer Bildungsabschluss vorausgesetzt. Je nach Bundesland können allerdings auch weitere bzw. andere Voraussetzungen gelten. 

Gute Noten und Kenntnisse in Englisch und Französisch zahlen sich bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz aus, denn sie helfen dir z.B. beim Erledigen der fremdsprachigen Geschäftskorrespondenz. Auch gute Kenntnisse in Deutsch können bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz hilfreich sein, beispielsweise um fremdsprachige Texte ins Deutsche zu übersetzen. Aber gute Noten in diesen Fächern sind kein Muss. Am wichtigsten ist, dass du ein großes Interesse und die passenden Stärken für die Ausbildung zum Fremdsprachenkorrespondent mitbringst. Neben einer guten Selbstorganisation sind in diesem Beruf vor allem Eigeninitiative und Entscheidungsfreude von Vorteil. Zudem solltest du über Neugierde und Lernbereitschaft verfügen, da du in deiner schulischen Ausbildung viel theoretisches Wissen lernst.

Fremdsprachenkorrespondent ist ein kaufmännischer Beruf, daher ist dein Arbeitsumfeld größtenteils ein Büro, z.B. in einem internationalen Unternehmen. In der Regel hast du feste Arbeitszeiten und bist des Öfteren auf Dienstreisen, z.B. bei Kunden oder Veranstaltungen im Ausland.

Dein Arbeitsumfeld kann unterschiedlich aussehen, je nachdem in welchem Ausbildungsbetrieb und in welchem Bereich du tätig bist. Je nach Unternehmen hast du unterschiedliche Schwerpunkte, mit denen du dich befasst. So kannst du sowohl in einer öffentlichen Verwaltung arbeiten als auch in einem großen Unternehmen in der Medienbranche. Zudem arbeitest du teilweise auf Messen und bist daher auch samstags im Dienst. Daher solltest du dir genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passen.

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