Fußballtrainer / Fußballtrainerin
Ausbildung & Beruf
Aktualisiert am 20.05.2026
Was macht ein Fußballtrainer (m/w/d)?
Als Fußballtrainer trainerst du Fußballmannschaften, d. h. du plant das Training, stellt die Mannschaft ein und führt sein Team durch die Saison. Dafür entwickelst du als Coach Übungen, die Technik, Taktik, Kondition und Teamgeist verbessern. Vor Spielen analysierst du den Gegner, legt eine passende Strategie fest und stellt die Startelf zusammen. Während des Spiels coacht du von der Seitenlinie, wechselst Spieler ein und passt die Taktik an. Nach dem Spiel besprichst du die Leistung der Mannschaft, gibst Feedback und bereitest die nächsten Einheiten vor. Dazu gehört auch die Kommunikation mit Verein, Eltern oder Management. Je nach Niveau arbeitest du als Trainer mit Kindern, Amateuren oder sogar Profis.
Wo kann ich als Fußballtrainer arbeiten?
Als Fußballtrainer kannst du überall dort arbeiten, wo organisiert Fußball gespielt wird. Am häufigsten bist du in Sportvereinen tätig, vom kleinen Dorfverein bis zum großen Traditionsklub. Dort trainierst du Kinder-, Jugend- oder Herrenmannschaften und leitest den Trainings- und Spielbetrieb. Außerdem kannst du an Fußballschulen, in Fußball-Internaten oder bei Fußball-Camps arbeiten, die oft in den Ferien stattfinden. Auch Leistungszentren von Profivereinen bieten Plätze für Trainer im Nachwuchsbereich. Mit hoher Lizenzstufe kommen Jobs im Profifußball oder sogar bei Verbänden infrage.
Fußballtrainer arbeiten vor allem auf Fußballplätzen oder Sportanlagen. Hier findet ein Großteil des Trainings statt. In den Wintermonaten weichen einige Mannschaften auch auf Sporthallen aus, außerdem gibt es Umkleide-, Übungs- und Büroräume, in denen du dein Training vorbereitest oder Gespräche mit den Spielern führst.
Die Arbeitszeiten als Fußballtrainerin sind oft unregelmäßig und richten sich nach Trainings- und Spielplänen. Meist trainierst du nachmittags oder abends, weil deine Spieler Schule, Studium oder Job haben. Spiele finden häufig am Wochenende statt, wodurch auch Samstage und Sonntage Arbeitstage sind. In höheren Ligen kommen Besprechungen, Videoanalysen und Fahrten zu Auswärtsspielen dazu, was deine Woche gut füllen kann. In der Saisonvorbereitung ist der Aufwand meist höher, in Pausenphasen etwas geringer. Viele Trainerjobs laufen zunächst nebenberuflich oder auf Honorarbasis, daher kombinieren viele ihre Trainertätigkeit mit einem anderen Job oder einer Ausbildung.
Ausbildungsorte als Fußballtrainer
Wie viel verdient ein Fußballtrainer?
Bist du Fußballtrainer im Profibereich und bekommst ein festes Gehalt, kannst du im Durchschnitt mit 3.156 bis 3.797 Euro im Monat rechnen. Dein Verdienst hängt jedoch stark von Liga, Verein und Umfang der Tätigkeit ab. Im Amateurbereich bekommst du oft nur eine kleine Aufwandsentschädigung oder ein Honorar pro Monat, das wenige hundert Euro betragen kann. Bei ambitionierten Amateur- oder Regionalligavereinen sind höhere Pauschalen möglich. Im Profibereich steigen die Gehälter deutlich, dort verdienen Cheftrainer und Co-Trainer je nach Verein und Erfolg mehrere tausend bis hin zu mehreren zehntausend Euro im Monat. Auch Jugendtrainer in Leistungszentren können feste Gehälter bekommen. Dein Verdienst wächst mit deiner Lizenzstufe, deiner Erfahrung und dem sportlichen Niveau deiner Mannschaft.
Wie viel verdient ein Fußballtrainer in der Ausbildung?
Deine Ausbildung als Fußballtrainer absolvierst du in der Regel berufsbegleitend und bekommst dafür keine feste Ausbildungsvergütung. Du absolvierst vor allem Lizenzlehrgänge und Fortbildungen beim DFB oder den Landesverbänden. Dafür fallen sogar Gebühren an, die du meist selbst oder über deinen Verein finanzierst. Manche Vereine zahlen bereits kleinen Jugendtrainern eine Aufwandsentschädigung, sodass du erste Einnahmen hast. Wenn du Sport studierst oder eine andere Ausbildung machst, kannst du das Traineramt gut nebenbei ausüben.
Wie läuft die Ausbildung als Fußballtrainer ab?
Fußballtrainer wirst du nicht über eine duale Ausbildung oder schulische Ausbildung. Die DFB-Ausbildung läuft über Lehrgänge des Deutschen Fußball Bundes, die stufenweise aufgebaut sind.
Wenn du Fußballtrainer werden möchtest, beginnst du mit der DFB-C-Lizenz und kannst dich bei Interesse und Talent später für weitere Lehrgänge anmelden. Die ersten Lizenzlehrgänge für angehende Fußballtrainer finden im jeweiligen Landesverband statt, oft im Rahmen von Wochenend- oder Ferienkursen. In diesen Lehrgängen lernst du Grundlagen zu Trainingsaufbau, Technikvermittlung, Taktik, Athletik und Pädagogik. Den Abschluss bildet jeweils eine Präsentation. Nach bestandener Prüfung erhältst du deine Lizenz. Mit steigender Erfahrung kannst du weitere Stufen wie B- oder A-Lizenz anschließen. Parallel sammelst du Praxis im Verein, was für deine Entwicklung als Trainer besonders wichtig ist.
Wie lange dauert die Ausbildung als Fußballtrainer?
Wie lange die Ausbildung als Fußballtrainer dauert, hängt von der Lizenzstufe und dem Verband ab. Ein erster Einstiegslehrgang oder die C-Lizenz kann sich über mehrere Wochen bis wenige Monate ziehen, oft in Form von Wochenend- oder Blockkursen. Dabei kommen schnell 100 bis 150 Lerneinheiten zusammen. Wenn du danach weitere Lizenzen wie die B- oder A-Lizenz machen willst, solltest du jeweils erneut mit mehreren Monaten bis zu einem Jahr planen. Zwischen den Stufen wird oft Trainerpraxis im Verein verlangt. Insgesamt ist der Weg eher eine langfristige Weiterbildung, bei der du dich über Jahre Schritt für Schritt hocharbeitest.
Was sind die Ausbildungsinhalte als Fußballtrainer?
2022 wurden die Lehrgänge für die Trainer-Lizenzen beim DFB reformiert und setzen sich nun aus 4 Bausteinen zusammen, die in allen Lehrgängen enthalten sind:
- Ich (Trainer)
- Spiel & Spieler
- Organisation
- System Fußball
Die Lehrgänge sind also in unterschiedliche Blöcke unterteilt, sodass du bestmöglich ausgebildet wirst. Du lernst nicht nur, welcher Trainertyp du selbst bist, sondern auch, wie ein Spiel aufgebaut ist, was es mit Spielerpässen auf sich hat oder wie ein Kader am besten zusammengestellt wird. Dazu kommt Wissen darüber, wie du deine Philosophie am besten vermittelst – Kinder und Jugendliche müssen hier anders angesprochen und trainiert werden als Erwachsene. Für die Fußballtrainerlizenzen gibt es auch die Möglichkeit, sie für den Leistungsbereich zu absolvieren. Hier gelten oft andere Voraussetzungen als im Breitensport, sodass du im Lehrgang auch darauf vorbereitet wirst.
Möchtest du Fußballtrainer werden, beginnst du mit der niedrigsten Lizenzstufe, der DFB-C-Lizenz. Erst, wenn du diesen Lehrgang erfolgreich abgeschlossen hast, kannst du weitere Lehrgänge angehen. Du musst für den ersten Lehrgang mindestens 15 Jahre alt sein und einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert haben. Den Trainerschein erhältst du frühestens mit 16 Jahren. Willst du dich direkt auf den Leistungssport konzentrieren, musst du außerdem eine mindestens sechsmonatige Trainertätigkeit im Jugend- oder Erwachsenenbereich nachweisen können.
Für spätere Lizenzen brauchst du dann eine mehrjährige Trainertätigkeit, in der du die entsprechenden Erfahrungen sammeln konntest, um auch weitere Mannschaften zu trainieren.
Auch ein paar Soft Skills solltest du für die Trainerausbildung mitbringen:
- Leidenschaft für Fußball
- Spaß an der Arbeit mit Menschen und Empathie
- Körperliche Fitness
- Zuverlässigkeit und Bereitschaft, Verantwortung für eine Mannschaft zu übernehmen
- Kommunikationsfähigkeit und Konfliktlösungsfähigkeit
- Sport
- Deutsch
- Englisch
- Teamfähigkeit und Kommunikationstalent
- Körperliche Fitness
- Gute Beobachtungsgabe
- Umfeld: in Produktions- und Lagerhallen
- Wochenendarbeit, Schichtdienst
- Tragen von Schutzkleidung
Ähnliche Ausbildungsberufe
Eine Trainerlizenz hat immer nur eine begrenzte Gültigkeit. Als Fußballtrainer musst du dich daher regelmäßig weiterbilden und an Fortbildungen teilnehmen, um die Lizenz verlängern zu können. Nach deinem Einstieg als Jugend- oder Amateurtrainer kannst du dich zudem durch weitere Lizenzen immer weiter qualifizieren:
- DFB-C-Lizenz
- DFB-B-Lizenz
- DFB-B+-Lizenz
- DFB-A-Lizenz
- DFB-A+-Lizenz
- DFB-Pro-Lizenz (für die Trainertätigkeit im Profifußball)
So öffnest du dir den Weg in höhere Ligen, Leistungszentren oder sogar den Profifußball. Fortbildungen zu Themen wie Athletik, Torwarttraining, Spielanalyse oder Mentaltraining helfen dir, ein eigenes Profil zu entwickeln. Einige Trainer spezialisieren sich auf den Kinderbereich, andere auf Erwachsene oder Leistungssport. Mit Erfahrung sind auch Funktionen wie sportliche Leitung, Nachwuchskoordination oder Lehrtätigkeiten in Verbänden und Fußballschulen möglich.
Als Fußballtrainer hast du die Chance, deine Leidenschaft für Fußball zum Beruf zu machen und täglich mit deinem Team auf dem Platz zu stehen. Über Lizenzlehrgänge und viel Praxis im Verein arbeitest du dich Schritt für Schritt nach oben. Dabei kannst du dich entweder im Kinder- und Jugendbereich, im Breitensport oder im leistungsorientierten Fußball spezialisieren. Dein Verdienst wächst mit Niveau, Verantwortung und Erfahrung, auch wenn der Einstieg oft nebenberuflich beginnt. Wichtig sind Begeisterung, Lernbereitschaft und Durchhaltevermögen. Wenn du bereit bist, Zeit und Energie zu investieren, bietet dir der Beruf Fußballtrainer viele spannende Wege und Entwicklungsmöglichkeiten.
Der Arbeitsmarkt als Fußballtrainer ist in Deutschland solide, aber umkämpft, besonders in höheren Ligen. Du findest die meisten Jobs im Amateurbereich, bei Jugendmannschaften und in Fußballschulen. Mit Trainerlizenz und Erfahrung als Spieler hast du bessere Chancen als Fußballtrainer auf feste Stellen, Honorarverträge oder Nebenjobs in Sportvereinen und Sportinternaten. Auch Fitnessstudios, Kommunen und Verbände bieten gelegentlich zusätzliche Einsatzmöglichkeiten im Training.
Ja, der Beruf Fußballtrainer ist auch für Quereinsteiger geeignet, wenn du Sport liebst und bereit bist, Lizenzen zu machen. Viele starten als ehrenamtlicher Jugendtrainer im Verein und sammeln so Praxis. Als Fußballtrainer ohne klassische Ausbildung profitierst du von Trainerlehrgängen, Fortbildungen, Hospitationen und Netzwerken, um später mehr Verantwortung und besser bezahlte Trainings zu übernehmen. Gerade Geduld, Offenheit und Teamgeist helfen dir beim Einstieg.
Als Fußballtrainer solltest du vor allem gut erklären können und deine Spieler klar führen. Du brauchst Fachwissen zu Technik, Taktik und Trainingsplanung, aber auch Empathie und Motivationstalent. Ein erfolgreicher Fußballtrainer bleibt ruhig, organisiert Spiele und Übungen, beobachtet genau und gibt Feedback. Außerdem sind Kommunikation, Disziplin, Teamfähigkeit und ein sicheres Auftreten vor der Gruppe wichtig. Auch körperliche Fitness hilft dir, Übungen aktiv vorzumachen.
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