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Perückenmacher / Perückenmacherin
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Perückenmacher

Was macht ein Perückenmacher?

Als Perückenmacher stellst du verschiedene Arten von Perücken, Haarteilen und Maskenbildner-Arbeiten her. Du arbeitest dabei oft mit echten Haaren, aber auch mit Kunsthaar. Viele Kunden kommen aus gesundheitlichen Gründen in ein Perückenstudio, weil sie zum Beispiel durch eine Krankheit ihre Haare verlieren. Deshalb ist es wichtig, freundlich zu sein und ein gutes Gefühl zu vermitteln.

Zu deinen Aufgaben gehört es auch, bestehende Haarteile zu reparieren oder umzubauen. Außerdem erstellst du Modelle für Theater, Film und Fernsehen, bei denen besondere Frisuren, Farben oder Formen gefragt sind.

Wo kann ich als Perückenmacher arbeiten?

Als Perückenmacher kannst du unter anderem in Perückenstudios arbeiten. Dort berätst du Menschen und passt individuelle Perücken für ihren Alltag an. Viele Perückenmacher arbeiten auch an Theatern, in Filmstudios oder im Fernsehen. Dort entstehen Perücken für Rollen, Kostüme und Spezialeffekte.

Auch die Arbeit in Werkstätten oder Maskenabteilungen großer Bühnen ist möglich. Du kannst später sogar selbstständig arbeiten und eine eigene Werkstatt eröffnen. So bietet dir dieser Beruf sehr viele Wege für deine Zukunft.

Arbeitszeiten als Perückenmacherin

Die Arbeitszeiten hängen stark davon ab, wo du arbeitest. Arbeitest du in einem Perückenstudio, hast du meistens feste Öffnungszeiten und damit regelmäßige Schichten. In Theatern sieht das anders aus: Dort arbeitest du oft nachmittags, abends und manchmal auch an Wochenenden, wenn Vorstellungen stattfinden.

Bei Film- oder TV-Produktionen können die Tage sehr unterschiedlich sein. Dafür sind diese Projekte besonders spannend und abwechslungsreich.

Perückenmacherin arbeitet an Perücke

Wie viel verdient ein Perückenmacher?

Das Gehalt als Perückenmacher hängt von Erfahrung, Arbeitgeber und Arbeitsbereich ab. Nach der Perückenmacher Ausbildung startest du meist mit einem Gehalt zwischen 2.500 und 3.000 Euro pro Monat. Mit den Jahren steigt dein Verdienst, besonders wenn du in größeren Häusern oder spezialisierten Studios arbeitest. Dort bekommst du oft mehr Verantwortung und kannst höhere Gehaltsstufen erreichen.

Viele Arbeitgeber zahlen Zuschläge, wenn du abends oder am Wochenende arbeitest. Auch Weiterbildungen können sich auf dein Einkommen auswirken. Mit zusätzlicher Erfahrung oder Spezialisierungen, zum Beispiel für Theater oder Maßanfertigungen, kannst du dein Gehalt weiter steigern.

Wie viel verdient ein Perückenmacher in der Ausbildung?

Da es keine eigenständige Ausbildung als Perückenmacherin gibt, kann die Ausbildungsvergütung variieren. Entscheidest du dich für den Weg über die Friseur Ausbildung, kannst du beispielsweise mit folgenden Gehältern rechnen:

  • im 1. Ausbildungsjahr: 682 Euro
  • im 2. Ausbildungsjahr: 805 Euro
  • im 3. Ausbildungsjahr: 921 Euro

Je nach Ausbildungsweg kann das Gehalt aber niedriger oder höher ausfallen.

Wie läuft die Ausbildung als Perückenmacher ab?

Beachte: Es gibt keine eigenständige Ausbildung zum Perückenmacher. Möchtest du Perückenmacher werden, eignen sich die Ausbildungen zum Friseur oder zum Maskenbildner. Beide Wege bringen dir wichtige Grundlagen für die spätere Arbeit mit Perücken und Haarteilen bei.

In der Friseur Ausbildung lernst du vor allem Schneiden, Stylen, Haarpflege und den Umgang mit Kunden. Dadurch bekommst du ein gutes Gefühl für Haare und Frisuren. Die Maskenbildner Ausbildung ist kreativer und technischer. Dort lernst du, wie man Perücken knüpft, Haarteile anfertigt und kunstvolle Frisuren für Bühne, Film und Fernsehen gestaltet.

Wie lange dauert die Ausbildung als Perückenmacher?

Wie lange du für die Perückenmacher Ausbildung einplanen musst, hängt von deinem Ausbildungsweg ab. Entscheidest du dich für den Weg über die Ausbildung zum Maskenbildner oder Friseur, sind in der Regel 3 Jahre üblich. Mit den passenden Voraussetzungen kannst du die Ausbildung aber auch 2 bis 2,5 Jahre verkürzen.

Was sind die Ausbildungsinhalte als Perückenmacher?

Die Ausbildung zum Perückenmacher bringt dir viele verschiedene Themen bei. Du lernst nicht nur die handwerklichen Grundlagen, sondern auch den Umgang mit Kunden. Bevor du die Techniken anwendest, bekommst du die wichtigsten Infos dazu im Betrieb und in der Berufsschule.

Typische Inhalte sind:

  • Haar- und Materialkunde sowie der Unterschied zwischen Kunsthaar und Echthaar
  • Knüpfen, Formen, Schneiden und Stylen verschiedener Perückenmodelle
  • Beratung, Anpassung und Pflege von Perücken und Haarteilen

Nach der Liste geht es im Alltag weiter mit praktischen Aufgaben. Du arbeitest zum Beispiel an Modellen, übst an Trainingsköpfen und lernst, wie du Probleme lösen kannst.

Voraussetzungen für die Ausbildung zum Perückenmacher

Da es keine eigene Perückenmacher Ausbildung gibt, musst du entweder die Friseur Ausbildung oder die Maskenbildner Ausbildung absolvieren. Für beide Wege brauchst du handwerkliches Geschick und viel Geduld. Ein bestimmter Schulabschluss ist meist nicht vorgeschrieben, aber ein Hauptschul- oder Realschulabschluss ist für den Start hilfreich.

Wichtig ist, dass du sorgfältig arbeitest und Freude an feinen, präzisen Handgriffen hast, denn viele Aufgaben beim Knüpfen oder Stylen sind sehr detailreich. Du solltest außerdem offen mit Menschen umgehen können, weil später viele Kunden Beratung und Unterstützung brauchen.

Schulfächer
  • Kunst
  • Mathe/Deutsch
  • Werken
Stärken
  • Handwerkliches Geschick
  • Interesse an Gestaltung, Kreativität
  • Sorgfalt und Genauigkeit
Arbeitsbedingungen
  • Umfeld: Perückenstudios, Werkstätten
  • Geregelte Arbeitszeiten, teilweise abends
  • Mitunter Sonn- und Feiertagsarbeit

Weiterbildung und Karrierechancen als Perückenmacherin

Nach der Perückenmacher Ausbildung stehen dir viele Türen offen. Du kannst dich in speziellen Kursen weiterbilden, zum Beispiel in modernen Knüpftechniken oder im Bereich Maskenbild. Viele Perückenmacher besuchen nach der Ausbildung Lehrgänge, um noch kreativer arbeiten zu können. Dadurch verbesserst du deine Chancen, in großen Theatern, Filmstudios oder TV-Produktionen zu arbeiten.

Mit genügend Erfahrung kannst du Teamleitungen übernehmen oder dich selbstständig machen. Eine eigene Werkstatt bietet dir viele Freiheiten und bringt dir direkte Kundenkontakte. Die Perückenmacher Ausbildung ist damit ein solides Fundament für eine langfristige und abwechslungsreiche Karriere.

Fazit: Vielfältige Chancen als Perückenmacher

Die Perückenmacher Ausbildung ist ein kreativer, spannender und sehr besonderer Weg. Du lernst einen Beruf, der Menschen unterstützt und ihnen mehr Sicherheit im Alltag oder auf der Bühne gibt. Mit jeder neuen Technik wächst deine Erfahrung. Die Ausbildung verbindet Handwerk, Kreativität und Kundenkontakt – eine Mischung, die für viel Abwechslung sorgt.

Wenn du sorgfältig arbeitest, geduldig bist und gern mit Menschen zu tun hast, ist dieser Beruf eine tolle Wahl. Mit guten Weiterbildungen und verschiedenen Einsatzbereichen kannst du dich immer weiter steigern.

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Bildnachweise: „Perückenmacher“ ©Renata Hamuda - stock.adobe.com; „Perückenmacherin arbeitet an Perücke“ ©2707195204 - stock.adobe.com