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Internist / Internistin
Ausbildung & Beruf

Gehalt im Beruf 6.934 – 9.803 € brutto pro Monat
Ausbildungsdauer 11 – 13 Jahre
Ausbildungsart Studium & Facharztausbildung
Empfohlener Abschluss Abitur

Das Wichtigste in Kürze

  • Als Internist diagnostizierst und behandelst du Erkrankungen der inneren Organe, etwa von Herz, Lunge, Nieren oder Magen-Darm-Trakt.
  • Der Weg zum Internisten führt über ein Medizinstudium mit Approbation und eine anschließende 5- bis 6-jährige Facharztweiterbildung.
  • Während der Weiterbildung durchläufst du verschiedene Stationen wie Notfallaufnahme und Intensivmedizin und schließt mit einer Facharztprüfung ab.

Was macht ein Internist (m/w/d)?

Ein Internist ist Facharzt für Innere Medizin und untersucht, diagnostiziert und behandelt Erkrankungen der inneren Organe. Dazu zählen zum Beispiel Herz, Lunge, Nieren, Magen-Darm-Trakt und Leber. Im Arbeitsalltag führst du als Internist viele Untersuchungen selbst durch, etwa Blutabnahmen, Ultraschall, EKG oder Lungenfunktionstests. Du sprichst mit Patienten über ihre Beschwerden, wertest Befunde aus und entwickelst passende Behandlungspläne. Auch die Vorsorge und Nachsorge gehören zu deinen Aufgaben, damit Krankheiten früh erkannt oder ihr erneutes Auftreten verhindert wird.

Bei komplizierteren Fällen arbeitest du eng mit anderen Fachärzten zusammen, etwa mit Chirurgen oder Allergologen. Da die Innere Medizin so viele Bereiche abdeckt, gilt der Internist oft als Allround-Mediziner mit breitem Fachwissen.

Wo kann ich als Internist arbeiten?

Als Internist findest du vor allem in Krankenhäusern und Kliniken einen Arbeitsplatz. Dort bist du meist einer spezialisierten Abteilung der Inneren Medizin zugeordnet und behandelst Patienten mit unterschiedlichsten Krankheitsbildern. Genauso gut kannst du in einer Arzt- oder Gemeinschaftspraxis arbeiten oder später eine eigene Praxis eröffnen. Auch folgende Einsatzorte kommen für dich infrage:

  • Rehabilitationskliniken zur Nachsorge nach schweren Erkrankungen oder Operationen
  • Universitäten und Forschungseinrichtungen, wenn du dich für Wissenschaft und Lehre interessierst
  • Medizinische Dienste und Sozialversicherungen für Gutachtertätigkeiten
Internistin u¨berpru¨ft Ultraschallbild

Im Alltag verbringst du viel Zeit im Untersuchungsraum, wo du Patienten befragst und körperlich untersuchst, aber auch im Labor, wo Blutproben und andere Befunde ausgewertet werden. Hinzu kommen Räume für bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder Endoskopie, in denen du gezielt nach Ursachen für Beschwerden suchst.

Arbeitszeiten als Internistin

Deine Arbeitszeiten als Internistin hängen stark davon ab, wo du arbeitest. Im Krankenhaus sind Schichtdienste sowie Wochenend- und Nachtdienste ganz normal, da die Versorgung der Patienten rund um die Uhr sichergestellt sein muss. In einer Praxis sind die Arbeitszeiten dagegen meist geregelter und orientieren sich an festen Sprechstunden, was dir mehr Planbarkeit im Alltag bringt. Entscheidest du dich später für eine eigene Praxis, gestaltest du deine Arbeitszeiten flexibler, trägst dafür aber auch unternehmerische Verantwortung.

Gerade am Anfang deiner Karriere solltest du dich also auf unregelmäßige Zeiten einstellen, die sich mit wachsender Erfahrung und je nach Arbeitsort oft entspannen.

Wie viel verdient ein Internist?

Als fertig ausgebildeter Internist verdienst du zum Berufseinstieg bereits fast 6.000 Euro brutto im Jahr. Mit wachsender Berufserfahrung steigt dein Gehalt spürbar an, im Durchschnitt liegt es bei 6.934 und 9.803 Euro monatlich. Übernimmst du später eine leitende Position, etwa als Oberarzt oder Chefarzt, sind sogar über 13.000 Euro im Monat möglich.

Wie viel du tatsächlich verdienst, hängt von mehreren Faktoren ab, etwa deiner Spezialisierung, dem Arbeitsort und davon, ob du angestellt bist oder eine eigene Praxis führst. Auch die Klinikgröße und die Region spielen eine Rolle. Insgesamt zählt der Beruf des Internisten zu den finanziell attraktiven Berufen im medizinischen Bereich.

Wie viel verdient ein Internist in der Ausbildung?

Um Internist zu werden, musst du Medizin studieren und dich im Anschluss in der Facharztausbildung für diese Spezialisierung entscheiden. Während des Studiums bekommst du kein Gehalt. Ähnlich wie bei einer dualen Ausbildung wirst du aber in der Zeit als Assistenzarzt während der Facharztausbildung bezahlt. Rund 4.000 bis 5.000 Euro erhältst du im ersten Ausbildungsjahr. Gegen Ende der Ausbildung sind es schon rund 6.500 Euro. Geregelt ist dein Gehalt in Tarifverträgen mit Krankenhäusern oder Kliniken.

Als ausgebildeter Facharzt kannst du dann richtig gut verdienen. Dein Gehalt als Internist liegt im Durchschnitt bei 6.934 bis 9.803 Euro im Monat.

Wie läuft die Ausbildung Internist ab?

Der Weg zum Internisten beginnt mit einem abgeschlossenen Medizinstudium und der anschließenden Approbation als Arzt. Erst danach startest du die eigentliche Facharztweiterbildung in der Inneren Medizin, die du als Assistenzarzt in einer anerkannten Weiterbildungsstätte wie einem Krankenhaus absolvierst.

Die Weiterbildung ist modular aufgebaut und besteht aus einem Basis- und einem Schwerpunktteil, in denen du dich nach und nach spezialisierst. Deinen Fortschritt hältst du in einem Weiterbildungslogbuch fest, in dem alle erlernten Kompetenzen und erbrachten Leistungen dokumentiert werden. Erst wenn du die abschließende Facharztprüfung bei deiner zuständigen Ärztekammer erfolgreich bestehst, darfst du dich offiziell Facharzt für Innere Medizin nennen.

Wie lange dauert die Ausbildung als Internist?

Die Facharztweiterbildung zum Internisten dauert in Vollzeit in der Regel 5 Jahre. Entscheidest du dich zusätzlich für einen speziellen Schwerpunkt, etwa Kardiologie oder Gastroenterologie, verlängert sich die Weiterbildung auf 6 Jahre. Diese Zeit kommt zu deinem Medizinstudium hinzu, das schon rund 6 Jahre in Anspruch nimmt. Insgesamt investierst du also gut 11 bis 13 Jahre, bevor du als vollständig ausgebildeter Internist arbeiten kannst. Das klingt zunächst nach einer langen Zeit, doch du sammelst währenddessen wertvolle praktische Erfahrung und wirst schrittweise auf immer anspruchsvollere Aufgaben vorbereitet, sodass du am Ende bestens auf deinen Berufsalltag vorbereitet bist.

Was sind die Ausbildungsinhalte als Internist?

In deiner Weiterbildung lernst du alles, was du für die Diagnose und Behandlung innerer Erkrankungen brauchst. Insgesamt dauert sie fünf Jahre, wovon du 48 Monate in der Inneren Medizin oder in mindestens zwei verschiedenen Facharztkompetenzen verbringst, davon allein 30 Monate in der stationären Patientenversorgung. Dazu kommen wichtige Praxisstationen, die dich auf besonders anspruchsvolle Situationen vorbereiten:

  • 6 Monate in der Notfallaufnahme, um in akuten Situationen richtig zu handeln
  • 6 Monate in der Intensivmedizin, um kritisch kranke Patienten zu betreuen

Fachlich beschäftigst du dich mit Bereichen wie Kardiologie, Gastroenterologie oder Nephrologie und beherrschst am Ende diagnostische Verfahren wie Ultraschall, EKG oder Röntgen ebenso sicher wie therapeutische Maßnahmen, etwa Infusionstherapien.

Voraussetzungen für die Ausbildung als Internist

Wichtigste Voraussetzung für den Weg zum Internisten ist ein abgeschlossenes Medizinstudium mit anschließender Approbation. Für den Studienplatz benötigst du in der Regel das Abitur mit einem guten Notendurchschnitt, da die Plätze im Fach Humanmedizin stark begrenzt sind. Neben den schulischen Leistungen solltest du echtes Interesse an Naturwissenschaften wie Biologie und Chemie mitbringen, denn diese Fächer bilden die Grundlage deines Studiums.

Genauso wichtig sind aber Soft Skills wie Empathie, Verantwortungsbewusstsein und Belastbarkeit, da du später mit kranken Menschen in oft schwierigen Situationen arbeitest. Auch Teamfähigkeit ist gefragt, weil du im Klinikalltag eng mit Pflegepersonal und anderen Ärzten zusammenarbeitest.

Schulfächer
  • Biologie
  • Chemie
  • Deutsch
Stärken
  • Einfühlungsvermögen
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Sorgfältige & genaue Arbeitsweise
Arbeitsbedingungen
  • Umfeld: In Praxen und Krankenhäusern
  • Tragen von Schutzkleidung
  • Schichtdienst

Weiterbildung und Karrierechancen als Internistin

Selbst nach der langen Facharztausbildung stehen dir als Internistin viele Wege offen, dich weiter zu spezialisieren. Du kannst zum Beispiel eine Zusatzqualifikation in Notfallmedizin, Suchtmedizin, Tropenmedizin oder Infektiologie erwerben und so dein Fachwissen gezielt vertiefen. Auch eine Spezialisierung auf ein bestimmtes Teilgebiete ist möglich, z. B.

  • Angiologie (Gefäßerkrankungen)
  • Endokrinologie & Diabetologie (Stoffwechselerkrankungen und hormonelle Erkrankungen)
  • Gastroenterologie (Erkrankungen des Verdauungssystems)
  • Hämatologie & Onkologie (Krankheiten des Blutes und der blutbildenden Organe)
  • Kardiologie (Herz- & Kreislauferkrankungen)
  • Nephrologie (Nieren- und Harnwegserkrankungen)
  • Pneumologie (Erkrankungen der Atmungsorgane)
  • Rheumatologie (Krankheiten von Knochengerüst und Stützapparat)

Mit ausreichend Erfahrung kannst du in einer Klinik eine leitende Position übernehmen, etwa als Oberarzt oder Chefarzt. Wer lieber eigenständig arbeiten möchte, eröffnet eine eigene Praxis oder beteiligt sich an einer Gemeinschaftspraxis.

Fazit: Vielfältige Chancen als Internist

Der Weg zum Internisten ist zwar lang, dafür aber äußerst vielseitig und zukunftssicher. Über das Medizinstudium und die anschließende Facharztweiterbildung erwirbst du umfassendes Wissen über die inneren Organe des Menschen und lernst, Krankheiten frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Später kannst du zwischen ganz unterschiedlichen Arbeitsorten wählen, vom Krankenhaus über die eigene Praxis bis hin zur Forschung. Auch finanziell lohnt sich der Aufwand, denn Internisten gehören zu den gut bezahlten Berufen im Gesundheitswesen. Wenn du dich für Medizin begeisterst, gerne mit Menschen arbeitest und keine Angst vor einer langen Ausbildungszeit hast, bietet dir der Beruf des Internisten spannende und stabile Karrierechancen.

Noch Fragen? Wirf einen Blick in unser FAQ

Als Internist hast du aktuell sehr gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt, vor allem wegen vieler offener Stellen. In Klinik und Praxis werden ständig Fachärzte für Innere Medizin gesucht. Du kannst als angestellter Internist arbeiten oder später eine eigene Praxis übernehmen. Flexible Arbeitszeitmodelle und verschiedene Schwerpunkte machen den Job als Internist zusätzlich attraktiv.

Für Quereinsteiger ohne Medizinstudium ist der Beruf Internist nicht geeignet, weil du eine lange Ausbildung brauchst. Du musst zuerst Humanmedizin studieren und danach die Facharzt-Weiterbildung Innere Medizin machen. Ein richtiger Quereinstieg oder eine kurze Umschulung zum Internist ist daher nicht möglich. Du kannst dich aber früh auf Innere Medizin spezialisieren.

Als Internist solltest du vor allem geduldig, konzentriert und sorgfältig arbeiten können. Du hast viel Kontakt mit Patienten, deshalb sind Kommunikationsfähigkeit und Einfühlungsvermögen wichtig. Zusätzlich braucht ein Internist Organisationstalent, Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Ein gutes Verständnis für Zahlen und medizinische Daten hilft dir als Internist bei Diagnostik und Behandlung im Alltag weiter.

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Bildnachweis: „Internist“ ©nenetus - stock.adobe.com, „Internistin überprüft Ultraschallbild“ ©romaset - stock.adobe.com