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Orthopädieschuhmacher – Ausbildung & Beruf

Hier dreht sich alles um Schuhe! Mit High Heels, Stiefeletten, Overknees, Pumps, Ballerinas und Sandalen hat diese Ausbildung aber nichts zu tun...

Was macht ein Orthopädieschuhmacher?

In der Ausbildung Orthopädieschuhmacher geht es, wie der Name schon sagt, vor allem um Schuhe. Dabei stellt der Orthopädieschuhmacher einerseits selbst Maßschuhe her, andererseits verpasst er Schuhen von der Stange den orthopädischen Feinschliff.
 
Nach ärztlicher Verordnung arbeitest du als Orthopädieschuhmacher an individuell auf den Patientenfuß angepassten Schuhen, Einlagen, Korrekturschienen, Prothesen oder anderen Hilfsmitteln. Dabei sind deine Kunden oder Patienten keineswegs nur alte Menschen mit Gehproblemen: Auch Krankheiten wie Diabetes oder Rheuma sowie Sportverletzungen oder einfach ungleich lange Beine sind Gründe, warum orthopädische Unterstützung nötig ist.

Als Orthopädieschuhmacher berätst du deine Kunden und hast neben dem gesundheitlichen Aspekt auch ein ästhetisches Auge für die Schuhe. Du nimmst Maß am Fuß der Patienten, erstellst Modelle – zum Beispiel aus Holz – und fertigst schließlich aus den Einzelteilen wie Oberleder, Sohle, Schaft und weiteren Materialien den Schuh. Auch die medizinische Fußpflege sowie das Präsentieren und Verkaufen im Laden können Tätigkeiten eines Orthopädieschuhmachers sein.
 
In der Ausbildung Orthopädieschuhmacher können ganz unterschiedliche Aufgabenbereiche im Vordergrund stehen – je nach Betrieb, Branche und beruflicher Position. Welche Aufgaben du in deiner Ausbildung erlernst, regelt die Ausbildungsverordnung.

Als Orthopädieschuhmacher bzw. Orthopädieschuhmacherin arbeitest du vor allem in Fachbetrieben, in Kliniken oder Sanitätshäusern mit schuhorthopädischem Bereich.

Art der Ausbildung

dual (Berufsschule und Betrieb)

Dauer der Ausbildung

3,5 Jahre, Verkürzung auf 2,5-3 Jahre möglich

Zuständige Stelle

HWK

Schulische Voraussetzungen

Rein rechtlich gibt es keine schulischen Voraussetzungen für den Beruf Orthopädieschuhmacher. In der Vergangenheit hatten etwa die Hälfte der Azubis den Realschulabschluss, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. Aber auch viele Ausbildungsanfänger mit Abitur oder dem Hauptschulabschluss wurden eingestellt.

Quelle: Datensystem Auszubildende (http://www.bibb.de/dazubi)

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Bildnachweis: „Schuhmacher" © Monkey Business / Fotolia

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