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Fluglehrer / Fluglehrerin
Ausbildung & Beruf

Gehalt im Beruf 3.465 – 4.548 € brutto pro Monat
Ausbildungsdauer 1 – 5 Monate
Ausbildungsart Weiterbildung (Pilotenlizenz)
Empfohlener Abschluss Abitur oder Fachabitur

Aktualisiert am 10.04.2026

Was macht ein Fluglehrer (m/w/d)?

Ein Fluglehrer bringt angehenden Piloten so das sichere und richtige Fliegen bei. Du erklärst nicht nur Theorie, sondern sitzt auch mit im Cockpit und zeigst Schritt für Schritt, wie ein Flugzeug gesteuert wird. Du planst Schulungsflüge, übst Starts, Landungen, Funkverkehr und Notverfahren. Dabei beobachtest du deinen Schüler genau und gibst ihm direkt Feedback. Außerdem führst du Flugvor- und Nachbesprechungen durch und dokumentierst den Lernstand. Ein Fluglehrer achtet streng auf Sicherheit und hält sich immer an die Luftfahrtvorschriften. Oft arbeitest du auch an Handbüchern und Trainingsplänen mit und bereitest deine Schüler auf Prüfungen bei der Luftfahrtbehörde vor.

Wo kann ich als Fluglehrer arbeiten?

Als Fluglehrer arbeitest du vor allem bei Flugschulen und Luftsportvereinen. Dort bildest du Privatpiloten, Segelflieger oder Motorflugpiloten aus. Du kannst auch bei größeren kommerziellen Flugschulen tätig sein, die Berufspiloten für Airlines vorbereiten. Manche Fluglehrer arbeiten direkt in Airline-Trainingszentren und schulen Piloten im Simulator. Auch Hersteller von Flugzeugen oder Helikoptern beschäftigen Fluglehrer, zum Beispiel für Einweisungsflüge oder spezielle Trainings. Zudem kannst du bei der Bundeswehr arbeiten. Häufig bist du auf kleineren Regionalflugplätzen oder Verkehrsflughäfen unterwegs.

Dein Berufsalltag als Fluglehrer führt dich sowohl in Unterrichtsräume als auch in Flugsimulatoren oder ins Cockpit selbst.

Arbeitszeiten als Fluglehrerin

Als Fluglehrerin hast du oft unregelmäßige Arbeitszeiten, die stark vom Wetter abhängig sind. Viele Schulungsflüge finden nachmittags, abends oder am Wochenende statt, weil deine Schüler dann Zeit haben. In den Sommermonaten bist du meist deutlich mehr in der Luft, im Winter eher in der Theorie oder im Simulator. Kurzfristige Planänderungen gehören dazu, wenn sich das Wetter verschlechtert oder ein Flugzeug ausfällt. Feste 9‑to‑5-Zeiten hast du eher selten. Dafür erlebst du viel Abwechslung und bist viel draußen am Flugplatz. Gerade in Vereinen und kleineren Flugschulen kann deine Arbeitszeit auch von der Nachfrage und der laufenden Saison abhängen.

Wie viel verdient ein Fluglehrer?

Ein Fluglehrer verdient je nach Art der Flugschule, Lizenz und Erfahrung sehr unterschiedlich. Im Durchschnitt liegt das Gehalt aber zwischen 3.465 und 4.548 Euro brutto im Monat. In vielen Vereinen arbeitest du nebenberuflich und bekommst eine Aufwandsentschädigung oder einen Stundensatz pro Flugstunde. An kommerziellen Flugschulen liegen die Einstiegsgehälter oft zwischen etwa 2.500 und 3.000 Euro brutto im Monat. Mit mehr Flugstunden, Zusatzzertifikaten oder Airline-Erfahrung steigt dein Gehalt dann an. Manche Fluglehrer arbeiten selbstständig und stellen der Flugschule ihre Stunden in Rechnung. Dann hängt dein Einkommen stark davon ab, wie viele Schüler du betreust und wie gut die Nachfrage nach Pilotenausbildungen in deiner Region ist.

Wie viel verdient ein Fluglehrer in der Ausbildung?

Für die Ausbildung zum Fluglehrer bekommst du in der Regel keine klassische Ausbildungsvergütung, sondern zahlst die Lehrberechtigung sogar selbst. Die Kosten für den Lehrgang, die Flugstunden und die Prüfungen können schnell mehrere tausend Euro betragen. Viele angehende Fluglehrer finanzieren das über Ersparnisse oder einen Nebenjob. Weil du schon eine Pilotenlizenz hast, arbeitest du oft parallel weiter als Pilot oder Flugschülerbetreuer. Erst nach bestandener Prüfung kannst du als Fluglehrer Geld verdienen.

Wie läuft die Ausbildung als Fluglehrer ab?

Die Ausbildung zum Fluglehrer ist eine Zusatzqualifikation, die du nach deiner Pilotenlizenz machst. Zuerst brauchst du eine bestimmte Anzahl an Flugstunden und oft auch praktische Erfahrung als verantwortlicher Pilot. In der eigentlichen Lehrerausbildung lernst du, wie du Flugschüler unterrichtest, Wissen verständlich erklärst und professionell Feedback gibst. Es gibt theoretische Teile mit Unterrichtsmethoden, Luftrecht und Didaktik. In der praktischen Ausbildung fliegst du mit einem erfahrenen Ausbilder, der dich auf deine Rolle als Lehrer vorbereitet. Am Ende legst du eine Prüfung vor der Luftfahrtbehörde ab. Bestehst du diese, bekommst du die Lehrberechtigung und darfst offiziell Flugschüler schulen.

Nach bestandener Prüfung wird die Lizenz mit Einschränkungen erteilt (FI(RP) – Restricted Privileges). Als Fluglehrerassistent darfst du dann unter Aufsicht arbeiten und musst 100 Stunden Flugunterricht sowie 25 Alleinflüge von Schülern beaufsichtigen, um die Einschränkung aufzuheben.

Wie lange dauert die Ausbildung als Fluglehrer?

Je nach Flugschule, Lizenzart und deinem eigenen Tempo kann die Lehrerausbildung einige Wochen bis mehrere Monate dauern. Die Dauer der Ausbildung zum Fluglehrer ist kürzer als eine klassische Berufsausbildung, weil du bereits Pilot bist. Den theoretischen Teil absolvierst du meist in Blockkursen oder intensiven Lehrgängen. Die praktischen Flüge verteilst du auf mehrere Tage oder Wochen, je nach Wetter und Flugzeugverfügbarkeit. Innerhalb der Ausbildung sind 125 Stunden theoretischer Unterricht und und 30 Stunden im Cockpit vorgesehen.

Was sind die Ausbildungsinhalte als Fluglehrer?

In der Ausbildung zum Fluglehrer lernst du pädagogische Methoden, wie du dein Wissen an andere weitergibst. Du beschäftigst dich mit Unterrichtsplanung, Pädagogik und Kommunikationsstrategien, damit du Schüler klar und ruhig anleiten kannst. Außerdem lernst du, Flugfehler früh zu erkennen und in kritischen Situationen sicher zu reagieren. Typische Inhalte sind unter anderem:

  • Methodik des Theorieunterrichts und Umgang mit Lernunterlagen
  • Planung, Durchführung und Auswertung von Schulungsflügen
  • Trainieren von Standardverfahren, Notverfahren und Funkverkehr
  • Verhalten bei Stress, Fehleranalyse und Feedback-Techniken

Im praktischen Teil des Lehrgangs trainierst du vor allem das Fliegen von rechts, also vom Sitz des Fluglehrers. In simulierten Unterrichtsstunden musst du Fehler erkennen, Notfallsituationen üben und an Routine in der Wissensvermittlung gewinnen.

Voraussetzungen für die Ausbildung als Fluglehrer

Für die Ausbildung zum Fluglehrer musst du eine Menge Voraussetzungen erfüllen. Du brauchst:

  • Gültige Pilotenlizenz: Entweder PPL(A), CPL(A) oder ATPL(A) (je nach Art der Lehrberechtigung)
  • Mindestflugstunden als Pilot: Insgesamt mindestens 200 Flugstunden als Pilot auf Flugzeugen, davon mindestens 150 Stunden als verantwortlicher Pilot (PIC)
  • Erfahrung im Streckenflug (Cross-Country): Mindestens 1 Überlandflug von 300 NM (ca. 540 km) mit Zwischenlandungen auf zwei anderen Flugplätzen als Startflugplatz
  • Aktuelle Flugpraxis: Oft wird eine Mindestanzahl an Flugstunden in den letzten 12 Monaten verlangt (z. B. 20 Stunden als PIC)
  • Medizinisches Tauglichkeitszeugnis (Medical): Gültiges Medical Class 2 (für PPL-FI) oder Class 1 (für CPL/ATPL), je nach Lizenztyp
  • Mindestalter: In der Regel musst du mindestens 18 Jahre alt sein
  • Sprachkenntnisse: Nachweis der Sprachkompetenz Englisch (Language Proficiency, meist ICAO Level 4 oder höher)
  • Luftsicherheitsüberprüfung (ZÜP) nach deutschem Luftsicherheitsrecht
  • Einwandfreies Führungszeugnis

Persönlich helfen dir Geduld, Empathie und Freude am Erklären weiter. Wenn du gerne mit Menschen arbeitest und Verantwortung übernehmen willst, passt der Beruf Fluglehrer sehr gut zu dir.

Schulfächer
  • Deutsch
  • Englisch
  • Technik
Stärken
  • Gute Reaktionsgeschwindigkeit
  • Kommunikationsstärke
  • Stressresistenz
Arbeitsbedingungen
  • Umfeld: Cockpit, Unterrichtsraum
  • Kontakt mit Menschen
  • Arbeit in der Luft

Weiterbildung und Karrierechancen als Fluglehrerin

Als ausgebildete Fluglehrerin kannst zusätzliche Lehrberechtigungen erwerben, zum Beispiel für Instrumentenflug, mehrmotorige Flugzeuge oder spezielle Flugzeugmuster. Mit wachsender Erfahrung kannst du zum Ausbildungsleiter aufsteigen und ganze Trainingsprogramme planen. Manche Fluglehrer wechseln später in das Cockpit einer Airline und nehmen ihre Lehrerfahrung mit in die Linienfliegerei. Andere gehen zu Herstellern, Behörden oder Prüforganisationen und arbeiten dort in der Schulung. Auch eine Selbstständigkeit mit eigener Flugschule ist möglich.

Ein Studium eröffnet dir weitere Berufs- und Karrierechancen. In Frage kommen Studiengänge wie Luft- und Raumfahrttechnik. Je mehr Qualifikationen du sammelst, desto größer werden deine Chancen auf spannende und verantwortungsvolle Positionen in der Luftfahrt.

Fazit: Vielfältige Chancen als Fluglehrer

Als Fluglehrer verbindest du deine Leidenschaft fürs Fliegen mit einem verantwortungsvollen pädagogischen Beruf. Du begleitest angehende Piloten auf ihrem Weg ins Cockpit und hast großen Einfluss auf deren Sicherheit und Können. Statt einer klassischen dualen Ausbildung machst du eine spezialisierte Lehrberechtigung, die auf deiner bestehenden Pilotenlizenz aufbaut. Die Arbeit ist abwechslungsreich, spannend und oft sehr praxisnah am Flugplatz. Mit zusätzlicher Erfahrung und Weiterbildungen kannst du dich auf verschiedene Bereiche der Pilotenausbildung fokussieren. Wenn du gerne erklärst, verantwortungsbewusst bist und Fliegen liebst, bietet dir der Beruf Fluglehrer langfristig vielfältige Chancen.

Noch Fragen? Wirf einen Blick in unser FAQ

Der Arbeitsmarkt für dich als Fluglehrer ist aktuell spezialisiert, aber ziemlich stabil. Du findest Jobs vor allem an Flugschulen und in Vereinen für Privatpiloten. Oft arbeitest du zunächst auf Honorarbasis oder in Teilzeit, bis du mehr Flugstunden gesammelt hast. Mit zusätzlicher Lizenz und Erfahrung als Pilot steigen deine Chancen, als Fluglehrer dauerhaft übernommen zu werden.

Ja, der Beruf Fluglehrer ist auch für Quereinsteiger möglich, wenn du bereits eine Pilotenlizenz besitzt. Du absolvierst dann eine extra Ausbildung mit Lehrberechtigung an einer Flugschule. Häufig kommen Quereinsteiger aus technischen Berufen oder sind schon Berufspilot. Wichtig ist, dass du motiviert bist, regelmäßig trainierst und als Fluglehrer gerne Wissen an Flugschüler weitergibst.

Als Fluglehrer solltest du vor allem geduldig sein und klar erklären können. Du brauchst starke Nerven, Konzentration und schnelles Reaktionsvermögen im Cockpit. Außerdem hilft es, wenn du ruhig bleibst, freundlich auftrittst und gut zuhören kannst. Wichtig ist auch Teamarbeit mit anderen Piloten, damit du als Fluglehrer deine Flugschüler sicher und Schritt für Schritt anleitest.

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Bildnachweis: „Fluglehrer unterrichtet Schülerin“ ©RGtimeline – stock.adobe.com; „Fluglehrer im Simulator“ ©hxdyl – stock.adobe.com