Bürsten- und Pinselmacher / Bürsten- und Pinselmacherin
Ausbildung & Beruf
Ab an die Abteilmaschine! Denn deine Aufgabe ist es jetzt, die Pinselhaare zu portionieren. Später geht es dann noch an das Kämmen und das Binden. Für dich als Bürsten- und Pinselmacher ist das natürlich kein Problem. Schließlich bist du der Experte, wenn es um Pinsel und Bürsten geht. Du kennst dich bestens aus mit den verschiedensten Schritten und Techniken.
Berufsbild Bürsten- und Pinselmacher / Bürsten- und Pinselmacherin
Was macht ein Bürsten- und Pinselmacher (m/w/d)?
Als Bürsten- und Pinselmacher ist es dein Job, Bürsten und Pinsel für die verschiedensten Zwecke herzustellen. Diese fertigst du aus Naturborsten, Tierhaaren oder pflanzlichen und synthetischen Fasern an. Je nach Verwendungszweck, also ob du beispielsweise Haarbürsten, Lackierpinsel oder Aquarellpinsel herstellst, benötigst du andere Materialien.
Du arbeitest sowohl mit der Hand als auch mit Maschinen. Zu den manuellen Aufgaben gehört es unter anderem, Haarmengen abzuwiegen, Haare zu fixieren oder Stiele und Bürstenkörper auszuwählen. Arbeitest du mit Maschinen, bist du für die Einrichtung, Vorbereitung und die Steuerung und Überwachung der Produktion zuständig. Du kontrollierst die Ergebnisse und achtest darauf, dass die Maschinen gewartet und instand gehalten werden.
Wie sieht der Berufsalltag als Bürsten- und Pinselmacher aus?
Als Bürsten- und Pinselmacher steht vor allem Handarbeit auf dem Programm. Dabei arbeitest du mit Materialien wie Pflanzenfasern, synthetischen Fasern, Holz, Metall und Kunststoff. Um die einzelnen Teile miteinander zu verbinden, verwendest du außerdem Klebstoffe. Neben der Arbeit mit der Hand nutzt du auch Handwerkzeuge und Maschinen, beispielsweise Stanz- und Stopfmaschinen.
Lärm und Gerüche sollten dir als Bürstenmacher nicht allzu viel ausmachen. Denn gerade bei der Arbeit mit den Maschinen kann es oftmals laut werden. Darüber hinaus kommt auch die Arbeit bei Staub, Gasen und Dämpfen auf dich zu. So entsteht bei deiner Arbeit unter anderem Holzstaub.
Das A und O während deiner Arbeit ist Sorgfalt und Präzision. Denn nur so können am Ende qualitativ hochwertige Bürsten und Pinsel entstehen.
Wo arbeiten Bürsten- und Pinselmacher?
Als Bürsten- und Pinselmacher arbeitest du vor allem in Betrieben, die Bürsten oder Pinsel herstellen. Dabei kann es sich sowohl um Industrie- als auch Handwerksbetriebe handeln. Möglich ist daneben auch der Einsatz in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen.
Der Arbeitstag findet dann meist in Produktionshallen, Werkstätten oder auch Lagerräumen statt.
Ausbildungsorte als Bürsten- und Pinselmacher
Ausbildung zum Bürsten- und Pinselmacher / zur Bürsten- und Pinselmacherin
Wie läuft die Ausbildung zum Bürsten- und Pinselmacher ab?
Möchtest du als Bürsten- und Pinselmacher arbeiten, führt der Weg über eine 3-jährige duale Ausbildung in Industrie und Handwerk.
Während der Ausbildungszeit befindest du dich abwechselnd in Betrieb und Berufsschule. Im Betrieb lernst du dann vor allem die praktische Seite des Berufs kennen, in der Berufsschule stehen die theoretischen Grundlagen im Vordergrund.
Während der Ausbildung spezialisierst du dich auf einen der folgenden Schwerpunkte:
- Herstellen von Pinseln
- Herstellen von Bürsten
Bevor das 2. Ausbildungsjahr vorbeigeht, steht für dich eine Zwischenprüfung an. Diese dient dazu, deinen Ausbildungsstand zu überprüfen. Am Ende der Ausbildung folgt dann die Abschlussprüfung.
Während der Ausbildung führst du ein Berichtsheft, in dem du deine Aufgaben und Tätigkeiten notierst. Dein Ausbilder überprüft es regelmäßig.
Was lernt man in der Ausbildung zum Bürsten- und Pinselmacher (m/w/d)?
In der Ausbildung zum Bürsten- und Pinselmacher lernst du alles, was du später für den Beruf brauchst. Das praktische Knowhow erwirbst du im Betrieb. Dir wird gezeigt, welche Arbeitsschritte für die Bürsten und Pinsel nötig sind, wie du die Maschinen und Anlagen richtig bedienst und wie man Materialien auswählt und weiterverarbeitet. Außerdem lernst du auch, wie man die verschiedenen Materialien und Produkte richtig lagert und wie man die Qualität kontrolliert.
In der Berufsschule steht vor allem die Theorie auf dem Stundenplan. Du lernst, wie man die verschiedenen Produkte herstellt oder welche Techniken und Maschinen es gibt. Unterrichtet wirst du zudem in Fächern wie Wirtschaft, Deutsch und Sozialkunde.
So viel erstmal zur Ausbildung und dem Beruf an sich. Hast du Interesse an der Ausbildung gefunden, dann solltest du jetzt aufpassen: Wir zeigen dir hier, mit welchen persönlichen und schulischen Voraussetzungen du dir einen Ausbildungsplatz sichern kannst.
- Werken/Technik
- Mathe
- Deutsch
- Handwerkliches Geschick
- Sorgfalt und Genauigkeit
- Beobachtungsgabe
- Umfeld: Werkstatt, Produktionshalle
- Arbeit bei Lärm, Staub und Rauch
- Arbeit mit der Hand und Maschinen
Für die Ausbildung zum Bürstenmacher wird kein bestimmter Schulabschluss erforderlich. In der Regel reicht ein Hauptschulabschluss, um in die Ausbildung zu starten.
Gute Chancen hast du außerdem mit guten Noten in den passenden Fächern. Gerade in Werken und Technik solltest du überdurchschnittliche Leistungen erbringen, denn für verschiedenen Techniken wie Stanzen, Fassen und Binden brauchst du handwerkliches Geschick. Daneben sind gute Mathekenntnisse von Vorteil. Diese helfen dir beim Berechnen von Mengen und Materialbedarf.
Auch deine persönlichen Stärken und Fähigkeiten entscheiden darüber, ob du deine Ausbildung erfolgreich abschließt. Mitbringen solltest du auf jeden Fall handwerkliches Geschick, eine sorgfältige Arbeitsweise sowie eine gute Beobachtungsgabe.
Wie viel verdient ein Bürsten- und Pinselmacher in der Ausbildung?
Wie hoch die Ausbildungsvergütung als Bürsten- und Pinselmacher ausfällt, lässt sich nicht pauschal sagen. Aktuell liegen keine Tarifverträge vor.
Da es in Deutschland aber auch für Ausbildungen einen Mindestlohn gibt, steht dir mindestens folgende Vergütung zu:
- im 1. Ausbildungsjahr: 724 Euro
- im 2. Ausbildungsjahr: 854 Euro
- im 3. Ausbildungsjahr: 977 Euro
Die Ausbildung zur Bürstenmacherin könnte genau das Richtige für dich sein, wenn
- du gerne präzise und sorgfältig arbeitest
- dich die Arbeit bei Staub, Rauch und Gerüchen nicht stört
- du eine gute Auge-Hand-Koordination hast
- du gerne handwerklich anpackst
Wahrscheinlich passt ein anderer Beruf besser zu dir, wenn
- du dich bei Lärm nicht konzentrieren kannst
- du ungern mit technischen Maschinen und Anlagen arbeitest
- du lieber im Büro als in der Werkstatt arbeitest
- du handwerklich nicht so begabt bist
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Weiterbildung & Zukunftsaussichten
Nach Abschluss deiner Ausbildung stehen dir verschiedene Weiter- und Fortbildungsmöglichkeiten offen. Bei Weiterbildungen unterscheiden wir die folgenden 3 Formen:
- Anpassungsweiterbildung
- Aufstiegsweiterbildung
- Studium
Mithilfe von Anpassungsweiterbildungen bleibst du auf dem neuesten Stand in Bereichen wie Holzkunde, Holzschutz oder Maschinenüberwachung.
Aufstiegsweiterbildungen dagegen helfen dir dabei, deine Karriere voranzutreiben. Hier stehen dir unter anderem die Weiterbildung zum Bürsten- und Pinselmachermeister oder zum Industriemeister – Holz offen.
Eine weitere Option ist das Studium. Hier eignen sich unter anderem die folgenden Studiengänge:
- Holztechnik
- Holz- und Holzwerkstofftechnik
Grundsätzlich handelt es sich beim Beruf Bürsten- und Pinselmacherin um eine Tätigkeit, bei der vieles inzwischen automatisiert ablaufen kann. Als Profi kannst du dir also verschiedene Technologien zunutze machen, um deinen Arbeitsalltag zu erleichtern. Darunter fallen unter anderem Apps, mit denen du deine Produktionsabläufe steuern und überwachen kannst.
Überdies kannst du dich natürlich auch selbstständig machen. Hier ist unter anderem eine Spezialisierung auf einen Teilbereich sinnvoll – beispielsweise auf besondere Schuhbürsten.
Der Arbeitsmarkt sieht für dich als Bürsten- und Pinselmacher solide aus, auch wenn der Beruf eine Nische bleibt. In kleinen Handwerksbetrieben, Werkstätten und der Industrie gibt es regelmäßigen Bedarf an Fachkräften. Viele Betriebe suchen Azubis, weil ältere Mitarbeiter in Rente gehen. Mit guter Ausbildung und etwas Praxiserfahrung hast du ordentliche Chancen auf einen sicheren Job.
Für Quereinsteiger ist der Beruf grundsätzlich offen, wenn du handwerklich arbeiten möchtest. In der Regel steigst du über eine reguläre Ausbildung zum Bürsten- und Pinselmacher ein, manchmal auch über eine Umschulung. Hast du schon Erfahrung in Produktion, Lager oder Metallbereich, punktest du beim Bewerbungsgespräch. Wichtig sind Motivation, Lernbereitschaft und dass du gerne praktisch mit Werkzeugen und Maschinen arbeitest.
Du solltest als Bürsten- und Pinselmacher vor allem Fingerspitzengefühl und genaues Arbeiten mitbringen. Technisches Verständnis hilft dir an Maschinen und bei der Qualitätskontrolle. Außerdem brauchst du etwas Mathe für Längen, Mengen und Stückzahlen. Teamfähigkeit ist wichtig, weil du in Werkstatt oder Produktion selten allein arbeitest. Zuverlässigkeit und Ausdauer machen dich in diesem Beruf besonders wertvoll.
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Bildnachweise: „Bürsten- und Pinselmacher stellen Bürsten her“ ©bilderstoeckchen – stock.adobe.com; „Bürsten- und Pinselmacher stellen unter anderem Produkte für den kosmetischen Bereich her“ ©Robert Kneschke – stock.adobe.com