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Hygienekontrolleur / Hygienekontrolleurin (Gesundheitsaufseher/ Gesundheitsaufseherin)
Ausbildung & Beruf

Ausbildungsgehalt kein festgelegtes Gehalt
Ausbildungsdauer 2 Jahre
Ausbildungsart Beamtenausbildung
Empfohlener Abschluss i. d. R. Mittlere Reife

Aktualisiert am 22.05.2026

Was macht ein Hygienekontrolleur (m/w/d)?

Ein Hygienekontrolleur – im Saarland auch als Gesundheitsaufseher bekannt – ist für Kontroll- und Beratungsaufgaben hinsichtlich verschiedener hygienischer Maßnahmen verantwortlich. Oft werden sie daher auch auf den Gebieten Seuchenabwehr und Infektionsschutz und Umwelt- und Verkehrshygiene eingesetzt.

Als Hygienekontrolleurin ist es also deine Aufgabe, Krankenhäuser, Kitas, Lebensmittelbetriebe oder Bestattungsunternehmen genau unter die Lupe zu nehmen. Du überprüfst, ob die gängigen Standards eingehalten und verordnete Maßnahmen vollzogen werden.

Auch vorbeugende Mittel und Überwachungen zählen zu deinem Aufgabengebiet: Beispielsweise kümmerst du dich um die Kontrolle von hygienischen Verhältnissen bei Abwasser- und Kläranlagen, die richtige Beseitigung fester Abfallstoffe oder die Hygiene von Gewässern, in denen gebadet wird.

Du klärst zum Beispiel auch die Bevölkerung über Schädlingsbekämpfung oder Seuchenhygiene auf oder berätst auch öffentliche Einrichtungen hinsichtlich hygienischer Fragen.

Wo kann ich als Hygienekontrolleur arbeiten?

Als Hygienekontrolleur oder Gesundheitsaufseher arbeitest du meistens im öffentlichen Gesundheitsdienst. Typische Arbeitgeber sind Gesundheitsämter von Städten, Landkreisen oder Bezirken. Manche sind auch bei Hilfsorganisationen, Rettungsdiensten oder bei der Bundeswehr beschäftigt.

Ein großer Teil deiner Arbeit findet draußen statt, also direkt in Einrichtungen und Betrieben. Dazu gehören Badeanlagen, Arztpraxen, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Gemeinschaftsunterkünfte, Campingplätze oder Schulen. Manchmal arbeitest du auch mit Laboren, Umweltämtern, Wasserwerken oder anderen Behörden zusammen.

Arbeitszeiten als Hygienekontrolleurin

Die Arbeitszeiten als Hygienekontrolleurin sind oft geregelter als in vielen anderen Gesundheitsberufen. Da du meist im öffentlichen Dienst arbeitest, hast du häufig feste Zeiten von Montag bis Freitag. Trotzdem kann dein Alltag unterschiedlich aussehen, weil Kontrollen, Außentermine und Probenahmen geplant werden müssen. Manche Termine liegen früh am Morgen, etwa wenn Wasserproben genommen werden.

Bei besonderen Vorfällen, Beschwerden oder Infektionsfällen kann es auch einmal dringender werden. Dann musst du flexibel reagieren und schnell prüfen, ob ein Gesundheitsrisiko besteht. Schichtarbeit ist eher untypisch, aber Außendienst und Fahrzeiten gehören klar zum Beruf.

Wie viel verdient ein Hygienekontrolleur?

Bist du als Hygienekontrolleur im öffentlichen Dienst tätig, kannst du mit 2.900 bis 4.100 Euro rechnen.

Das Gehalt als Hygienekontrolleur hängt allerdings stark davon ab, wo du arbeitest und nach welchem Tarif du bezahlt wirst. Im öffentlichen Dienst zählen vor allem Tarifvertrag, Bundesland, Berufserfahrung und genaue Aufgabe.

Später kann dein Einkommen dann steigen, wenn du mehr Erfahrung sammelst, besondere Aufgaben übernimmst oder in eine höhere Entgeltgruppe kommst.

Wie viel verdient ein Hygienekontrolleur in der Ausbildung?

Die Ausbildung bzw. der Lehrgang zum Hygienekontrolleur wird in der Regel nicht bezahlt. Wie in den meisten schulischen Ausbildungen erhältst du hier also keine Ausbildungsvergütung.

Die meisten angehenden Hygienekontrolleure oder Gesundheitsaufseher sind allerdings ohnehin Beschäftigte des öffentlichen Dienstes. Diese erhalten für den Lehrgang dann auch eine entsprechende Vergütung.

Wie läuft die Ausbildung zum Hygienekontrolleur ab?

Bei der Aus- bzw. Weiterbildung zur Gesundheitsaufseherin bzw. zur Hygienekontrolleurin handelt es sich nicht um eine klassische duale Berufsausbildung. Stattdessen absolvierst du eine schulische Ausbildung, deren Länge vom jeweiligen Bildungsanbieter abhängt.

Aufgepasst: Die Ausbildung ist nur in 8 Bundesländern rechtlich geregelt. In Bayern, Berlin, Baden-Württemberg, Niedersachsen, NRW, Hessen und Sachsen bist du nach der Ausbildung offiziell Hygienekontrolleur. Machst du die Ausbildung im Saarland, bist du danach Gesundheitsaufseher bzw. Gesundheitsaufseherin.

Wie lange dauert die Ausbildung als Hygienekontrolleur?

Die Ausbildung dauert je nach Bundesland meist 2 bis 3 Jahre. In vielen Bundesländern ist eine dreijährige Ausbildung in Vollzeit üblich. Sie besteht aus langen Praxisphasen im Gesundheitsamt und mehreren theoretischen Unterrichtsblöcken. Andere Länder regeln die Ausbildung kürzer oder anders, etwa mit einem zweijährigen Ablauf.

Was sind die Ausbildungsinhalte als Hygienekontrolleur?

Während der Ausbildung zum Hygienekontrolleur oder zur Hygienekontrolleurin erlernst du verschiedene Kenntnisse. Meistens besteht die Weiterbildung aus theoretischen Unterrichtseinheiten und praktischer Arbeit.

Den Teil der praktischen Ausbildung verbringst du meist im Landesamt für Gesundheit, im öffentlichen Gesundheitsdienst oder in Krankenhäusern. Hier lernst du deinen späteren beruflichen Alltag kennen.

Die theoretische Ausbildung zum Gesundheitsaufseher verbringst du in der Regel an der jeweiligen Bildungseinrichtung im Klassenverband. Währenddessen kommen unter anderem folgende Inhalte der Ausbildung auf dich zu:

  • Umwelthygiene
  • Gesundheitsschutz
  • Staats-, Rechts- und Verwaltungskunde
  • Wissensmanagement
  • Arbeitsmethodik
  • Verhütung und Bekämpfung von übertragbaren Krankheiten

Voraussetzungen für die Ausbildung zum Hygienekontrolleur

Meistens wird ein mittlerer Schulabschluss gefordert. Manchmal kannst du auch mit einem Hauptschulabschluss und einer bereits abgeschlossenen Ausbildung in einem Gesundheitsberuf die Ausbildung beginnen. Welche schulischen Voraussetzungen du für die Aus- oder Weiterbildung mitbringen musst, hängt aber vom jeweiligen Bundesland ab.

Je nach Bundesland werden zum Beispiel auch ein Führungszeugnis oder ein Nachweis über die gesundheitliche Eignung gefordert. Überzeugen kannst du außerdem mit guten Noten in Deutsch, Biologie oder Mathe. Auch eine sorgfältige und genaue Arbeitsweise ist in diesem Beruf sehr wichtig.

In diesem Job musst du außerdem großen Wert auf Genauigkeit legen: Es ist wichtig, dass du die gesetzlichen Vorschriften beachtest und befolgst. Diese solltest du als Hygienekontrolleur also immer im Kopf haben.

Schulfächer
  • Biologie
  • Deutsch
  • Mathe
Stärken
  • Rechenfertigkeiten
  • Textverständnis
  • Sorgfalt & Genauigkeit
Arbeitsbedingungen
  • Umfeld: Außendienst, Büroräume
  • Infektionsgefahr
  • Beachtung von Vorschriften

Weiterbildung und Karrierechancen als Hygienekontrolleurin

Als Hygienekontrolleurin hast du gute Chancen, dich im öffentlichen Gesundheitswesen weiterzuentwickeln. Mit Berufserfahrung kannst du dich auf bestimmte Bereiche spezialisieren, zum Beispiel Trinkwasserhygiene, Infektionsschutz, Krankenhaushygiene, Umweltmedizin oder Qualitätsmanagement. Auch Fortbildungen zu Verwaltungsrecht, Gesprächsführung oder Krisenmanagement sind sinnvoll, weil du oft mit Bürgern, Einrichtungen und Behörden kommunizierst.

Je nach Arbeitgeber kannst du später mehr Verantwortung übernehmen, neue Kollegen einarbeiten oder Kontrollen koordinieren. Wenn du eine Hochschulzugangsberechtigung hast, kann auch ein Studium interessant sein. Passende Studiengänge sind unter anderem:

So eröffnest du dir weitere Aufgaben in Planung, Beratung oder Leitung. Besonders gefragt bleibt Fachwissen rund um Hygiene und Infektionsschutz.

Fazit: Verantwortungsvolle Aufgaben als Hygienekontrolleur

Der Beruf Hygienekontrolleur ist eine gute Wahl, wenn du Gesundheit, Umwelt und Verwaltung verbinden möchtest. Du arbeitest nicht nur im Büro, sondern auch direkt vor Ort und siehst, welche Wirkung deine Kontrollen haben. Deine Aufgaben sind wichtig, weil sauberes Wasser, sichere Einrichtungen und klare Hygieneregeln Menschen schützen.

Die Ausbildung fordert Sorgfalt, Verantwortungsbewusstsein und Interesse an naturwissenschaftlichen Themen. Wenn du gerne genau hinschaust, selbstständig arbeitest und mit Menschen umgehen kannst, bietet dir dieser Beruf langfristig gute Chancen.

Noch Fragen? Wirf einen Blick in unser FAQ

Auf dem Arbeitsmarkt hast du als Hygienekontrolleur momentan ordentliche Chancen. Viele Gesundheitsämter, Kommunen und Labore suchen Personal für Hygienekontrollen, Lebensmittelüberwachung und Infektionsschutz. Vor allem in Städten findest du regelmäßig Stellenangebote im öffentlichen Dienst. Mit Berufserfahrung steigen deine Jobchancen weiter. Fortbildungen zu Qualitätsmanagement oder Umwelttechnik machen dich zusätzlich interessant für Arbeitgeber. Auch befristete Einstiegsstellen können dir den Weg erleichtern.

Ja, für Quereinsteiger ist der Beruf Hygienekontrolleur grundsätzlich möglich, wenn du bereit bist, Neues zu lernen. Nützlich sind Vorkenntnisse aus Gastronomie, Lebensmitteltechnik, Chemie oder Pflege. Oft wird eine passende Ausbildung im Gesundheitswesen oder im technischen Bereich verlangt. Du kannst fehlendes Wissen über Lehrgänge, Umschulung und Praxiserfahrung nachholen und so deinen Einstieg vorbereiten.

Für den Beruf Hygienekontrolleur brauchst du vor allem Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein. Du arbeitest viel im Außendienst, nimmst Proben und dokumentierst Ergebnisse, deshalb musst du genau und strukturiert sein. Gute Kommunikation ist wichtig, weil du Betriebe berätst und Regeln erklärst. Zudem helfen dir Teamfähigkeit, Organisationstalent und ein sicheres Auftreten im Kontakt mit Bürgern.

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Bildnachweis:

„Hygienekontrolleur“ ©littlewolf1989 - stock.adobe.com

„Hygienekontrolleure besprechen ihre Ergebnisse“ ©Seventyfour - stock.adobe.com

„Hygienekontrolleurin dokumentiert ihre Untersuchungen“ ©Volker Witt - Fotolia

„Hygienekontrolleurin untersucht Probe“ ©H_Ko - stock.adobe.com