Servicefahrer / Servicefahrerin
Ausbildung & Beruf
Aktualisiert am 16.03.2026
Was macht ein Servicefahrer (m/w/d)?
Als Servicefahrer ist es deine Hauptaufgabe, Waren auszuliefern oder Bestlleungen abzuholen. Dazu planst du zunächst deine Routen. Im Anschluss daran nimmst du die Waren entgegen, beispielsweise aus dem Lager. Danach belädst du dein Fahrzeug passend zur Anfahrfolge. Mithilfe von Lieferscheinen kontrollierst du außerdem, ob die Waren vollständig sind.
Bevor es dann mit der Fahrt losgeht, prüfst du die Fahrtüchtigkeit deines Fahrzeugs. Während deinen Fahrten achtest du dann auf sicheres Fahren und Lenk- und Ruhezeiten. Oft arbeitest du für Logistikfirmen, Werkstätten, Großhändler oder Servicebetriebe.
Wo kann ich als Servicefahrer arbeiten?
Jobs als Servicefahrer findest du bei Unternehmen, die Liefer- oder Fahraufträge vermitteln, oder bei Unternehmen, die Kunden Serviceleistungen zur Verfügung stellen. Typisch sind Getränkelieferungen, Großhandel, Paketdienste oder Ersatzteillogistik. Auch Sanitätshäuser, Technikfirmen oder Werkstattketten setzen Servicefahrer ein. Dort bringst du zum Beispiel medizinische Hilfsmittel, Maschinen oder Zubehör direkt zum Kunden. Manche Servicefahrer fahren feste Touren, andere bekommen täglich neue Aufträge.
Deinen Arbeitstag verbringst du vor allem am Steuer von Fahrzeugen, beispielsweise von Pkws, Lkws oder Kleintransportern. Je nach Arbeitgeber bist du eher in Städten, auf dem Land oder auf langen Strecken unterwegs. Darüber hinaus befindest du dich beim Kunden oder auch im Lager und verlädtst deine Waren mithilfe einer Ameise, Hebebühne oder eines Gabelstaplers.
Die Arbeitszeiten als Servicefahrerin hängen stark vom Betrieb ab. Viele Touren starten früh morgens, damit die Ware rechtzeitig beim Kunden ist. Im Handel und bei Getränkelieferungen arbeitest du meist tagsüber von Montag bis Freitag. Bei Paketdiensten oder zeitkritischen Lieferungen kann auch Samstagsarbeit dazukommen. In manchen Bereichen gibt es Schichtdienste, zum Beispiel bei Nachtbelieferung von Supermärkten. Überstunden sind möglich, wenn es Verkehrsprobleme gibt oder viele Aufträge anstehen. Dafür erhältst du oft Ausgleichszeit oder Zuschläge.
Ausbildungsorte als Servicefahrer
Wie viel verdient ein Servicefahrer?
Das Gehalt als Servicefahrer hängt von Branche, Region und Berufserfahrung ab. In vielen Betrieben steigst du mit einem eher mittleren Lohn ein. Im Verkehrsgewerbe liegt dein tarifliches Einstiegsgehalt bei 2.500 bis 3.100 Euro brutto im Monat. Mit den Jahren kannst du durch Erfahrung, Verantwortung und Zusatzaufgaben mehr verdienen. In tarifgebundenen Unternehmen sind Löhne und Zuschläge meist klar geregelt.
Zusätzlich bekommst du manchmal Spesen, Prämien oder Zuschläge für Überstunden. Ein weiterer Vorteil: Du kannst dein Einkommen durch Weiterbildungen langfristig steigern. So lohnt sich die Tätigkeit als Servicefahrer besonders, wenn du dauerhaft in diesem Beruf bleiben möchtest. Genauere Zahlen erfährst du direkt bei Betrieben oder in Tarifverträgen.
Wie viel verdient ein Servicefahrer in der Ausbildung?
Wie hoch dein Gehalt in der Ausbildung ausfällt, variiert aufgrund verschiedener Faktoren. Zum Beispiel wirken sich Tarifverträge oder auch dein Standort auf die Ausbildungsvergütung aus. Wirst du nach dem Tarifvertrag für die Textilreinigung bezahlt, erhältst du zum Beispiel folgendes Gehalt:
- im 1. Ausbildungsjahr: 950 Euro
- im 2. Ausbildungsjahr: 1.020 Euro
Wie läuft die Ausbildung als Servicefahrer ab?
Servicefahrer bzw. Servicefahrerin wirst du über eine 2-jährige duale Ausbildung. Die Ausbildungszeit verbringst du abwechselnd in Betrieb und Berufsschule. Während im Betrieb vor allem die praktische Seite des Berufs beleuchtet wird, steht in der Berufsschule hauptsächlich die Theorie auf dem Stundenplan. Im Betrieb lernst du Tourenplanung, Be- und Entladen, Kundenkontakt und den Umgang mit Fahrzeugen. In der Berufsschule stehen Themen wie Verkehrssicherheit, Logistik, Arbeitsrecht und Organisation auf dem Plan.
Zu deinen Pflichten als Azubi gehört es, ein Berichtsheft zu führen. In diesem notierst du regelmäßig deine Aufgaben und Tätigkeiten. Kontrolliert wird es von deinem Ausbilder.
Am Anfang des 2. Ausbildungsjahres steht zunächst die Zwischenprüfung an. Die Abschlussprüfung folgt dann am Ende der Ausbildung.
Wie lange dauert die Ausbildung als Servicefahrer?
Die Ausbildung zum Servicefahrer dauert in der Regel 2 Jahre. Sie ist dual aufgebaut, das heißt, du bist im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. In dieser Zeit lernst du schrittweise alle wichtigen Aufgaben rund um Touren, Kundenservice und Fahrzeugnutzung. Wenn du im Betrieb und in der Schule sehr gute Leistungen zeigst, ist in Einzelfällen sogar noch eine Verkürzung möglich.
Was sind die Ausbildungsinhalte als Servicefahrer?
Während der dualen Ausbildung eignest du dir sowohl theoretisches Wissen als auch praktisches Knowhow an. Typische Ausbildungsinhalte der sind:
- Planung und Organisation von Liefer- und Abholtouren mit unterschiedlichen Kunden
- Fachgerechtes Be- und Entladen sowie Sichern von Waren und Geräten
- Dokumentation von Lieferungen und Nutzung von digitalen Systemen im Arbeitsalltag
Im Betrieb wird dir unter anderem gezeigt, wie man Touren richtig plant, wie man Waren prüft oder wie man Zahlungen entgegennimmt. Darüber hinaus lernst du mehr über die Verkehrs- und Betriebssicherheit von Fahrzeugen oder die den Kontakt mit Kunden.
In der Berufsschule wird dir beigebracht, wie man Fahrten und Transporte vorbereitet oder wie Kundenaufträge annimmt. Darüber hinaus eignest du dir an, wie man Zahlungsvorgänge durchführt oder wie man Kundenkontakte ausbaut. Und auch um klassische Fächer wie Sozialkunde, Deutsch oder Wirtschaft kommst du nicht herum.
Ein Hauptschulabschluss oder ein mittlerer Schulabschluss reicht in vielen Betrieben aus, um Servicefahrer zu werden. Zudem solltest du mindestens 18 Jahre als sein und einen Führerschein besitzen. Wichtig sind gute Deutschkenntnisse, damit du Lieferscheine verstehst und mit Kunden sprechen kannst. Du solltest körperlich fit sein, denn viele Waren müssen getragen oder bewegt werden. Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und ein freundliches Auftreten sind in diesem Beruf sehr wichtig. Auch ein gutes Orientierungsvermögen und Freude am Fahren helfen dir im Alltag.
Für größere Fahrzeuge benötigst du später passende Führerscheine, die du teilweise über den Betrieb erwerben kannst. Dann steht deinem Einstieg als Servicefahrer wenig im Weg.
- Mathematik
- Deutsch/Englisch
- Werken/Technik
- Technisches Verständnis und Handgeschick
- Konzentration und hohe Aufmerksamkeit
- Organisationstalent
- Umfeld: am Steuer von Fahrzeugen
- Wechselnde Arbeitsorte
- Unregelmäßige Arbeitszeiten
Ähnliche Ausbildungsberufe
Nach der Ausbildung hast du als Servicefahrerin verschiedene Möglichkeiten, dich weiterzuentwickeln. Du kannst Zusatzqualifikationen in Bereichen wie Ladungssicherung, Gefahrguttransport oder Fahrzeugtechnik erwerben. Mit steigender Erfahrung kannst du zum Beispiel Touren planen, Kollegen einarbeiten oder als Team- oder Schichtleiter Verantwortung übernehmen. Weitere Chancen bieten Weiterbildungen im Bereich Logistik, etwa zum Logistikmeister oder Fachwirt für Güterverkehr und Logistik. Möchtest du studieren, bieten sich Studiengänge wie Fahrzeugtechnik, Logistik oder Supply-Chain-Management an.
Auch der Erwerb weiterer Führerscheinklassen kann neue Einsatzbereiche und bessere Verdienstmöglichkeiten eröffnen. Langfristig sind sogar Wechsel in den Innendienst, etwa in die Disposition oder Organisation, möglich. So kannst du aus dem Beruf Servicefahrer einen vielseitigen Karriereweg machen.
Der Beruf verbindet Fahren, Kundenkontakt und Verantwortung für Waren. Du bist viel unterwegs, lernst verschiedene Orte und Menschen kennen und sorgst dafür, dass Lieferungen zuverlässig ankommen. In der Ausbildung lernst du wichtige Inhalte zu Sicherheit, Organisation, Technik und Service. Mit Engagement kannst du dich weiterbilden und beruflich aufsteigen. Je nach Betrieb kannst du dich auf bestimmte Branchen oder Touren spezialisieren. Wenn du gerne eigenständig arbeitest, zuverlässig bist und Freude am Fahren hast, bietet dir der Beruf Servicefahrer viele Chancen für deine Zukunft.
Auf dem Arbeitsmarkt hast du als Servicefahrer aktuell ganz ordentliche Chancen. Viele Firmen liefern regelmäßig Ware, Getränke oder Arbeitskleidung aus. Dafür brauchen sie Fahrer mit Führerschein und Zuverlässigkeit. Du findest Stellen in Logistik, Handel und Dienstleistung, oft in Vollzeit. Auch Schichtarbeit und feste Touren sind üblich. Bewerbungen laufen meist online über Jobportale.
Ja, der Beruf ist für Quereinsteiger gut geeignet, weil keine lange Ausbildung Pflicht ist. Als Servicefahrer lernst du vieles direkt im Job. Wichtig sind ein passender Führerschein, gute Orientierung und freundlicher Umgang mit Kunden. Vorerfahrung als Auslieferungsfahrer, Kurier oder in der Logistik hilft, ist aber kein Muss. Häufig bekommst du eine gründliche Einarbeitung.
Um in dem Job erfolgreich zu sein, solltest du als Servicefahrer vor allem zuverlässig und pünktlich sein. Du brauchst einen sicheren Fahrstil, körperliche Belastbarkeit und Ordnungssinn für deine Touren. Freundlichkeit im Kundenkontakt ist wichtig, genauso wie Teamfähigkeit im Lager. Du solltest mit Navi, Smartphone und einfachen Formularen umgehen können und eigenständig arbeiten.
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Bildnachweis: „Servicefahrer verbringen viel Zeit am Steuer“ ©littlewolf1989 - stock.adobe.com, „Servicefahrerin verlädt Waren“ ©Zamrznuti tonovi – stock.adobe.com