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Kardiologe / Kardiologin
Ausbildung & Beruf

Gehalt im Beruf 7.750 – 10.957 € brutto pro Monat
Ausbildungsdauer 11 – 13 Jahre
Ausbildungsart Studium & Facharztausbildung
Empfohlener Abschluss Abitur

Aktualisiert am 09.04.2026

Was macht ein Kardiologe (m/w/d)?

Ein Kardiologe ist ein Facharzt für Herz- und Kreislauferkrankungen und kümmert sich darum, dass das Herz seiner Patienten gesund bleibt. Er untersucht Beschwerden des Herz-Kreislauf-Systems wie Herzstolpern, Brustschmerzen oder Luftnot und erkennt koronare Herzerkrankungen wie Herzinfarkte, Herzschwäche oder Herzrhythmusstörungen. Dafür kommen moderne Geräte und Methoden wie EKG, Ultraschall des Herzens (Echo) oder Belastungstests auf dem Fahrradergometer zum Einsatz. Ein Kardiologe entscheidet, welche Medikamente nötig sind, ob ein Eingriff im Herzkatheterlabor sinnvoll ist oder ob eine Operation am Herzen ansteht. Außerdem begleitet er Patienten oft ein Leben lang, berät zu Ernährung, Bewegung und Rauchstopp und arbeitet eng mit Hausärzten, Chirurgen und Notfallmedizinern zusammen.

Wo kann ich als Kardiologe arbeiten?

Als Kardiologe arbeitest du vor allem in Krankenhäusern, Kliniken, Herz-Zentren und Facharztpraxen. In Krankenhäusern bist du häufig auf einer kardiologischen Station, einer Intensivstation oder im Herzkatheterlabor eingesetzt und versorgst dort Patienten mit akuten Herzproblemen. In einer Praxis betreust du eher chronisch kranke Patienten, führst regelmäßige Kontrollen durch und planst Untersuchungen langfristig. Außerdem kannst du in Reha-Kliniken, medizinischen Versorgungszentren oder Notaufnahmen arbeiten. Einige Kardiologen gehen in die Forschung, arbeiten an Universitätskliniken oder sind in der Pharmaindustrie tätig. Je nach Arbeitsplatz unterscheiden sich der Kontakt zu Notfällen, die technischen Schwerpunkte und die Vereinbarkeit mit einem geregelten Privatleben.

Dein Arbeitsort ist dabei meist ein Behandlungs- oder Untersuchungsraum, aber auch Patientenräume oder Operationssäle gehören dazu.

Arbeitszeiten als Kardiologin

Die Arbeitszeiten als Kardiologin hängen stark davon ab, wo du arbeitest: im Krankenhaus, im Herzkatheterlabor oder in einer Praxis. In Kliniken ist der Dienstplan oft anspruchsvoll, denn Herzprobleme treten auch nachts, am Wochenende und an Feiertagen auf. Deshalb gehören Bereitschaftsdienste, Nachtdienste und Wochenenddienste meist fest dazu. In einer kardiologischen Praxis sind die Arbeitszeiten dagegen eher regelmäßige Tagdienste, oft von morgens bis in den frühen Abend. Trotzdem kann es auch hier mal länger dauern, wenn viele Patienten da sind.

Wie viel verdient ein Kardiologe?

Ein Kardiologe verdient im Vergleich zu vielen anderen Berufen sehr gut – im Durchschnitt kannst du mit 7.750 bis 10.957 Euro im Monat rechnen. Dafür musst du aber auch eine lange Ausbildungszeit und hohe Verantwortung tragen. Das Gehalt hängt davon ab, ob du angestellt im Krankenhaus, in einer Praxis oder als niedergelassener Arzt mit eigener Praxis arbeitest. Im Krankenhaus steigst du als Assistenzarzt mit einem Tarifgehalt ein, das mit den Berufsjahren ansteigt. Später als Facharzt und Oberarzt kannst du deutlich mehr verdienen, vor allem mit Zusatzdiensten. In einer eigenen Praxis bestimmst du dein Einkommen stärker selbst, trägst aber auch wirtschaftliches Risiko. Faktoren wie Region, Größe der Einrichtung und Spezialisierung beeinflussen dein tatsächliches Gehalt erheblich.

Wie viel verdient ein Kardiologe in der Ausbildung?

Um Kardiologe zu werden, musst du Medizin studieren und dich im Anschluss in der Facharztausbildung für Kardiologie entscheiden. Während des Studiums bekommst du kein Gehalt, in der Facharztzeit wirst du anschließend jedoch bezahlt. Das Assistenzarztgehalt während der Ausbildung zum Kardiologen ist tariflich geregelt. Zu Beginn erhältst du ungefähr 4.000 bis 5.000 Euro monatlich, am Ende deiner Weiterbildungszeit sind es schon bis zu 6.500 Euro.

Als ausgebildeter Facharzt kannst du dann natürlich noch mal mehr verdienen. Das Gehalt als Kardiologe liegt bei durchschnittlich 7.750 bis 10.957 Euro im Monat.

Wie läuft die Ausbildung als Kardiologe ab?

Die Ausbildung zum Kardiologen besteht aus Medizinstudium und anschließender Facharztweiterbildung in Innerer Medizin und Kardiologie. Zuerst absolvierst du ein mehrjähriges Medizinstudium mit Vorklinik, Klinik und Praktischem Jahr, das insgesamt meist sechs Jahre dauert und mit dem Staatsexamen endet. Danach erhältst du deine Approbation als Arzt und startest als Assistenzarzt im Krankenhaus.

Nun folgt die Facharztausbildung, bei der du über mehrere Jahre praktische Erfahrungen sammelst, verschiedene Stationen durchläufst und zahlreiche Untersuchungen selbst durchführst. So musst du 36 Monate deiner Ausbildungszeit in der Inneren Medizin und Kardiologie absolvieren und dabei auch in der stationären Patientenversorgung tätig sein. Als angehender Kardiologe verbringst du zudem 6 Monate in der Notaufnahme und 6 Monate in der Intensivmedizin. 24 Monate darfst du auf mindestens zwei weitere Facharztbereiche in der Inneren Medizin aufteilen. Parallel besuchst du Fortbildungen, Seminare und Kongresse. Am Ende steht die Facharztprüfung vor der Ärztekammer, nach der du offiziell als Facharzt für Kardiologie arbeiten darfst.

Wie lange dauert die Ausbildung als Kardiologe?

Die gesamte Ausbildung zum Kardiologen dauert in der Regel mindestens 11 bis 12 Jahre nach dem Abitur. Zuerst studierst du Medizin, was mit Vorklinik, Klinik und Praktischem Jahr ungefähr sechs Jahre in Anspruch nimmt. Nach dem bestandenen Staatsexamen und der Approbation beginnst du deine Zeit als Assistenzarzt. Die Facharztausbildung in Innerer Medizin und Kardiologie dauert meist weitere sechs Jahre, wobei ein Teil davon in anderen internistischen Bereichen stattfinden kann. Während dieser Zeit arbeitest du voll im Klinikalltag mit. Insgesamt ist der Weg also deutlich länger als bei klassischen Ausbildungsberufen, dafür erreichst du einen sehr spezialisierten und verantwortungsvollen Beruf mit guten Perspektiven.

Was sind die Ausbildungsinhalte als Kardiologe?

Die Ausbildungsinhalte zum Kardiologen decken alles ab, was mit dem Herz-Kreislauf-System zu tun hat und verbinden Theorie mit viel Praxis. Während der Facharztweiterbildung lernst du, Herzkrankheiten sicher zu erkennen, Behandlungspläne zu erstellen und Notfälle zu versorgen. Ein wichtiger Schwerpunkt ist der Umgang mit modernen Untersuchungsmethoden und technischen Geräten. Dazu gehören unter anderem:

  • Die Durchführung und Auswertung von EKG, Belastungs-EKG und Langzeit-EKG
  • Herzultraschall (Echokardiographie) in verschiedenen Varianten
  • Mitarbeit und praktische Erfahrung im Herzkatheterlabor
  • Behandlung von akuten und chronischen Erkrankungen wie Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck und Herzinsuffizienz

Nach der Weiterbildung vertiefst du dein Wissen durch Fortbildungen und kannst dich auf spezielle Bereiche wie invasive Kardiologie, Rhythmologie oder Herzinsuffizienz spezialisieren, um dein Profil weiter zu schärfen und Expertenwissen aufzubauen.

Voraussetzungen für die Ausbildung als Kardiologe

Für die Ausbildung zum Kardiologen brauchst du in der Regel ein sehr gutes Abitur, um einen Studienplatz in Medizin zu bekommen. Wichtig sind vor allem gute Noten in Biologie, Chemie, Physik und Mathematik. Zusätzlich solltest du Interesse an Naturwissenschaften und am menschlichen Körper mitbringen. Persönlich brauchst du Belastbarkeit, Verantwortungsbewusstsein und Einfühlungsvermögen, denn du arbeitest mit schwerkranken Menschen und triffst wichtige Entscheidungen. Eine zentrale Rolle spielt zudem deine Kommunikationsfähigkeit, denn denn Erkrankungen des Herzens machen den meisten Patienten große Angst, die du ihnen häufig durch gezielte Gespräche nehmen kannst.

Außerdem musst du bereit sein, viele Jahre zu lernen, Prüfungen zu bestehen und dich auch nach der Facharztweiterbildung regelmäßig fortzubilden, um auf dem neuesten Stand der Medizin zu bleiben.

Schulfächer
  • Biologie
  • Chemie
  • Deutsch
Stärken
  • Fingerspitzengefühl
  • Genaue Arbeitsweise
  • Verantwortungsbewusstsein
Arbeitsbedingungen
  • Umfeld: In Praxen und Krankenhäusern
  • Tragen von Schutzkleidung
  • Schichtdienst

Weiterbildung und Karrierechancen als Kardiologin

Die Weiterbildung und Karrierechancen als Kardiologe sind sehr gut, weil Herz-Kreislauf-Erkrankungen häufig sind und Fachärzte gesucht werden. Nach der Facharztprüfung kannst du dich in Teilbereichen spezialisieren, zum Beispiel in interventioneller Kardiologie, Rhythmologie, Bildgebung oder Intensivmedizin. Mit wachsender Erfahrung sind Positionen als Oberarzt oder Chefarzt in der Klinik möglich, oft verbunden mit mehr Verantwortung und höherem Gehalt. Eine weitere Option ist die Niederlassung mit eigener Praxis oder in einem medizinischen Versorgungszentrum. Außerdem kannst du wissenschaftlich arbeiten, promovieren oder habilitieren und an Studien mitwirken. Fortbildungen, Kongresse und Zertifikate helfen dir, dein Profil zu schärfen und beruflich weiter aufzusteigen.

Fazit: Vielfältige Chancen als Kardiologe

Als Kardiologe hast du einen anspruchsvollen, langen Ausbildungsweg, bekommst dafür aber einen spannenden Beruf mit großer Verantwortung und sehr guten Perspektiven. Du arbeitest mit moderner Medizintechnik, hilfst Patienten in akuten Notfällen und begleitest sie oft viele Jahre. Deine Einsatzorte reichen von Kliniken über Spezialzentren bis hin zu Praxen, sodass du deinen Arbeitsalltag später gut nach deinen Vorstellungen gestalten kannst. Das Einkommen von Fachärzten für innere Medizin und Kardiologie ist im Vergleich zu vielen anderen Berufen hoch, spiegelt aber auch den hohen Einsatz und die Belastung wider. Wenn du dich für Medizin, Technik und Menschen interessierst und bereit bist, lange zu lernen, bietet dir die Kardiologie eine abwechslungsreiche und sichere Zukunft.

Noch Fragen? Wirf einen Blick in unser FAQ

Der Arbeitsmarkt als Kardiologe ist aktuell sehr gut, du findest in vielen Regionen leicht eine Stelle. Als Kardiologe arbeitest du meist in Klinik, Praxis oder Reha-Zentrum, oft auch in großen Gesundheitszentren. Vollzeit, Teilzeit und Bereitschaftsdienste sind üblich. Fortbildungen, Spezialisierungen und Karriere als Oberarzt oder in einer Leitungsfunktion sind möglich. Die Jobchancen und Stellenangebote im Bereich Innere Medizin und Kardiologie bleiben stabil.

Für Quereinsteiger ist der Beruf Kardiologe kaum geeignet, weil du zwingend ein abgeschlossenes Medizinstudium mit Facharztweiterbildung brauchst. Als Kardiologe trägst du viel Verantwortung und darfst ohne Approbation nicht behandeln. Ein echter Quereinstieg oder eine kurze Umschulung gibt es daher nicht, du musst den kompletten Weg über Studium, Klinikzeit und Prüfungen gehen.

Du brauchst als Kardiologe vor allem gute Menschenkenntnis und Geduld. Im Alltag als Kardiologe brauchst du starke Nerven, saubere Arbeitsweise und hohe Konzentration. Wichtige Fähigkeiten sind Empathie, Teamfähigkeit, logisches Denken, Organisationstalent und sicheres Entscheiden. Auch Lernbereitschaft, Sorgfalt und verständliche Kommunikation mit Patienten spielen eine große Rolle.

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